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Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney



Ende Juli hatte das Filmstudio Disney den Regisseur James Gunn gefeuert. Als Grund gab man derbe Witze über Pädophilie und Vergewaltigung an, die Gunn vor fast zehn Jahren auf Twitter veröffentlicht hatte. Gunn führte bei den bisherigen zwei «Guardians of the Galaxy»-Filmen Regie und war bei Fans und Cast äusserst beliebt.

In this Saturday, July 19, 2014 photo, director, James Gunn, poses for a portrait at Disney Studios during press day for

Regisseur James Gunn. Bild: Casey Curry/Invision/AP/Invision

Gunn hatte sich damals sogleich entschuldigt und Fehler eingeräumt. Er sagte, dass er vor zehn Jahren ein anderer Mensch gewesen sei, der provozieren wollte, sich inzwischen aber weiterentwickelt hätte. Er könne aber sehr gut nachvollziehen, dass Disney ihn trotzdem gefeuert habe.

Nicht ganz so einsichtig zeigten sich Fans und der gesamte Cast der beiden Mega-Blockbuster. In einer Online-Petition fordern über 350'000 Unterzeichner, dass Gunn wieder als Regisseur verpflichtet wird. Auch Hauptdarsteller Chris Pratt und seine Schauspielkollegen forderten in einem offenen Brief, dass man Gunn eine zweite Chance gibt.

Doch ein Darsteller scheint die Situation ganz besonders zu stören: Dave Bautista. Im Film spielt er Drax, einen Charakter, der immer geradeheraus sagt, was er denkt. Anscheinend steht Bautista seiner Rolle im echten Leben in nichts nach, denn zu Gunns Entlassung äusserte er sich als einziger Schauspieler sehr direkt:

Ich werde tun, wozu ich vertraglich verpflichtet bin. Aber «Guardians» ohne James Gunn ist nicht, wofür ich unterschrieben habe. «Guardians of the Galaxy» ohne James Gunn ist einfach nicht «Guardians of the Galaxy». Es ist ziemlich widerlich, für jemanden zu arbeiten, der eine Schmierenkampagne von faschistischen Cybernazis unterstützt.

Mit den faschistischen Cybernazis spielt Bautista auf die konservative News-Seite «Daily Caller» an, welche Gunns Tweets ans Licht gebracht hatte. Der Regisseur hat sich in der Vergangenheit vor allem bei Alt-Right-Aktivisten unbeliebt gemacht, da er sich regelmässig kritisch über Donald Trump äusserte.

Actor Dave Bautista poses for photographers upon arrival at the premiere of the film 'Guardians of the Galaxy Vol.2 ' in London, Monday, April 24, 2017. (Photo by Joel Ryan/Invision/AP)

Dave Bautista. Bild: Joel Ryan/Invision/AP/Invision

In einem exklusiven Interview mit dem Filmmagazin Short List hat Bautista seine Solidarität mit Gunn sogar noch bekräftigt. Er droht sogar mit dem Ausstieg aus dem dritten Teil von «Guardians of the Galaxy»:

«Niemand verteidigt seine Tweets, aber das war eine Schmierkampagne gegen einen guten Mann. Ich habe am Tag, nachdem das passiert ist, mit Chris Pratt geredet. Er ist ein bisschen Religiös und wollte zuerst beten und sich alles durch den Kopf gehen lassen. Aber ich war mehr so drauf wie ‹Scheiss auf das›. Das alles ist einfach nur Mist. James ist eine der nettesten und anständigsten Personen, die ich kenne.

Wenn sie sein Drehbuch nicht verwenden, werde ich Disney bitten, mich aus meinem Vertrag zu entlassen, mich herauszuschneiden oder meine Rolle neu zu besetzen. Ich würde James einen Bärendienst erweisen, wenn ich dies nicht täte.»

Gunn hatte kurz vor seinem Rausschmiss bekannt gegeben, dass das Drehbuch zu Teil drei so gut wie fertig sei und die Produktion noch im Herbst starten solle. Um wie viel sich nun alles verzögert, ist noch unklar. Der Film ist ursprünglich für 2020 angekündigt worden. Da Disney bisher aber noch kein exaktes Startdatum bekannt gab, hat man noch etwas Spielraum.

Dass der Rausschmiss von Gunn durchaus etwas Scheinheiliges hat, zeigen die Aussagen von zwei internen Quellen von The Hollywood Reporter. Demnach seien die Gespräche zwischen Gunn und Disney noch immer im Gange und der Mauskonzern könne sich gut vorstellen, Gunn für einen anderen Marvel-Blockbuster zu engagieren. (pls)

So cool sind die internationalen Poster von Guardians of the Galaxy Vol. 2:

So viel verdient die bestbezahlteste Schauspielerin der Welt:

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Video: srf

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • saukaibli 10.08.2018 10:27
    Highlight Highlight Als Regisseur hat man halt eine Vorbildfunktion, da kann man sich nicht erlauben, derbe Sprüche zu reissen. Das ist halt nicht wie bei einem Präsidentschafskandidaten.
    11 15 Melden
    • Raembe 12.08.2018 08:01
      Highlight Highlight Aha und Du hast keine Fehler in Deiner Vergangheit gemacht....
      1 5 Melden
  • Erbinho 09.08.2018 15:36
    Highlight Highlight Hatte Drax bei Infinity War überhaupt einen Auftritt? Kann mich nicht erinnern ihn gesehen zu haben...
    12 6 Melden
    • Raembe 12.08.2018 08:02
      Highlight Highlight Er war so langsam das wir ihn nicht gesehen haben. (kleiner Hinweis)
      1 1 Melden
  • La12 09.08.2018 13:44
    Highlight Highlight Disney, das Label gegründet von einem Judenhasser. Ich kann nicht mehr....LOL...
    27 6 Melden
  • Guy Incognito 09.08.2018 13:34
    Highlight Highlight
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    46 1 Melden
  • walsi 09.08.2018 13:33
    Highlight Highlight Viele linke freuen sich wenn Rechte, wie Alex Jones oder Roseanne Barr, mundtod gemacht werden. Was sie dabei übersehen, dass es auch Leut treffen kann mit denen man sympathisiert.
    22 42 Melden
    • TanookiStormtrooper 09.08.2018 13:47
      Highlight Highlight Leider ging es den rechten Pfosten um genau das. Wird Gunn gefeuert hat man es einem "linken" gegeben (obwohl er mit seinem Guardians-Erfolg locker einen neuen Job findet). Wird er nicht entlassen kann man weiterhin behaupten, Roseanne wurde nur gefeuert, weil sie Trump-Fan ist.
      Diese Typen sind normalerweise die Ersten, die Witze über Vergewaltigungen machen, nur interessiert sich natürlich kein Schwein für einen kleinen dämlichen Troll.
      36 13 Melden
  • Bruno S. 88 09.08.2018 12:50
    Highlight Highlight Meine letzten 4-5 Kino Besuche waren alles Marvel Filme! GOTG 3 wird fix gestreamt...und damit meine ich nicht Netflix.
    26 8 Melden
  • roger.schmid 09.08.2018 11:42
    Highlight Highlight Ps: der Typ der diese Schmierenkampagnen betreibt - Mike Cernovic machte selber rassistische und Vergewaltigungswitze online. Was für ein Mensch.. siehe Video:

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    70 4 Melden
    • Raphael Stein 09.08.2018 12:28
      Highlight Highlight Aha, da schau her. So einer ist das.
      43 0 Melden
  • So en Ueli 09.08.2018 11:33
    Highlight Highlight Ja ja, Disney schneidet sich da wohl ins eigene Fleisch.
    106 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 09.08.2018 11:32
    Highlight Highlight Disney ist einfach ziemlich überhastet auf Propaganda von rechten Trollen reingefallen. Disney wusste bereits bevor sie Gunn engagiert hatten von diesen Tweets, die machen standardmässig background Checks von Leuten mit denen sie arbeiten. Gunns Pech war, dass sich die Rechten nach dem Rausschmiss ihrer "Rassistenkollegin" Roseanne nach Dreck eines erklärten Trump-Gegners gesucht haben. Dabei wurde offenbar nur eine 10 Jahre alte Geschichte, die eigentlich längst geklärt war, gefunden und massiv aufgeblasen.
    130 10 Melden
  • roger.schmid 09.08.2018 11:29
    Highlight Highlight Daily Caller ist ein Produkt von %$#@ Tucker Carlson. Ein äusserst übler Fox "news" host.
    Es wird ein Sport daraus gemacht, uralte social media Einträge auszugraben und damit Leute anzuschwärzen und zu ruinieren. Es wäre wichtig und richtig darauf nicht mit Entlassungen reagiert und es ignoriert wird.
    Ein blöder Spruch vor 10 Jahren darf nicht solche Konsequenzen nach sich ziehen.
    189 15 Melden
    • Slavoj Žižek 09.08.2018 15:06
      Highlight Highlight Bei Trump setzt du die gleichen Masstäbe an? Deine Doppelmoral ist kaum auszuhalten.
      9 26 Melden
    • roger.schmid 09.08.2018 15:57
      Highlight Highlight @empty Slavoj: hat sich Trump geändert, oder seine Taten bereut? Kein bisschen.. bei Trump geht es übrigens auch um Handfesteres als um ein paar Sprüche und er hat etwas mehr Verantwortung. Wie z.b. Eltern die Kinder wegzunehmen und sie einzusperren.
      Das du dies nicht verstehst, überrascht mich allerdings nicht..
      25 4 Melden
    • Darkside 09.08.2018 18:39
      Highlight Highlight Und wenn, dann sollte man Trump für seinen Pussyspruch auch rauswerfen.
      9 1 Melden
  • Luca Brasi 09.08.2018 11:26
    Highlight Highlight "Demnach seien die Gespräche zwischen Gunn und Disney noch immer im Gange und der Mauskonzern könne sich gut vorstellen, Gunn für einen anderen Marvel-Blockbuster zu engagieren."
    Wenn das stimmt, macht sich Disney doch nur lächerlich. Ihn rauswerfen, weil er nicht zum "Familienimage" von Disney passt, aber ihn dann einfach einen anderen Marvel-Film drehen lassen? Dann hättet ihr euch die Entlassung auch gleich sparen können.
    62 0 Melden
  • mrlila 09.08.2018 11:22
    Highlight Highlight We live in a time where everyone gets offended by everything. Fukk that.

    En rassistische Witz macht dich no lang nöd zum Rassist.
    En pädophile Witz macht dich no lang nöd zum Pädophile.

    Sie sind zwar makaber und dennoch bliebet Witz eifach Witz. Es isch kei Statement.

    Either all of them are okay or none of them are okay. Es git nüt zwüschetine ;)
    63 8 Melden
    • Asmodeus 09.08.2018 12:37
      Highlight Highlight Doch. Ein Rassistischer Witz macht Dich zu einem Rassisten. Sonst fändest Du ihn ja nicht lustig.

      Das ist so ziemlich das Prinzip.
      13 88 Melden
    • Brothamster 09.08.2018 12:56
      Highlight Highlight Nein Asmodeus, das zeigt nur, dass du einen Funken Humor besitzt und dich nicht ab jeder Pietätslosigkeit in der nächstbesten Ecke verkümelst und vor dich hinschmollst.
      60 8 Melden
    • mrlila 09.08.2018 13:04
      Highlight Highlight Asmodeus hat einen pädophilen Witz erzählt, deswegen ist er so 'offended' 😂😂😂😂
      27 6 Melden

Warum mir beim Dokfilm «Expedition Happiness» leider ein bisschen schlecht wurde

Meine Kollegin und ich haben gestern einen gravierenden Fehler begangen. Nein, wir waren nicht bis vier Uhr saufen, obwohl wir um sieben aufstehen und raus mit dem Hund müssen – sondern brav zuhause. Auf der Couch, wo wir die Doku «Expedition Happiness» auf Netflix angefangen haben – und aus dem Staunen über den deutschen Durchschnittstraum gar nicht mehr rausgekommen sind.  

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