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Melanie Vogt kämpft mit einer chronischen Krankheit.  bild: zvg

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

«Ich sass auf dem Klo und dachte, ich müsste sterben.» So beschreibt Melanie die Schmerzen, die sie immer wieder plagen. Die 27-jährige Pflegefachfrau leidet an Endometriose. Ein Porträt. 

03.06.18, 13:21 08.06.18, 12:13


Melanie bezeichnet Endometriose als «fiese Krankheit». Fies, weil sie sich bei jedem anders äussert und schwer fassbar ist. «Endometriose ist wie ein Chamäleon. Sie verändert sich und Symptome und Schmerzen sind bei jedem wieder anders», so die 27-jährige Pflegefachfrau. Sie wirkt stark und bestimmt und gleichzeitig sehr zerbrechlich.

Endometriose ist eine chronische Krankheit, bei der die Gebärmutterschleimhaut wuchert und sich an anderen Stellen im Körper festsetzt. Das kann vor allem während der Menstruation zu grossen Schmerzen führen. Endometriose ist die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung und jede zehnte Frau ist davon betroffen. Doch viele wissen es nicht. 

Endometriose

Der Name der gutartigen chronischen Krankheit leitet sich von der medizinischen Bezeichnung für die Gebärmutterschleimhaut «Endometrium» ab. Wer Endometriose hat, dessen Gebärmutterschleimhaut kommt nicht nur im Innern der Gebärmutter vor, sondern wächst auch an anderen Orten, wie zum Beispiel am Bauchfell im Becken, an den Eierstöcken oder an der Blase. Diese Ansammlung wird Endometriosenherde genannt. Während der Menstruation löst sich die Gebärmutterschleimhaut ab. Weil sich aber die an anderen Orten gebildeten Endometriosenherde nicht ablösen können und sich Blut und Schleimhaut staut, kann es zu grossen Schmerzen und Komplikationen kommen. 

Angefangen hat Melanies Leidensgeschichte vor knapp vier Jahren. Sie hatte vor der Menstruation Durchfall und währenddessen starke Verstopfungen. Irgendwann hatte sie weder Lust noch Antrieb um zu essen und zu trinken. Ihr Bauch war ständig enorm geschwollen. Es dauerte, bis sie sich eingestand, dass irgendetwas nicht stimmte. Ihre Eltern drängten sie, sich bei einem Arzt Rat zu holen.

«Im Spital wurde meine vage Vermutung bestätigt», so Melanie – Diagnose Endometriose. Melanie wurde operiert und ihre Endometriosenherde (siehe Infobox) entfernt. Doch die Linderung war nur von kurzer Dauer. «Nach sechs Wochen haben die Schmerzen erneut eingesetzt», erzählt Melanie. Wieder fand sie sich auf dem Operationstisch. In den letzten vier Jahren unterzog sich die Pflegefachfrau insgesamt drei Operationen.

Die Symptome von Endometriose sind unterschiedlich. Dazu gehören chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen zur Zeit des Eisprungs, während des Geschlechtsverkehrs oder beim Stuhlgang. bild: shutterstock

Schmerzfrei ist sie bis heute nicht. Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen und Verstopfungen plagen Melanie immer wieder. «Das schlägt irgendwann auch auf die Psyche.» Ihren Alltag versucht sie so gut wie möglich zu meistern. «Meine Arbeit hilft, da bin ich konzentriert und abgelenkt.» Aber manchmal fällt sie in alte Muster, lässt sich von ihrer Krankheit beherrschen. «An einigen Tagen ist es verdammt schwierig mitzuhalten.» Doch aufgegeben hat die 27-Jährige noch nie. Sie kämpft weiter.

Angetrieben wird sie manchmal auch von Wut und Frustration. Wut darüber, dass Endometriose bis heute kaum erforscht ist – Ursache unbekannt. Frustration, weil viele ihr Leiden nicht ernst nehmen. «Vor allem männliche Ärzte haben diese Probleme nicht, können die Schmerzen nicht nachvollziehen und kanzeln die Beschwerden als ‹normale Menskrämpfe› ab», sagt Melanie und fügt hinzu: «Endometriose ist wie Krebs – nur gutartig, also nicht lebensbedrohlich. Wobei das ‹gutartig› manchmal wie ein Hohn klingt.»

«Ärzte und Frauen sollen diese Krankheit endlich ernst nehmen.»

Melanie Vogt

Melanie hat wegen ihrer Krankheit viel verloren. Ihre langjährige Beziehung ging in die Brüche. Einige Freunde brachen den Kontakt ab. «Vielleicht habe ich zu viel darüber gesprochen. Aber es ist mir wichtig, dass die Leute, vor allem Frauen, darüber Bescheid wissen.»

Was der 27-Jährigen in schwierigen Zeiten hilft, ist der Kontakt mit Leidensgenossinnen. Auf ihrer Homepage informiert sie über alle Facetten der Endometriose. In einer von ihr gegründeten Facebookgruppe tauscht sie sich mit anderen Frauen aus. «Es gibt mir viel, wenn ich den Leidensweg von anderen vielleicht etwas verkürzen kann», sagt Melanie. Statistiken zufolge dauert es bei Frauen unter 19 Jahren durchschnittlich zwölf Jahre bis sie eine eindeutige Diagnose erhalten. Viel zu lange, findet die Pflegefachfrau.

«Arbeiten ist eine gute Ablenkung», sagt die 27-Jährige Pflegefachfrau.  bild: zvg

Sie setzt sich dafür ein, dass Endometriose und die damit verbundenen Leiden richtig wahrgenommen werden. «Ärzte und Frauen sollen diese Krankheit endlich ernst nehmen», sagt Melanie bestimmt.

Die junge Frau will in Zukunft eine Familie gründen. Doch auch da können Komplikationen auftreten. Denn oftmals greifen die Endometriosenherde auch die Eileiter und Eierstöcke an, was eine erfolgreiche Befruchtung verhindert.

«Endometriose ist wie Krebs – nur gutartig, also nicht lebensbedrohlich. Wobei das ‹gutartig› manchmal wie ein Hohn klingt.»

Melanie Vogt

«Ich habe einen Weg gefunden, zu akzeptieren, dass ich nie wieder schmerzfrei sein werde. Mein Körper hat sich daran gewöhnt. Ob ich jemals schwanger werden kann, weiss ich nicht.»

Aber Melanie macht weiter. Und wünscht sich vor allem eines: «Es wäre schön, wenn sich auch die Forschung endlich für die Endometriose interessieren würde und deren Ursprung ergründet.» Damit könne, so Melanie, eine Generation junger Frauen vor unsäglichem Schmerz bewahrt werden.

5-Jährige Jessica hört zum ersten Mal in ihrem Leben

Video: srf

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Shura 04.06.2018 04:51
    Highlight Seit meiner Diagnose der Endetriose- die übrigens in den meisten Fällen nur durch eine Bauchspiegelung (minimalinvasiv) möglich ist, unterdrücke ich mit Hormonen meinen Zyklus. So breiter sich die Endometriose nicht ganz so schnell wieder aus. Dennoch habe ich immer wieder zyklusunabhängig sehr starke Schmerzen, die auch mein Sozialleben stark beeinträchtigen. 3 OPs bisher, nach der Schwangerschaft aber sind die Beschwerden bis jetzt ganz weg- oder aber eine Gebärmutterentfernung/ Wechseljahre sollten das Leid ebenfalls beenden. Keine schöne Aussichten.
    14 0 Melden
  • mimiduu 03.06.2018 23:27
    Highlight Trotz Endo 3. Grades bin ich plötzlich schwanger geworden. Ich hatte bei jeder Mens so schmerzen, ich dachte ich würde sterben: Schüttelfrost, Erbrechen.. vor allem am 1. Tag.
    Ich habe nach einer OP vor 4 Jahren meine Ernährung umgestellt, die Schmerzen nahmen etwas ab und dank dem vielen Sport wurde ich im letzten Jahr schwanger. Es ist ein kleines Wunder, ich wünsche allen Leidenden viel Kraft!!
    38 0 Melden
  • Lückendynamik 03.06.2018 19:51
    Highlight Ich habe das auch. Ich gebe zu, dass die Schmerzen unerträglich sind. Ohne Schmerztabletten führen sie zur Ohnmacht (hatte sie mal vergessen).

    Aber:
    1. Es ist einige Tage im Monat
    2. Schmerztabletten machen die Schmerzen erträglich.
    3. Verstopfung ist mühsam, ist aber erstens kein Weltuntergang und kann zweitens durch leichte Nahrung verbessert werden.

    Für mich nicht nachvollziehbar, wie man daraus so ein Drama machen kann, dass man sogar Freunde verliert...

    In der Forschung haben andere Krankheiten hoffentlich Vorrang.
    14 139 Melden
    • Lady Shorley 03.06.2018 20:43
      Highlight 1. bei mir waren es gut zwei Wochen pro Zyklus, in welchen ich Schmerzen hatte, vor allem beim Stuhlgang und GV.
      2. wenn du dauernd Schmerzen hast, sinkt deine Lust auf ausgehen, Sex usw, was durchaus einen negativen Einfluss auf die sozialen Kontakte haben kann, ganz abgesehen von der psychischen Belastung.
      3. ich hatte teilweise auch bei Durchfall höllische Schmerzem, ein weicher Stuhl garantiert also keine Schmerzfreiheit.
      Schliess nicht von dir auf andere, EM äussert sich unterschiedlich und nicht jede Frau kann gleichviel ertragen.
      105 2 Melden
    • Tartaruga 03.06.2018 22:13
      Highlight Krass. Soviel Ignoranz und das von einer Endometriosepatientin!

      Es gibt Patientinnen, bei denen bringen selbst die stärksten, verschreibungspflichtigen Schmerzmittel keine Besserung.
      Nein, es sind nicht nur einige Tage im Monat. Und sich 1.5 Wochen im Monat lediglich von klarer Suppe ernähren? Danke, das hab ich hinter mir und hat rein gar nichts gebracht. Da hilft nur eine OP.

      Bitte schliesse nicht von dir auf andere.


      75 2 Melden
    • Elianeve 04.06.2018 11:01
      Highlight Ein Hohn gegenüber allen Endometriosenpatientinen die wirklich darunter leiden... Stuhlgang schmerzte vor meiner OP egal ob weich oder hart. Urin lösen schmerzte, Geschlechtsverkehr während mehreren Tagen im Monat nur unter Schmerzen möglich. Um die Periodenschmerzen in den Griff zu bekommen schmeisse ich mir Monat für Monat einen regelrechten Schmerzmedicocktail ein und mit Glück hilft der dann sie Schmerzen erträglicher zu machen. Weg sind sie nie. Irgendwann hat mein leider keine Kraft mehr und vielleicht bist auch du an diesem Punkt und denkst über deine Worte nach.
      29 1 Melden
  • Margherita Turdo 03.06.2018 19:43
    Highlight das kenne ich allzugut denn ich habe es auch leider es gibt monate da kann ich kaum gehen und liegen weil mir alles weh tut und seit neuem strahlt es in die beine da ist von gehen gar nicht die frage es ist einfach nur traurig und katastrophal ich hab es lasern lassen hat alles nichts gebracht leider darum verstehe ich sie allzugut
    28 1 Melden
    • nödganz.klar 04.06.2018 12:55
      Highlight @Margherita

      Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung! Allerdings wäre dein Text einfacher zu lesen, wenn du ab und zu ein Satzzeichen verwenden würdest.
      6 2 Melden
  • The Origin Gra 03.06.2018 19:39
    Highlight 😕Klingt Grauenvoll

    Alles Gute Melanie 😕
    23 0 Melden
  • Kerry M. 03.06.2018 19:24
    Highlight Deine Beschreibung der Symptome beschreibt genau meine...durch den regelmässigen wechsel von Verstopfungen während der Menstruation und dem Durchfall nach der Menstruation wurde bei mir das Reizdarmsyndrom diagnostiziert. Ich habe eine Magen-und Darmspieglung hinter mir und zahlreiche Tests, weil ich mich nicht mit der Diagnose Reizdarm zufrieden gab. Es wurde alles auf die Psyche geschoben und ich wurde belächelt. Bei meinem letzten Besuch beim Gynäkologen kam Endrimetriose zur sprache...wie weiter steht noch offen.
    41 0 Melden
    • Elianeve 04.06.2018 11:02
      Highlight Ich hoffe für dich sehr, dass eine Bauchspieglung gemacht wird zur richtigen Diagnostik. Viele probieren dir einfach nur die Pille anzudrehen.
      4 0 Melden
    • Kerry M. 05.06.2018 09:54
      Highlight Danke vielmals Elianeve
      Das hoffe ich auch sehr! Die Pille kann ich wegen meiner Laktoseintoleranz schon mal nicht nehmen...mit der Spirale habe ich nur Probleme...klar die Schmerzen sind "schwächer" aber das Wc Problem ist nicht gelöst...Durch diesen Beitrag habe ich mir viele Gedanken gemacht und warte jetzt auf einen Termin im Endrimetriosenzentrum.
      1 0 Melden
  • nass 03.06.2018 17:10
    Highlight Die Aussage "Endometriose sei wie Krebs-nur gutartig" ist ein Schlag ins Gesicht von allen die an einer bösartitgen Krebserkrankung leiden. Der Vergleich ist lachhaft und für mich absolut unterste Schublade!
    29 113 Melden
    • Baba 03.06.2018 19:09
      Highlight @nass: auch wenn Ihnen der Vergleich nicht zusagt, der Vergleich stimmt. Wie beim Krebs können sich Endometrioseherde überall und unerwartet ansammeln ... (analog Metastasen, die an völlig anderen Orten als die Primärerkrankung auftauchen können). Die Schreiberin hat ja erwähnt, dass die Erkrankung - im Gegensatz zu Krebs - nicht lebensbedrohlich ist. Die Schmerzen, die eine an Endometriose erkrankte Frau aber über Jahre (Jahrzehnte) ertragen muss, sind aber echt auch nicht ohne und eine massive Verschlechterung der Lebensqualität.

      Das ist deswegen keine Verniedlichung einer Krebserkrankung!
      97 4 Melden
    • piranha 03.06.2018 19:22
      Highlight Die Beschreibung von Melanie ist doch wirklich treffend: Die Beschwerden sind bei beiden Krankheiten unglaublich stark, bloss sterben kann man an der einen nicht. Deswegen "gutartig" (wahrlich ein unpassender Begriff).
      27 1 Melden
    • Tartaruga 03.06.2018 22:04
      Highlight Das zeigt ja schon, wie Endometriose wahrgenommen wird. "Lachhaft"
      31 1 Melden
  • Lady Shorley 03.06.2018 15:37
    Highlight Ich leide selbst unter Endometriose und kann ihr Leiden nur zu gut verstehen. Bei mir hat man es erst mit 31 entdeckt, als ich nicht schwanger wurde. Trotz OP und verschiedenen Medizinischen Massnahmen hat es nicht geklappt, die Endometriose hat bei mir zu viel kaputt gemacht. Ich wünsche dir alles Gute Melanie, und wenn du schwanger werden möchtest, empfehle ich dir, direkt in eine Fertilitätsklinik zu gehen. Dort hat es Ärzte, die sich mit Endometriose auskennen, da es eine der häufigeren Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch ist.
    39 1 Melden
  • Ökonometriker 03.06.2018 15:21
    Highlight Warum wird das nicht erforscht? Bei einer derart hohen Prävalenz sollten sich doch alle darauf stürzen?
    74 3 Melden
    • Tartaruga 03.06.2018 16:52
      Highlight Es ist wahrscheinlich lukrativer die Symptome zu behandeln. Die Hormonpräparate, zu denen auch die Pille gehört, werden mit hohen Margen verkauft.

      Es gibt ja auch die Theorie, dass ein Östrogenüberschuss zu Endometriose führen kann. Deshalb werden vor allem Minipillen für die Symptombehandlung eingesetzt.

      Jetzt stelle man sich vor, die Kombinationspräparate aus Östrogen und Gestagen würden auch zu Endometriose führen...
      30 4 Melden
    • Cheesus 04.06.2018 22:55
      Highlight Dass die Endometriose nicht erforscht würde, stimmt nicht. Die aktuellste Publikation datiert vom 31. Mai 2018.

      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29860279
      2 0 Melden
  • Tartaruga 03.06.2018 14:51
    Highlight Bezüglich der Thematik des Geschlechts: Bei mir waren es eben die Frauen, welche kein Verständnis hatten. Gerade weil sie ja selbst Mensschmerzen haben und denken, sie können es nachvollziehen. Es sei ja gar nicht so schlimm. Männer hingegen haben keine Ahnung wie sich das anfühlt und verurteilen nicht. War übrigens bei Arbeitskollegen genau dasselbe.
    141 3 Melden
    • meine senf 03.06.2018 15:40
      Highlight Als Mann könnte ich mir vorstellen, dass das so ist, weil sie diese Schmerzen überhaupt nicht kennen und vergleichen können.

      Die (gesunden) Frauen vergleichen es wohl hingegen mit den normalen, nicht krankheitsbedingten Schmerzen, die sie selbst kennen und ignorieren, dass sie mit solch einer Krankheit wohl viel schlimmer sind als bei ihnen selbst.
      21 2 Melden
  • grandvlad 03.06.2018 14:50
    Highlight Kann die Schmerzen nur allzu gut nachvollziehen. Mit 50 habe ich es geschafft, nach 39 Jahre des Leidens endlich nach jahrelangem Kämpfen auf immer befreit zu werden - ein Gefühl wie neu geboren :) Eine Schande, dass Frau nicht selbst über ihren Körper bestimmen kann, wann sie es an der Zeit findet, sich von den monatlichen Lasten zu befreien.
    47 7 Melden
  • Nausicaä 03.06.2018 14:41
    Highlight Mich würde interessieren: Hat man, wenn man Endometriose hat ständig Schmerzen oder 'nur' während der Periode.

    Ich habe in der Marilyn Monroe Biographie gelesen, dass sie auch an Endometriose litt und diese mit starken Schmerzmitteln zu bekämpfen versuchte, von denen sie schlussendlich abhängig wurde...Wohl auch heute noch eine Gefahr.
    40 1 Melden
    • Tartaruga 03.06.2018 16:44
      Highlight Es ist unterschiedlich. Du kannst auch ausserhalb der Periode Schmerzen haben, das sind können bspw. dumpfe Schmerzen wie bei einem Eisprung sein.
      Oder helle, unerträgliche Schmerzen (messerstichartig) im Darm während du auf dem Klo sitzt. Oder Schmerzen beim Wasserlassen. Es kommt halt immer darauf an, wo die Endometrioseherde sitzen.

      Bei einer Adenomyose, wo sich die Endometriose in die Gebärmutterwand eingenistet hat, kann es auch ausserhalb der Mens zu Schmerzen kommen, wenn die verdickte Gebärmutterwamd auf Darm oder Blase drückt.

      Die Krankheit ist vielfältig, und deshalb eben "fies".
      24 1 Melden
    • Elianeve 03.06.2018 17:17
      Highlight Ich habe hauptsächlich kurz vor und während der Periode stärkste Schmerzen. Ab und an auch zwischendurch mal. Aber das ist bei jeder Endometriosepatientin verschieden.
      13 0 Melden
    • bauchfrei 03.06.2018 17:43
      Highlight Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen aber ich hatte auch sonst Schmerzen z.B. während dem GV, Wasserlassen oder auch einfach plötzlich so. Sie waren zwar nicht ganz so schlimm wie während der Periode aber es belastete mich sehr. In dieser Zeit hatte ich immer Schmerzmittel bei mir, ohne die hätte ich meinen Alltag nicht bewältigen können.
      20 0 Melden
    • Nausicaä 03.06.2018 18:59
      Highlight Vielen Dank für eure Antworten!
      11 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.06.2018 14:35
    Highlight Achja Funfact, auch Männer können unter Endometriose leiden, als Nebenwirkung von Prostatakrebstherapien mit Östrogen.
    Dies kann wiederum als Hinweis für die Entartungstheorie gewertet werden.
    18 9 Melden
    • Loeffel 03.06.2018 17:45
      Highlight Funfact? Echt jetzt?
      18 1 Melden
    • Nausicaä 03.06.2018 17:59
      Highlight Du scheinst dich sehr gut auszukennen: Aus Interesse: Hat man bei Endometriose den ganzen Monat Schmerzen oder "nur" während der Periode?
      3 0 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.06.2018 19:17
      Highlight @Nausicaä
      (Fast) nur während der Periode.
      Biologische erklärung. Die Herde, die Endometriose auslösen, sind das gleiche Gewebe wie im Uterus, das Endometrium, dass durch den Zyklus aufgebaut und dann wieder abgestossen wird. Sprich diese Herde werden auch durch die Hormon des Zyklus reguliert und reagieren gleich wie das physiologische Gewebe im Uterus.
      Dementsprechen ist es auch nur während der Periode "aktiv" und auch schmerzhaft.
      2 12 Melden
    • Nausicaä 03.06.2018 20:40
      Highlight @raues Endoplasmatisches Retikulum: Vielen Dank für deine Antwort.
      0 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.06.2018 13:53
    Highlight Zur Entstehung der Endometriose gibt es zwei Theorien, wobei Vogt die eine eigentlich ja schon beschrieben hat, entartete Zellen. Coelom-Zellen entarten und bilden Endometriumsherde, dies würde erklären, weshalb man solche Herde im ganze Körper finden kann.
    Andere Theorie ist die "Verschleppung" von Endometriuszellen durch retrograde Menstruation in die Bauchhöhle, über das Blut oder die Lymphe oder iatrogen durch den Arzt. Diese Theorie würde die Häufigkeit (zwischen 1% und <10% werden geschätzt) erklären.
    24 1 Melden
  • Lindaa 03.06.2018 13:41
    Highlight Verstehe Melanie nur all zu gut. Diese Krankheit wird kein Bisschen ernst genommen. Weder von Ärzten, noch von Arbeitgebern, ja weder noch vom nächsten Umfeld. Man wird als Mimösli abgestempelt und kriegt Sprüche zu hören wie „Ach, jede Frau hat das, tu doch nicht so, nimm eine Tablette.“

    Den Betroffenen wünsch ich alles Gute und wenn ihr fühlt, dass da etwas mit eurem Körper nicht stimmt, dann ist das auch so! Lasst euch nicht den Mut nehmen und geht zu einem anderen Spezialisten bis ihr euch ernst genommen fühlt!
    231 11 Melden
  • HeforShe 03.06.2018 13:30
    Highlight Seit meiner ersten Periode mit 12 Jahren war ich nur selten schmerzfrei - zu Beginn mit Schmerztabletten die erste Zeit und trotzdem war ich den ersten Tag oft schul- bzw. arbeitsunfähig.

    Mit der Umstellung auf eine Menstruationstasse erleichterte es und ich habe meist keine Absenzen mehr, Schmerzmittel nur noch die ersten Stunden.

    Und ich habe keine Endometriose.
    Das sind grausame Schmerzen und der Dialog ist wichtig. Jeden Monat Schmerzen zu befürchten, auszuhalten, geht auch auf die Seele.

    Aber es leiden halt keine Männer darunter...
    35 58 Melden
    • Mitsch 03.06.2018 14:49
      Highlight Und es forschen auch nur Männer?

      Wieso muss fast jede Diskussion in einem Seitenhieb gegen das andere Geschlecht enden? Irgendwie schade, solche Automatismen.
      79 17 Melden
    • HeforShe 03.06.2018 16:22
      Highlight Weil genau der Grund, weswegen Endometriose nicht ausreichen erforscht ist, der Grund ist, weswegen weniger Frauen in der Forschung, in der Politik, in Vorständen usw. sind.

      Weil ihre Geschichte immer noch ein Beispiel ist, warum Feminismus nötig ist. Das ist kein Seitenhieb und es wäre schön, wenn man(n) einfach mal anerkennt, dass es noch Arbeit gibt, anstatt sich immer angegriffen zu fühlen.

      Ich votiere nicht die Forschung für männerspez. Krankheiten zu ignorieren, sondern diejenige für Frauen zu verbessern.
      16 26 Melden
    • Mitsch 03.06.2018 21:20
      Highlight Das würde für mich zählen, wenn wir Behandlungen für typische Männerkrankheiten wie Hämophilie bereits seit langem hätten.

      Forschung wird leider einfach dort betrieben, wo man die fettesten Gewinne abschöpfen kann... egal wen die Krankheiten betreffen.
      11 1 Melden
    • HeforShe 03.06.2018 22:49
      Highlight Bei deinem letzten Absatz stimme ich dir sicherlich zu - Wirtschaft hat sicherlich viel Einfluss...
      3 0 Melden
    • IrmaFirma 06.06.2018 11:08
      Highlight Es ist nunmal so, dass die Frau bis vor kurzem als nicht so wichtig wie der Mann galt. Z.b. wurden auch alle Medikamente nur an Männern getestet. Letztens las ich einen Beitrag warum die Forschung an hormonellen Verhütungsmitteln für Männer eingestellt wurde - es gab zu viele Nebenwirkungen. Btw, die waren nicht schlimmer als bei hormonellen Verhütungsmitteln für Frauen, aber Männern kann man sie nicht zumuten.
      2 1 Melden
  • janize 03.06.2018 13:29
    Highlight Melanie soll es mit Mönchspfeffertinktur probieren. Bei mir hat's geholfen. Es tönt so banal dass auch ich nicht daran geglaubt habe. Probieren lohnt sich!
    100 54 Melden
    • Baba 03.06.2018 15:23
      Highlight Ich verstehe die Blitze nicht...😔 Wenn janice einen Tipp weitergibt, der ihr geholfen hat, was gibt es da zu blitzen? Sie sagt ja nicht, dass es Melanie auch hilft, nur dass sie es doch probieren soll...
      96 10 Melden
    • Lady Shorley 03.06.2018 18:51
      Highlight Wogegen genau soll Mönchspfeffer helfen? Schmerzen? Endometrioseherde? Unfruchtbarkeit? Die Aussage ist sehr undifferenziert, deshalb vermutlich die ganzen Blitze. Zudem fehlen Hintergrundinfos: janize, leidest du auch an Endometriose? Wenn ja, wie stark? Oder sind es nur normale Regelschmerzen?
      4 14 Melden
    • Roman Stanger 03.06.2018 19:50
      Highlight Darf ich fragen, ob bei Dir effektiv eine Endometriose diagnostiziert wurde?
      3 1 Melden
    • Elianeve 04.06.2018 11:09
      Highlight @Lady Shorley es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Mönchspfeffer Beschwerden sie Schmerzen und die starke verlängerte Periode in den Griff bekommen KANN. Es bringt den Zyklus so weit ich weiss wieder ins Gleichgewicht bzw. kann. Bei Janize hat es geholfen das ist ja wunderbar und sie hat ihre Erfahrung mit uns geteilt. Das find ich sehr schön, so kann man einander gegenseitig helfen.
      6 1 Melden

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