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«Das ist armselig»: «Star Wars» hat einen pansexuellen Charakter – und zeigt es nicht

Yasmin Polat / watson.de



Der neue «Star Wars»-Film «Solo: A Star Wars Story» kommt in die Kinos. Darin spielt unter anderem Donald Glover mit, der die Rolle des Lando Calrissian übernommen hat. 

Donald glover Star wars lando

Lando auf dem dem «Star Wars»-Plakat Bild: zvg

Jonathan Kasdan, Drehbuchautor des Films, sagte nun, der Charakter sei pansexuell, eine sexuelle Orientierung, bei der Personen in ihrem Begehren keine Vorauswahl treffen, was Geschlecht oder Geschlechtsidentität angeht.

Hier der Trailer zum Film:

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Video: YouTube/New Trailer Buzz

In einem Artikel der Website Daily Beast kritisiert Autor Ira Madison III nun, dass die Filmemacher den Charakter zwar als pansexuell betiteln, aber als solchen nicht im Film darstellen. 

Yony Leyser ist US-amerikanischer Filmemacher, Stefan Mesch Buch- und Comic-Kritiker. Beide sagen: Queere Sichtbarkeit ist in Comics und Comic-Verfilmungen ein Problem. 

watson hat mit Leyser und Mesch gesprochen.

Das sagt Yony Leyser, 34, Filmemacher:

Yony Leyser, 34, Filmemacher

Bild: Yony Leyser

Hier der Trailer von «Queercore»

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Video: YouTube/Edition Salzgeber

«Ich bin 1984 geboren, ich kannte keine schwulen Charaktere, ausser vielleicht ‹Will and Grace›. Ich sah lange niemanden auf dem Bildschirm, der queer war wie ich. 

Die erste Idee von queeren Konzepten, die mir als Kind begegnete, ist lustigerweise «X-Men». Ich habe mich zu den Charakteren hingezogen gefühlt, da sie von ihrer Familie und der Gesellschaft zurückgewiesen wurden. Sie waren Ausgestossene, kreierten ihre eigene Gesellschaft, abseits von festem Freund oder Freundin. Das war meine erster Einstieg in die queere Welt, da war ich 6 oder 7 Jahre alt. 

Daher können Comics für die eigene Identifikation sehr wichtig sein. Aber ich denke, Medien, also Filme, Fernsehen sind um einiges wichtiger.»

Zur fehlenden Darstellung der Pansexualität im Film:

«Wenn Menschen, die Filme machen, einen bestimmten Markt für sich gewinnen wollen, ist das immer schwierig. Queerness zu benutzen oder was auch immer gerade ‹angesagt› ist, ohne das Risiko einzugehen, die community wirklich abzubilden, ist einfach billig.

Das Risiko wäre in dem Fall, dass homophobe Menschen keine Tickets für den Film kaufen. Die Macher wollen, dass queere Menschen die Tickets kaufen, dass Liberale den Film sehen.

Aber sie wollen eben, dass auch rechte Menschen Filmtickets kaufen. 

Und das ist schwierig.»

Was muss sich ändern?

«Medien spielen eine grosse Rolle. Es hat sich, beispielsweise was die LGBT-Rechte angeht, in den letzten 5 bis 10 Jahren viel getan. Auch wegen solcher Shows wie ‹Transparent› oder ‹Orange is the New Black›. Das Erzählen und Normalisieren der Geschichten ändert die öffentliche Meinung und macht die Welt für Transmenschen sicherer.

Wenn wir diese Geschichten erzählen wollen, brauchen wir aber nicht nur Produzenten und Menschen hinter und vor der Kamera, die diese Communities repräsentieren. Wir brauchen sie auch in der Finanzierung. Sonst haben wir das gleiche Problem wie jetzt bei ‹Star Wars›.

Die Geschichten in deutschen Filmen und Fernsehserien sind auch heute noch ziemlich homogen. Dabei gibt es so viele interessante Künstler und Filmemacher in Deutschland. Gerade jetzt, wo Deutschland die Stimme eines demokratischen Europas ist, hoffe ich, dass einige dieser Stimmen ihre Geschichte auch erzählen können.»

Das sagt Stefan Mesch, 35, Buch- und Comic-Kritiker:

Stefan Mesch, 35, Buch- und Comic-Kritiker

Bild: Stefan Mesch

Welche Bedeutung Comics für mich hatten:

«Als Kind habe ich nur die ‹Micky Maus› gelesen. Helden-Comics habe ich angefangen zu lesen, als ich 25 Jahre alt war. Ich hatte damals ein gut bezahltes Praktikum und konnte mir die Comics leisten. Heute ist das keine Geldfrage mehr, man kann alle Comics im Netz lesen.

Comics, in denen Helden oder Figuren offen als queer sichtbar sind, machen es Menschen natürlich auch leichter, sich zu identifizieren. Ich identifiziere mich als queer. 

Dass der Charakter von Donald Glover im ‹Star Wars›-Film nicht offen pan-sexuell dargestellt wird, finde ich schockierend. Es gibt aber auch sonst in den grossen ‹Star Wars›-Erzählungen keine queeren Figuren. Wenn, dann finden die in Nebenfiguren statt. Auch in den 18 Marvel-Filmen gab es noch keine einzige queere Figur. 

Das ist armselig.

Das allerschlimmste ist aber die ‹Harry Potter›-Welt. Wir wissen seit 7 Romanen, dass Dumbledore schwul ist. Dann gab es den Film ‹Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind› und Dumbledore kam nicht vor, aber seine grosse Liebe. Jetzt ist der zweite Teil bald da und die Macher sagen: ‹Nee, nee, man sieht die beiden Figuren zwar, und das ist auch der Fokus, aber über Sexualität reden wir nicht.› Das verstehe ich nicht.

Ich muss allerdings auch eine Lanze für ‹Star Wars› brechen. Seit 2015 gehört alles zu Disney und die Macher geben sich sehr grosse Mühe: Die Bücher sind politisiert, die Autoren achten genau darauf, wie man beispielsweise totalitäre Systeme oder Unterdrückungsmechanismen wiedergibt.»

Wenn Donald Glover nicht schauspielert, macht er Musik – und dazu grossartige Videos

Finden queere oder trans Charaktere in Comics statt?

«Nicht genug. Es gibt derzeit keine schwarze, queere Heldin und ich finde, das sollte es jetzt einfach bald geben. 

Auch trans Figuren und trans Helden kann ich kaum nennen. Im gesamten DC-Comics-Universum fallen mir nur zwei Nebenrollen ein. Da ist noch so viel zu tun.

Bei den grossen Verlagen Marvel und DC Comics ist es so: Je kleiner das Heft und die Nebenrolle ist, desto mehr queere Sichtbarkeit ist da. In gefühlt jeder dritten Marvel-Reihe und in jeder fünften DC-Reihe taucht eine queere Figur auf. Wenn ich aber einen queeren Helden oder eine queere Heldin lesen will, habe ich vielleicht 5 oder 6 Comics zur Auswahl.»

Gibt es also Positiv-Beispiele?

«Ja, zum Beispiel ‹Batwoman›, eine lesbische, jüdische Frau. Seit 2007 sehr tolle Comics. ‹Batwoman› ist meine liebste, queere Heldin.

In Deutschland gibt es unter anderem den Comic-Zeichner Ralf König, der grossartige Arbeit macht oder Martina Schradis. 

So ein monatliches ‹Batman›-Heft wird vielleicht von 80'000 Leuten gekauft. Die kleineren Hefte wie ‹Batwoman› überleben trotzdem, auch wenn es nur 17'000 Leute kaufen.

Es gilt: Je kleiner die Auflage, desto queerer, kantiger, People of Color-zentrierter kann man sein. Das ist das Tolle an Comics: Man kann Figuren schnell realisieren und schauen, wie das dann bei Leuten ankommt. Um eine Fernsehsendung mit den gleichen Charakteren zu produzieren, müsste man viel mehr Leute ansprechen – allein die Finanzierung wäre ein Drama.»

Wenn Superhelden texten ...

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Video: watson/Sandro Zappella, Emily Engkent

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nJuice 25.05.2018 06:18
    Highlight Highlight Zu deutsch: "Mimimi, es werden nicht die Comics geschrieben, die ich lesen will. Ich bin ein Opfer und brauche Hilfe!"

    Gleiche Rechte und so ist sehr wichtig, keine Frage. Aber bereits existierende Geschichten und Personen abzuändern nur mit der Begründung "Er war vorher nicht (schwul/trans/whatever)" ist unheimlich billig, anbiedernd und ohne Tiefgang.

    Wie wäre es, ihr würdet eure eigenen Comics schreiben? Dann muss auch kein einziger Hetero vorkommen, alle sind lesbisch, pan, a, fluid oder was auch immer (und natürlich keiner weiss ;) )

    Ausserdem: Who cares was im Schlafzimmer passiert?
    5 0 Melden
  • Roland Bach 24.05.2018 20:52
    Highlight Highlight Menschen wie Yony Leyser sind Gift für eine Kultur. Leute wie er spielen ein Spiel mit Identitärer Politik, nenne alle Transphob oder Homophob oder wasauch immer, auch wenn man ihn als Person und nicht seine Sexuallität kritisiert. Ein Extremist.
    Leute wie er tun dieser ganzen Gemeinschaft keinen Gefallen.
    7 5 Melden
  • TanookiStormtrooper 24.05.2018 17:44
    Highlight Highlight Warum muss jemand auch mit seiner Sexualität hausieren gehen? Ich kenne Schwule die nicht alle 5 min erwähnen müssen, dass sie Schwul sind. Richtige Gleichberechtigung gibt es doch eigentlich erst, wenn es scheissegal ist, auf wen oder was jemand steht. Eventuell ist Landos Neigung in dieser Welt so akzeptiert, dass es schlicht keinen interessiert.
    17 2 Melden
  • MikoGee 24.05.2018 14:18
    Highlight Highlight Das Thema Sexualität in Star Wars ist sowieso ein heikles, wer erinnert sich schon gern daran dass Leia ihren Bruder Luke leidenschaftlich-inzestuös geküsst hat!? xD
    User Image
    18 0 Melden
    • Millennium-Falke 24.05.2018 23:18
      Highlight Highlight Da stimme ich dir zu. Verstehe ich bis heute nicht warum es diese Szene brauchte.
      1 0 Melden
    • MikoGee 25.05.2018 17:15
      Highlight Highlight Weil Lucas den Film drehte, bevor er die Story der kommenden Teile ausgearbeitet hatte. Leya sollte wohl ursprünglich einfach Lukes love interest sein und deswegen gab es diese Szene.
      2 0 Melden
  • niklausb 24.05.2018 13:37
    Highlight Highlight Ich glaube nicht dass ausgerechnet ein Scifi Film ideal dafür ist auf anderssexualität aufmerksam zu machen bzw. Deren akzeptanz in der Gesellschaft zu erhöhen. 1. Sind viele des Zielpublukums dieses Films vermutlich so schon eher tollerant gegenüber anderem und 2. Sollte es in der heutigen Zeit auch total wurst sein wie jemand sexuell tickt und es kann sich jeder selber denken wie sein lieblingscharakter tickt.
    9 5 Melden
  • niklausb 24.05.2018 12:47
    Highlight Highlight Sind die bei Star Wars nicht alle Interstelarsexuell?
    15 2 Melden
  • ThomasHiller 24.05.2018 11:20
    Highlight Highlight Müssen jetzt alle Charaktere in Filmen eine möglichst nicht-heterosexuelle Neigung haben, damit sich ja keiner diskriminiert fühlt?
    44 7 Melden
    • satyros 24.05.2018 13:36
      Highlight Highlight Nicht alle. Einer wäre ja schon mal ganz ok.
      8 21 Melden
    • stanislas0930 24.05.2018 17:00
      Highlight Highlight @ThomasHiller dann würde ich mich als heterosexuelle person diskriminiert fühlen
      6 2 Melden
  • T0815 24.05.2018 10:53
    Highlight Highlight Und wieder ein künstliches Problem generiert...

    Das ist ein Film, die sexuelle Orientierung eines fiktiven Charakters wird mit Sicherheit keinen Einfluss auf das ganze haben... weder positiv noch negativ.
    28 2 Melden
  • Triumvir 24.05.2018 10:50
    Highlight Highlight Ja und!? Dieses Filmchen ist reine Fiktion und Unterhaltung. Herr Mesch ist also "schockiert", doch niemand interessierts! :-P
    24 8 Melden
  • w'ever 24.05.2018 10:46
    Highlight Highlight und bald schon kommt nicht nur die altersfreigabe auf das kinoplakat, sondern auch noch welche ethnien, sexuelle präferenzen der charakteren und geichstellung der gender vorkommen, damit sich auch jaaaa niemand ausgegrenzt und auf irgendeine art beleidigt fühlt.
    26 9 Melden
    • sheshe 24.05.2018 12:17
      Highlight Highlight Trigger Warnungen analog dem Beitrag vor ein paar Tagen hast du noch vergessen...
      3 5 Melden
  • DerSimu 24.05.2018 10:44
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • just sayin' 24.05.2018 10:38
    Highlight Highlight nichts gegen lgbt, queer etc etc, aber...

    in meiner welt (und ich glaube auch in george lucas') ist lando ein mann, der frauen liebt.
    17 10 Melden
    • satyros 24.05.2018 11:32
      Highlight Highlight Bleibt er ja auch. Er liebt einfach auch noch Männer. Was würdest Du verlieren, wenn das dargestellt würde? Ein kleiner Flirt mit Han? Wäre das so schlimm?
      8 30 Melden
    • just sayin' 24.05.2018 13:21
      Highlight Highlight du hast meinen kommentar nicht ganz verstanden. ich habe nicht gesagt, dass ich "etwas verlieren" würde.

      ich habe lediglich gesagt, dass lando (so wie die figur vor gut 20 jahren in the empire strikes back geschrieben wurde) meiner meinung nach, ziemlich hetero ist.
      17 2 Melden
    • Mia_san_mia 24.05.2018 14:27
      Highlight Highlight @just sayin: Der Film ist bald 40 Jahre alt 😂
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • uicked 24.05.2018 10:29
    Highlight Highlight Warum Pansexuell? Wie kann ein "realer" Begriff in einer fiktiven Welt existieren. Warum ist er in Star-Wars nicht einfach normal ? In einem von ?Spezien/s? durchzogenen Galaxie ist es doch als "Normalsexuell" zu betrachten wenn jeder mit jedem schläft.--> Homo Mann/Mann/männl. Alien...Hetero Mann/Frau/weibl. Alien.
    Wenn es per Definition männl. und weibl. Aliens gibt.
    14 11 Melden
  • Mira Bond 24.05.2018 10:26
    Highlight Highlight Ihr habt ja keine Ahnung wie es sich anfühlt, immer nur Hetero-Helden vorgesetzt zu bekommen
    7 42 Melden
    • satyros 24.05.2018 11:28
      Highlight Highlight All die Blitzer sollen sich mal überlegen, wie es wohl wäre, wenn in jedem Film, in jeder Serie, einfach überall, alle schwul wären. Und wenn man das dann kritisieren würde und finden würde "ist ja voll ok, dass Schwule vorkommen aber es gibt im Fall auch Heteros und ich fände es noch nett, wenn es die auch in Filmen gäben würde, es dürfte sich ja auch einmal ein Held in eine Frau verlieben", würden alle ausrasten und finden "macht doch nicht so ein Theater, ist doch voll egal, welche sexuelle Ausrichtung irgendwelche fiktive Charakteren haben."
      12 35 Melden
    • Mia_san_mia 24.05.2018 14:27
      Highlight Highlight @satyros: Also schwule Helden würde sowieso nicht passen.
      8 6 Melden
    • Tiny Rick 24.05.2018 15:15
      Highlight Highlight @satyros: Filme spiegeln eben meistens die Mehrheit (nicht immer korrekt, ok). Fakt ist, das Pansexuelle sicher nicht zur Mehrheit gehören (nicht wertend gemeint). Aber Star Wars ist Star Wars, ist es da wirklich sooo wichtig welche sexuelle Orientierung die Charaktere da haben?
      13 2 Melden
  • Ms. Song 24.05.2018 10:24
    Highlight Highlight Star Wars muss sich schon genug der political correctness
    beugen. Es wird nun peinlichst darauf geachtet, dass es Weisse, Schwarze, Latinos und Asiaten hat. Dazu wird jede starke Rolle mit einer Frau besetzt (natürlich nur die guten). Der neue Vader hat einen Hüftschwung wie ein Lauftstegmodel. Jetzt müssen also auch noch alle Sexualitäten vertreten sein? Wieso dürfen heute Filme nicht mehr einfach Filme sein? Ich will einen Film sehen, der im Weltall spielt und in dem zig Aliens vorkommen. Da geht es nicht darum, dass ich mich selbst vertreten fühle.
    27 11 Melden
    • satyros 24.05.2018 11:30
      Highlight Highlight Ich nehme an, Du bist ein weisser Mann und hetero. Keine Angst: Solche Charakter wird es immer geben.
      9 34 Melden
    • Ms. Song 24.05.2018 13:40
      Highlight Highlight Nein, ich bin eine Frau.
      22 0 Melden
    • satyros 24.05.2018 14:32
      Highlight Highlight Auch weisse Hetero-Frauen wird es immer geben. Zu Star Wars: Bereits im ersten Star Wars gab es eine sehr starke Frauenrolle. Man bedenke, wie trottelig sich Luke und Han anstellen, als sie Leia befreien wollen. Sie hingegen nimmt sofort das Heft in die Hand, schnappt sich eine Laserpistole und schiesst ein Loch in die Wand.
      3 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spina_iliaca 24.05.2018 09:53
    Highlight Highlight Und wenn ich nun keine pandalesbische, schwarze Frau einer religiösen Minderheit bin... meine Güte!
    41 10 Melden
  • Whatif... 24.05.2018 09:47
    Highlight Highlight Im ernst jetzt?
    39 4 Melden
  • Schlingel 24.05.2018 09:44
    Highlight Highlight Ist doch völlig irrelevant, welche Sexualität ein fiktiver Charakter, in einem fiktiven Universum, in einem Spielfilm hat... Diese gefälschte Empörtheit, nur um sich in den Fokus zu rücken, geht mir auf den Senkel...
    104 16 Melden
    • satyros 24.05.2018 10:38
      Highlight Highlight Wieso dann diese Empörung, wenn jemand fordert, dass man queeren Charakteren ansehen soll, dass sie queer sind? Ist doch völlig irrelevant, welche Sexualität ein fiktiver Charakter in einem fiktiven Universum, einem Spielfilm hat.
      11 11 Melden
    • Schlingel 24.05.2018 14:09
      Highlight Highlight Ich bin nicht empört aber es wird langsam lächerlich. Wie will man einen queeren Charakter als queer darstellen? Soll man ihm "Queer" auf die Stirn tätowieren? Man sieht die Sexualität einer Person meistens halt nicht an. Und genau diese Community will ja auch zurecht, dass man solche Menschen nicht wegen des Aussehens einordnet. Aber hier MUSS man es dann wieder erkennen können??? Es reicht ja nicht, dass von offizieller Seite bestätigt ist, dass der Charakter queer ist. Nein man muss ihn missbrauchen um sich selbst in den Vordergrund zu rücken.
      14 2 Melden
    • satyros 24.05.2018 14:35
      Highlight Highlight Du musst es ihm ja nicht auf die Stirn schreiben. Es reicht, wenn er einen Mann küsst, oder mit einem flirtet. Ich denke in der Konstellation Mann/Frau wird es beides in diesem Film geben. Findest Du es denn auch langsam lächerlich, wie in beinahe jedem Film die Heterosexualität der Charakteren dadurch erkennbar gemacht wird, dass sie romantisch mit Charakteren des anderen Geschlechts interagieren? Es würde ja reichen, wenn von offizieller Seite bestätigt wird, dass die Heteros sind.
      2 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Damo Lokmic 24.05.2018 09:41
    Highlight Highlight Wann ist mal jemand in der heutigen Gesellschaft nicht empört?
    88 10 Melden
  • Pergjo 24.05.2018 09:39
    Highlight Highlight Irgendwie zweifle ich stark an der Kompetenz von Herrn Mesch. Vor allem, weil er den Inhalt von Werken kritisiert, die er offensichtlich nicht gelesen hat. Ansonst wäre ihm klar, dass die Homosexualität von Dumbledore nicht in den Büchern steht, sondern eine Auskunft von Rowling selber war.
    Sonst ist mir die Thematik relativ egal. Sollen sie doch mehr queere Helden in Filmen etc. verarbeiten. Solange die politische Agenda mir nicht mein Unterhaltungserlebnis kaputt macht, ist mir das relativ Wurscht. Muss halt in sich stimmig sein. Und wenn es das nicht ist, konsumiere ich es nicht.
    33 6 Melden
    • satyros 24.05.2018 10:36
      Highlight Highlight Kann man seine Erinnerungen an Grindelwald nicht auch als Erinnerungen an eine tragische Liebe lesen? So weit ich mich erinnern kann, geht es nicht über Andeutungen, die man so oder anders verstehen kann, hinaus, aber zumindest das ist drin.
      6 8 Melden
  • Rectangular Circle 24.05.2018 09:33
    Highlight Highlight Unter was wird Deadpool eingeordnet? Er ist ja nicht explizit hetero.
    25 5 Melden
    • MikoGee 24.05.2018 11:40
      Highlight Highlight Bereits im ersten Teil gab es in der Szene mit dem Pizzaboten anspielungen auf seine "hard spots" und einen Nasenkuss. Und während er im ersten Teil sich noch gegen einen Strapon äusserte, war er im zweiten Teil nicht abgeneigt als Vanessa den benutzen wollte. Und die Szene im zweiten Teil als er Colossus in der Schule von Xavier umarmt und seine Hand zu dessen Hintern wandert?

      Wieso sollte Deadpool, ein Charakter der jegliche Grenzen sprengt, nicht auch die Grenzen sozialer Normen und Sexualität brechen? Das macht Ihn für mich als Fan umso interessanter.
      Play Icon
      User Image
      7 0 Melden
    • Rectangular Circle 24.05.2018 12:11
      Highlight Highlight Ja, aber in den Comics sieht es anders aus. ;)

      Und in den Filmen flirtet er immerhin ein bisschen mit Männern.
      3 1 Melden
    • MikoGee 24.05.2018 13:57
      Highlight Highlight Es gab auch in den Comics kleinere hints, die wohl viele aber seiner defekten Psyche zugeordnet haben. Laut Fabian Nicieza (einer der Creators) sieht ihn aber als pansexuellen Charakter, der für den Leser jede (oder auch keine) Sexualität haben kann. Finde ich persönlich inerressanter als den tittengeilen Kindskopf in so manch anderen Comics und genau dieses unkalkulierbare ist der Grund wieso ich Deadpool mag und nur noch seine Comics sammle.
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BossAC 24.05.2018 09:22
    Highlight Highlight Ist gerade ein StarWars-Film wirklich das richtige Medium um solche Themen in den Fokus zu rücken? Man kann es auch übertreiben mit der Empörung.
    111 12 Melden
    • satyros 24.05.2018 10:32
      Highlight Highlight Es geht ja nicht darum, etwas "in den Fokus zu rücken". Es geht darum, normale Dinge als Teil der Wirklichkeit darzustellen. Auch in einer Mainstreamproduktion. Liebe und Sexualität waren immer Thema in Star Wars. Aber scheinbar gibt es im Star Wars-Universum nur Heteros. Find ich ein bisschen komisch.
      9 15 Melden
    • BossAC 24.05.2018 17:37
      Highlight Highlight @satyros Ich verstehe deinen Standpunkt. Mir persönlich ist es ziemlich schnuppe welche sexuelle Neigung eine Person hat. Aber ist Pansexualität wirklich "normal"? Ich meine das nicht im negativen Sinne von abartig/unnatürlich, aber ich vermute mal, dass wenn Lando als zentraler Nebendarsteller einen Mann küssen würde, dieser Umstand automatisch in den Fokus rücken würde und Medien wie auch Zuschauer würden darüber diskutieren. Für mich ist das einfach etwas, was nicht unbedingt in eine StarWars-Story passt.
      5 0 Melden
    • satyros 25.05.2018 13:26
      Highlight Highlight Und genau damit das nicht im Fokus ist und niemanden mehr interessiert, sondern es einfach als normaler Teil eines Films gesehen wird, wenn mal ein Mann einen anderen Mann küsst, muss es halt ein paar Mal passieren. Als Kirk Uhura küsste, haben alle darüber geredet. Und bestimmt fanden viele "ist mir doch egal, wenn ein Weisser eine Schwarze küsst, aber das gehört nicht in den Fokus einer Star-Trek-Folge". Auch dank dieses Kusses, kann man sowas heute zeigen, ohne dass es eine grosse Polemik gibt. Und muss es auch nicht mehr in jedem Film und jeder Serie machen.
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