Leben
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Woran glaubst du? 

Bild: unsplash

14 Leute haben sich Zeit genommen, über diese grosse Frage nachzudenken. Hier sind ihre Antworten.



«Von Sonn' und Welten weiss ich nichts zu sagen,
Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag,
Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Ein wenig besser würd' er leben,
Hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein.»

So spricht Mephistopheles zum Herrn in Goethes Faust. Er ist der Geist, der stets verneint. Daher rührt auch seine himmelschreiende Negativität. «Alles, was entsteht, ist werth, dass es zu Grunde geht», sagt er. 

Doch ist es wirklich so schlimm um uns bestellt? Was treibt die Menschen an? Und woran glauben sie?

14 lebensbejahendere Antworten. 

Alrik*, 32, Lehrer

bild: unsplash


«Ich glaube, dass wir alle als Menschen ein Bedürfnis nach Sinn und Bedeutung haben und uns dafür Geschichten zurechtlegen, die unser Leben mit Sinn und Wert füllen. Letzten Endes ist es mir egal, was für eine Geschichte ein Mensch für sich wählt, da alle die gleiche Gültigkeit haben.

Die Geschichte, die ich für mich gewählt habe, besagt, dass ich hier bin, um Gutes zu tun, und ich glaube daran, dass das Gute auch möglich ist. Das ist das, was mich zwischen all den nervigen Klassen, Korrekturen und Problemen in der Schule über Wasser hält: dass ich hier etwas mache, was wichtig und gut ist.»

Monika Wasik, 34, Kulturwissenschaftlerin 

bild: unsplash


«Ich glaube an die absolute Herrschaft der Gene. Wenn wir auf die Welt kommen, ist es bereits zu spät. Indem wir leben, vollziehen wir einfach den Willen unserer Gene.

Das ist Katholizismus 2.1!

Erziehung ist auch wichtig, dient aber vor allem der Unterhaltung. Eltern sind die Vasallen der Gene.»

Thomas Winter*, 32, Diplomat

bild: unsplash


«Woran ich glaube? Keine einfache Frage, wenn ich dem wirklich mal nachgehe. Nach zwei, drei Denkschlaufen und verworfenen, klischeemüffelnden Ausformulierungsversuchen führt sie unweigerlich zur Frage, welches ‹Glauben› wir denn meinen.

Oft beziehen sich Leute, die eine rasche Antwort auf diese Frage haben, ja mehr auf moralische oder ideologische Überzeugungen und Werte denn auf Grosses-G-Glauben im Sinn eines welterklärenden, kosmischen Gesamtreferenzsystems. Was dann in Plattitüden wie ‹Ich glaube an Altruismus / die unsichtbare Hand des Marktes / freie Liebe› und so weiter endet, für die ich geistig schlicht zu eitel bin.

Wenn wir also von Glauben mit grossem G reden, würde ich mich ziemlich klar im Orden der empathischen Agnostiker verorten. Ich wuchs in einer christlich-freikirchlichen Familie auf (‹uuuuuh›, klingt's aus dem Sektenblog), aber mein christlicher Glaube kühlte sich während meiner Jugend aus vielerlei Gründen intellektueller und sozialer Natur schrittweise ab.

Bis plötzlich nicht mehr viel übrig war, ausser Verständnis dafür, warum Glaube für andere Menschen wichtig sein kann. Und eine gewisse Empathie für Menschen der altgedienten Glaubensrichtungen, die oft einen schweren Stand haben in unserer modernen und proto-aufgeklärten Gesellschaft (deren atheistische Mittdreissiger in ihrer Selbstsuche dann doch jedem eso-spirituellen Trend und Guru nachrennen, aber das ist ein anderes Thema).

Genauso fremd wie das grelle oder fanatische Ende der Gläubigen-Skala sind mir aber bis heute auch fanatische Atheisten, die partout allen Glauben an übernatürliche Referenzsysteme ausmerzen wollen, sei es aus intellektuellem Überlegenheitsgefühl (Wissenschaftsüberhöhung?) oder zur Weltverbesserung.

Ob eine Welt ohne Religion und Glauben besser wäre, weiss ich nicht – es gab sie wohl schlicht noch nie seit Homo sapiens, und dieser Tage krankt die Welt oft mehr an ihren nichtreligiösen Ideologien. Aber eine religionsfreie Welt herbeizwingen zu wollen, macht die unsere wahrscheinlich auch nicht besser. Nicht glauben und glauben lassen ist darum mehr meine Devise.

Trotz meiner agnostischen Überzeugung bin ich aber ein sehr wertgetriebener Mensch – nix mit nihilistischer Postmoral, die wir uns ja nach Wegfall von Himmel, Hölle oder Wiedergeburt leisten könnten. Was mich zur Frage führt, ob ich nicht, insgeheim oder unbewusst, doch noch daran glaube, dass das Universum gewissen moralischen Prinzipien folgt. Karma, Nächstenliebe, Yin und Yang, solcherlei?

Die ehrliche Antwort: Nicht wirklich. Aber ich glaube, dass das Leben mit Empathie und Rücksichtnahme, mit Kooperation statt Konfrontation und mit Altruismus statt permanentem Futterneid letztlich besser, erfüllender und weniger ermüdend ist. Für diese Werte reicht mir unsere Welt ohne kosmische Hintergrundstory.»

Claude Cueni, 62, Schriftsteller

bild: unsplash


«Ich glaube, dass jeder Mensch im Leben eine Second Opinion braucht, sonst endet er in einer Gemeinschaftsblase. Ich glaube, dass wir bei Eintritt des Todes aufhören zu existieren und dass die Erben den Kühlschrank plündern, die Pinguin-Sammlung verhökern und das Zeitungsabo künden. Ich glaube, dass das meiste, was ein Mensch in seinem Leben geschrieben hat, eines Tages im Altpapier landet.

Zurück bleibt, was er für andere Menschen getan hat. Ich glaube, wir überleben mit unseren Genen und unseren guten Taten.»

Černý Petr*, 32, Metallbauingenieurin

Bild: unsplash


«Ich bin selber nicht religiös und glaube nicht an höhere Wesen. Aber ich glaube daran, dass der Glaube an sie – und an andere Sachen – trotzdem wirksam und dabei nicht unbedingt schlecht ist: Wenn man aus dem Gefühl heraus, es gebe etwas Höheres, etwas Gutes tut, dann macht es nichts, wenn es das Höhere im Endeffekt gar nicht gibt. Denn das, was man gemacht hat, hat ja trotzdem Bestand. Der Glaube hat die Kraft gegeben, es zu tun, nicht ein höheres Wesen – getan ist es aber trotzdem.

Dasselbe gilt auch für schlechte Taten, die gelegentlich ebenfalls im Namen höherer Mächte ausgeübt werden. Wie es also schon bei Spider-Man heisst: ‹Mit grosser Macht ist auch grosse Verantwortung verbunden›. Glauben gibt Kraft, also muss man vorsichtig damit umgehen. Und wenn man einen weiten Begriff von Religion annimmt, haben auch Mythen, Star Wars, Entenhausen, Ueli der Knecht, Ueli der Pächter und die Simpsons darin Platz – eben alles, was vielen Menschen ein gutes Gefühl gibt, obwohl es ehrlicherweise so ein bisschen erfunden ist.

Oft steht der Glaube der Realität um 180 Grad entgegen. Das ist natürlich etwas lächerlich, aber manchmal vielleicht auch gar nicht so schlecht. Schaut man auf die Welt, so sieht man Rücksichtslosigkeit und Missgunst im Kleinen, Verwüstung und Krieg im Grossen.

Nun kommt (um bei einem bekannten Beispiel zu bleiben) ein Typ in Sandalen an und sagt: ‹Ich habe das Gesetz der Welt durchschaut.› – Kennen wir schon: Tod und Zerstörung. – Er aber: ‹Falsch, es ist die Liebe.› – Äh, nein, ist es offensichtlich, wenn man so herumschaut, nicht.

Sollte man dann aber nicht manchmal wenigstens so tun? Tiere sind bedeutungslose Zellhaufen, die zu grosser Brutalität fähig sind. Man muss nur mal zuschauen, wie genüsslich eine Katze eine sterbende Maus über Stunden plagt. Wenn die Maus endlich tot ist, lässt sie sie liegen und chillt auf einem Baum. Die Katze hat kein Gewissen – und ist trotzdem noch nichts gegen den Menschen: Er ist ein bedeutungsloses Zellhaufen-Tier, das Maschinen bedienen kann, um andere zu töten (was Katzen zum Glück – noch? – nicht können), und dann statt zu chillen in die Stadt rennt, um Kleider aus Kinderarbeit zu kaufen.

Die Logik von vorhin – dass Taten aus einem Glaubens-Gefühl heraus trotzdem wirken, auch wenn es etwas Höheres eigentlich (oder vielleicht) gar nicht gibt – gilt trotzdem. Und man kann diese Logik nicht nur auf seine Taten, sondern auch auf sich selbst anwenden: Man kann beschliessen, dass es vielleicht sinnvoll war, mal ein bisschen darüber nachzudenken, wie scheisse der Mensch ist, aber dass es vielleicht auch einen Versuch wert wäre, zumindest so zu tun, als wäre man selber und die anderen (inklusive Tiere) kein bedeutungsloser Dreck.

Man hört dann ein schönes Musikstück, hilft ein paar Blinden über die Strasse und spendet an ein Hilfswerk. Man wählt Leute, die nicht nur die eigenen Interessen verteidigen, sondern auch einen Blick auf das Leben anderer Menschen haben, oder kandidiert sogar selber für etwas. Man ist nett zu anderen und versucht, manchmal etwas nachdenklich an Sachen heranzugehen.

Manche Leute gewöhnen sich aber leider etwas zu sehr an ihre eigene Freundlichkeit und haben unter Umständen das Gefühl, sie seien tatsächlich etwas Besseres als andere (auch wenn sie das NIE sagen würden). Dann muss man sie daran erinnern, dass sie eigentlich genau so sind wie alle anderen, z. B. indem man sie ein bisschen mobbt (Katzenstyle).

Aber man darf sich auf diesem kleinen Rachetriumph nicht zu lange ausruhen: Denn obschon es eine noble Tat ist, hochnäsige Leute zu piesacken, darf man vor lauter Piesack-Spass nicht vergessen, dass man auch selber mal wieder an etwas Gutes glauben könnte – oder zumindest so tun. Man sollte dann ein paar freundliche Sachen machen und darüber hinaus, in grösseren und schwierigeren Situationen, wie wenn jemand schwer krank ist, wirklich da sein, und auch generell Liebe geben.

Vielleicht vergisst man dann sogar ein bisschen, dass alles ja eigentlich ganz schlecht ist, und macht es zugleich vielleicht tatsächlich auch gleich etwas besser. Oder man wird hochnäsig. – Dann muss man gepiesackt werden.»

Elis, 5, im Chindsgi

Bild: REUTERS/Stoyan Nenov


«As Chrischdchindli denks! I weiss ganz genau, wie's usgseht: wiss, fascht durchsichtig mit goldige Flügel und glänzige Hoor. I has letscht Mol gad no usem Fenschter flüge gseh. Es wohnt im Schwarzwald gad näbem Samichlaus, und baschtlet zäme mit viel Engel Gschenk für d'Chinder.

I weiss nur nonig, wie die grosse Päckli durs kippte Fenschter passed. Aber das Johr verstecki mi und lueg zue ...»

Philomena*, 44, Ethnologin


«Nachdem ich mir zu diesem Thema nun ein Weilchen Gedanken gemacht habe, gibt es für mich drei Schlagworte. Das Gute, Macht und Magie.

Zuerst, und das ist für mich zentral, glaube ich an das Gute, das grundsätzlich allen Menschen innewohnt. Ich weiss, dass das bis zu einem gewissen Grad romantisiert ist, aber daran zu glauben, dass gerade auch Menschen, die ich aufgrund ihrer Handlungen komplett ablehne, eigentlich etwas Gutes in sich tragen, hilft mir eher, einen Umgang mit ihnen zu finden.

Würden wir alle nach diesem ‹Guten› leben, hätten wir mehr Verständnis für einander, nähmen uns selbst nicht so ernst und würden wohl nicht in einer solch kapitalistischen Welt leben.

Dieses ominöse Gute ist natürlich sehr einfach korrumpierbar. Verschiedenste Religionen, so meine ich zumindest, versuchen in ihrem Kern, die Menschen an dieses Gute heranzuführen. Viele Menschen meinen im Sinne der Religion nach diesem Guten zu streben – nur steht da oftmals ein gleichzeitig auftretendes Machstreben dazwischen. Ob dies nun die Deutungshoheit, das Streben nach mehr Einfluss oder die Gier nach mehr ganz allgemein ist.

Ich war ein religiöses Kind, hauptsächlich weil meine damalige beste Freundin in einer freien katholischen Gemeinde aufwuchs. Meine Eltern waren zwar gläubig, aber sehr offen in Umgang und Interpretation der christlichen Religion. Ich freute mich auf meine Erstkommunion, darauf, dass ‹Jesus nun zu mir kommt›, wie es die Katechetin ausgedrückt hatte. Die Enttäuschung war dementsprechend riesig, als ich nichts verspürte ausser dem pappig-süssen Oblatengeschmack auf meiner Zunge.

Mit neun Jahren begann ich mir also eine eigene Vorstellung von Gott oder Religion zusammenzuschustern. Heute würde ich mich als Agnostikerin, schwankend zwischen Verständnis und Verurteilung verschiedenster Religionen und Spiritualität, bezeichnen. Religionen waren von je her grandios darin, Unverständliches magisch zu machen. Das, was unser Vorstellungsvermögen übersteigt, kommt dann in Form von Dreifaltigkeit, Dämonen, Einhörnern oder Engeln daher.

Eigentlich mag ich dieses Magische. Das heisst, ich gehe gerne in eine Kirche in einer überfüllten Stadt und zünde eine Kerze an. Wenn eine mir liebe Person eine Operation oder eine Prüfung hat, sende ich nicht nur gute Gedanken, sondern auch etwas Kerzenschein. Denke ich wirklich, dass diese Kerze etwas bewegt?

Eigentlich nicht, aber genau dieser kleine Moment des Vertrauens in etwas Grösseres, etwas Magisches, das ich nicht verstehe, dass vielleicht doch etwas in die richtige Richtung gelenkt wird, daran halte ich halt doch gerne fest.»

Benjamin von Wyl, 28, Journalist

Bild: unsplash


«Woran ich glaube? Dass alles am Ende keinen Sinn macht, aber darin auch der Wert liegt. Dass Zufall, mündliche Überlieferungen auf dem Boden irgendeines Zelts, dazu eine Hors-d'oeuvre-Portion Pemmikan ganz viele Verflechtungen, Überfrachtungen und nicht mehr dekodierbare Einsichten, Erzählungen und Mythen in die Menschheit injizierten. Dass diese Erzählungen und die folgenden Überfrachtungen seit der Schrift, seit dem Buchdruck, seit den Stickers auf der Messenger-App Telegram exponentiell zugenommen haben.

Die Überfrachtungskurve geht steil nach oben, die Identitätswurzeln verästeln sich acht Milliarden Mal. Und genau deshalb liegt der Wert im Zusammenhalt. Wenn mir eine engagierte Christin über 70 erzählt, wie sie ihr Leben lang für globale Gerechtigkeit gekämpft hat – und ich mich ihr nah fühle, obwohl ich ihren Glauben höchstens mit ein paar Kindheitstraumata verbinde.

Wenn man sich oberhalb der Nebeldecke umarmt, auf der Spitze eines Jurahügels, und alles fern ist und dann das Smartphone vibriert: die ersten Resultate zur Selbstbestimmungs-Initiative. Haushoch abgelehnt.

Rechtsstaat und Menschenrechte, das sind Grundüberzeugungen, die man mit der Person, die man oberhalb der Nebeldecke umarmt, teilt. Aber ihr seid dann trotzdem noch oberhalb der Nebeldecke. Sehr weit weg, Rechtsstaat ist irgendwo da unten, unsichtbar. Ich glaube an Zusammenhalt – und halte ihn genau deshalb für wundersam, weil er über so viele Wurzelverzweigungen hinweg spürbar sein kann.»

Lukas Linder, 34, freier Dramatiker


«Was auch immer es ist, beim ersten Mal muss es schiefgehen. Daran glaube ich mit geradezu katholischem Eifer. Beim zweiten Mal jedoch ist Besserung möglich. Nicht unbedingt, es ist sogar ziemlich unwahrscheinlich, doch an Wahrscheinlichkeiten glaube ich nicht.

Ich glaube an die Schönheit der zweiten Chance. Und die schwermütige Poesie der dritten.»

Albert Fischer, 81, Autor


«Es war harte Arbeit, mich aus meiner katholischen Erziehung zu befreien. Heute sehe ich mich als Atheisten, behaupte aber immer, dass es einen grossen Unterschied zwischen einem katholischen und einem andern Atheisten gibt, denn viele der anderen wissen nicht, wie sehr eine Religion eine ‹Seele› beherrschen kann. Viele denken, das sei alles nicht soo schlimm. Ist es aber. Es gilt das Motto, gebt mir die Kinder, so werde ich die Welt beherrschen.

Gott ist für mich inzwischen zu einem Wort zusammengeschrumpft. Eine Erfindung mangels besseren Wissens für etwas, wofür ich keine Erklärung habe und nicht zu haben brauche. Denn kaum geboren, werde ich wieder zu Staub. Wir, wie alle anderen Lebewesen, sind einfach systeminhärente, sich fortdauernd verändernde Macharten und spielen in diesem uns bewussten Universum nicht wirklich eine Rolle. Irgendwann werden wir aussterben, wie einst die Saurier. 

Bis es so weit ist, leben wir wankelmütig zwischen den beiden Polen Instinkt und Verstand. Wir bilden Gemeinschaften zu unserem Schutz, zur geistigen oder materiellen Bereicherung oder auch nur spielerischen Unterhaltung, erfinden dauernd neue Gelegenheiten, die uns zusammenführen: Partnerschaften, Ehen, Vereine, Parteien, Staaten, Religionen, Kultur, Zweckverbände. 

Durch mit Verstand einvernehmlich geschaffene Regeln können wir uns vor den fatalen Konsequenzen gegenseitiger Feindschaft und anderen Widerwärtigkeiten wie Naturgewalten schützen. Doch Machtinstinkt und -anspruch führen immer wieder zu Fanatismus, Unduldsamkeit und Gewalt. Ihre Treiber tarnen ihr Tun ‹zum Wohl der Gesellschaft›, missbrauchen so Gutgläubige und im Extremfall ganze Völker, verwenden ihre Macht zur Disziplinierung und Unterdrückung ihrer Mitmenschen und zur Abwehr oder gar Vernichtung ihrer Gegner. 

Ich glaube, Friede und Fürsorge unter allen Menschen, auch gegenüber der Natur, sind unabdingbar, werden aber weltumspannend immer sehr fragile Traumwesen bleiben. Ignoranten, Heilsbringer, Scharlatane, Fanatiker und «Fake News» werden das ihre dazu beitragen.

Ungeachtet aller gewonnenen eher nüchtern oder gar skeptisch anmutenden Einsichten glaube ich an den Sinn des Lebens, ohne ihn dauernd suchen oder verstehen zu müssen, fühle und freue mich als lebender Teil einer grossartigen Welt, bin oft gar gerührt von ihrer Schönheit, im Kleinen wie im Grossen, staune immer wieder über die Kräfte von Menschen, die Grosses leisten und in der Vergangenheit geleistet haben, dies in allen erdenklichen Bereichen. Ich bin dankbar für jede freundliche Geste von Menschen, die mir gut wollen und versuche meinen Teil zurück-, aber vor allem weiterzugeben.»

Yonni Meyer, 36, Kolumnistin

bild: unsplash


«Ich glaube daran, dass die wenigsten Menschen Dinge aus rein bösem Willen tun, sondern weil sie ihnen aus ihrer momentanen Perspektive und basierend auf ihrer Lebensgeschichte richtig erscheinen.

Vielleicht macht mich das treudoof, aber ich habe die Menschen lieber einen Moment zu lange gern als einen zu kurz. Und für diejenigen, die tatsächlich absichtlich böswillig sind, habe ich meinen Glauben an – oder ehrlicher gesagt meine Hoffnung auf – Karma.»

Mila, 6, im Chindsgi 

bild: shutterstock


«I glaub as Bäbi, wo cha Pippi und Gaggi mache. Und an 26. Dezember, denn gömmer as Grab vom Grosspapi.

I weiss, dass es paar Lüüt ane grossi Explosion glaubed, und es paar, dass die erschte Menschä Adam und Eva gsi sind. I glaub a Adam und Eva, well das mit däre Explosion mmmmh ... » [deutet enorme Zweifel mit einer wackelnden Hand an und kneift die Augen zusammen.]

Francesco Papagni, 55, freier Journalist

bild: unsplash


«‹Shoppen und ficken› war der Titel eines Theaterstücks, das vor Jahren in Zürich Furore machte. ‹Und arbeiten›, könnte man spontan hinzusetzen. Viele Menschen empfinden heute eine Leere, ein Ungenügen an der Welt, so wie sie ist. Eine grosse Suchbewegung setzt ein, und die Angebote im Markt der Spiritualität sind deren viele: Wandern zu Kraftorten, Esoterik, fernöstliche Religionen und vieles mehr.

Ich bin Christ und bekenne mich zur traditionellen Religion Europas, zur Mehrheitsreligion, wobei ich fast versucht wäre, diesem Begriff das Adjektiv ‹ehemalig› hinzuzusetzen – vor allem in den Metropolen Westeuropas. Wieso hat das Christentum so wenig Anziehungskraft für die Mehrheit der Menschen? Meiner Ansicht nach ist es so, wie wenn wir einen verlorenen Gegenstand suchen. Manchmal liegt dieser vor unserer Nase, aber wir sehen ihn nicht, weil er zu nah ist. Das Christentum ist uns (noch) zu nah, vielleicht. Der Buddhismus ist interessanter, irgendwie auch weniger verpflichtend.

Und was sagt das Christentum? Philosophisch gesprochen: Die Transzendenz ist immanent geworden. Etwas Konkreter: Gott ist Mensch geworden in der Person Jesu Christi. Gott hat sich uns Menschen zugeneigt, weil Er uns liebt. Die Gebote des Christentums können auf eines kondensiert werden: ‹Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.›

Was einfach scheint, ist sehr schwierig – das wissen wir alle, unabhängig von unserem Glauben. Und was soll so attraktiv daran sein? Um es in einem Wort zu sagen: die umstürzende Logik. Das Gesetz der Welt ist das Gesetz der Macht. Der Stärkere entscheidet, beutet die Schwächeren aus oder schlimmer. Das Christentum stellt dieses Gesetz auf den Kopf: Gerechtigkeit und Friede sollen herrschen. Das Reich Gottes, das Jesus Christus predigte, ist im Kern dieses: Friede und Gerechtigkeit, nicht (nur) das Jenseits, womit es heute auch viele Christinnen und Christen verbinden.

Der Mensch ist auf Transzendenz hin geordnet, sonst wäre Religion – wie übrigens auch Musik – kein Proprium (Eigentümlichkeit) des Menschen.

Ist die Geschichte des Christentums nicht das stärkste Argument gegen dieses? Die Geschichte des Christentums ist phasenweise schrecklich. Das Christentum ist Torquemada, aber eben auch der heilige Franziskus. Beginnen wir doch mal, die überzeugende Seite zur Kenntnis zu nehmen.»

Agota Dimen, 33, Comedian



«Ich glaube daran, dass alles ein WARUM hat. Dass die Salami teuer ist, hat sie sich schliesslich verdient.»



* Namen der Redaktion bekannt

Und nun? Katzen im Weihnachtsbaum!

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53
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fumia Canero 26.12.2018 20:31
    Highlight Highlight Ich glaube an Roger Ebert
  • Spooky 26.12.2018 11:00
    Highlight Highlight Frau Wasik schreibt: «Ich glaube an die absolute Herrschaft der Gene. Wenn wir auf die Welt kommen, ist es bereits zu spät. Indem wir leben, vollziehen wir einfach den Willen unserer Gene."

    Dann ist aber auch der Glaube von Frau Wasik an die absolute Herrschaft der Gene nur ein Vollzug des Willens ihrer Gene. 🤔

    Ich glaube, dem sagt man Zirkelschluss 👻

  • Glücksbringer 26.12.2018 02:29
    Highlight Highlight Ich glaube an watson.ch. 😉
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 25.12.2018 19:04
    Highlight Highlight Ich glaube daran, dass wir einander brauchen. Ich glaube daran, den Leuten zu helfen, insofern ich helfen kann.
    Ich verachte Menschen, für die Menschen anderer Herkunft minderwertig sind.
    Ich glaube daran, dass wir Menschen Teil von etwas grösserem sind, und viel zu dumm um das zu verstehen.
    Ich glaube daran, wenn wir unsere Faulheit, unsere Gier, unsere Engstirnigkeit und unseren Hass ablegen würden, wir alle glücklich und zufrieden Leben könnten.
    Und ich glaube vieles mehr.
    Und nun schmäht mich als Gutmenschen oder SJW.
  • AmongThieves 25.12.2018 16:57
    Highlight Highlight Glauben heisst nicht wissen. Wenn man etwas weiss und das zu 100%(was in der Wissenschaft praktisch nie der Fall ist) dann glaubt man nicht mehr daran sondern dan weiss man es. Sollte sich Gott irgendwann man zeigen, so werden dann hoffentlich alle nicht mehr glauben sondern wissen. Und in der Wissenschaft ist es ähnlich. Nur wird dort nicht von Glauben geredet sondern von Theorien, Axiomen ect. aber im Prinzip wissen sie auch nicht mehr als die Analphabeten die alles den Priestern/Imamen nachplappern...
  • Silent_Revolution 25.12.2018 16:29
    Highlight Highlight Ich glaube, die Menschheit wird in ihrer Gesamtheit völlig überbewertet.

    Darunter fallen natürlich auch unsere Ansichten. Seien es Erklärungen für unsere Existenz als auch unser Verständnis von gut und böse welches für fast alle in dem Artikel klar definiert scheint.

    Mit solch "lebensbejahenden Antworten" kann ich grundsätzlich wenig anfangen. Mit erzwungen positiven Lebensansichten geht immer auch ein Stück Realitätsverweigerung einher.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 25.12.2018 23:28
      Highlight Highlight Ob ein wenig Realitätsverweigerung gut oder schlecht ist, scheint für dich ebenfalls ein klar definiertes Verständnis zu sein...

      Und wer sagt denn, das diese positiven Lebensansichten erzwungen sind? Vielleicht tut es jemandem einfach gut, positiv durchs Leben zu gehen, dann darf er das meiner Meinung nach gerne machen.
    • Silent_Revolution 25.12.2018 23:50
      Highlight Highlight Nur weil ich mit etwas wenig anfangen kann, werte ich nicht. Ich kann mit Eiskunstlauf nichts anfangen, habe aber kein Problem damit, wenn andere es tun.

      Erzwungen deshalb, weil Positivität nicht ohne Negativität existiert. Wer die Negativität schleichend aus seinem Leben verbannen will, verweigert sich der Realität.

      Auch aus meiner Sicht, darf jeder denken und handeln wie er will, solange keine Dritten eingeschränkt werden.

      Wenn jemandem diese durchgehende Positivität hilft, ist das schön. Ich werde mich nie mit dieser Person befreunden, aber es muss sich ja auch nicht jeder verstehen.
  • Alteresel 25.12.2018 16:07
    Highlight Highlight Genau Herr Fischer, wer mal eine bigotte katholische Erziehung durchlaufen hat, verliert früher oder später jeden Glauben. Jeden! Und ja, ohne diese Erziehung weiss man wirklich nicht, wie lange und wie schmerzhaft dieser Prozess ist. Heute, mit bald 70, glaube ich wie der Comedian nur boch an die Salami.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 25.12.2018 19:06
      Highlight Highlight Hatte ich. Nun folge ich dem Weg des Schamanismus.
      Bin ganz zufrieden mit diesem Weg.
  • Hades69 25.12.2018 15:19
    Highlight Highlight Im Zustand völliger Bewusstheit gibt es keinen Glauben mehr.
    • kebabverkaufer 25.12.2018 17:25
      Highlight Highlight hat und wird höchstwahrscheinlich nie jemand erlangen. darum träum weiter.
    • Hades69 26.12.2018 12:32
      Highlight Highlight Durch träumen nicht erreichbar. Sondern Meditation.
  • Ohniznachtisbett 25.12.2018 15:13
    Highlight Highlight Wow. Der Text von Herrn Winter, hätte ich wohl selbst niemals hingekriegt, habe aber selten etwas gelesen, mit dem ich mich so sehr identifizieren kann. Was ich dem noch hinzufügen möchte: Der Kern ist die Empathie. Diese muss man sich aber wie ein grosser Bizeps (sofern man ihn denn will), nicht nur antrainieren, sondern durch stetes Training erhalten. Es ist viel bequemer zu glauben ich sei unglaublich empathisch, als es zu sein und vorallem zu bleiben. Ich ertappe mich dabei immer wieder selbst.
  • The Count 25.12.2018 14:06
    Highlight Highlight Ich glaube an ein Leben vor dem Tod und an mich selber, das reicht für ein glückliches Leben.
  • Ratboy 25.12.2018 14:00
    Highlight Highlight Ich glaube an Mich! Und, dass man mit Willen alles erreichen kann.

    Die Erde würde ganz gut in eine Folge von Raumschiff Enterprise passen:

    Eine Gruppe betet zu einem mehrarmigen Elefanten.

    Eine Gruppe kniet 5x am Tag unterwürfig nieder und "versteckt" die Frauen.

    Eine Gruppe glaubt, dass die Welt in 7 Tagen erschaffen wurde.

    usw.




    • Fabio74 25.12.2018 14:32
      Highlight Highlight dein Kommentar fängt gut an und endet dann in Vorurteilen
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 25.12.2018 19:07
      Highlight Highlight Eher mit den Klischees der Religionen.
  • Billy the Kid 25.12.2018 13:25
    Highlight Highlight Interessant ist doch die Antwort der Kinder:

    Sie "glauben" an das was sie an Geschichten über den Weihnachtsmann, das Baby oder den Anfang der Welt so mitbekommen haben.

    Bei den Erwachsenen kommt die Entzauberung der Welt dazu. Auf diese Ernüchterung reagieren viele mit der Flucht nach vorne - die Zukunft, die Geschwindigkeit, der Fortschritt, die Akkumulation von Ich-Kapital wird schon die Antworten liefern. Im Endeffekt ist das praktizierter Nihilismus.

  • DerewigeSchweizer 25.12.2018 12:51
    Highlight Highlight "Mila, 6, im Chindsgi"

    Ihr hat jemand eine dieser Grundfragen der Philosophie beigebracht:

    War da am Anfang eine Art bewusste Logik, die sich bis heute als "die Gute (und die Falsche...) Ordnung der Dinge" ableiten lässt ? Das behaupten alle Weltreligionen und Sekten.

    Oder war da zu Anbeginn KEINE bewusste Logik oder Handlung, sondern Chaos, und dass jede "Idee einer Ordnung, oder ihr scheinbare Realisierung" immer nur der Versuch dessen ist ?

    Fakt ist, dass das Menschlein spirituell ist; fast jeder, irgendwann, irgendwie, irgendwo; gehört dazu.
    Mila, 6, im Chindsgi macht vor wie's geht.
  • Rodolfo 25.12.2018 12:41
    Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich, liebe Anna Rothenfluh, an was glaubst DU?
    • Jol Bear 25.12.2018 16:21
      Highlight Highlight Ich glaube, ohne es zu wissen, sie orientiert sich an Sokrates' Aussage "ich weiss, dass ich nicht weiss." Im Sinn von: "dass ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen."
  • Klaus07 25.12.2018 12:40
    Highlight Highlight Der Artikel zeigt sehr schön auf, wie individuell Glaube ist. Wie der Fingerabdruck einzigartig ist, ist auch Glaube einzigartig. Es gibt keinen absoluten und allumfassenden Glauben. Leider gibt es immer Menschen die dem Irrglauben auferliegen, dass Menschen gleichgeschaltet werden müssen, dabei geht es nur um Macht und um Manipulation.

    Ich persönlich glaube, dass der Mensch nur eine Laune der Natur ist. So wie wir entstanden sind, werden wir wieder verschwinden. Wir sind keine göttliche oder gottgleiche Kreatur.

    Glaubt was ihr wollt, lässt aber andere damit in Ruhe und geniesst das Leben.
    • The Count 25.12.2018 14:07
      Highlight Highlight Ich finde deinen Ansatz super.
  • Rodolfo 25.12.2018 12:39
    Highlight Highlight "Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere" hat Arthur Schopenhauer geschrieben. Das hat was! Ich persönlich glaube an die Natur, an die Tiere, aber auch an die Pflanzen - es sind alles Lebewesen die vom selbstherrlichen, ignoranten Menschen "verfolgt" werden. Denn wir sind nicht mehr weit weg vom grossen, endgültigen Kollaps!
    • Brömbröm 25.12.2018 14:15
      Highlight Highlight Da kannst du auch an den Menschen glauben - denn wir sind auch Tiere!
  • 7immi 25.12.2018 12:33
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Wäre jetzt noch spannend gewesen, etwas andere Weltanschauungen nicht studierter Personen zu lesen. Ob und inwiefern sich diese unterscheiden.
    • Garp 25.12.2018 14:59
      Highlight Highlight Hier kann sich ja jeder nicht Studierte äussern und erzählen woran er glaubt. Mach den Anfang.
    • 7immi 25.12.2018 15:18
      Highlight Highlight @garp
      Bin selber ein Studierter. Finde es einfach etwas schade dass man bei 14 Leuten 10 Personen aus verwandten Berufen fragt, nur eine Person mit naturwissenschaftlichem / Technischen Hintergrund und die Nicht studierten komplett fehlen. Eine Vielfalt würde den Artikel sicherlich bereichern.
    • Garp 25.12.2018 15:31
      Highlight Highlight Das soll Dich nicht hindern, uns zu erzählen woran Du glaubst. Warum immer nur kritisieren? Du nimmst an, nicht Studierte glauben etwas anderes? Hast Du selber zu wenig Kontakt zu nicht Studierten? Führst Du keine tieferen Gespräche? Ich hab keine Ahnung. Ich hab den Artikel so verstanden, dass man selber angeregt werden soll, sich zu fragen woran man glaubt.

      Frohe Weihnachten 🙂
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  • no-Name 25.12.2018 12:32
    Highlight Highlight Soooooo gerne würde ich mich mit Thomas Winter und Hugo Stamm an einen Tisch setzen. Irgendwo im Nirgendwo mit 2-3 Flaschen Wein oder Wasser, wo man 8-10 Stunden nicht wegkommt.... (Die ersten Stunden wären wohl Anstrengend und würden bei allen dreien zu zu sequentiell roten Köpfen führen. Vielleicht.)

    Es wäre sicher bereichernd!
  • rundumeli 25.12.2018 12:22
    Highlight Highlight feiner artikel, anna !
    als antithese dazu könnt mich ein gespräch von dir mit menschen reizen, die hundertausend franken für eine tiefe autonummer bezahlen ... ja, diese weltsicht würd mich ernstlich interessieren.
  • JTG 25.12.2018 12:14
    Highlight Highlight Ich glaub ich nehm noch ein Bier ;)
  • Knäckebrot 25.12.2018 11:42
    Highlight Highlight Wie siehst dus, Anna?
    • Anna Rothenfluh 25.12.2018 13:08
      Highlight Highlight Ich habe doch extra andere Leute gefragt, damit ich diese schwierige Frage nicht beantworten muss. 😉
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 25.12.2018 19:10
      Highlight Highlight @Anna ganz geschickt ausgewichen. 😏
    • ReziprokparasitischerSymbiont 25.12.2018 22:54
      Highlight Highlight Dann nennen wir die Gretchenfrage nun neu Annafrage.
  • Antigone 25.12.2018 11:38
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel! <3

  • salamandre 25.12.2018 11:36
    Highlight Highlight Es ist letztlich egal was wir glauben, solange wir tolerant sind mit dem Glauben der Andern.
    • Flötist 25.12.2018 11:48
      Highlight Highlight Klingt gut, aber wenn doch was der richtige Glaube ist, dann liegst du komplett falsch. “Ahhh er es gibt so viele Glaubensrichtungen”. Ja, aber das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass das so ist. Viele Menschen sind zu faul um sich damit auseinanderzusetzen und kanzeln es einfach ab. Bestenfalls kannst du dein Statement mit “Ich glaube es ist letztlich egal...”. Dann machst du einfach ein weiteres Glaubensbekenntniss und wir können Tolerant miteinander sein. Das sollten wir wirklich mehr sein.
    • Froggr 25.12.2018 15:17
      Highlight Highlight Wer blitzt das?😅
    • Knäckebrot 26.12.2018 08:31
      Highlight Highlight Ich denke auch, dass wir in unserer Gesellschaft von klein auf lernen, dass letztendlich das wahr ist, was für uns stimmt. Und aufgrund der vielen Wahrheitsansprüche und dann noch derer, welche es mit Militanz verfechten, sehen wir bestätigt, dass nichts wahr ist. Oder zumindest nicht herauszufinden ist. Allerdings stützt dies auf überhaupt nichts und hat sich zu einem säkularen Volksglauben entwickelt, der teils schon dogmatisch verfochten wird.

      Egal finden, was geglaubt wird, egal obs stimmt oder nicht, bedeutet Gleichgültigkeit gegenüber den anderen und dem was letztendlich wahr ist.
  • Schso 25.12.2018 11:31
    Highlight Highlight Ein paar interessante Gedankengänge dabei. Danke.
  • weachauimmo 25.12.2018 11:25
    Highlight Highlight Thomas Winter - 👍🏽👍🏽👍🏽

    «(...) Trotz meiner agnostischen Überzeugung bin ich aber ein sehr wertgetriebener Mensch (...) ob ich nicht, insgeheim oder unbewusst, doch noch daran glaube, dass das Universum gewissen moralischen Prinzipien folgt (...)

    Die ehrliche Antwort: Nicht wirklich. Aber ich glaube, dass das Leben mit Empathie und Rücksichtnahme, mit Kooperation statt Konfrontation und mit Altruismus statt permanentem Futterneid letztlich besser, erfüllender und weniger ermüdend ist. Für diese Werte reicht mir unsere Welt ohne kosmische Hintergrundstory.»
  • c-bra 25.12.2018 11:06
    Highlight Highlight c-bra, 29, watson user

    Karma, ich glaube an Karma. Tu Gutes und dir wird Gutes wiederfahren. Behandle jemanden, oder etwas schlecht und du kriegst irgendwann die Quittung!

    Klappt ganz gut

    Frohe Weihnachten, habt euch lieb
    • glass9876 25.12.2018 12:20
      Highlight Highlight Schön wärs, wenn die Welt so kausal wäre. Leider sind auch gute Menschen nicht vor Schlechtem gefeit und andere können viel Schlechtes tun und werden trotzdem nicht abgestraft.

      Allerdings ist es sinnvoll, trotzdem nach diesem Leitspruch zu leben.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 25.12.2018 11:01
    Highlight Highlight Ich glaube an Jediismus und fühle mich als Sithlord.
    • Blitzableiter 25.12.2018 13:14
      Highlight Highlight Den Pfad der Dunklen Wurst, du gewählt hast! Etwas Senf du gebrauchen könntest.
    • Zeit_Genosse 25.12.2018 13:52
      Highlight Highlight Glauben ist eine menschliche Konstruktion, damit wir nicht verrückt werden und uns irgendwo verorten und einordnen können, letztlich zu Hause sind. Damit erlangen wir Kraft um richtungssicher nach vorne zu leben und irgendwann mal nach der Weitergabe von Genen und gemeinsam erlebten Erfahrungen einen friedlichen Abschluss zu finden.
    • Zeit_Genosse 25.12.2018 15:24
      Highlight Highlight Sorry Olmabrotwurst
      Hätte ein eigener Kommentar sein sollen der nicht zu deinem im Zusammenhang steht. Happy x-mas.
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