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Schaumbad Frau Füsse Badewanne

Bild: shutterstock.com

«Nimm dir doch ein Schaumbad» – Warum Selbstliebe Frauen auch nicht weiterbringt

11.09.18, 10:23 11.09.18, 12:55

Gunda Windmüller / watson.de



Meine Freundin Caro guckt mich aus müden Augen an. «Eigentlich ist ja alles gut», sagt sie. Aber so richtig überzeugend klingt das nicht. Eher nach: Ich kann nicht mehr.

Caro ist alleinerziehend. Und der Vater des Kindes ist in eine andere Stadt gezogen. Sie arbeitet viel, kommt damit gerade so über die Runden und ist permanent überfordert. 

«Und weisst du was? Neulich meinte eine andere Mutter in der Kita, ich solle mir doch mal eine kleine Auszeit gönnen. Ein Bad einlassen, und mal drüber nachdenken, was ich alles leiste. ‹Ein bisschen Selbstliebe›, mit einem toll duftenden Schaum, hat sie gesagt.» Caro atmet tief ein.

«Als ob es reichen würde, wenn ich selber weiss, was ich alles leiste. Mir wäre eher geholfen, wenn das auch andere Menschen mal anerkennen. Anerkennen und vielleicht auch mal einfach Unterstützung anbieten.» Sie zuckt mit den Schultern.

#Selbstliebe❤️

Caro ist nicht die einzige, der geraten wird, sich mit Selbstliebe zu pampern. Wir alle sollen das tun. Wir Frauen. Das höre ich ständig, in allen möglichen Situationen. Selbstliebe wird dabei oft angepriesen als Allheilmittel.

Gegen Stress, gegen Überforderung, gegen geringes Selbstbewusstsein. Gegen fehlende Anerkennung.

Selbstliebe ist überall: auf Instagram, in Social-Media-Kommentaren, Artikeln und Gesprächen. Frauen, liebt euch selber! Ihr seid so toll, erkennt das endlich an! Schaut in den Spiegel und ruft freudvoll aus: «Ich bin so toll!» #selflove

«Einfach mal durchatmen. Lachen. Geniessen. 😊 Selbstliebe spüren💕»

«Du kannst jeden Tag entscheiden, wie du dein Leben gestalten möchtest! Entscheide weise. 🍀❤️»

«Die Liebe, die du dir selbst gibst, wirst du auch im Aussen empfangen.»

Auf Instagram gibt es mehr als 164'000 Beiträge mit #Selbstliebe. Unter den ersten 200 sind nur 3 Männer zu sehen. Ja, ich habe nachgezählt. Frauen sind die Hauptzielgruppe der Selbstliebe.

Ich halte das für fatal.

Denn das Problem mit der fehlenden Anerkennung ist nicht die Selbstliebe. Das Problem ist nicht das Selbst.

Es sind die anderen.

Denn An-erkennung, das steckt schon im Wortlaut, kommt immer von aussen. Anerkennung ist ein sozialer Akt, sie lässt sich nicht alleine kompensieren.

Wir können in Schaumbädern liegen bis wir verschrumpeln, Anerkennung wird dabei nicht entstehen.

Wer im Alltag unter Mehrfach-Belastungen zusammenklappt, der hat kein Problem mit Selbstliebe, der hat ein Problem mit Unterstützung.

Doch diese ganzen Selbstliebe-Posts und Du-bist-so-toll-Mantras verschleiern dieses Problem.

Wenn Frauen denken, sie würden nicht genug leisten, wenn sie denken, sie könnten Ansprüchen nicht mehr gerecht werden, wenn sie denken, sie seien nicht gut genug, heisst es: Beschwer dich nicht! Nimm stattdessen ein Schaumbad und liebe dich selbst!

In anderen Worten: Wenn Frauen sich nicht anerkannt fühlen, müssen sie selber dafür sorgen.

Sorry, aber: Was sollen Frauen eigentlich noch alles machen?

Video: watson/Olivia Rasper, Emily Engkent

Wir sollen uns selbst lieben, aber das hat leider wenig mit den Problemen von Frauen wie Caro zu tun. Denn An-erkennung ist keine Konsequenz der Selbstliebe. Sie kommt von aussen. Sie ist ein erster Schritt, der zweite Schritt ist Unterstützung.

20 US-Präsidenten als Frauen

Wenn Frauen wie Caro also vor der Doppel- und Dreifachbelastung in die Knie gehen, brauchen sie kein #selflove, sondern eine Gesellschaft, die ihre Mehrfachbelastung anerkennt und sie entsprechend unterstützt.

Was wir also wirklich brauchen: Eine Politik, die dafür sorgt, dass Frauen, die Care-Arbeit leisten, wirtschaftlich und finanziell ausreichend unterstützt werden.

Was wir nicht brauchen: Eine schaumbadgetränkte Auszeit von den übertriebenen Rollenerwartungen an Frauen.

Wir brauchen neue Rollenbilder.

Neue Rollenbilder, die nicht mehr automatisch einkalkulieren, dass Frauen im Zweifel für alles verantwortlich sind. Neue Rollenbilder, die nicht mehr festlegen, dass Frauen, das schöne und sexy Geschlecht sind und von Frauen entsprechende Bemühungen verlangen. Neue Rollenbilder, die nicht mehr davon ausgehen, dass Frauen «alles haben können». Denn das hat leider noch nie gestimmt. Und es wird nie stimmen, wenn wir nicht endlich anfangen, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der Elternschaft und Pflege eine gemeinsame Verantwortung ist.

Denn darum geht es doch: An-erkennung von Leistung.

Liebt euch selbst, klar. Nehmt Schaumbäder, schreibt euch Ich-bin-toll-Mantren auf den Spiegel. Aber macht es nicht zu eurem Job, für eure Anerkennung zu sorgen. 

Und …

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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81
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81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ataraksia Eudaimonia 12.09.2018 15:16
    Highlight Da es recht langwierig ist äussere, bzw. politische, soziale Umstände zu ändern, setzte ich genau auf Veränderung meiner Einstellungen. Alles nach dem Gesetz der Resonanz.
    Sich selbst lieben,achten,wahrnehmen...hat wenig mit hype und Kitsch zu tun sondern mit sich Platz in der 'äusseren Welt' zu schaffen. Und das bedeutet dass ich be-,bzw.geachtet werde, in allen meinen Anliegen...weil ich sie anerkenne, hinter ihnen stehe. Es geht um Bewusstwerdung, meines Erachtens, um inneres Wachstum. Und der Weg ist bekanntlich, holprig, verwinkelt, oft an limits bringend...
    2 1 Melden
  • fluh 12.09.2018 08:21
    Highlight Kommt bitte alle nach vorne, ich mache euch ein sternchen ins reineheft...
    3 1 Melden
  • Lavabo 11.09.2018 20:52
    Highlight Die Selbstliebe ist in meinen Augen keine Gegenspielerin der Anerkennung.
    Sie bedeutet für mich, die eigenen Bedürfnisse wohlgesinnt und achtsam wahrnehmen zu können und sie zu äussern. Sich selbst und vielleicht auch anderen gegenüber. Ohne Streben, etwas erreichen zu müssen. Dies kann auch beinhalten in einer schwierigen Situation nicht einfach ein Fussbad zu nehmen und abzuschalten. Sondern für sich einzustehen und sich
    (so gut wie nur möglich) verurteilungsfrei, erwartungsfrei, achtsam und mit Mitgefühl zu begegnen.
    ...Und vielleicht lernt es sich dann auch mit anderen freier zu leben.
    9 0 Melden
  • lilie 11.09.2018 13:38
    Highlight "Schieb doch die Verantwortung für deine Probleme andern zu" - warum dieser Artikel alleinerziehenden Eltern auch nichts hilft.

    Da wärs wirklich gescheiter, ein schönes, langes Schaumbad zu nehmen und zu überlegen, wer einem helfen und wie man sich entlasten könnte.

    Und nur mal so am Rande: Seit Urzeiten ziehen Frauen Kinder gross, ohne dass sie eine Medaille dafür erwarten. Millionen von Menschen (Männer wie Frauen) leisten täglich Unmenschliches, um ihre Familien durchzubringen - trotz Hunger, Krieg, Not.

    Was wir brauchen, ist nicht mehr Selbstliebe, sondern weniger Selbstmitleid.
    93 11 Melden
    • bastardo 11.09.2018 16:20
      Highlight lilie for president!
      15 0 Melden
  • Nick_ 11.09.2018 13:16
    Highlight Was ich an solchen Artikeln immer wieder witzig finde: Es sind alles Frauen (zB Insta Models oder Autorin dieses Artikels) welches den Frauen sagen, was eben Frau tun/denken/fühlen/lassen sollen. Dabei reden sie dann gerne von "wir" Frauen und beanspruchen die alleinige Wahrheit für sich. Es gibt kein "wir" Frauen, wie es auch nicht "wir" Männer gibt. Schreibt von mir aus solche Artikel, wenn ihr gesellschaftlich was ändern wollt. Aber "herrgotswillen" tut nicht so als würdet ihr für ALLE Frauen sprechen, sondern sprecht für euch alleine.

    Merci, habe fertig.
    77 6 Melden
    • Magenta 12.09.2018 09:33
      Highlight Danke, Nick! Das ärgert mich als Frau auch, vor allem, wenn "wir" Frauen gefälligst mal wieder empört oder wegen irgendwas auf "Euch" Männer sauer sein sollen...
      6 0 Melden
  • Natuschka 11.09.2018 13:14
    Highlight Für mich gehts im Thema Selbstliebe eher darum, dass man sich selbst auch Schwächen eingestehen darf. Das heisst im fall von deiner Freundin ist mit dem Rat; nimm mal ein Schaumbad. Eher gemeint, sie soll sich mal eine Pause gönnen, sich Zeit für sich zu nehmen, denn ihre Zeit hat sie selbst genauso verdient wie alle anderen. Daher finde ich das gar nicht so ein schlechtes Thema. Aber ja natürlich, gehört da Anerkennung auch dazu. Und genauso gehört auch dazu, das man halt einfach nicht immer perfekt sein muss und dafür braucht man genug Selbstliebe, um dies zu verstehen,
    20 2 Melden
  • Lattenknaller 11.09.2018 13:06
    Highlight Solange die Frauen sich „alleinerziend“ fühlen reicht ein Schaumbad wohl kaum aus.
    Verantwortung abgeben und losslassen können wäre mehr angebracht.
    15 9 Melden
    • Garp 11.09.2018 13:32
      Highlight Tja, blöd wenn da niemand ist, an den man die Verantwortung abgeben kann.
      25 9 Melden
  • Schnueffelix 11.09.2018 12:28
    Highlight Was meiner meinung nach wirklich gebraucht wird, ist eine Gesellschaft die wieder lernt, was Fairness, Ethik und Empathie heisst. Unabhängig von Art, Rasse, Geschlecht oder ähnlichem. Eine Gesellschaft, die es nicht mehr tatenlos hinnimmt, dass Einzelne niedergetrampelt werden, sei es durch Amt, Arbeitgeber oder Einzelpersonen. Was wir brauchen, ist mehr Herz und weniger Bürokratie. Was wir brauchen sind Chancen, keine Scheindemokratie zugunsten von Interessen. Was wir brauchen ist solidarität unter uns allen. Das, was man einst menschlichkeit nannte. Ein "Wir", anstatt immer nur ich,ich,ich.
    62 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 13:38
      Highlight "eine Gesellschaft die wieder lernt, was Fairness, Ethik und Empathie heissen "

      Was heisst "wieder lernen"? Wann gab es diese Gesellschaft?
      15 4 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 13:48
      Highlight Na schön, dann streichen wir das wieder und arbeiten daran, so etwas zu ermöglichen.Deal? ;-)
      26 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 14:17
      Highlight Deal!
      13 1 Melden
    • sheshe 11.09.2018 15:33
      Highlight @Toerpe: San Francisco '69 :-)
      1 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 15:35
      Highlight @sheshe, das war dann aber eher eine Subkultur, oder?
      4 2 Melden
    • Lavabo 11.09.2018 20:58
      Highlight Einverstanden und abgemacht, Schnueffelix. Deal.
      0 0 Melden
  • Magenta 11.09.2018 12:24
    Highlight Tut mir leid, das sehe ich nicht so. Selbstliebe und zu wissen, was man leistet, was man will und wie man sich selber etwas Gutes tun kann, ist essenziell. Zu lernen, dass tiefe Zufriedenheit sich erst dann einstellt, wenn man eben nicht mehr auf Anerkennung von aussen wartet, war eine der wertvollsten Lektionen meines Lebens.
    39 3 Melden
    • SusiBlue 12.09.2018 13:37
      Highlight Und eine der wohl schwierigsten Lektionen...
      Klar gibt es Umstände, die man nicht ändern kann. Wenn man alleinerziehende Elter ist, ist es bestimmt eine grössere Herausforderung, als wenn man nur für sich selbst verantwortlich ist.
      Dennoch: ich vermute, dass Mann/Frau öfter als bewusst ein "Gefangener seiner selbst ist".
      Es braucht ne grosse Portion Mut, in den Spiegel zu blicken... was will/brauche ich und was will ich mir nicht mehr antun? Oder auf Annehmlichkeiten (zB guter Lohn) zu verzichten, weil die Arbeitsumstände scheisse sind. Viele bleiben lieber bei dem, das sie schon kennen.
      3 0 Melden
  • Commander Salamander 11.09.2018 12:08
    Highlight Mit der Message des Artikels bin ich einverstanden.. Möchte nur anmerken, dass sich die Autorin selbst widerspricht. Zuerst: "In anderen Worten: Wenn Frauen sich nicht anerkannt fühlen, müssen sie selber dafür sorgen.", und am Schluss: "Aber macht es nicht zu eurem Job, für eure Anerkennung zu sorgen." Was denn nun?:-)
    12 2 Melden
  • Uf em Berg 11.09.2018 11:55
    Highlight Ich fühle mich als Frau komplett degradiert durch diesen Artikel. "Bitte lobt und streichelt uns, denn sonst schaffen wir es nicht..." Madison Pierce bringt es auf den Punkt. Es geht um Selbstvertrauen und nicht Selbstliebe und auch das schöpft man aus sich selbst. Wenn ich mein ganzes Selbstbewusstsein aus dem Feedback der anderen ziehen muss, mache ich etwas falsch. Und liebe Frauenrechtlerinnen: Wenn wir doch gleich sind, wie Männer: Wieso können die das und wir nicht? Wieso sind Männer auf einmal für unser Selbstbild verantwortlich? Bitte etwas mehr Eigenverantwortung.
    37 3 Melden
    • Garp 11.09.2018 13:35
      Highlight Wir sind soziale Wesen, wir können nicht alles aus uns allein schöpfen. Ohne Andere werden wir gar nicht!
      14 4 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 14:01
      Highlight Sie, wie jede/r andere auch, verdienen Soziale Anerkennung als Mensch. Was hat das geschlecht damit zu tun?
      7 2 Melden
    • Uf em Berg 11.09.2018 14:17
      Highlight @Schnueffelix: Genau deiner Meinung. Im Artikel klingt es aber, als ob nur Frauen das benötigen und Männer das zu liefern haben.
      2 3 Melden
    • Uf em Berg 11.09.2018 14:18
      Highlight @Garp: Desahalb habe ich geschrieben "ganzes Selbstvertrauen". Klar braucht jeder mal Bestätigung und Zuspruch von aussen, aber NUR davon abhängig zu sein, ist selbstzerstörerisch.
      11 1 Melden
    • Garp 11.09.2018 14:31
      Highlight Ich hab die Artikelverfasserin nicht so verstanden, dass sie nur davon abhängig ist, bzw. ihre Freundin/Kollegin. Sie wünscht sich einfach mehr Anerkennung, für das was sie tut, was häufig Frauen überlassen wird. Das kann auch in Form von einem höheren Rentenanspruch sein, wenn man einen Angehörigen gepflegt hat und seine Arbeit dafür reduziert hat. Kommt die Gesellschaft immer noch billiger als Pflegeheime.
      13 0 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 15:37
      Highlight @Uf em Berg schon möglich. Warum meiner Meinung nach die Probleme bloss wiedergekaut anstatt gelöst werden? Weil die "Diskussion" allzuoft auf dem Niveau eines plärrenden Kindergärtners stattfindet, der tränenüberströmt auf den anderen zeigt und keifft:"aber der hat auch/angefangen/ etc.
      Sind wir echt nicht imstande, gemeinsam Lösungen zu finden? Wenn ich als Handwerker ein leckes Wasserrohr vor mir habe, drehe ich ja auch erst das Wasser ab bevor es mich überhaupt interessiert, wer das Rohr leckgeschlagen hat. Merkt man eigentlich nicht, dass man in solchen Grabenkämpfen nichts erreicht?Echt?
      10 1 Melden
    • Uf em Berg 11.09.2018 15:44
      Highlight @Schnueffelix: Genau. Problem lösen, nicht Schuldfrage stellen. In dem Artikel geht es aber nur darum "mir gehts es schlecht, wer ist schuld...". Und Vorab: Ja, die Ursache eines Problems muss zur Lösung angegangen werden. Ursache ist aber nicht immer dasselbe wie Schuld.
      1 0 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 15:55
      Highlight Tja nun, deswegen habe ich auf Kommentare geantwortet und den Artikel nach dem überfliegen weitgehend ignoriert. zudem kann man in Alles Irgendetwas hineininterpretieren, selbst in meine On/off beziehung zur Shift-Taste.
      1 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 11.09.2018 11:52
    Highlight Vielem stimme ich zu, auch wenn es ausgemacht scheint, dass Frauen ein viel härteres Los zu tragen hätten als Männer. Das glaube ich nämlich nicht. Es gibt auch sehr viele Männer, die extrem viel leisten inklusive Doppelbelastung, solche die überfordert sind, und sehr viele, welche wenig bis keine Anerkennung erhalten.

    Vor diesem Hintergrund wäre es vielleicht ganz fruchtbar, sich mal mit den Resilienz-Strategien der Männer auseinanderzusetzen. Ich kann nicht für alle Männer sprechen, bei mir wären es beispielsweise folgende Angewohnheiten:
    36 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 13:25
      Highlight - Verdrängen statt grübeln
      - Nichts aufschieben, unangenehmes zuerst
      - Keine Vergleiche mit Anderen
      - Kein Gewicht meiner Aussenwirkung
      - Aufrechterhalten meines engsten (Männer-)Freundeskreis
      - Sport
      - Ein Lächeln tragen - egal wie es mir geht
      8 2 Melden
    • Garp 11.09.2018 13:38
      Highlight Wenn alle diese Strategien anwenden, dann möcht ich in so einer Welt nicht leben. Da fehlt das Zwischenmenschliche ja fast komplett. Menschsein heisst auch schwach sein dürfen.
      4 2 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 13:59
      Highlight Hm. Mir ist das lachen ehrlich gesagt inzwischen gründlichst abhandengekommen. Und das nicht wegen Watson- Artikel. Probleme sind wie Parasiten, wenn man sie nicht beachtet, werden sie bloss in Anzahl, Grösse und Population zunehmen. Dumm nur dass wir von klein an konditioniert werden. Ich finds auch immer wieder witzig, wenn aus dem Blickwinkel Karriere argumentiert wird. Was schert einem eine Karriere, wenn ende Geld noch zuviel Monat ist? Oder gehen Sie mal als Temporärer arbeiten und versuchen sie dann,die Nichteinhaltung von OR oder Suva-richtlinien zu beanstanden.
      3 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 14:18
      Highlight Und wo genau fehlt das Zwischenmenschliche?
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 14:45
      Highlight "Probleme sind wie Parasiten, wenn man sie nicht beachtet, werden sie bloss in Anzahl, Grösse und Population zunehmen."

      Das halte ich für falsch. Probleme lassen sich auch kultivieren. Oft sind Dinge, welche man subjektiv als Problem wahrnimmt, kein wirkliches Problem. Erst dadurch, dass man im Aufmerksamkeit schenkt, kann es wachsen und zum Parasiten werden - und im extremfall pathologisch. Verdrängen ohne zu prokrastinieren ist eine existenzielle Fähigkeit.

      Wichtig wäre also in erster Linie echte von nur als solche wahrgenommenen Problemen zu unterscheiden.
      5 2 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 15:32
      Highlight Die Unterscheidung von Problem zu Scheinproblem ist ein anderer Schuh. Doch mit der erkenntnis allein hat man noch nichts gelöst. Aber darüber könnte man an dieser Stelle wohl länger philosophieren und dazu habe ich gerade keine lust.
      5 1 Melden
    • Garp 11.09.2018 17:47
      Highlight Warum unmenschlich? Verdrängen kann manchmal wichtig sein, zugegeben, aber find ich schädigend, wenn man sich das als Lebensmaxime zu eigen macht und führt nicht zu echter Resilienz. Grübeln ist sicher auch nicht zielführend. Wer zu viel verdrängt, verliert den Zugang zu sich selber.

      Lächeln mag ich, ja, wenn es echt ist.

      Nicht vergleichen ist in einer Vergleichsgesellschaft sehr schwer. Nicht vergleichen führt bei manchen dazu, sich um andere einen Dreck zu scheren. Viele ordnen das falsch ein. Ob Du das so meinst, keine Ahnung.



      1 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 11.09.2018 11:50
    Highlight Vielleicht sind im Umfeld auch alle überlastet. Wer selbst überlastet ist, kann nicht zusätzlich noch Hilfestellung für andere Überlastete leisten. In der heutigen Zeit ist - wie es scheint, mehr als früher - sich sowieso jede/r selbst der/die Nächste.
    Oft merkt man(frau) halt erst, dass man(frau) sich zu viel zumutet, wenn es zu spät ist und man(frau) nicht mehr aus der Sache raus kommt, ohne als Versager/in zu gelten.
    Männer klettern oft die Karriereleiter hoch, bis sie der Aufgabe nicht mehr gewachsen sind. Und Frauen: Laden die sich Aufgaben (Beruf/Privat) auf, bis sie nicht mehr können?
    35 1 Melden
  • hornety11 11.09.2018 11:41
    Highlight Das mit der An-Erkennung/Unterstützung stimmt.

    Jedoch wesentlich mehr braucht, aus eigenen Erfahrung/Herausforderungen, mit einer Mutter 💖
    als Vorbild gehabt zu haben, die es schaffte zu arbeiten,
    4 Kinder (alleine) grosszuziehen, top Haushalt und täglich frisch gekochtes Essen, eine Meisterleistung fertig zu bringen.

    Es ist die „tägliche“ mentale Einstellung = Dankbarkeit - Freude - Wille eine wertvollen Aufgabe erfüllen zu dürfen, die auch von einer höheren Ebene mitgetragen wird, die Kraft gibt das eigene Potenzial 💕ausleben✅zu können.
    2 2 Melden
  • Chamäleon 11.09.2018 11:39
    Highlight Ich finde es sehr schade, dass in den Zeitungen, Social Media, Tv.... immer so stark die Rollen der Frau/ des Mannes thematisiert werden... klar gibt es Unterschiede, aber grundsätzlich sind wir alle Menschen die in der Gemeinschaft einen Platz verdienen. Wir sollten uns gegenseitig mehr Hilfe anbieten, sollten mehr Anerkennung und Lob verschenken und auch sagen dürfen wenn wir unzufrieden sind mit unserer Situation, ohne gleich als überfordert abgestempelt zu werden...
    17 1 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 15:39
      Highlight Sehr treffend ausgedrückt.
      4 0 Melden
    • Chamäleon 11.09.2018 19:20
      Highlight @ schnueffelix. Danke😊
      1 0 Melden
  • Neunauge 11.09.2018 11:37
    Highlight Eine Gesellschaft entwickelt sich leider nicht, weil sie es sollte. Es braucht dafür Wiederstände. Neue Rollenbilder zu fordern ist nett, aber man muss auch bereit sein sie zu leben. Gerade darin liegen Wiederstände begraben, die überwunden werden müssen - innere wie äussere.

    Wer ultima ratio dann eben doch selber putzt oder die Kinder bekocht, weils sonst niemand macht, muss sich nicht wundern wenns an ihm hängen bleibt. Solange man den Notanker spielt, werden sich immer Leute finden, die einem gerne als solchen benutzen.

    Ist unschön. Niemand sollte sich einem solchen Menschen ausliefern.
    2 3 Melden
  • Ratchet 11.09.2018 11:28
    Highlight Frauen haben echt Probleme. Auf der einen Seite propagieren Feministen Emanzipation und Selbstständigkeit. Auf der anderen Seite kann man nicht mal selbst für die eigene Anerkennung kämpfen sondern schiebt wieder die Verantwortung den anderen ab.
    Sorry aber so funktioniert das nicht mit Gleichstellung. Weder Mann noch Frau haben das angeborene Recht auf Anerkennung und Unterstützung. Die muss man sich schon holen bzw. verdienen. Und ja, wer sie nicht bekommt, kann sich auch alleine selbst wertschätzen. (Btw: Geht auch ohne Instaposts)
    Warum seid ihr ständig so abhängig von den anderen?
    77 28 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 12:33
      Highlight Ahm, Ratchet, sie haben schon einmal was von Menschenrecht gehört? So ganz allgemein? Nur für den fall das nicht, hier nochmal der Link zum nachlesen, so von wegen kein Recht auf Anerkennung und Unterstützung.
      https://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/aemr/text/

      Ohne Sie hier persönlich angreifen zu wollen, finde ich diese Aussage schlichtweg traurig.
      4 14 Melden
    • Die blaue Ente 11.09.2018 13:58
      Highlight @Schnueffelix könntest du bitte erläutern, welchen Artikel denn du genau meinst? Ich habe beim besten Willen keinen Artikel gefunden, der das Recht auf Anerkennung zusichert.

      Einzig in Art. 6 kommt das Wort Anerkennung vor, aber nur in Zusammenhang mit Anerkennung als Rechtsperson, und das hat hiermit ja absolut nichts zu tun.
      3 1 Melden
    • Schnueffelix 11.09.2018 15:48
      Highlight @blaue Ente ich würd mal sagen, die Artikel 18, 19,22,27, und 28. Tangieren das durchaus. Auch wenn ich jetzt grad das Pferd etwas von hinten aufzäume, hat der Staat die Pflicht dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte umgesetzt werden. Es ist nirgends erwähnt, dass dies mittels juristischem Zwang geschehen muss. Was ist denn das gegenteil von Anerkennung? Ausgrenzung zum Beispiel. In welcher Form auch immer. Etwas abstrakt, das gebe ich zu, ich habe aber auch nie eine Juristische Ausbildung genossen. Und mit Anerkennung meine ich definitiv nicht Instafollower oder ähnliches.
      1 3 Melden
    • Garp 11.09.2018 17:58
      Highlight Sich gegenseitig unterstützen und anerkennen, ist vielleicht kein Menschenrecht, es ist aber zwingend notwendig um in Gemeinschaften gut zusammen zu leben. Das gilt auch für die Wirtschaft und alle Beteiche und nicht nur im Privaten.

      Es wird immer mehr in den Privatbereich geschoben, darum sind auch immer mehr Menschen überlastet.
      0 0 Melden
  • Commander Salamander 11.09.2018 11:25
    Highlight Mit der Message dieses Artikels bin ich einverstanden, möchte nur anmerken, dass sich die Autorin selbst widerspricht... Zuerst: "In anderen Worten: Wenn Frauen sich nicht anerkannt fühlen, müssen sie selber dafür sorgen.", und am Schluss: "Aber macht es nicht zu eurem Job, für eure Anerkennung zu sorgen." Soll sie nun, oder eben gerade nicht?:-)
    7 1 Melden
  • Amboss 11.09.2018 11:15
    Highlight Mal wieder ein Artikel, der dort aufhört, wo es beginnt, interessant zu werden. Dass "wir neue Rollenbilder brauchen" und "die Gesellschaft entwickeln" müssen, das liest man ja in jedem Artikel, welcher dieses Thema behandelt. Das ist schwammig, harmlos, unkonkret, langweilig.
    Interessant wird es doch AB diesem Punkt, wenn es um diese Fragen geht.
    - Was müssten die Männer tun?
    - Wo gäbe es politische Lösungen?
    - Wo hätten es die Frauen selbst in der Hand, was zu ändern?
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  • Chili5000 11.09.2018 10:44
    Highlight Wie wäre es mit einem Artikel der erklärt weshalb Sie die Hauptlast für das Kind übernimmt und nicht ihr Ex-Partner? Er müsste Sie wenigstens finanziell unterstützen damit Sie nicht 100% Arbeiten muss? Und ja, Kinder kriegen will halt gut überlegt sein...
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    • Pierre Beauregard 11.09.2018 12:39
      Highlight Schon witzig, dass im fast reichten Land der Welt Kinderkriegen "halt gut überlegt sein" muss...
      Finde das eher ein gesellschaftliches Armutszeugnis, egal wie die Ursachen liegen.
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    • Burdleferin 11.09.2018 13:36
      Highlight Kinder kriegen ist nicht nur eine Frage des Geldes...
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    • Chili5000 11.09.2018 14:18
      Highlight @Pierre Beauregard: Das Reichste Land ist es nur solange man ständing Arbeitet. Ansonsten ist es nur das teuerste Land der Welt. Schliesslich will ja niemand auf seinen Standard verzichten. Deshalb arbeiten sich Menschen in den Burn-Out. Sie könnte auch nur Teilzeit arbeiten und den Rest von der Sozialhilfe oder eben dem besagten Ex-Mann finanzieren lassen. Gegenfrage: Wie ergeht es den Frauen in armen Ländern nach einer Scheidung? Besser?
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    • Chili5000 11.09.2018 14:21
      Highlight @Burdleferin: Meiner Meinung nach sollte Ihre Aussage so klingen: Kinder kriegen ist auch eine Frage ob man auch auf vieles verzichten kann.
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  • Madison Pierce 11.09.2018 10:40
    Highlight Einverstanden. Wobei manche Frau vielleicht nicht Selbstliebe braucht, sondern Selbstvertrauen. Wenn man arbeitet und alleine ein Kind versorgt, müssen Wohnung, Frisur und Kleidung nicht aussehen, als ob man die Zeit einer kinderlosen Hausfrau hätte. Sehe manchmal im Bekanntenkreis, dass viele Frauen da viel zu hohe Massstäbe an sich selbst anlegen. Dann hat es halt mal Laub vor der Türe und Staub auf dem Regal, Hauptsache dem Kind geht es gut.

    Und ja, man müsste Männer mehr einbeziehen in die Betreuung. Die kommen aktuell mit "keine Lust" sehr gut weg.
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    • Snowy 11.09.2018 11:09
      Highlight "Männer kommen mit "keine Lust" sehr gut weg... "

      Kleine Anmerkung: "..und der Hälfte ihres Einkommens".

      http://www.tagesanzeiger.newsnetz.ch/sonntagszeitung/scheidungsopfer-mann/story/13793017

      "Obwohl fast jede zweite Ehe geschieden wird, sind sich die wenigsten bewusst, was bei einer Scheidung auf sie zukommt – insbesondere finanziell und bei mehr als einem Kind. Für Markus K. kam das böse Erwachen bei der Rechtsberatung. Die Hälfte seines Lohnes musste er seiner Ex-Freundin als Unterhalt abgeben, obwohl sie zu 40 Prozent berufstätig war. Ihm blieb das Existenzminimum."
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    • Madison Pierce 11.09.2018 11:31
      Highlight Das stimmt. Da ist die Rollenverteilung noch sehr traditionell: die Frau kann sagen "ich kümmere mich ums Kind, der Mann soll bezahlen". Als Mann hat man es schwierig, die Betreuung zu übernehmen und dafür weniger Unterhalt zu bezahlen.

      Oder eben umgekehrt auch: will eine Frau nicht die komplette Betreuung übernehmen, kommt der Mann mit "ich bezahle lieber" davon.
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    • sottosopra 11.09.2018 13:36
      Highlight @snowy

      zuerst war das "keine Lust" des Mannes, welcher sich früher recht schnell und problemlos aus der Verantwortung ziehen konnte . Dass alleinerziehende Frauen (und damit verbunden auch die Kinder) von Recht wegen geschützt werden geht völlig in Ordnung.

      Als Mann kannst du das Problem selber in die Hand nehmen und dich bereits vor einer Scheidung in die Betreuung und Erziehung deiner Kinder einbringen, statt zu heulen, dass die Strukturen (konservative Arbeitgeber und Richter) dich benachteiligen.
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    • Burdleferin 11.09.2018 13:37
      Highlight Mir kommen die Tränen 🙄
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    • Leckerbissen 11.09.2018 13:52
      Highlight Ich gehe mit deiner Aussage einig - bis auf den letzten Abschnitt. Ich kenne sehr viele Väter junge/ältere die nehmen die Vaterrolle sehr ernst. Geniessen die Zeit und machen auch das Zeugs welches nicht so spass macht. Finde deine Aussage sexistisch und verallgemeinernd.
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  • Doeme 11.09.2018 10:33
    Highlight So wie ich das sehe, wurden alle die Bilder von Frauen gepostet. Ich habe noch nie einen Mann zu einer Frau sagen hören: "Liebe dich selbst!"

    Bevor man also die Politik für alle Probleme der Frauen verantwortlich macht, sollten diese vielleicht zuerst mal aufhören, einen solchen Müll zu posten und sich dabei selber zu stigmatisieren...
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  • Mitsch 11.09.2018 10:32
    Highlight Ich hol dann mal die Popcorn und warte auf spannende Diskussionen.

    Klar ist die eigene Situation immer die schwierigste. Alle anderen furzen prinzipiell Gummibärchen, haben's viel besser und führen ein Leben wie in der Lieblingsserie.

    Vater von 2 Kids mit 150% Pensum, geschieden, hab trotzdem jede Woche 4 Tage die Kinder bei mir, schon ewig keinen freien Tag mehr gehabt. Von dem her akzeptiere ich - aus eigener Erfahrung - dass "Selbstliebe" sehr schwer sein kann. Wenn man sie sich nicht gönnt, schreibt man offensichtlich solche Artikel, die das Weltleid wiedermal "allen anderen" zuschieben.
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    • Hayek1902 11.09.2018 12:11
      Highlight Meine Lieblingsserie ist Game of Thrones und hätte ich nicht Depressionen mit einer existenzialistischen Krise, würde ich ein Leben ohne Dusche und hoher Letalität kaum vorziehen. ;) Aber interessant die Seite eines geschiedenen Mannes zu lesen.
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    • Pierre Beauregard 11.09.2018 12:43
      Highlight Ähm ja, geschieden, 150% Arbeitspensum pro Woche und noch 4 (ganze?) Tage pro Woche die Kinder....
      Da kommem bei mir ganz viel Fragen auf, zum Glück interessiert dies hier niemand.
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    • Mitsch 11.09.2018 12:45
      Highlight @Hayek1902

      So lange wir nicht realisieren dass "Lebenssituationen" generell nicht geschlechterabhängig sind, können wir die Diskussion gerne weiterhin als Mann-Frau Kiste abtun und uns damit einen Bärendienst erweisen.

      Aber danke für Deinen Beitrag - für mich ein tolles Beilspiel dafür, was passiert wenn man schlicht nicht zuhören und verstehen will.

      Sozusagen prototypisch für die hier geführte Diskussion.
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    • Mitsch 11.09.2018 13:08
      Highlight @Pierre Beauregard

      Mo-Mi: 13h im Büro
      Do-Fr: 11 Stunden HomeOffice
      Do-So die Kinder

      ~61h vs. 40h

      Ihre Fragen hätte ich auch gerne - geniessen sie's.
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    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 13:41
      Highlight Überpensen sind häufig ein Beleg für mangelhafte Organisation.
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    • Mitsch 11.09.2018 13:52
      Highlight @ToerpeZwerg

      Da haben sie recht - wir sind massiv unterbesetzt.

      Wäre ich 20, hätte keine Kinder und keine Verpflichtungen, würde ich sofort den Bettel hinwerfen und mir was schöneres suchen.

      Da ich Verpflichtungen habe, die ich nicht einfach so mal aussetzen kann ist kündigen leider nicht ganz so einfach.

      Aber danke für den Input - Phrasendreschen ist schon was geiles :-). Muss ein gescheites Buch gewesen sein!
      12 2 Melden
    • Hayek1902 11.09.2018 14:44
      Highlight @Mitsch: du hast nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Allgemein scheinst du immer vom negativsten auszugehen. Wahrscheinlich besser, dass du geschieden bist.
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    • Mitsch 11.09.2018 15:17
      Highlight @Hayek1902

      Wow, eine Psychoanalyse nach 4 Posts.

      Da braucht sogar Mike Shiva mehr Infos.
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    • Toerpe Zwerg 11.09.2018 15:23
      Highlight Eigene & leidvolle Erfahrung, kein Buch.
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    • Pierre Beauregard 11.09.2018 18:56
      Highlight @Mitsch
      Ich kann zwar nur für mich reden:
      Home Office UND Kinder, das klappt bei mir nicht. Entweder arbeite ich dabei lausig oder die Kinder haben nichts von mir.
      Aber ja ich kenne Ihre Arbeitsplatzsituation nicht und ich darf auch nicht werten.
      Aber gesund hört sich das irgendwie nicht an...
      7 0 Melden
    • Mitsch 12.09.2018 07:48
      Highlight @ Pierre Beauregard

      Zum Glück gibts Kindsgi und die Zeit nach 20.30h. Ansonsten wär ich komplett bei Ihnen. Arbeiten wenn die Kinder da sind ist schwer bis unmöglich.

      Bezüglich gesund pflichte ich Ihnen bei. Gesund ist definitiv anders. Wechseln ist - wenn man Alimente bezahlen muss - aber auch erst dann eine Option, wenn man eine unmittelbare Folgelösung hat.
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  • dini Mueter 11.09.2018 10:32
    Highlight Die ganzen SelbstliebeInstaGurus haben eines gemeinsam: ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis. Warum das so ist kann sich jeder selbst ausdenken. Selbstliebe ist super, auch für Männer, Kinder, alle! Muss man das jedem unter die Nase reiben? Nein danke.
    34 3 Melden
  • JayPi 11.09.2018 10:31
    Highlight Wie wäre es wenn man den Vater mit in die Erziehung bringt? Ich dachte es seien immer beide Eltern in der Pflicht?

    Oder wie wäre es, wenn man einfach kein Kind macht wenn nicht beide Partner 100% dabei sind? ¯\_(ツ)_/¯
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    • aglio e olio 11.09.2018 10:47
      Highlight "Oder wie wäre es, wenn man einfach kein Kind macht wenn nicht beide Partner 100% dabei sind?"

      Das mag beim zweiten Kind funktionieren. Beim ersten kann man dies nur hoffen/glauben. Denn Erfahrung hat man immer erst, nachdem man sie gebraucht hätte. ;)
      47 10 Melden
    • LeiderNicht 11.09.2018 10:49
      Highlight Ja klar.

      Was wenn der Vater die Erziehungsleistung/finanzielle Unterstützung nicht erbringen will/kann?

      Was wenn die Schwangerschaft nicht geplant war? Hat übrigens tatsächlich für Frauen meistens gravierendere Folgen als für Männer. Auch eine Abtreibung...

      Aber klar...ist die Schuld der Frau, wenn der Vater nicht will (und wir hier beschrieben sogar in eine andere Stadt zieht.).
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    • carmse 11.09.2018 11:18
      Highlight Ich finde, es fehlen zu viele fundamentale Infos, um hier über irgendwen zu urteilen.

      Du kennst die Distanz zwischen den beiden Wohnorten genauso wenig wie den Grund, weshalb der Vater weggezogen ist. Selbsterkärend, dass ein Kind im Kita-Alter nicht alleine reisen kann und berufstätige Eltern nicht immer die Zeit haben, von A nach B zu fahren.

      Und vielleicht waren sie sich beim Kinderwunsch damals einig, nur sind wir halt nicht in einem Nora Roberts Roman, wo jede Liebe ewig hält.

      Kleiner Lesetipp: https://www.watson.ch/blogs/yonnihof/455341941-kann-man-muss-man-nicht-unser-modal-problem
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    • häxxebäse 11.09.2018 13:25
      Highlight Mein ex war feuer und flamme, wollte unbedingt ein kind...ich weniger. aber als es da war fand er es nach ein paar jahren mühsam, wollte seine freiheit haben, weil es zu anstrengend sei. Also habe ich mich scheiden lassen... es ist nicht immer alles schwarz/weiss
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    • The Raina 14.09.2018 10:21
      Highlight Dir ist aber schon klar, dass die Realität etwas anders ausschaut....
      in diesem Fall ist der Vater in eine andere Stadt gezogen. klingt für mich nicht danach als würde die Person eine gleichberechtigte Erziehungsaufteilung anstreben (und ja sowas kommt auch vor, wenn ein kind schon da ist...). Ist so kaum ein Einzelfall. Alleinerziehend zu sein ist übrigens eine der grössten Armutsrisken in der Schweiz, nur so nebenbei...
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Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»

Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative …

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