Leben
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9 toxische Verhaltensweisen auf Instagram, derer du dich entledigen solltest

20.05.18, 13:41 20.05.18, 21:41


Die einen nerven mit perfekt inszenierten Babyfotos, die anderen mit ihrer Reise durch Südostasien – und dazwischen gibt es allerlei Fotos von Veranstaltungen, zu denen du nicht eingeladen warst und deine gute alte Freundin Fear of Missing Out schaut auch immer wieder regelmässig vorbei, während du durch den Feed einer Person scrollst, die du seit 2015 nicht mehr gesehen hast.

Schluss mit diesem Bullshit.

Verzichte auf diese toxischen Verhaltensweisen und dir wird eine Menge Stress erspart bleiben.

Die Insta-Storys vom Ex (und allen anderen Personen, die dir ein schlechtes Gefühl vermitteln) anschauen

gif: Giphy

Erst letztens kam eine Freundin auf mich zu und meinte ganz erzürnt, dass sie Dank Insta-Story ja jetzt wüsste, wie die Neue ihres Ex' aussieht. Dazu hab ich nur geschmunzelt: My Dear, wenn du deinen Geist genauso wenig beherrschst wie deinen Daumen, wundert mich dein Gefühlschaos eigentlich gar nicht so sehr. 

Regel Nummer 1: Egal, wie gut man auseinander gegangen ist. Niemand hat Lust sich mit den digitalen Überbleibseln einer Beziehung auszusetzen.

PS: auch nicht in den Storys der gemeinsamen Freunden. Wenn es dir besser geht, deaktiviere auch deren Storys für eine Weile.  

Personen folgen, die du schon IRL nicht ausstehen kannst

gif: giphy

Muss ich dazu noch wirklich etwas sagen? Eben.  

Vor dem Schlafengehen noch kurz das Profil vom Crush checken

gif: Giphy

Und am besten gleich auschecken, wessen Fotos er statt des eigenen geliked hat und sich bis drei Uhr nachts fragen, ob er noch die Story ansehen wird, die du extra für ihn gescripted hast. 

Freundschaften öffentlich zelebrieren

gif: Giphy

Ich verstehe noch immer nicht, warum sich Menschen online ihrer Beziehungen versichern müssen, so, als ob es ohne Foto im Feed nicht echt wäre. Dabei hat schon Influencerin Lina Mallon in diesem Interview ganz richtig gesagt: Wer nicht möchte, dass Instagram zu seiner persönlichen Gossip-Plattform wird, hält sich mit öffentlichen Liebesbekundungen an die beste Freundin besser zurück.

Was einmal draussen ist, weckt Neugierde und Spanner. Gilt auch für das Posten der Beziehung.  

Jedes Problem brühwarm in der Story posten, bevor du darüber nachgedacht hast

gif: Giphy

Selbes Problem wie bei Punkt 4. Meistens macht es mehr Sinn, das Problem erstmal für sich auszumachen, statt auf Aufmerksamkeit in Form von Mitleid zu hoffen, indem man «Total beschissener Tag, was soll das alles noch für einen Sinn machen?» in die Story (oder wie damals, 2010, auf Facebook) postet. Ein Nutzungsverhalten, das im Endeffekt meist mehr Probleme schafft, als löst.  

Meditation, anyone? Oder: wie wär's mal wieder mit anrufen?

Bei 500+ Followern muss es doch irgendwen geben, der auch in echt zuhört? Ich für meinen Fall möchte Instagram nicht mehr als meinen geistigen Mülleimer nutzen, um dort Menschen zu irritieren. Aber jeder, wie er möchte.  

Noch ein weiteres Mal mit Personen (Influencern) interagieren, die sich nicht für dich interessieren

gif: Giphy

Die Aufmerksamkeit «grosser» Accounts auf sich zu ziehen ist gar nicht so einfach. Am besten funktioniert es allerdings immer noch, indem man es nicht zu arg versucht. Sonst wirkt man am Ende wie der Praktikant, der sich noch um 20 Uhr zur Extraschicht hat verdonnern lassen («Aber gerne doch!»), ohne dafür auch nur einen Rappen zu sehen und am nächsten Morgen ziemlich müde aussieht.  

Nur ganz kurz nachsehen, ob dir Helga aus der Marketing-Abteilung entfolgt ist

gif: Giphy

Nein. Nein. Nein. Don’t do it. Schau nicht nach, wer dir potenziell entfolgt sein könnte. Es ist nämlich in den allermeisten Fällen: egaler als die künftige Karriere der diesjährigen ESC-Gewinnerin.

Halbgare Postings aus Angst, wer was denken könnte

gif: Giphy

Followers gonna unfollow also poste, was du möchtest – wenn du davor zumindest drei Minuten darüber nachgedacht hast. OK? Wenn du unsicher bist, überlege eben nochmal. Sobald du weisst, was du auf deinem Account transportieren möchtest und was deine vermittelten Werte sind, wird die Angst Konsistenz und Automatismus weichen. Trau dich!    

Neidgetriebenes Stalking

gif: Giphy

Nichts macht mich trauriger als Screenshots von anderen Accounts mit der Message «Kuck mal, muss man das so machen?» zu erhalten, weil ich darin mein eigenes problematisches Verhalten der letzten Jahre wieder erkenne. 

Heute denke ich: soll sich doch jeder so aggressiv selbst vermarkten, wie er möchte – ich für meinen Teil muss ja nicht hinsehen wie bei einem Autounfall.

Was trotz Ablehnung nämlich gar nicht so gesund für die Psyche ist: dranbleiben – um sich zu ärgern. Über irgendwelche Menschen, statt den Tag und das eigene Leben zu geniessen.  

Wer diese neun Regeln befolgt und seinen Feed danach sortiert, sollte in Zukunft weniger Probleme beim Öffnen der App haben – und tatsächlich mal wieder das erfahren, wofür sie eigentlich konzipiert war: Eskapismus und Inspiration.

So funktioniert Social Networking in der Realität:

Video: watson/Lya Saxer, Knackeboul

Diese 16 Bilder soll(t)en uns zum Nachdenken anregen:

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25
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • River 21.05.2018 13:40
    Highlight Hab den Artikel gelesen und kein einziges dieser Probleme ist mir in meinem Leben bekannt. Und in der Kommentarspalte les ich Tips, wie man sich Follower aussucht, um die erwünschte hohe Like Quote zu erhalten. Und ein inerresiertes Publikum zu haben. Gants na.? Was ist denn das für eine Welt in der Instagrammer leben?? Insta generiert doch Probleme fernab jeder Realität.! Publikum?..Wtf. Privatsphäre? Hahaha!
    Die Aufmerksamkeit von Influencern auf sich ziehen??? Was meint das überhaupt??..nein ich wills gar nicht wissen. Echt, was ist das für ein Leben?
    18 4 Melden
  • Hexentanz 21.05.2018 12:16
    Highlight Habe selbst kein Instagram, aber deine Tipps und Punkte lassen sich so ziemlich für jede App nutzen. Selbst früher zu SMS Zeiten war das so.. Liegt man da und wartet das noch ne SMS kommt, dabei schläft das Gegenüber schon auf dem 3310 :p
    11 0 Melden
  • Unclemitch 21.05.2018 10:42
    Highlight Likequote, IRL, crush, story scripten, unfollow, influencer... Irgendwie schon bekloppt.
    26 2 Melden
  • Hoppla! 21.05.2018 09:45
    Highlight Regel Nummer 1: Egal, wie gut man auseinander gegangen ist. Niemand hat Lust sich mit den digitalen Überbleibseln einer Beziehung auszusetzen.

    Ich bin immer wieder erstaunt welch Probleme Leute mit einer Ex-Beziehung haben.
    11 4 Melden
  • Eine_win_ig 21.05.2018 08:36
    Highlight Als ich jung war, konnte ich eines nicht begreiffen: wieso hatte mein Vater mühe damit, wenn ich auf ICQ/MSN/IRC mit anderen Leuten am chatten war? Ist/war doch cool und praktisch!

    Nun lese ich diesen Artikel und merke: ich begreiffe absolut nicht, wie sich dafür jemand interessieren könnte! Ich hoffe, dass ich in 10-15 Jahren immer noch diese Erkenntnis finde, wenn meine Kinder irgendwelchen Trends nachrennen und ich dann versuche zu verstehen... zum Glück muss ich das bei Insta nicht :) ausser es kann mir jemand das erklären ;)
    4 1 Melden
  • Barracuda 20.05.2018 17:46
    Highlight Ohne watson würde ich den täglichen Insta-Schwachsinn gar nicht mitbekommen.
    39 2 Melden
  • öpfeli 20.05.2018 16:47
    Highlight Ich habe ein Account, folge aber nur den für mich nützlichen Seiten wie Rezepte, Tierbilder, lieblings Geschäften / Restaurants.
    So kann ich die Vorteile von Instagram nutzen ohne mich gestresst zu fühlen.
    21 4 Melden
  • BlueRose 20.05.2018 16:29
    Highlight Also ich nutze Instagram gerne. Mein Feed ist ein gesunder Mix aus News (wie Watson), NASA, ESA und Hubble... Wissenschaft ein paar humorvolle Feeds und auch Sport. Man kann sich ja einfach und unproblematisch aussuchen, was man lesen will und was nicht! Und da ich weit weg wohne, freue ich mich auch über Beiträge von Bekannten und Verwandten.
    Wenn mich ein Account nervt, dann entfolge ich diesem. Total easy!
    Facebook nutze ich schon länger nicht. Das heisst, ich poste dort nichts mehr, in Instagram aber schon, doch nie persönliches!
    21 3 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 20.05.2018 16:06
    Highlight Ich scheine Instagram irgendwie falsch zu benutzen... Ich teile da einfach Fotos, die ich für besonders gelungen halte. Und manche scheinen Freude daran zu haben. Weitere Gedanken habe ich mir da eigentlich noch nie gemacht.
    66 0 Melden
  • Rabbits 20.05.2018 15:45
    Highlight Mein Tipp: Wenn Instagram dann nur auf dem Browser verwenden.
    6 4 Melden
  • Echo der Zeit 20.05.2018 14:08
    Highlight Wichtiger Punkt - sich allgemein von Instagram entledigen - So gesehen kann es durchaus als oberste Handlungsmaxime im Leben angesehen werden, so zu handeln, dass man diesen inneren Frieden erreicht und ihn sich bewahrt - man muss dadurch auch nicht gleich Samadhi erlangen - der Trend heisst Offline.
    34 25 Melden
    • fischolg 20.05.2018 23:56
      Highlight Ganz ehrlich? Instagram hat zwar recht miserable Influencer dabei, aber ich habe mich davon inspirieren lassen. Ich möchte diesen auserordenlichen, spannenden Lebnsstil auch geniessen können, selbst wenn nur zu 1%. Deshalb gehts für mich langfristig nach Austalien :) es ist nicht immer alles schlecht, nur weil alle nur vom Schlechten reden.
      5 10 Melden
  • who cares? 20.05.2018 14:01
    Highlight "Ich habe kein Instagram, ich stehe da voll darüber"-Kommentare incoming.
    167 18 Melden
    • Lindaa 20.05.2018 14:09
      Highlight Ich habe kein Instagram, ich stehe da voll darüber.
      104 1 Melden
    • DonChaote 20.05.2018 14:11
      Highlight @who cares?
      „drüber“ eigentlich... und sonst: wer ist schon wieder dieser instagram?
      42 1 Melden
    • w'ever 20.05.2018 14:26
      Highlight und trotzdem diesen beitrag kommentieren.
      25 16 Melden

Diese 16 Bilder zeigen, wie wahre Liebe hinter verschlossenen Türen aussieht

Amanda Oleander illustriert Menschen, vorzugsweise Pärchen, in sehr intimen Momenten und teilt diese mit ihren rund 50'000 Followers auf Instagram.

Dabei zeichnet sie die eng miteinander verbundenen Menschen nicht etwa beim Geschlechtsverkehr oder heftigen Diskussionen, sondern bei ganz normalen Alltagssituationen. Beim Angucken der Illustrationen merkt man: Es sind die kleinen Dinge, welche die ganz grosse Liebe ausmachen.

(cta)

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