Leben
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Analyse

«Bandersnatch» – ein Film mit gravierenden Folgen für die Filmindustrie

Mit «Bandersnatch» hat Netflix gezeigt, wie die Zukunft des Films aussehen wird. Dabei sind interaktive Filme für den Streaming-Dienst vor allem eine Marketing-Goldgrube – während Torrent-Fans diese Entwicklung gar nicht gefallen dürfte.



Vorsicht: Dieser Artikel enthält starke Spoiler zum «Black Mirror»-Film «Bandersnatch».

Als Netflix Ende 2018 seinen interaktiven Film «Black Mirror Bandersnatch» veröffentlicht hatte, war die Begeisterung gross. Plötzlich war man als Zuschauer fähig, in die Handlung des Films einzugreifen, diese zu beeinflussen – zumindest dem Anschein nach.

Für einige war dies eine völlig neue Erfahrung – dabei ist Interaktivität nichts Neues. Gamer sind sich das schon seit längerem gewohnt, auf YouTube gibt es unzählige Beispiele dafür und selbst für Netflix ist «Bandersnatch» nicht der erste interaktive Film. Doch genau so, wie Apple mit seinem Macintosh die Computerwelt auf den Kopf gestellt hatte, könnte «Bandersnatch» für interaktive Filme wegweisend sein.

Netflix Der gestiefelte Kater

Im Kinderbereich von Netflix gibt es bereits den einen oder anderen interaktiven Titel. Bild: Netflix

Es gab in den letzten zehn Jahren einige Versuche, das Medium Film auf die nächste Stufe zu heben. Meist geschah das in erster Linie durch ein besseres Bild. 2k, 4k, 8k, OLED, HDR und natürlich 3D – die Hersteller decken uns mit Marketingbegriffen ein, die uns ein besseres Filmerlebnis bescheren sollen. Doch was nützt einem ein TV mit Super-Duper-Bildschirmtechnologie, wenn sich an den Filminhalten selbst nichts ändert?

Genau hier kann «Bandersnatch» punkten. Der interaktive Film verändert die gewohnten Regeln, wie wir Filme konsumieren und macht es dadurch wieder spannend. Plötzlich konsumieren wir nicht mehr passiv, sondern müssen aktiv in die Handlung eingreifen und haben so das Gefühl, wirklich etwas beeinflussen zu können. Auf emotionaler Ebene wird man hier ganz anders abgeholt, man fokussiert sich wieder auf den Film. In einer Zeit, in der man beim Film gucken gerne mal nebenbei etwas im Internet surft, keine Selbstverständlichkeit.

Ein kleiner Trick macht «Bandersnatch» einzigartig

Doch warum ist «Bandersnatch» so viel erfolgreicher als die vorherigen Versuche, den Zuschauern interaktive Filme schmackhaft zu machen? Nun, zum einen wäre da sicher die Technologie. Auch wenn viele TVs noch nicht interaktiv-kompatibel sind, ist es heute vergleichsweise einfach, einen interaktiven Film zu schauen. An den Laptop und Smartphones als Abspielgeräte haben wir uns schliesslich längst gewöhnt. 

Zum anderen ist da die Handlung, welche die Interaktivität so gut ausnutzt, wie es bisher noch kein Film zuvor vermochte. Dank «Bandersnatch» wird man zum Puppenspieler, der die Hauptfigur steuern kann und schlussendlich – und das ist der Clou – sogar mit ihr kommuniziert, sie wissen lässt, dass man da ist. Dieser kleine Trick macht «Bandersnatch» so einzigartig.

Bandersnatch

War sicher für viele ein WTF-Moment: Wenn man dem Protagonisten eröffnet, dass er nur eine Figur in einem Film in der Zukunft – unserer Gegenwart – ist. Bild: Netflix

Natürlich ist klar, dass der Film diesen Vorteil vor allem seiner Thematik zu verdanken hat. In zukünftigen Filmen ausserhalb des «Black Mirror»-Universums dürfte es wohl kaum möglich sein, die Kommunikation mit dem Zuschauer so einfach und glaubhaft in die Story zu integrieren. Dennoch dürfte «Bandersnatch» einen Trend losgetreten haben. Netflix plant bereits weitere interaktive Filme und auch die TV-Hersteller dürften bald nachziehen, um ihre Fernseher interaktiv-kompatibel zu machen.

Interaktive Filme im Kampf gegen die Konkurrenz

Für Netflix sind interaktive Filme aber vor allem ein wichtiges Argument im bevorstehenden Streaming-Wettstreit, der 2019 so richtig in Gang kommt. Disney und Warner Bros ziehen ihr Film- und Seriensortiment von Netflix ab und starten ihre eigenen Streaming-Dienste. Bisherige Konkurrenten wie Amazon und Sky begegnen dem Branchenprimus mittlerweile auf Augenhöhe. Mit dem Start von interaktiven Filmen hat Netflix zwar nichts Unnachahmliches geschaffen, aber nun wieder einen kleinen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern herausgerabeitet.

Während Netflix bereits erste Erfahrungen vorweisen kann und die kreativsten Köpfe für weitere Projekte versammelt hat, muss die Konkurrenz nachziehen. Natürlich sind interaktive Filme im Moment noch kein sehr starkes Argument für ein Netflix-Abo. Wenn der Streaming-Riese aber alles richtig macht, wird er unsere Sehgewohnheiten erneut umkrempeln und die Konkurrenz dazu nötigen, ebenfalls in interaktive Filmkonzepte – und die dazu nötige Technologie – zu investieren.

Neue Daten als Geldquelle?

Was für Netflix an interaktiven Filmen ebenfalls interessant sein dürfte, sind die ganzen neuen Datenquellen, die sich auftun. Wenn wir beispielsweise in «Bandersnatch» nur zehn Sekunden Zeit haben, um uns zwischen Sugar Puffs oder Kellog's Frosties zu entscheiden, werden wir höchstwahrscheinlich unserer Intuition folgen. Während sich für uns also einfach ein weiterer Handlungsstrang ergibt, hat Netflix einen interessanten, neuen Datensatz über uns. Selbst, wenn wir dann zurückgehen und uns beim zweiten Mal für die anderen Frühstücksflocken entscheiden, wird Netflix immer wissen, welches unsere Favoriten sind.

Bandersnatch

Was darf's denn sein? Bild: Netflix

Die Frage ist natürlich, was Netflix aus dieser Ausgangslage macht. Theoretisch könnte es das Produkt-Placement auf ein ganz neues Level heben. Firmen könnten nicht nur ihre Produkte präsentieren, sondern erhielten auch gleich eine Auswertung, welches davon bei den Zuschauern besser ankommt. Das könnte dazu führen, dass wir uns nicht mehr entscheiden müssten, ob der Protagonist jetzt Tee oder Kaffee trinkt, sondern «Hersteller Eistee Zitrone» oder «Hersteller Eistee Pfirsich».

In erster Linie wird es aber dazu führen, dass Netflix uns noch besser auswerten kann und Filme und Serien ganz nach unserem Geschmack produziert. Schon bald könnte der Konzern wissen, dass weibliche Zuschauer unter 25 Jahren, die gerne Cornflakes mit Milch essen und Indie-Pop hören, am liebsten blutige Horrorfilme gucken.

Interaktive Filme funktionieren als Torrent nicht

Ganz nebenbei haben interaktive Filme noch einen weiteren Vorteil, den Netflix als einer der mittlerweile grössten Content-Produzenten sehr gefallen dürfte: Interaktive Filme von Filesharing-Seiten herunterzuladen bringt nichts. Klar kann man «Bandersnatch» von einer Torrent-Seite laden oder auf Kinox streamen – nützen tut das aber nicht viel. Man hätte allerhöchstens eine mögliche Version des Films, diejenige, die der User sah, der den Film hochgeladen hatte.

Die Möglichkeiten bis zum Ziel sind vielfältig.

Bandersnatch

Bild: Imgur

Alleine bei «Bandersnatch» müsste man sich nur schon fünf Versionen herunterladen, um die verschiedenen Hauptenden des Films zu sehen. Da dabei aber die ganzen verwinkelten Wendungen bis zu diesen Enden, die man durch seine Entscheidungen herbeiführt, verloren gehen, macht das wenig Sinn. Erst kürzlich verriet Netflix, dass es womöglich noch ein sechstes Ende gäbe, wenn man den Film noch einmal schaue und eine gewissen Entscheidung erneut treffe. Mit Torrents ist das definitiv nicht möglich.

Auch der Kinoindustrie dürfte dieser Gedanke gefallen haben. Bereits im April 2018 verkündete 20th Century Fox, dass man interaktive Filme für den Kinosaal entwickeln werde. Dass Netflix ihnen nun mit ihrem Streaming-Service zuvor gekommen ist, dürfe einige in der Chefetage ärgern.

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    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 23.01.2019 22:10
    Highlight Highlight Ich schaue Filme wenn ich entspannen will. Da will ich nicht noch Entscheidungen treffen müssen. Das tue ich schon den ganzen Tag bei der Arbeit
  • Tom Garret 23.01.2019 18:41
    Highlight Highlight Sicherlich ein lustiges Experiment, mehr nicht. Erstens viel zu aufwändig und zweitens will man im Normalfall ja doch einfach ein Film schauen. Das ganze ist ja, wie im Text schon erwähnt, nichts neues und es ist ein fliessender Übergang zu gewissen Games... Darum wird es die Filmindustrie kaum revolutionieren....
  • Marco Leisi 23.01.2019 18:29
    Highlight Highlight Und wer hat's erfunden?
    http://lateshift-movie.com/
    Genau, ein Winterthurer. Das nächste Mal bitte erwähnen, lieber Herr Scherrer.
    • giandalf the grey 23.01.2019 23:50
      Highlight Highlight Sehr empfehlenswert übrigens!
  • sleeper 23.01.2019 18:09
    Highlight Highlight Der zweitletzte Punkt zum Thema Torrent ist nicht korrekt. Interaktive Filme gibt es auch in der Pornographie bereits seit Längerem. LifeSelector ist hier meines Wissens nach der populärste Anbieter. Trotz der Interaktivität und verschiedner Handlungsstränge lassen sich die Produktionen aber problemlos über Torrent herunterladen und funktionieren anschliessend (als hätte man tatsächlich dafür bezahlt...). Es handelt sich einfach um ein anderes Datei-Format. Statt mp4-Dateien erhält man Dateien, welche eher an Online-Games erinnern und in den meisten Browsern abgespielt werden können.
  • Swiss-cow 23.01.2019 17:26
    Highlight Highlight Wie soll den das im Kino gehen? Wird dann die handlung fortgeführt welche die meisten stimmen hat? 😀
  • Evan 23.01.2019 15:40
    Highlight Highlight Ich denke damit sind tolle Filme umsetzbar - Bandersnatch gehörte für mich nicht dazu. Bin aber sehr gespannt, was wir in Zukunft zu sehen bekommen.
  • CediMoustache 23.01.2019 15:22
    Highlight Highlight Habe mir nun einige Kommentare angeschaut und es scheint mir, als hätten jetzt alle Angst, es gäbe nur noch interaktive Filme und man kann nicht mehr abschalten nach der Arbeit.
    Seht es doch als spannende Alternative. Das andere wird es immer auch geben. Aber am Sonntag bei Regen und Schnee sowas zu schein kann durchaus seinen Reiz haben. Ich finde Bandersnatch ziemlich erfrischend - kann es aber auch nicht jeden Abend schauen. Muss ich aber auch nicht. Passt doch?!
  • B-Arche 23.01.2019 14:14
    Highlight Highlight Mal ehrlich: Warum gibt es noch linearen Fernsehen?
    Warum so viele lang laufenden lineare Serien?
    Das Problem ist doch dass Interaktives fast immer gefloppt ist ausserhalb der Computerspiele.
    Warum? Der Mensch ist ein gemütliches Wesen und nach einem harten Arbeitsalltag will er oder sie abschalten und nicht noch Entscheidungen treffen. Die Entscheidung anderen zu übergeben (Fernsehen, Film, ...) Ist dann oft eine Bequemlichkeit.

    Kuratiertes Konsumieren. Weniger Interaktivität.

    Filme sterben wegen der Fernsehserien die mehr Handlungsstränge haben, nicht wegen Interaktiven Formaten.
  • Gaskaidjabeaivváš 23.01.2019 13:38
    Highlight Highlight Ich finde es interessant zwischendurch mal einen interaktiven Film zu schauen. Jedoch sehe ich diese eher als eine Art Videospiel (gibt ja auch schon solche mit ähnlichem Prinzip, die ich auch recht gerne mag).
    Meist wenn ich ein Film schaue, möchte ich ihn aber einfach schauen können, ohne noch etwas machen zu müssen. Von dem her sehe ich die interaktiven Filme nicht als Konkurrenz zu normalen Filmen.
  • Schwaflichopf 23.01.2019 13:23
    Highlight Highlight Danke vielmal für die fetten Spoiler! Hatte mich mega darauf gefreut, den Film übermorgen endlich zu schauen, und ihr haut hier die grössten WTF-Momente raus! Wenigstens eine Spoilermeldung wäre nett gewesen!
    • Pascal Scherrer 23.01.2019 13:51
      Highlight Highlight Es hat gleich zu Beginn, noch bevor der eigentliche Artikel beginnt, eine Warnung, dass der Text starke Spoiler enthält.

      Benutzer Bild
    • Kyle C. 23.01.2019 17:05
      Highlight Highlight Haha! Kommentar-Dump, pünktlich zum Mittwoch! :)

      bansai, aufgrund der vielen unterschiedlichen Verläufe sollte sich der Schaden in Grenzen halten...Viel Spass damit.
    • Schwaflichopf 23.01.2019 21:34
      Highlight Highlight Ach, aber für den Spoilersticker hat's nicht gereicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • HAL9000 23.01.2019 13:21
    Highlight Highlight Ugh...
  • Raffaele Merminod 23.01.2019 13:17
    Highlight Highlight Solche interaktive Filme werden den normalen Film nicht ersetzen. Aber im Gegensatz zu 3D Filmen, bietet so eine Streifen sicher mehr als nur das Gleiche in 3D.
    Während 3D Filme genau gleich normal in 2D gezeigt werden können ist eine interaktiver Film ganz etwas anderes.
    Ich freue mich jedenfalls auf weitere interaktive Filme!
  • Dini_muetter 23.01.2019 13:02
    Highlight Highlight Brauchte Watson doch drei Anläufe, bis ein halbwegs gescheiter Artikel zu Bandersnatch rauskommt. *slow clap*
  • Señor Ding Dong 23.01.2019 13:01
    Highlight Highlight Nun, ich will jetzt wirklicn nicht DER Typ sein, doch habe ich schon das Gefühl, dass man den Film nicht so ganz verstanden hat. Die ganze Tragik und Aussage der Geschichte, ja, sogar das Hauptthema des Films entfaltet sich erst durch mehrmaliges Schauen mit unterschiedlichen Verzweigungen, finde ich. Aber eine klassische Dramaserie müsste ich mir jetzt auch nicht auf die Art geben.

    Alles in Allem fand ich Bandersnatch echt erfrischend. Es ist kein Feelgood, kein Abschaltfernsehen, aber es hat zum Denken angeregt. Black Mirror halt.
  • Sam1984 23.01.2019 13:00
    Highlight Highlight Während man den Film schaut merkt man auf einmal, dass man eigentlich das Spiel spielt, welches im Film entwickelt wird.

    Der Film hat mir nicht so gut gefallen, weil man immer im Hinterkopf hat, dass man evtl. falsch entschieden hat und nicht den optimalen Handlungsstrang, der einem am besten gefällt erwischt.

    Da es bei vielen Entscheidungen Loops gibt, weiss man auch nicht so richtig, wann der Film fertig ist, da man immer wieder bei den selben Entscheidungen landet
  • Kyle C. 23.01.2019 12:34
    Highlight Highlight Teil 1 der Analyse kann ich nicht teilen. War ein lustiges Experiment, aber als Alternative zum herkömmlichen Film seh ich da wenig Potential. Will ich aktiv sein? Game. Konsumieren? Film/Serie. Rein subjektiv.

    Teil 2 ist beängstigend aber gut analysiert. Nicht der Film hebt in neue Dimensionen ab, sondern Werbung und Datensammeln. Ein perfides Szenario, das sich in Bandersnatch widerspiegelt. Die Teilnahme gaukelt uns Entscheidungsmacht vor, faktisch aber werden wir ausgenutzt. Wenn diese Satire gewollt ist, dann Hut ab Netflix. Wenn es ein werbeträchtiger Trend ist, dann eher uncool.
  • ingmarbergman 23.01.2019 12:30
    Highlight Highlight Alle paar Jahrzehnte kommt man wieder auf die Idee, interaktive Filme zu machen. Ein wenig wie 3D, was auch immer in Wellen kommt und sich doch nicht durchsetzt.

    Das Problem an Interaktivität ist das gleiche wie mit 360-Grad-Filmen - sie geben dem Zuschauer eine Wahlmöglichkeit, die dieser gar nicht will. Das Kino lebt ja davon, dass jemand eine Story ausdenkt und das für mich macht. Ich will nicht noch entscheiden und dann möglich in einer Sackgasse landen.

    Wenn ich Interaktivität haben will, dann spiele ich ein Game.
  • Typu 23.01.2019 12:20
    Highlight Highlight Fürs Kino saublöd, oder?
  • Patrick Lang 23.01.2019 12:15
    Highlight Highlight Gemessen an der Bandbreite von Interaktionsmöglichkeiten bei Multiplayer-Games?
    ... isch doch en Marketing-Pfupf.
  • El Vals del Obrero 23.01.2019 11:45
    Highlight Highlight Bei ein paar speziellen Filmen kann das ja vielleicht funktionieren.

    Aber grundsätzlich ist das ja fast einfach eine Annährung von Filmen an Computerspielen.

    Nur, wenn man sich aktiv beteiligen will, dann doch lieber gleich richtig und Computerspiel spielen.

    Wenn man einen Film schauen will, dann doch lieber gleich ein richtiger Film, wo man nicht selber entscheiden muss.

    Von dem her wird das doch sicher so ein Zwischending, das die Welt nicht braucht, wie z.B. die Teletext-Internet-Vermurksungen.
  • Klirrfactor 23.01.2019 11:43
    Highlight Highlight Bei den Bud Spencer und Terence Hill Filmen als Zuschauer entscheiden, ob der Schurke mit der Faust einen Dampfhammer abbekommt, oder mit der Gusseisenpfanne einen vor den Latz geknallt bekommt, wäre noch lustig gewesen.

    Aber nun im Ernst, vielleicht interessieren sich zukünftige Generationen dafür. Aber der Grossteil will wahrscheinlich einfach konsumieren. Will er entscheiden, dann wenden sich die Leute wohl eher auf Games zu
  • Rojotorino 23.01.2019 11:42
    Highlight Highlight Nachdem ich innerhalb von 40 minuten drei mal in einer Sackgasse gelandet bin, ist mir das ganze Auswahldingsbums einfach verleidet.
    Bandersnatch wird langweilig wenn man nicht die richtigen Entscheidungen trifft.
    Da ist mir ein gut von A bis Z durchdachter Film 1000 mal lieber.
  • Holzkopf 23.01.2019 11:34
    Highlight Highlight „Mit «Bandersnatch» hat Netflix gezeigt, wie die Zukunft des Films aussehen wird.“
    Da bin ich ganz anderer Meinung. Es ist vielleicht interessant, ersetzt aber keine normalen Filme.

    Ich gucke Filme um abzuschalten.
    Wenn ich mich völlig selbst vergessen kann, für einen Moment mir nicht mal mehr meiner Existenz bewusst bin, DANN ist ein Film für mich gut. Und ich denke, vielen geht es ähnlich.

    Entscheidungen treffen zu müssen, unterbricht den Handlungsstrang. Man wird „in die Realität = ich gucke einen interaktiven Film“ zurück geholt und kann nicht im Sog der Bilder und Emotionen verweilen.
  • whatthepuck 23.01.2019 11:22
    Highlight Highlight Da wird ganz schön viel erwartet, was dieses "neue" Filmformat bringen soll. Persönlich fand ich die Story eher langweilig, das Ende bzw. die möglichen Enden unbefriedigend. Während dem schauen fühlte ich mich weniger involviert; man kann zwar aktive Entscheide treffen, genau diese Beliebigkeit führte bei mir aber eher dazu, dass ich weniger in die Story involviert war.

    Abgesehen davon will ich nicht immer Wählen können; ich bin überzeugt, dass es viele Menschen leid sind, auch beim Entspannen nochmals Entscheidungen treffen zu müssen. Erzählt uns einfach eine gute Geschichte, basta!
    • Kyle C. 23.01.2019 13:01
      Highlight Highlight Mich hat die Story auch nicht vom Hocker gerissen, übersah teilweise sogar die Aufforderung endlich zu entscheiden...Aber das eine Ende, dass offenbar statistisch am wenigsten erreicht wird, habe ich beim 1. Durchgang erreicht und fand es hervorragend.

      Genau, ich bin einer dieser Menschen. Ich hab keine Lust bei Filmen auch noch Entscheidungen zu treffen. Es ist schon anstrengend genug, mich in der Netflix-Biblio überhaupt für einen Film/Serie zu entscheiden... ;)
  • Käpt'n Hinkebein 23.01.2019 11:17
    Highlight Highlight Ich kann und will die Zukunft von interaktiven Filmen nicht beurteilen, aber die meisten Kommentare hier lesen sich schon wie zur Einführung der ersten Tonfilme. Damals haben sich die Stummfilm-Fans auch herbe getäuscht.
    • Bro J from da Nazareth 23.01.2019 12:09
      Highlight Highlight Mich erinnert es eher an 3D Filme.
  • Alex_Steiner 23.01.2019 11:14
    Highlight Highlight "Interaktive Filme funktionieren als Torrent nicht"
    Wie kommst du auf die verblödete Idee? Man kann einfach alle Szenen als Kapitel markieren und bei den Entscheidungen zu dem richtigen Kapitel springen. Das wäre aufwendiger als ein normaler Film - aber sicher machbar.

    Glaubst du Netflix benutzt hier irgendwelche geheime Technologie die wir Normalsterblichen noch nicht haben?
    • Pascal Scherrer 23.01.2019 11:20
      Highlight Highlight Interaktive Filme bieten weitaus mehr Möglichkeiten als nur von Kapitel zu Kapitel zu springen.

      Beispielsweise, dass eine gewisse Kombination von Entscheidungen zu etwas neuem führt. Theoretisch könnte Netflix mit ihren riesigen Datensätzen sogar dafür sorgen, dass Usergruppe A andere Entscheidungen zu sehen bekommt als Usergruppe B.

      Aber klar, Torrents werden nachziehen.
    • Sarkasmusdetektor 23.01.2019 11:51
      Highlight Highlight Das Problem liegt nicht beim Torrent. Über Torrents kann man jedes beliebige Format verteilen. Das Problem dürfte eher darin liegen, dass die Logik für die Entscheidungen nur auf einem Server ausgeführt wird. Daher müsste man bei Netflix einbrechen, um überhaupt eine Kopie zu bekommen. Damit wird das ähnlich wie Online Games, deren Server kann man auch nicht so einfach kopieren. Nachgebaut werden sie aber trotzdem, und das ist dann doch erheblich komplizierter als so einen simplen Entscheidungbaum für einen interaktiven Film nachzubilden.
    • Alex_Steiner 23.01.2019 13:30
      Highlight Highlight @Pascal Scherrer: Ja, eben... aber selbst dann geht er einfach zu Kapitel 2a/2b oder 3a/3b.
  • Markus97 23.01.2019 11:14
    Highlight Highlight Bandersnatch hat echt Spass gemacht. Ich denke jedoch nicht, dass sich das durchsetzen wird. Dafür gibt es bereits Videospiele mit wesentlich mehr Entscheidungsfreiheiten. Ein spassiges Experiment, mehr aber nicht.
  • Der Tom 23.01.2019 11:06
    Highlight Highlight Es dauert dank Netflix und co manchmal schon eine ganze Weile bis man sich für einen Film entschieden hat. Danach auch noch die Handlung selber bestimmen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir das Spass macht.
  • Kilgore 23.01.2019 11:05
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass es gravierende Folgen für die Filmindustrie haben wird. Es gibt einen Hype, jeder springt auf den Zug auf solange der Hype andauert und dann wird das höchstens eine Nischensparte werden. Im Kino funktionert das ganze sowie mal nicht, weil der einzelne Zuschauer dann nur beschränkt Einfluss nehmen kann. Filme würden auch massiv teurer in der Produktion werden.
  • Raffaele Merminod 23.01.2019 11:02
    Highlight Highlight Vor zwei drei Jahren kam doch auch etwas ähnliches am Fernsehe. Man musste dabei eine App auf Tablett oder Smartphone runterladen und in Echtzeit erhielt man als Zuschauer dann die gleichen Nachrichten die die Protagonisten im Film auf ihren Handy erhielten.
    Ich fand das durch aus interessant und gut.
  • Klaus0770 23.01.2019 11:00
    Highlight Highlight Das Konzept funktioniert vielleicht kurzfristig, wird sich aber nicht durchsetzten können! Oder nur eine kleine Fangruppe generieren! Der grösste Teil der Konsumenten möchte einen Film einfach geniessen und nicht noch aktiv daran mitwirken!
    • Pascal Scherrer 23.01.2019 11:14
      Highlight Highlight Die Frage ist halt, inwiefern die Zuschauer das wirklich beeinflussen können. Netflix hat durchaus die Macht, das Konzept durchzudrücken und wenn dann Disney und Co. nachziehen, haben wir solche Filme einfach, ob wir wollen oder nicht.

      In der Tech-Industrie ist das ja schon länger so. Alle machen Riesenhandys ohne wechselbaren Akku, obwohl es immer noch Leute gibt, die gerne ein Handy unter 5 Zoll hätten, resp. eines, bei dem man den Akku austauschen kann.

      Und dann wären da ja noch die Apple Airpods. Anfangs haben alle gelacht und nun sieht man sie überall und alle Hersteller ziehen nach.
    • Bro J from da Nazareth 23.01.2019 11:36
      Highlight Highlight Eine Frage des Kosten/Gewninn-Verhältnisses. Eine Folge, die normalerweise eine Stunde dauert, aber Film Material für 3 Stunden bietet, macht auch mehr Arbeit. Vielleicht nicht 3mal so viel, aber genug. Da Outtakes usw, dennoch entstehen.

      Dazu kommt wie bereits geagt, dass Serien mit zusammenhängenden Episoden dann sehr schnell viel aufwändiger werden. Damit das übeschaubar wird und bleibt, muss man die Macht der Zuschauer wiederum begrenzen. Telltale Spiele zeigen das sehr gut (die Bude gibts ja auch nicht mehr). Die machen zwar einmal spass, aber die Luft ist schnell raus.
    • Bro J from da Nazareth 23.01.2019 11:39
      Highlight Highlight Eine Serie wie Game of Thrones wäre somit undenkbar oder die Entscheidungen sind so trivial und unbedeutend, dass sie die Story gar nicht gross beeinflussen und dann wäre es schlichtweg langweilig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bud Spencer 23.01.2019 10:53
    Highlight Highlight "Auch der Kinoindustrie dürfte dieser Gedanke gefallen haben. Bereits im April 2018 verkündete 20th Century Fox, dass man interaktive Filme für den Kinosaal entwickeln werde"

    Wie kann ich mir das vorstellen? Gibt's dann eine Abstimmung per Handaufstrecken für die einzelnen Optionen?
    • Pascal Scherrer 23.01.2019 11:06
      Highlight Highlight Das ist noch nicht ganz klar. Erste Ansätze deuten daraufhin, dass es wohl auf eine App hinausläuft, über welche das Publikum abstimmen muss.

      Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das sehr cool wird, wenn alle Zuschauer während des Films mit ihren Smartphones rumhantieren.
    • whatthepuck 23.01.2019 11:24
      Highlight Highlight Ist in den Vorlesungssälen unserer Universitäten doch bereits heute der Fall, mit Clickern und Apps Meinungen direkt in den Unterricht einfliessen zu lassen.
  • Hans Jürg 23.01.2019 10:51
    Highlight Highlight Wenn ich Filme oder Serien schaue, WILL ich konsumieren. Alle paar Minuten zu entscheiden, wie es weiter gehen soll, stört mich. Ich will mich bequem aufs Sofa lümmeln und nicht ständig nach der Fernsteuerung suchen müssen, um die Fortsetzung 1 oder 2 zu wählen.

    Ich will ja auch nicht, wenn ich ein Buch lese, ständig rumblättern müssen: "Wenn Sie Handlungsstrang 1 lesen wollen, blättern Sie auf Seite 935; Wenn Sie Handlungsstrang 2 lesen wollen, blättern Sie auf Seite 1035". Und wenn dann der Handlungstrang 2 in eine Sackgasse führt, muss ich dann wieder zurück auf Seite 105 blättern.
  • Todesstern 23.01.2019 10:49
    Highlight Highlight Ich denke das war eine nette Spielerei für einmal, oder für zwischendurch.

    Angenommen jetzt kommen interaktive Filme ins Kino. Wer trifft die Entscheidung wie die Handlungsweise geht?

    Demokratisch? Einzelentscheidung?

    Bezahlt man dann nicht dein ganzes Ticket für einen ganzen Film?

    Könnte mir vorstellen dass das zum riesigen Diskussionen im Kinosaal führt wie man sich jetzt entscheiden soll wie die Handlung weiter geht.

    Ich bin da ganz bei Scaros_2
  • Madison Pierce 23.01.2019 10:47
    Highlight Highlight Interessantes Konzept, aber nichts für mich. Wenn ich einen Film schaue, will ich in dessen Welt eintauchen. Ich will nicht unterbrochen und gezwungen werden, die Fernbedienung in die Hand zu nehmen, um das Frühstücksmenü des Protagonisten auszuwählen.

    Wenn ich ein interaktives Erlebnis suche, wähle ich ein Spiel mit Handlung und Zwischensequenzen wie GTA, Uncharted etc. Da kann ich dann aktiv mitmachen und Entscheidungen treffen.

    Ich sehe das Potenzial eher für Dokus: da könnte man dem Benutzer weitere Informationen in Exkursen anbieten.
    • wydy 23.01.2019 10:53
      Highlight Highlight Wobei man hier evtl. sagen sollte. Weder in GTA noch in Uncharted hat man gross Entscheidungsmöglichkeiten. Schlussendlich durchlebt man dort auch nur die Geschichte. Mass Effect hat damals versprochen in diese Richtung zu gehen, und wie das ausging weiss man ja. Dragon Age wäre auch noch passend hier.
    • Asmodeus 23.01.2019 12:18
      Highlight Highlight Until Dawn ist am passendsten.

      Auch weil Horror das perfekte Genre dafür ist.
    • Kyle C. 23.01.2019 17:12
      Highlight Highlight Heavy Rain und Beyond two Souls sind auch so konzipiert. Ich finde diese Art Games aber langweilig.

      Gibt hingegen viele andere (und spannendere) Games, bei denen sich die Spielart auf den Verlauf oder gar auf das Ende auswirkt, auch ohne direkte Wahlmöglichkeit wie bei den oben genannten. Ich denke da z.B. an Dishonored 2.

      Nier: Automata soll offenber über 20 verschiedene Enden haben, je nach dem.
  • Gubbe 23.01.2019 10:46
    Highlight Highlight Von einem Film habe ich die Erwartung, dass er mich unterhält. Ich werde wohl nie etwas anschauen, das ich so abändern muss, dass es mich unterhält. Nicht zuletzt, bezahlen muss ich die Handlung auch, obwohl sie mir nicht passt. Regisseure werden gefeiert, die braucht es dann nicht mehr. Vielen mögen diese Anpassungsfilme in ihren Spieltrieb passen, ich bin kein Bildschirmspieler.
  • cyrill_10 23.01.2019 10:45
    Highlight Highlight Ich sehe bei den Torrents und Streams nicht wirklich ein Problem. Über kurz oder Lang wird sich dafür ein Standard durchsetzen (wenn Netflix einen interaktiven Film von WB ins Sortiment aufnehmen will, oder schon nur wenn die Dinger ins Kino kommen sollten oder dann ins FreeTV). Ab dem Moment können auch Programme wie VLC oder auch Streamingplatformen wie Kinox diese Standards implementieren.

    Im Moment sind sie noch im Vorteil, aber wenn sich das Format durchsetzt, wird es auch funktionale Torrents und Streams geben.
  • wydy 23.01.2019 10:44
    Highlight Highlight Irgendwie gehöre ich zu den wenigen Leuten, die Bandersnatch nicht so toll fanden. Die Grundidee mit der Auswahl ist grundsätzlich toll, aber irgendwie war das mehr Schein als sein. Es gab folgende Möglichkeiten:
    - Man entscheidet sich für etwas das keine Relevanz im Film hat abgesehen von den nächsten 10sek
    - Man entscheidet sich für etwas und landet bei einem DeadEnd
    - Die Entscheidung ist nur eine "Nebenstory"
    Erst in de letzten 5-10min traten wirklich Entscheidungen ein die etwas änderten. So hatte ich das Gefühl: Jetzt gehts endlich los und dabei war ich eigentlich am Ende.
    • ecritex 23.01.2019 11:02
      Highlight Highlight Das war ja auch ein grosses Thema dieses Films, die Illusion der freien Entscheidung.
    • Butschina 23.01.2019 11:03
      Highlight Highlight Du bist nicht alleine, mir ging es genau so. Nachdem ich zum zweiten Mal realisiert habe, dass ich die falsche Entscheidung gewählt hatte und ich quasi zur gleichen Entscheidung zurück geführt wurde, fühlte ich mich veräppelt. Den Film habe ich nicht beendet.
    • Hans Jürg 23.01.2019 11:08
      Highlight Highlight Du bist nicht alleine. Ich habe mich fast zu Tode gelangweilt.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 23.01.2019 10:41
    Highlight Highlight Ich habe einen Freund aus der Zukunft
    • Pascal Scherrer 23.01.2019 11:01
      Highlight Highlight Cool.
  • Asmodeus 23.01.2019 10:39
    Highlight Highlight Die Zukunft des Kinos... Wer's glaubt.

    Die großen Studios kriegen oft ja nedmal eine Story hin. Wie dann mehrere?

    Das Ganze wird wohl ein Nischenprodukt bleiben. Für ein großes Projekt wäre es zu teuer.
    • Asmodeus 23.01.2019 12:16
      Highlight Highlight Ich habe nichts gegen das Konzept als solches. Es gefällt mir sogar wenn es ausgereifter ist als bei Bandersnatch.

      Aber im Grunde muss man bei nur 4 Entscheidungen im Film bereits 256 Versionen drehen. Und niemand will sich diese Kosten und die Arbeit antun.

      Ausser man macht es Alibimässig wie Telltale, Bioshock Infinite oder eben Bandersnatch.

  • Scaros_2 23.01.2019 10:37
    Highlight Highlight Ich lehne solche Filme ab. Wenn ich einen Film sehen will, will ich das dieser mich von A-Z führt. Ich möchte, dass ich etwas erzählt bekomme und mir ein urteil darüber machen kann ob die macher etwas schlaues oder unsinn gemacht haben. Ich will dabei nicht selbst noch "aktiv" Gedanken machen. Daher sehe ich das als grossen Mist an.

    Weiter glaube ich auch, dass diese eine Niesche bleiben wird und nicht für grosse Serien etc. geeignet ist. Weil man hat dort schnell ein Problem der Vielfalt. Von daher ist es auch dem Torren-Freak egal wenn er 1% der Industrie nicht ordentlich laden kann.
    • Bro J from da Nazareth 23.01.2019 11:55
      Highlight Highlight Ich würde solche Filme nicht aus Prinzip ablehnen. Das Konzept ist interessant. Ich denke aber, dass es wie Spielbücher oder auch entsprechende Spiele (die Spiele von der Bankrott gegangenen Spieleschmide Telltale) eher Randerscheinungen sein werden, da weder Fisch noch Vogel. Kritisch wird es, finde ich wenn dadurch Marktforschung wie beim oben genannten Beispiel gemacht wird. Also sozusagen unwichtige Entscheidungen getroffen werden müssen, nicht um die Geschichte zu beeinflussen, sondern um unser Konsumverhalten zu studieren. Das finde ich selbst als Marketing-Fuzzie scheisse.
    • Señor Ding Dong 23.01.2019 12:05
      Highlight Highlight Ich würde dir ja recht geben, das Format ist nicht für jeden Stoff geeignet. Ich finds bei Bandersnatch aber super, weil er das Thema Entscheidungen, Konsequenzen und parallele Realität ja eben thematisiert. Die Erzählform passt zum Thema wie faust aufs Auge.

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