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Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Die TV-Doku «Die dunkle Seite des deutschen Rap» beleuchtet, wie tief der Antisemitismus bei Kollegah und Co. verankert ist.

Christian Buss



Ein Artikel von

Spiegel Online

Marina Buzunashvilli ist Hip-Hop-Promoterin. Und sie ist Jüdin. Sie kennt die verschwiemelte, brutale, perfide Verächtlichmachung ihrer Religion im deutschen Battle-Rap und sie kennt den dort zum Teil tief verwurzelten Antisemitismus. Beides gehört für sie zusammen - ist für sie aber nicht dasselbe.

Buzunashvilli hat unter anderem für Haftbefehl gearbeitet, den Gangsterrapper aus Offenbach, der immer wieder antisemitische Stereotype aufgegriffen hat, 2014 etwa rappte er in Bezug auf seine zeitweilige Drogendealerkarriere im Frankfurter Bahnhofsviertel: «Ich ticke Kokain an die Juden von der Börse». Trotzdem plädiert Buzunashvilli in der Fernsehdokumentation «Die dunkle Seite des Rap» dafür, nicht einzelne Textzeilen auseinander zu nehmen. Vielmehr müsse man sich das «grosse Ganze» um einen Künstler herum anschauen.

Genau das ist vor der Verleihung des Echos an Kollegah und Farid Bang nicht passiert. Und danach eigentlich auch nicht. Das Problem bei der anschliessenden Empörung über die Auszeichnung war, dass der Farid Bang-Textbaustein «mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» als Stein des Anstosses genommen wurde. Sicher, das ist eine stumpfe, geschmacklose, exploitative Anspielung auf den Holocaust - für sich allein genommen ist sie aber nicht antisemitisch.

Die Doku «Die dunkle Seite des deutschen Rap» spürt den antijüdischen und antizionistischen Tendenzen im hiesigen Hip-Hop nach und arbeitet an der Figur Kollegahs heraus, wie in dem Genre jenseits von überhitzten Battle-Botschaften antisemitische Rollenmuster verankert werden.

Hätten die Echo-Verantwortlichen diesen Film vorher gesehen, wäre ihre Entscheidung wohl anders ausgefallen. Der Beitrag aus der Reihe «Die Story» lief Ende März beim WDR, steht weiterhin in der Mediathek des Senders und wird diesen Donnerstag noch einmal um 23.30 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

Wo wird das Bashing zur infamen Kampagne?

Filmemacherin Viola Funk tastet sich in der 45-minütigen Produktion langsam an das Thema ran. Es geht bei vielen der Hip-Hop-Akteure im Film um Grauzonen, um Grenzüberschreitungen, um das Spiel mit sanktioniertem Vokabular. Wer sich als Gangster-Rapper inszenieren will, findet in Holocaust-Begrifflichkeiten die Möglichkeit sich als Bad Boy zu präsentieren, der sich über gesellschaftliche Vereinbarungen hinwegsetzt. Billig, effizient.

Doch wo wird der spielerische Bruch mit der Konvention zum gezielten antisemitischen Statement? Wann wird das gehässige Bashing des Gegners, das zum ewigen Wettkampf des Battle-Rap gehört, zur infamen Kampagne?

Für die WDR-Doku geht der Politikwissenschaftler Jakob Baier in die Feinanalyse mit Kollegahs Musikvideo «Apokalypse», einem 13-minütigen Epos über den Widerstreit zwischen Gut und Böse, in dem sich der Musiker als Retter der Welt geriert. Die Entscheidungsschlacht in dem Video findet in Ostjerusalem auf dem Tempelberg statt. Es gäbe, so Baier, etliche «antisemitische Deutungsangebote» - am deutlichsten tritt der Judenhass allerdings in Kollegahs Film-Gegenspieler hervor: ein Teufel mit Brüsten, Hörnern und einem Pentagramm auf der Stirn, das dem Davidstern sehr ähnelt.*

Image

Eindeutiger geht Judenhass (und Frauenhass gleich mit) nun wirklich nicht. Die Düsseldorfer Antilopen Gang nannte den Kollegen dafür gegenüber dem SPIEGEL einen «faschistischen Agitator».

Dass Rapper wie Kollegah relativ ungestört demagogisch auftreten können, liegt auch daran, dass sie ihre Arbeitsweise längst abgekoppelt haben von herkömmlichen Bewertungs- und Auswertungszusammenhängen. Sie sind weder auf Musikkritiken noch auf Plattenfirmen angewiesen. Wie es der Hip-Hop-Journalist Marc Leopoldseder formuliert: «Es gibt kein mediales Korrektiv mehr. Die Leute sind ihre eigenen Plattformen und sagen: Ich habe Recht. Sieht man doch, wie viele Leute mir folgen.»

Der Antisemitismus ist strukturell

So entsteht ein Umfeld, das dazu einlädt, Feindbilder zu rekultivieren, die auf breiter Ebene geächtet sind. Dabei geht es nicht darum, dass die Künstler politisch rechts stehen. Stattdessen hat sich ein struktureller Antisemitismus etabliert, in dem der Hiphop-Akteur sich selbst als Underdog inszeniert, der sich heroisch gegen das «Finanzjudentum» zur Wehr setzt; eine Weltsicht, die auch links gefärbt sein kann.

Kolja Podkowik von der Antilopen Gang sagt dazu in der Doku: «Der gewöhnliche Deutschrap-Hörer ist natürlich gegen Nazis. Das schliesst nicht aus, dass er vielleicht ein Antisemit ist. Du wirst in der Deutschrap-Szene keinen klassischen Nazi-Antisemitismus finden.»

Ganz bestimmt kein Nazi ist der iranischstämmige Rapper P.A. Sports, der sich letztes Jahr mit dem jungen deutschen Hip-Hop-Star Spongebozz eine verbale Schlacht geliefert hat. Spongebozz ist jüdischer Battle-Rapper und textet wie die Kollegen im satten schimpfwortverliebten Hasssprech über «Homos» und «verliebte Fotzen». P.A. Sports widmete dem Konkurrenten seinen mit Kollegah eingespielten Track «HS.HC», was für «Hurensohn Holocaust» steht.

Was im Song noch als geschmacklose Harke an einen Gegner durchgeht, der selber keine perfide Herabsetzung seiner ausgewählten Feinde scheut, entpuppt sich im Gespräch vor der Kamera als alle Stereotype abrufender Antisemitismus: «Dass Juden überall auf der Welt geschäftlich erfolgreich sind, ist etwas, was allgemein bekannt ist. Stell dir mal vor, das würde bei Muslimen passieren, dass wir so die ganze Weltwirtschaft übernehmen und überall die Reichsten sind bei allem (...). Wenn wir die Bosse in der Weltwirtschaft werden.»

«Die dunkle Seite des deutschen Rap» ist ein Film, den alle sehen sollten, die an der gerade erst begonnenen Antisemitismus-Debatte teilnehmen wollen: Es geht hier nicht um ein paar zweifelhafte Battle-Lines, es geht um einen Judenhass, der tief im Mythenrepertoire von Teilen des deutschen Hip-Hop verankert ist.

«Die dunkle Seite des deutschen Rap», Donnerstag, ARD, 23.30 Uhr

*Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels stand, im Kollegah-Video «Apokalypse» trage der Teufel einen Davidstern. Es handelt sich dabei um ein Pentagramm, das dem Davidstern sehr ähnlich ist. Einen richtigen Davidstern trägt im Video ein Stellvertreter des Teufels am Ring.

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sheez Gagoo 21.04.2018 00:18
    Highlight Highlight Jetzt kommen die ganzen Luschen aus ihren Löchern gekrochen und wollen der Welt erzählen, was das Problem beim Deutschen Gangstarap sein soll. Hört Coldplay und weint doch.
  • Joe-B 20.04.2018 11:53
    Highlight Highlight Kollegah in seinem Freetrack Nwo:
    „Wir sind Brüder, wir sind Schwestern, Nachkommen von Adam
    Ganz egal, ob wir nun "Jahwe", "Gott" oder "Allah" sagen“.
    Dieses Lied spiegelt sein Denken, nicht irgendein Battlerap Song, in dem es darum geht seinen Gegner gerade auch mit schwarzem Humor zu besiegen.
  • Spooky 19.04.2018 21:43
    Highlight Highlight Das Pentagramm ist ein Fünfeck.
    Der Davidstern ist ein Sechseck.

    Inhaltlich gesehen haben sie nichts zu tun miteinander.
  • Babalu 19.04.2018 20:23
    Highlight Highlight Das Pentagramm ist DAS Symbol des Satanismus. Wenn man nun feststellt, dass er dem Davidstern sehr aehnlich sieht, hat das in dieser Diskussion ueberhaupt keinen Informationsgehalt. Das wuerde demnach bedeuten, dass jedes Pentagramm im satanistischen Kontext antisemitisch ist, da es dem Davidstern “sehr aehnlich” aussieht und daher Satanismus mit Judentum gleichsetzt. Schwer nachvollziehbar, wie das von Watson gemeint ist.
  • philosophund 19.04.2018 18:43
    Highlight Highlight Habe meine Ende 90er und Anfangs 00er Jahre mit Kool Savas verbracht.. ja, brutal frauenverachtend waren die Texte.. aber waren das nicht auch Snoop & Co. so? Hingen damals nicht auch frauenverachtende IWC Plakate im ganzen Land?
    Savas war pure Provokation.. wir fanden es geil. Heute ist es ähnlich mit den Kollega kiddies.


    • Natürlich 20.04.2018 09:37
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht, danke!

      Ich verstehe nicht was diese andauernde Überinterpretation von Symbolen soll!?

      Wie war das nochmals beim Hardrock? 70er und 80er Jahre:
      Highway to Hell, Hells Bells usw. Schon vergessen? Habt ihr die Typen damals auch als Satanisten abgestempelt oder war das halt dann „Kunstfreiheit“
      Wieso also nicht in diesem Fall um Kollegah und Farid Bang?
      Bitte um sachliche Antworten
    • Sheez Gagoo 21.04.2018 00:15
      Highlight Highlight Ihr habt so recht. Alles Bünzlis hier.
  • äti 19.04.2018 18:03
    Highlight Highlight "Vielmehr müsse man sich das «grosse Ganze» um einen Künstler herum anschauen." -

    Künstler? Da hab ich ein Problem.
    • Saraina 19.04.2018 21:33
      Highlight Highlight Ich auch. Kotzbrocken allein macht Einen noch nicht zum Künstler.
    • Natürlich 20.04.2018 09:43
      Highlight Highlight Ihr habt doch (bis auf die 2 Zeilen) keine Ahnung von Kollegahs Raptexten.
      Für mich ist DeathMetal auch keine Kunst, so what?
      Jeder halt halt einen anderen Musikgeschmack.
      Hört endlich auf eure subjektiven Meinungen den Leuten als objektiv verkaufen zu wollen, danke!
    • Saraina 20.04.2018 13:24
      Highlight Highlight Ja klar, Kollegah und DeathMetal. Das ganze Spektrum der akustischen Kunst und Poesie... Pardon, muss mich setzen, das schnelle Augenrollen macht mich immer so schwindelig.
  • FehrEnough 19.04.2018 17:11
    Highlight Highlight Davidstern? Da hat wohl jemand ein «Wein doch!» Video gedreht und später noch einen Artikel verfasst ;) Dieser Typ liefert eigentlich mehr als genug Gründe ihn nicht zu mögen, da kann mann ruhig mal bei den Fakten bleiben ;) #FakeNews
  • bcZcity 19.04.2018 16:58
    Highlight Highlight Der Kollegah bzw. Felix Blume, ist gemäss Wiki doch zum Islam konvertiert........

    Aber wenn man einmal hinter den Vorhang DER Jugendkultur der letzten 25 Jahre blickt, erkennt man rasch dass sich hier Zwiespältige Figuren an leichtgläubigen Jugendlichen bereichern.

    Viel bedenklicher als mache Aussage, finde ich die dubiosen Geschäfte mit denen sich diese "Gangster" sonst noch über Wasser halte. Bushido ist da ein Paradebeispiel eines Strassen-Kapitalisten. Da stecken ganze Clans mit drin.

    Deutscher Rap hat partiell ein Problem und das ist nicht Antisemitismus.

  • durrrr 19.04.2018 16:44
    Highlight Highlight An alle "Wikipedia-Gebildete" ,die jetzt laut aufschreien "Das ist kein Davidsstern"! Die Durchschnittshörer von Typen wie Kollegah kennen der Unterschied nicht! Die Assoziationen werden bewusst gestreut. Der Clip spielt nicht um sonst in Jerusalem. So wird eben das typisch zionistisch-jüdische Feindbild geschaffen. Schaut euch doch einfach die Doku und den Videoclip an, bevor ihr losmeckert.
    Danke Watson (Spiegel) für den Beitrag! Er zeigt schön auf warum die Preisverleihung ein verheerendes Signal für Deutschland ist.
    • InspectorNorse 19.04.2018 17:33
      Highlight Highlight Wie viele Leute kennst du denn, die Kollegah hören? Deiner Aussage nach müssten das einige sein.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 19.04.2018 18:38
      Highlight Highlight ich mag nur 44er Bizeps
    • Natürlich 20.04.2018 09:45
      Highlight Highlight Ahja, glaubst du?
      Woher nimmt sich eigentlich hier jeder das Recht heraus Hörer einer bestimmten Musikrichtung als dumm und ungebildet zu betiteln?
      Hackts bei euch?
  • Snowy 19.04.2018 16:38
    Highlight Highlight Und wieder wird komplett am Problem vorbeidiskutiert.

    Diesen zwei Vollidioten hätte anfangs 00--er Jahre kein Publikum in D gehabt; nicht weil die major Labels sie nicht gespielt hätten, sondern weil an den Schulen in Neukölln die muslimischen Migrantenkinder noch nicht den grössten Anteil stellten.

    Antisemitismus und eine Abneigung gegen Schwule ist unter Arabern weit verbreitet. Das ist nunmal einfach Fakt. Können wir dieser unbequemen Wahrheit endlich mal ins Auge schauen?

    https://www.morgenpost.de/berlin/article213999193/Eine-unbequeme-Wahrheit-ueber-Integration-an-Berlins-Schulen.html
    • Joe Smith 19.04.2018 17:13
      Highlight Highlight Antisemitismus und eine Abneigung gegen Schwule ist vor allem in der rechtsextremen Szene, bei Fussballhooligans und in der katholischen Kirche verbreitet.
    • durrrr 19.04.2018 17:25
      Highlight Highlight Wie es in DE in ein paar Jahren aussehen wird, ist heute in Frankreich festzustellen. Die jüdische Community emigriert schrittweise. Im französischen GangstaRap wird übrigens schon seit Jahren ganz unverhohlen gegen Juden gehetzt^^
      http://m.spiegel.de/panorama/justiz/paris-holocaust-ueberlebende-mireille-knoll-ermordet-die-hintergruende-a-1200111.html
    • The Origin Gra 19.04.2018 17:35
      Highlight Highlight Ich denke die Muslime haben nur dafür gesorgt das sich auch andere Antisemiten wie Rechtsextreme, Esoteriker oder auch Linke wieder trauen ihre Ergüsse rauszulassen.
      Der Antisemitismus war nach 1945 nicht weg, er war nur Tabu.
      Das ändert sich jetzt leider langsam.

      Zumal der Jerusalemer Mufti damals Recht gut mit Hitler ausgekommen sein soll und so den Antisemitismus im Islam wohl erst estigte
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 19.04.2018 16:23
    Highlight Highlight Liest das Watson Team die Beiträge von Spiegel eigentlich bevor man sie übernimmt? Das ist ja Journalismus unter Blick/Bild Niveau. Es handelt sich um Baphomet und der Stern is kein Davidsstern, sondern ein Pentagramm. Der ganze Artikel zeigt doch wie schlecht die Leute informiert sind, die meinen jetzt auf den Antisemitismus im Rap Zug aufspringen zu müssen. Klasse Eigentor.
    • Joe Smith 19.04.2018 16:59
      Highlight Highlight Fun fact: Man weiss nicht, woher der Name Baphomet kommt. Eine Theorie geht dahin, dass Baphomet das provenzalische Wort für Mohamed gewesen sei. Aber was erwartet man von einem Artikel, der wieder mal antizionistisch mit antijüdisch gleichsetzt.
  • Olaf! 19.04.2018 15:51
    Highlight Highlight "Eindeutiger geht Judenhass (und Frauenhass gleich mit) nun wirklich nicht. " Das im Video ist Baphomet und der wird schon seit längerem mit Brüsten gezeichnet, das haben nicht die Deutschrapper aus Frauenhass dazugedichtet.

    "Der okkultistische Schriftsteller Éliphas L.Zahed zeichnete im 19. Jahrhundert Baphomet erstmals als Dämon mit gehörntem Ziegenkopf, weiblichen Brüsten und einem Pentagramm auf der Stirn. Seine Darstellung entstand aus versch. weitaus älteren Gottheiten heidnischen Ursprungs. So findet man gehörnte Fruchtbarkeitsgötter im alten Ägypten und bei keltischen Darstellungen. "
  • Telomerase 19.04.2018 15:46
    Highlight Highlight Was in diesen Zeiten der politischen Korrektheit verkrampft ausgeblendet wird: der Einfluss der muslimischen Wurzeln bei einem grossen Teil dieser Art von Rappern (entweder durch Herkunft oder wie bei Kollegah durch Umfeld), der das machoide Weltbild, die Homophobie und besonders den Antisemitismus doch zu einem Teil erklärbar machen.
    • Joe Smith 19.04.2018 17:00
      Highlight Highlight Im Gegensatz zum Christentum das ja bekanntlich weder homophob noch antisemitisch ist.
    • durrrr 19.04.2018 17:10
      Highlight Highlight Genau so ist es! Im linksliberalen MedienMilieu ist muslimischer Antisemitismus halt immer noch ein Tabu und wird gerne als "Israelkritik" verharmlost.
    • Sandro Lightwood 19.04.2018 17:36
      Highlight Highlight Joe: und zum Glück auch gar nicht patriarchisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 19.04.2018 15:45
    Highlight Highlight "... ein Teufel mit Brüsten, Hörnern und David-Stern auf der Stirn." ähmmm, das ist ein Pentagramm, kein Davidstern...
  • Marcelo 19.04.2018 15:36
    Highlight Highlight Ich kenne diesen Kollegah nicht und will ihn auch nicht kennen. Wenn schon Hip-Hop, dann doch lieber intellektuell hochstehender, wie damals in den Neunzigern. Und vieles was über diesen Kollegah zurzeit geschrieben wird, mag sicher stimmen.

    Jedoch scheinen auch die Journalisten wieder etwas gar viele "Tatsachen" hinzuzudichten. Der erwähnte «Gegenspieler» aus dem Video «Apokalypse» hat nichts mit dem Judentum zu tun. Es handelt sich hierbei um das bekannteste Abbild von «Baphomet». Es ist auch kein Judenstern, sondern ein Pentagramm.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Baphomet
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.04.2018 16:10
      Highlight Highlight 1) Das ist mir gar nicht aufgefallen, vielen Dank.
      "Eindeutiger geht Judenhass (und Frauenhass gleich mit) nun wirklich nicht." Eindeutiger geht schlechter Journalismus nicht.
      Zum eigentlichen Thema des Artikels. Gewisse antisemitische, vor allem im Sinn von israelfeindliche Tendenzen lassen sich leicht erkennen. Man achte zB auf Bushidos (stolzer Träger des "Bambi-Integrationspreises") Twitterprofilbild.
      User Image
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.04.2018 16:13
      Highlight Highlight 2) Ich denke problematisch sind gerade die privaten Äusserungen, rappen tun noch viele alles mögliche." You ever wonder why Jewish people own all the property in America? This how they did it.”
      The Story of O.J. ; Jay-Z
      Nur deswegen würde man Jay-Z wohl noch nicht als Antisemiten bezeichnen, obwohl die Argumentation klar Antisemitisch ist.
      "Chicago Defender" schreibt: Out of context, the lyric could certainly be viewed as anti-Semitic, but similar to the way that art imitates life, art also exaggerates life, and rappers do this often.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.04.2018 15:24
    Highlight Highlight "Sie sind weder auf Musikkritiken noch auf Plattenfirmen angewiesen."
    Ich denke hier wird eine allgemeine Entwicklung angesprochen, den man als "demokratisierung" der Macht bezeichnen könnte. Die klassischen Medien, oder in diesem Fall die grossen Labels, Musikkritiker und Magazine verlieren ihre Gatekeeperfunktion, weil zum einen die Produktions, als auch die Verbreitungskosten extrem gefallen, dieser Prozess wird durch das Internet natürlich noch einmal beschleunigt.
    Das freie Internet, dass uns heilig sein sollte, ermöglicht jedem seine Weltsicht ungefiltert zu verbreiten.
    • äti 19.04.2018 17:58
      Highlight Highlight Ich dachte immer, Freiheit sei, Einschränkungen zu verstehen und akzeptieren.
  • voteforpeace 19.04.2018 15:18
    Highlight Highlight Aber das ist doch kein David-Stern auf dem Busenteufel, wohl eher ein Pentagramm.. Oder interpretiere ich etwas falsch auf dem Bild?
    • raphe qwe 19.04.2018 15:43
      Highlight Highlight Das Bild ist eine Baphomet-Darstellung. Erstmals bekannt durch Protokolle der Templerprozesse in Frankreich. Heute wird die Figur von Satanisten verehrt. Selbst hat es nichts mit dem Judentum zu tun, kann aber als Anti-Christ gesehen werden. Es ist also durchaus möglich die Figur im Kontext des antisemitismus zu verwenden.
    • Locusto 19.04.2018 15:43
      Highlight Highlight 5 Zacken, ist ein Pentagramm. Der Davidstern hat 6.
    • .:|Caballito de Mantequilla|:. 19.04.2018 15:46
      Highlight Highlight nein, du siehst das völlig korrekt.

    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 19.04.2018 15:10
    Highlight Highlight Der deutsche Mainstream Rap ist heutzutage nur noch aggressiv, negativ, frei von jegwelcher Freude, Positivität, irgend etwas was man im entferntesten als 'Soul' bezeichnen könnte. Ob das etwas mit den Wurzeln eines grossen Teiles dieser 'Künstler' zu tun hat muss jeder selbst beurteilen. Gut tun würde der Musik aber sicherlich etwas mehr schwarz-afrikanischen Einfluss. Ich persönlich tu mir diesen Müll keine 5 Minuten an.
    • Snowy 19.04.2018 16:27
      Highlight Highlight JA, genau... wo bleibt der Spass-, Party und sozialkritische Deutsch-Hip Hop der 00-er Jahre?!
    • Hinkypunk 19.04.2018 16:53
      Highlight Highlight @Snowy

      Gibt es genug: Edgar Wasser, Umse, Fatoni, Juse Ju, Amewu, Johnny Rakete, etc
    • The Destiny // Team Telegram 19.04.2018 17:14
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