Leben
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Transfrauen erobern die Modewelt – weil man's ihnen nicht ansieht

Bild: transmodels

Immer mehr Transmenschen kriegen die Chance, als Model durchzustarten. Nun castet sogar Model-Mama Heidi Klum zwei Transfrauen. Ist das ein fortschrittlicher Wandel oder doch nur reine Sensationslust?



Heidi Klum verteilt wieder Fotos. Unter anderem an Giulia und Melina. Um diese beiden «Meedchien» haben die Juroren Thomas Haike und Michael Michalsky denn auch besonders hart gebuhlt. Jeder wollte sie in seinem Team haben. Weil sie solch spezielle Typen seien. Weil sie die gewisse Attitude hätten und einmal gross rauskommen würden. – Vielleicht aber auch einfach, weil es sich bei den beiden um Transfrauen handelt.

Was ist ein Transmensch?

Viele Menschen, denen bei Geburt ein Geschlecht zugeschrieben wurde, das nicht mit ihrem eigenen gefühlten Geschlecht übereinstimmt, nennen sich Transmenschen. So wird beispielsweise eine Frau, die in einem männlichen Körper geboren wurde, als Transfrau bezeichnet. Auf der anderen Seite werden Menschen, bei denen das biologische Geschlecht und das psychologische Geschlecht übereinstimmen, Cismenschen genannt. 

Image

Bild: prosieben

Diese Eigenschaft macht sie in den Augen einer auf Zuschauerzahlen fixierten TV-Sendung interessant. Schliesslich sinken bei «Germany's next Topmodel – by Heidi Klum», dem Gefäss mit dem sperrigen Namen, Staffel um Staffel die Einschaltquoten munter weiter.

Hand aufs Herz, die Sendung hat noch nie wirklich am Puls des modischen Zeitgeists gelebt. Doch dieses Jahr geht das deutsche Reality-Format auf einmal mit dem Trend. «Transgender Models bei GNTM» oder «Diese zwei Mädels haben ein Geheimnis!», schallt es durch die deutschsprachige Presse, und plötzlich wissen alle, dass Heidi Klum auf der Suche nach einem neuen Topmodel ist.

epa05796305 An undated handout photo made available by Conde Nast France on 16 February 2017 shows the cover of the April 2017 issue of Vogue Paris featuring Brazilian model Valentina Sampaio. Photographed by Mert Alas and Marcus Piggott, Valentina Sampaio is the first transgender model to be featured on the cover the French edition of the fashion monthly magazine Vogue.  EPA/MERT & MARCUS FOR VOGUE PARIS  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/CONDE NAST

Das Cover der kommenden «Vogue France» ziert das brasilianische Model Valentina Sampaio, eine Transfrau. Die als «Mode-Bibel» geltende Zeitschrift widmet sich im März voll und ganz der «beauté transgenre» – der Schönheit von Transmenschen – und segnet damit ab, was sich schon seit einigen Jahren abzeichnet: Transfrauen sind in der Modelwelt angekommen. Andreja Pejić, Hari Nef und Carmen Carrera sind mittlerweile feste Stimmen im Kanon der internationalen Modezeitschriften.

Ob auch die Namen Giuliana Radermacher und Melina Budde bald schon zu solchen Marken werden, ist noch offen. Was aber bereits jetzt feststeht: Optisch passen die beiden ins Schema.

«Für mich ist das alles ganz normal. Es zählt der Mensch – nicht das Geschlecht!»

Michael Michalsky, Modesigner und «GNTM»-Juror

Aber es geht sehr wohl um das Geschlecht, wenn Transmenschen in der Modewelt durchstarten. Auf jeden Fall zählt nicht allein der Mensch, wie es Juror und Modedesigner Michael Michalsky gegenüber der Bild behauptet.

War Caitlyn Jenner etwa auf dem Cover der Vanity Fair zu sehen, weil sie so einen tollen Charakter hat? War es nicht viel mehr die unglaubliche Transformation, die Jenner dank ihres Vermögens derart beschleunigen konnte, dass sie innert drei Monaten die Grazie einer Millionärsgattin an den Tag zu legen vermochte?

epa04781109 A handout image released by Vanity Fair magazine on 03 June 2015 showing US photographer Annie Leibovitz' portrait of Caitlyn Jenner, the Olympian and transgender celebrity formerly known as Bruce Jenner  appearing on the cover of the magazine's July 2015 issue.  EPA/VANITY FAIR / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY, NO SALES, NO ALTERATIONS OR CROPPING HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: VANITY FAIR

Auch bei Giuliana und Melina geht es letztlich nicht um sie als Menschen oder um ihre einzigartige Persönlichkeit. Primär geht es um sie als Frauen, die «doch eigentlich Männer sind». Welch Sensation! Oder wie es in der kommentierenden Rhetorik von Twitter heisst:

Transmenschen können erst Erfolg oder eben Respekt verbuchen, wenn sie «passen»; was so viel heisst wie, dass man ihnen ihr «Trans-Sein» nicht ansehen kann. Keine Spur eines einstigen Transitionsverfahrens darf vorhanden sein, um als Transmensch in der Öffentlichkeit Karriere machen zu können. Es gibt keinen Platz für Transfrauen mit Bartstoppel oder Ausbuchtungen im Bikinihöschen und auch keinen für Transmänner mit zierlichen Händen oder breiten Hüften.

Berühmte Transfrauen der Modewelt

Benjamin Malzer macht als Transmann eine Modelkarriere. bild: instagram/ bejamin malzer

Dass Menschen wie Melina und Giuliana die Chance kriegen, Topmodel zu werden, ist auf jeden Fall ein fortschrittlicher Wandel der Zeitgeschichte. Die beiden schaffen mit ihrem Auftritt Sichtbarkeit für Transfrauen und zeigen einem grossen Publikum, dass Transmenschen keine Fabelwesen aus einem zeitgenössisches Märchen sind, sondern, dass sie tatsächlich existieren.

«Ich bin hier, um zu zeigen, dass Klischees überbewertet sind. Und dass der erste Eindruck oft täuscht.»

Melina, Kandidatin bei
«Germany's next Topmodel»

Melina ist zierlich, dünn, gross und hat langes dichtes Haare – eine «richtige» Frau halt. Sie hat Glück. Doch die Klischees, die Melina zu bekämpfen versucht, sind für viele Transmenschen Realität. 

Man sieht ihnen an, dass die Natur ihnen ein anderes Geschlecht verpassen wollte, als sie selber auszudrücken versuchen. Sie kriegen keinen Beifall für ihre makellose Bikini-Figur oder für ihre feinen Gesichtszüge. Sie werden verlacht, anstatt auf Covers abgebildet.

«Solange man mir noch ansieht, dass ich mal ein Mann war, werde ich's nie zu was bringen.»

Simona im Internetforum Gendertreff

Weder Melina noch Heidi Klum oder die «Vougue France» tragen direkte Schuld an Simonas Problemen. Doch der Welt vorzugaukeln, dass alle Transfrauen Unterwäschemodels sein könnten, wird Simonas Problem eher verstärken, als es aus der Welt zu schaffen.

  bild: national geographic, spezialausgabe «gender revolution» 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pfützentreter 05.03.2017 14:18
    Highlight Highlight Brrrrrr
  • koks 04.03.2017 19:22
    Highlight Highlight «Solange man mir noch ansieht, dass ich mal ein Mann war, werde ich's nie zu was bringen.»

    Es gibt Tausende von (nicht Trans-) Frauen und Männern, die es auch nicht zum Supermodel gebracht haben.
  • Philipp Burri 04.03.2017 03:50
    Highlight Highlight Interessanter Artikel nur der Titel ist einfach verkehrt. Transfrauen können eine Modelkarriere machen WEIL man's ihnen eben ansieht und sie sich so von anderen abheben und dem - mir sowieso unerklärlichen - androgynen Ideal der Modewelt entsprechen. Wahrscheinlich liegts daran, dass diese teils grauenhaften Kollektionen an normal dimensionierten Frauen erst recht blöd aussehen würden.
  • Statler 03.03.2017 15:59
    Highlight Highlight Vielleicht bin ich ja nicht auf dem Laufenden oder sonstwie falsch gewickelt. Aber der Zusatz «Trans» ist für mich total unnötig. Es sind Frauen - was sie vorher waren ist für mich irrelevant.
    Mit dem Attribut wird doch eigentlich gesagt, dass es eben keine «richtigen» Frauen sind, sondern irgend ein Konstrukt, das die Bezeichnung «Frau» nicht wirklich verdient.
    Und letztlich sind es vor allem Menschen. Das ist eigentlich alles, was zählt.
    • Statler 03.03.2017 17:01
      Highlight Highlight An die Blitzer: mich würde interessieren, warum Ihr blitzt. Ich bin ja wirklich nicht ganz sicher, ob ich mit meiner Meinung auf dem Holzweg bin oder nicht - und falls ja, würde mich auch interessieren, warum...
    • Vio Valla 03.03.2017 20:58
      Highlight Highlight Der Denkfehler liegt darin, dass du automatisch annimst, dass Transmenschen immer zu einem der beiden Geschlechter angehören wollen. Solche mag es sicher auch geben, aber ist noch lange nicht immer der Fall.
    • Macke 03.03.2017 21:51
      Highlight Highlight Auch von mir gab es einen Blitz. Transfrauen als Frauen zu bezeichnen und dann zu denken, alles sei gut, hilft nicht. Weder Transfrauen, die mit Transphobie konfrontiert sind, noch Frauen, die mit biologisch begründetem Frauenhass konfrontiert sind. Bsp.: Wird eine Transfrau spezifisch als "Transe" etc. beschimpft, ist es kein Frauenhass - wie es mit deinem Vorschlag wäre - sondern Transphobie. Ein Abtreibungsverbot hingegen betrifft Frauen, aber nicht Transfrauen. Ich respektiere die Wünsche hinsichtlich Namen, Pronomen etc. bin aber dagegen, im politischen Diskurs Transfrau = Frau zu sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Genital Motors 03.03.2017 15:58
    Highlight Highlight Kann ich dann auch entscheiden dass ich nicht mehr ein Mensch sein will? Ich will ein Einhorn sein.
    • Flying Zebra 03.03.2017 18:18
      Highlight Highlight Sie wollen ja keine andere Spezies sein..
    • JoWu 04.03.2017 22:17
      Highlight Highlight Hier geht es um Geschlechtsidentität und nicht um beliebige Wünsche.
    • Genital Motors 05.03.2017 02:30
      Highlight Highlight Identität ist dich durch das geschlecht gegeben?
  • Genital Motors 03.03.2017 15:47
    Highlight Highlight Ab sofort immer Kontrollgriff!!!
  • Ratchet 03.03.2017 12:35
    Highlight Highlight Schlussendlich verstärken die Transmenschen nur die klassische gesellschaftliche Rollenbilder von Mann und Frau.
    Die emanzipierte Frau sagt: "Ich bin eine Frau und trotzdem interessiere mich nicht für GNTM, Shoppen und Modeln"
    Die Transfrau (biologisch gesehen ein Mann) dagegen sagt: "Ich interessiere mich für GNTM, Shoppen und Modeln und bin darum innerlich eine Frau"

    Man muss aber auch anders betrachten. Transmenschen sind die Folgen unserer geschlechtsspezifische Rollenbilder. Das Psychologische Geschlecht ist ein Produkt unserer Gesellschaft.
    • Adualia 03.03.2017 13:15
      Highlight Highlight Geschlecht =/= Geschlechterrollen

      Ich interessiere mich nicht für GNTM , shoppen, und modeln etc.
      Bin trotzdem trans. Interessen haben damit nichts zu tun.
      Ich empfehle dir nochmals über die bücher zu gehen, bevor du solchen midt rauslässt. :)
    • Ratchet 03.03.2017 14:07
      Highlight Highlight Vielleicht hast du mich falsch verstanden. Ich habe nie Geschlecht mit Geschlechterrolle gleichgestellt, sondern wollte einen Zusammenhang zwischen Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität ("psychologisches Geschlecht") erkennen. Deshalb habe ich die zwei Thesen aufgestellt.
      1. Probleme mit der Geschlechtsidentität entstehen nur aufgrund der gesellschaftliche Geschlechterrollen.
      2. Transmenschen, welche sich deswegen mit dem anderen Geschlecht identifizieren, verstärken die Rollenbilder.
    • Adualia 03.03.2017 16:17
      Highlight Highlight Das wurde bereits bewiesen, dass dies nicht zutrifft. Vielmehr geht es darum, das man sich im Körper nicht wohl fühlt, das etwas falsch ist. Sobald man dies durch Hormone und OP's angleicht, fühlt man sich besser. Es geht nicht um interessen, die auf ein geschlecht zutreffen a la, mami ich mag puppen und schminke, ich bin ein mädchen.
      Schlussendlich ja, unmöglich einem menschen dies zu erklären, der nicht selber trans ist :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocM 03.03.2017 11:48
    Highlight Highlight Die Transmenschen (was für ein Unwort) werden in den Schönheits-OP-Olymp katapultiert und somit bewundert und unantastbar. Letzteres ist für mich eine noch stärkere Ausgrenzung als die Transsexualität.

    Doch Hauptsache die Mode- und OP-Branche scheffelt Kohle, egal wie viele dabei auf der Strecke bleiben.
    • flausch 03.03.2017 13:27
      Highlight Highlight Transmenschen sind mal kurz ausgedrückt kein Mode Produkt!
      Ich könnte auch sagen Männer (oder Kinder) was für ein Unwort.
      Aber es gibt Transmenschen also wesshalb sollten sie nicht in der Öffentlichkeit erscheinen können?
    • Enzasa 04.03.2017 04:20
      Highlight Highlight Es hat nichts mit Schönheitsoperationen zu tun sondern mit ausgefeilten Operationsmethoden.
      Ach die Natur macht manchmal Fehler
  • Commander 03.03.2017 11:18
    Highlight Highlight Wieso die Kopie nehmen wenn man das Original haben kann? Gibt doch eigentlich genug echte Frauen 😍
    • flausch 03.03.2017 11:44
      Highlight Highlight Aha! Wesshalb erschliesst sich mir nicht ganz welche Menschen Kopie und welche Original sind?
      Ich war immer der Meinung das alle Menschen irgendwie Original sind egal ob Mann, Frau, Trans oder Intersex...

      “We all came into this world naked. The rest is all drag.”
      -RuPaul

      Ist doch scheissegal wie du geboren wurdest es zählt wie du dich fühlst und womit du glücklich bist.
    • Commander 03.03.2017 12:37
      Highlight Highlight @flausch
      Mach doch bitte die Fackel wieder aus und stell die Mistgabel zurück. Ob es dir passt oder nicht, es gibt noch immer Geschlechter. Und solange das so ist, gibt's auch zielgruppenorientierte Werbung (z.b. Eyeliner Frau, Barttrimmer Mann). Anders ist es bei Dingen wie z.b. einem Auto, Rasenmäher etc. - da sollen doch beide "offiziellen" Geschlechter und auch die inoffiziellen berücksichtigt werden, da es sich um Produkte für alle handelt. Klar dürfen sich auch Männer einen BH kaufen aber so beworben werden muss das ja nicht.
    • lilie 03.03.2017 13:09
      Highlight Highlight @Commander: Dein Beitrag ist unglaublich sexistisch. Eine Frau ist nicht nur für Sex da. Und auch eine Cisfrau kannst du nicht "haben" - du besitzt sie nämlich nicht.

      Wenn es hier irgendwelche Besitztümer gibt, dann besitzt die Liebe DICH - und was, wenn es eine Transfrau ist, hm?

      Aber unabhängig davon kann mit Transmenschen auch befreundet sein oder sie als Arbeitskollegen haben oder bei ihnen ein Zugbillet kaufen oder sich die Haare schneiden oder eine Prostatauntersuchung machen lassen!

      Und ich wette, dass die meisten dabei besser über dich denken als du über sie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fabianhutter 03.03.2017 11:14
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel. Allerdings habe ich noch einige Fragen, da ich keine Ahnung von Transmenschen habe.

    Wollen Transmenschen denn als solche Erkannt werden, oder ist die vollständige Transformation das Ziel?

    Es ist mir klar, dass jeder Mensch verschieden ist und deshalb auch verschiedene Ziele hat, aber vielleicht lässt sich grundsätzlich ein Muster erkennen.
    • LaPaillade #BringBackHansi 03.03.2017 11:22
      Highlight Highlight Gute Frage
      Ich kenne beide Fälle, sprich bei meinen Bekannten halten sich diese Anschauung in Waage.
    • Asmodeus 03.03.2017 11:30
      Highlight Highlight Das hängt ganz von den Transmenschen ab.

      Eine Transfrau (männlicher Körper geboren aber seelisch/mental eine Frau) möchte natürlich als das wahrgenommen werden, was sie im Inneren ist. Eine Frau.

      Transmenschen die Neutrois, Agender, Androgyn oder Genderfluid sind, sind da komplexer. Für sie kann es ein Kompliment sein, wenn die Leute unsicher sind.

      Aber im Grunde ist es am einfachsten Transmenschen einfach zu fragen als was sie am liebsten bezeichnet werden.

      Mein Ehepartner möchte zum Beispiel nicht als Frau bezeichnet werden, da es nicht wirklich stimmen würde.
    • Enzasa 04.03.2017 04:26
      Highlight Highlight Jeder hat das Recht auf sein individuelles Leben, das sollte ein europäischer Wert sein.
      Die Frage ist nur unterstützt die Klum das freie Denken oder erzeugt sie einen gegenteiligen Effekt
  • Olaf! 03.03.2017 10:32
    Highlight Highlight Die ganzen Modepäpste wollen ja sowieso nur androgyne etwas, da kommts auch nicht mehr darauf an, was das Model für ein Geschlecht hat(te).
  • Dusel 03.03.2017 10:19
    Highlight Highlight Ich verstehe den Artikel irgendwie nicht. Es ist eine Modelcastingsendung -was erwarten sie da? Die suchen optisch möglichst Massenkompatible Schönheit. Es geht im Endeffekt darum mit den Gesichtern Produkte zu vermarkten. Ich finde eher Artikel wie dieser hier tragen dazu bei daraus ein Problem zu machen -wo keins sein sollte. Genauso können wir uns darüber beschweren, dass keine übergewichtigen Menschen gecastet werden. Die Sendung sucht nunmal optisch, einem bestimmten Ideal entsprechende, junge Frauen. Ist doch schön, dass die beiden Kandidatinnen sich dafür qualifizieren...
    • Jovin Barrer 03.03.2017 10:31
      Highlight Highlight Du hast recht, Dusel. Es ist toll, dass Transmenschen nicht ausgeschlossen werden. Das Problem ist nur, dass sich die Modewelt durch diese «inklusiven Offenheit» brüstet. Im Fall von GNTM wird um die Tatsache, dass nun zwei Transfrauen am Format teilnehmen, ein grosses Tammtamm gemacht. Off-Voice-Kommentare wie «Giuliana, die einmal Pascal hiess» kommen während der Sendung mantraartig vor. Dies zeigt schliesslich, dass die Modewelt, das Trans-sein von Models oft nur als reinen Sensations-Effekt missbraucht. Das finde ich weniger toll.
    • DailyGuy 03.03.2017 10:39
      Highlight Highlight Ich glaube es geht um eine "falsche" Toleranz. Nicht das ich der Frau Klum etwas anhängen will! Sie ist sicherlich sehr offen und akzeptierend.
      Jedoch ist die Schwierigkeit die, dass wieder Toleranz gezeigt wird, aber nur wenn es nicht zu 'extrem' ist. Es ist schwierig zu erklären, aber es gibt einen unterschwelligen Ton wo es eben heisst; wir akzeptieren dich, weil wir dir nicht direkt ansehen, dass du ein Transmensch bist.
      Natürlich: Germany's Next Topmodel sucht schöne Leute! Und deshalb kann ich es nachvollziehen, aber man muss sehen was das für ein Bild in die Welt trägt.
    • Asmodeus 03.03.2017 11:32
      Highlight Highlight Die Klum ist sehr tolerant wenn es ihr Geld bringt...

      Aber ich stimme zu. Die Sendung unterteilt unterschwellig in "Echte Transmenschen" und "Falsche Transmenschen" und leistet damit allen Betroffenen einen Bärendienst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jion 03.03.2017 10:11
    Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht - super Artikel!
    • Enzasa 04.03.2017 04:30
      Highlight Highlight Die Gesellschaft sollte endlich akzeptieren, dass der unsichtbare Teil des Körpers, die Gefühle/Seele genauso wichtig ist wie der körperliche Teil. Beides zusammen ergibt den Menschen. Leider akzeptiert die Mehrheit nur die körperlichen Belange

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