Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Minirock erregt Saudi-Arabien – doch vor 50 Jahren war der Westen nicht viel weiter

bild: flickr

In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht die Kleider tragen, die sie wollen. In Europa schon. Aber noch nicht sehr lange.

19.07.17, 12:13 20.07.17, 05:30


Saudi-Arabien gilt als das konservativste Land der Welt. Da gibt es viel Potential, worüber sich die westliche Welt echauffieren kann. Dinge, die hier scheinbar selbstverständlich sind, werden dort mit Füssen getreten. Aktuelles Beispiel: Kleidernormen.

Es ist 2017 und im Land am Persischen Golf empört sich die Sittenpolizei über eine Frau, die in Top und Minirock durch die Gassen eines Städtchens schlendert. Das wiederum empört die westliche Digitalwelt. Eine «Hier und dort»-Kluft der Kulturen reisst auf.

Doch auch die libertäre Haltung, der wir uns im Westen verschreiben, kennt zum einen ihre Grenzen und ist zum anderen ein junges Phänomen, das sich seine Selbstverständlichkeit hart erkämpfen musste. 

Jeder Zentimeter eine Schlacht – der lange Weg zum Minirock

Seit die Frauen zum ersten Mal Hosen trugen, wurde die Mode zeitweise immer wieder zum politischen Instrument der Frauenbewegung. Von der Hose zurück zum Zweiteiler und schliesslich zum immer kürzer werdenden Rock. Was sich hier wie ein Kindervers anhört, war in der Tat ein harter Ringkampf um Selbstbestimmung. Und niemals auf Anhieb eine Selbstverständlichkeit.  

«Kleider verändern unsere Sicht auf die Welt und die Sicht der Welt auf uns ebenso.»

Virginia Woolf, britische Schriftstellerin
(1882–1941)​

1. Episode Nähte platzen

Als erster Schritt der kleidsamen Revolution musste das Korsett weg. Coco Chanel war eine der ersten Modeschöpferinnen, die die Torsi der Frauen von jenen eng geschnürten Zwangsjacken befreite. Die kratzigen Korsett-Schnüre ersetzt sie durch leichten, elastischen Jersey-Stoff. Endlich können Frauen atmen, Sport treiben, arbeiten. Und vor allem: Grenzen überschreiten. Was im Endeffekt den Graus des Patriarchats – sprich, den Graus der damaligen Mehrheitsgesellschaft – darstellte.

Sich zu grausen lag zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber nicht wirklich drin. Der Erste Weltkrieg brach aus und die Todesangst überstieg die Furcht vor einer weiblichen Emanzipation – logischerweise. So trugen Frauen während des Krieges «sogar» Hosen, um die Arbeit, die sie stellvertretend für die Männer verrichteten, zuverlässig zu bewerkstelligen.

Der Erste Weltkrieg hinterliess Schreckliches: Zehn Millionen Tote, 21 Millionen Verletzte und acht Millionen Vermisste. Und dennoch brachte er der weiblichen Identität ein neues, optimistisches Selbstverständnis. Eines, das massgebend zu dessen Emanzipation beitrug. Zumindest mittelfristig.

Die kurzweilige Emanzipation der Frau in den 1920ern:

Mittelfristig, das heisst bis zum 24. Oktober 1929, als die Weltwirtschaft zusammenbrach und sich die ersten Züge eines weiteren Weltkrieges bemerkbar machten. 

Marlene Dietrich, die bekannte Filmschauspielerin, welche sich augenblicklich in Paris aufhält, wurde von dem Polizeipräfekten von Paris, Chiappe, unter Androhung der Verhaftung, verboten sich öffentlich in Männerkleidern zu zeigen!
Marlene Dietrich bei ihrer Ankunft in Europa in Männerkleidern.

Marlene Dietrich anfangs der 30er-Jahre in Hosenkleid und Krawatte. Damals provokant – zehn Jahre später undenkbar. bild: wikimedia

2. Episode: Abwarten und konform bleiben

Zwar übernahmen Frauen auch während des Zweiten Weltkriegs die Aufgaben der Männer während ihrer Abwesenheit. Und wieder verlangte der Krieg zahlreiche Opfer. Dieses Mal gehört aber auch die Emanzipationsbewegung dazu.

Viele Frauen mussten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Arbeitsstellen, die sie von den in den Krieg gezogenen Männern übernommen haben, wieder räumen. Ihren Platz sah man(n) in der Kindererziehung und der Haushaltsarbeit. Falls sie doch arbeiteten, wurden sie hauptsächlich mit Hilfsstellen oder Jobs im Sozialbereich abgespeist.

Bis in die 60er-Jahre war an dieser Stellung nicht viel zu rütteln. Das Kleid sass eng um die Hüften geschmiegt, und die Form des Büstenhalters endete in einer unnatürlichen Spitze. Die Frau war das dekorative Sextoy des Mannes. Aber auf biedere Art und Weise. 

bild: via imgur

Denn alles, was zu viel Haut durchscheinen liess, oder in irgendeiner Form Komfort oder gar Selbstbestimmung für die Frau bedeutete, war verpönt. So zum Beispiel der Bikini.

der erste bikini

bild: wikimedia

Schon der Fakt, dass das Model, das den ersten Bikini in Paris vorführte, eine Nackttänzerin war, weil sich keine andere Frau auf solch obszöne Weise in der Öffentlichkeit zeigen wollte, ist sehr bezeichnend für jene Ära.

Ein italienischer Polizist gibt einer Frau einen Strafzettel, weil sie verbotenerweise einen Bikini trägt (1950). bild: rarehistoricalpictures

Das «anrüchige» Badekleid war nach seiner Einführung an Stränden und öffentlichen Plätzen an der französischen Atlantikküste, in Spanien, Italien, Portugal, Australien und einer Reihe von US-Bundesstaaten verboten. Die Trägerinnen des Bikinis konnten von der Justiz bestraft werden. Sitten-Polizei, ahoi!

3. Episode: Rücksichtslos provozieren

Rock 'n' Roll, Hippies und die zunehmende Erholung vom Krieg läuteten die 60er-Jahre mit einem frischen Groove ein. Der Grundtenor jener Melodie tönte eindeutig nach Fortschritt und somit auch nach einer neuen Chance für den Kampf um weibliche Selbstbestimmung. Die Revolution, die in diesem Zuge eingeläutet wurde, endete zehn Zentimeter über dem Knie und machte jeden Spiessbürger zum Sittenpolizisten: der Minirock.

bild: flickr

Die Erfinderin des Minirocks war die britische Schneiderin Mary Quant, die zeitlebens eigentlich niemals einen Skandal hervorrufen wollte. Sie trug ihren Rock kurz, weil das einfach angenehmer war, um auf den Bus zu rennen. Doch laut ihrer Aussage ist nicht sie, sondern «das Mädchen aus der Kings' Road», die wahre Erfinderin. Jene junge Frau stand im Geschäft der Schneiderin an der Londoner Kings' Road und wünschte eine Änderung an ihrer Garderobe. Sie hätte gerne dieselbe Rocklänge wie die Schneiderin selbst. Einfach nochmals ein Stück kürzer. «Und noch ein Stück, ja bis übers Knie», verlangte die zielstrebige Frau und inspirierte Quant bereits 1955, eine Mini-Kollektion zu produzieren.  

Bild vom 25. Oktober 1968 zeigt die britische Designerin Mary Quant, rechts, mit den Models Amanda Tear, Rory Davis und Penny Yates, von links, bei einer Praesentation ihrer Mod-Kreationen in Little Rock, US-Bundesstaat Arkansas. Die Karriere der Mary Quant begann 1955 in einer kleinen Boutique in Chelsea. Weil sie keine Ware fand, die ihr gefiel, entwarf sie selbst Modelle, die im

Mary Quant (r.) mit drei Models. Bild: AP

Es dauerte sieben Jahre, bis es das «vulgäre» Kleidungsstück in die deutsche «Vogue» brachte. Drei weitere Jahre, bis der Minirock zum weltweiten Verkaufsschlager avancierte, und nochmals fünf Jahre, bis man in der Schweiz mit dem Minirock Zugang zu jedweder öffentlichen Örtlichkeit erhielt.   

Um die provokante Wahrnehmung ihrer Kreation zu mildern, brachte Quant unmittelbar nach dem Mini die erste Strumpfhose auf den Markt und löste so die unbequemen und unhandlichen Strumpfbänder ab. bild: Durene Association of America
via wikicommons

So war – auch in der Schweiz – noch bis in die frühen 70er hinein Frauen, die Minis trugen, der Eintritt zu Zoos, Hotels und Kirchen verboten. In vielen weiteren Räumen, wie in bestimmten Restaurants, auf Ämtern und Gerichten, war das Tragen zwar nicht verboten, wurde aber mit Häme und vorwurfsvollem Blick missbilligt. Miniröcke galten bei vielen Leuten als Symbol einer zunehmenden Respektlosigkeit.

In den USA wurde der Minirock zur Demo-Uniform feministischer Proteste. bild: theminiskirtrevolution

Auf den Erfolg des Minis kam der «Mini-Mini» und gleich danach der «Mikro-Rock», die der bürgerlichen Bestimmungshoheit über den weiblichen Körper (in der Öffentlichkeit) den endgültigen Knockout verpassten.

4. Episode: Alles immer neu einordnen

Heute profiliert sich der Westen als die «freie Welt». Viele Stimmen aus Politik und Wissenschaft behaupten jedoch, dass in ebendieser freien Welt der weibliche (aber auch der männliche) Körper – und damit auch die Art, wie er auszusehen hat und gekleidet werden soll – immer noch unterdrückt wird. Verantwortlich dafür seien nicht mehr traditionelle Wertvorstellungen, sondern Diktate der Wirtschaftsbranchen. Unter anderem auch der Modebranche, die das Wort «Mini» ganz anders als noch vor 40 Jahren interpretiert. Der Zero-Size-Wahn, so die feministische Haltung, sabotiere mit Mini-Grössen die hart erkämpfte Selbstbestimmung und ersetze sie durch eine Schlankheits-Diktatur.

Die Frau, die in Saudi-Arabien 2017 einen Mini trug, sitzt nun in Haft. Das ist schlimm, keine Frage. Doch eine Ungerechtigkeit, die unserer Kultur nicht völlig fremd ist.    

Die freie Welt als Sittenpolizistin der weniger Freien

24 unfassbar sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden

Mehr mint gibt's hier:

«Ich trage jeden Tag Crocs»  – die 15 lustigsten Gründe, warum Singles Singles sind

Airbnb weiss, wo die nettesten Schweizer wohnen. (Spoiler: nicht im Kanton Zürich)

«Kein Leben, kein Geld und einen kaputten Körper» – so hart ist es, eine Ballerina zu sein

Wir haben unser Leben lang Bier falsch gezapft. So geht’s richtig

präsentiert von

Das Mädchen von der Babyfarm

«Der Sex mit ihm hat mir noch nie Spass gemacht»

Rasieren wie anno dazumal: So gelingt dir die perfekte Nassrasur

Das sind Bill & Hazel. Sie machen etwas, was dir sicher auch gut tun würde

Fan twittert über seine Depressionen – so berührend reagiert der Fussballklub <3

In diese Gemeinden musst du ziehen, um so viel freie Tage wie möglich abzustauben

Wenn ich noch einen alten Kerl mit einer jungen Frau vögeln sehe ...

Die Netflix-Serie «Insatiable» ist eine kranke Krise aus Glitzer

Migros und Coop sind im Fitnessfieber – und die kleinen Studios leiden

Hier soll man(n) in Paris pinkeln – und warum die Bevölkerung daran keine Freude hat

Die zwei beliebtesten Chaos-Familien der Welt kommen endlich (wieder) ins Kino

15 leckere Supermarkt-Produkte, die ihr von den Frankreich-Ferien heimnehmen solltet

Pubertät mit zehn, elf oder zwölf Jahren: Geht das jetzt schon los?

Erkennst du diese Schweizer Städte anhand ihres Strassennetzes?

90-jähriger «Selfie-Star» erobert das Internet

24 richtig hässliche Handys, die du tatsächlich einmal kaufen konntest

Nochmal 20 Zitate von wichtigen Menschen, die du fürs Leben brauchst. Eventuell.

7 heisse Spieleneuheiten, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen darfst!

12 Jugendliche erzählen, wie sie als Erwachsene auf keinen Fall sein wollen

Wenn du nicht mindestens 7 Sternbilder erkennst, frisst dich der Grosse Bär 😱

Vagina, Vulva, Hauptsache Italien? Frauen, lernt die Namen für eure Geschlechtsteile!

Stadtzürcher zum ersten Mal an der Street Parade: «Es hatte sogar Leute aus Bülach»

Liebe Männer: Warum seid ihr eigentlich Single?

Apple bastelt an einem eigenen Netflix. 4 Fragen und Antworten dazu

Dir ist heiss? Diese 10 eiskalten Filme senken deine Temperatur

12 Salate, die du diesen Sommer über essen solltest

Wegen diesen fiesen Memes? «Pu der Bär» kommt in China nicht ins Kino

20 Zitate von wichtigen Menschen, die du fürs Leben brauchst. Eventuell.

Diesen Mann kennen wir alle. Er verbrennt am liebsten Dämonen

Wegen dieser Nachricht werden «Star Trek»-Fans gerade in Ekstase versetzt

Athleticum wird verschwinden – so wie diese 7 Schweizer Ladenketten

Diese 15 Filmposter zeigen dir, wie schamlos China bei Hollywood abkupfert

Einmal Entschleunigen, bitte! 6 Gebiete der Slow-Bewegung und ihre Widersprüche

Wer diese 15 Serien nicht an einem Bild erkennt, darf nur noch RTL gucken

«Dackel drauf!» ist das perfekte Spiel, um deine Ferien in Schwung zu bringen

Heiss, heisser, Hitzesommer: Wer von der Gluthitze profitiert

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

80
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
80Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bruce 21.07.2017 06:46
    Highlight Viele der vorherigen Kommentatoren sagen, dass wir us weiterentwickelt haben und die muslimischen Länder nicht. Hat aber nichts mit dem Islam zu tun. Schaut euch mal Regionen, welche noch immer stark katholisch sind auf der Welt an, da gibt es genau die gleichen gesellschaftlich Normen. Zudem müssen die Bedingungen für eine Weiterentwicklung gegeben sein. Solange wir Länder wie SA unterstützen (Waffen verkaufen, Öl kaufen) können sich die antidemokratischen Strukturen und Regimes halten. Insofern trägt der Fortschrittliche Westen durch eine gewisse Gier am Stillstand in anderen Ländern bei.
    4 11 Melden
  • Sharkdiver 20.07.2017 21:49
    Highlight Jaja vor 50 Jahre war Der Westen auch nicht viel weiter. GENAU. Jeder weis ja das im Westen bis 1967 die Frauen Komplet verschleiert wurden, nicht Autofahren durften, hie und da gesteinigt oder ausgepeitscht wurden etc. PP. Ein wirklich dummer Tittel.
    15 1 Melden
  • Madmessie 20.07.2017 16:45
    Highlight Eben, vor 50 Jahren.
    8 1 Melden
  • Vespa Timo 20.07.2017 00:52
    Highlight Fakt ist... Der Westen ist um Längen weiter! Verbietet endlich die Religionen! Da kommt nie etwas Vernünftiges bei raus...
    33 13 Melden
  • Stachanowist 19.07.2017 22:11
    Highlight Historischer Whataboutism.
    31 1 Melden
  • URSS 19.07.2017 17:18
    Highlight Es ist unnötig uns zu sagen bei uns war es vor 50 Jahren auch so Ätschi bätschi....
    Vor 50 Jahren hatten die Frauen schon Rechte die es heute noch nicht einmal im Andatz gibt in dieser Königskratie mit verwöhnten Prinzen und verzogenen Prinzessinnen.
    38 1 Melden
  • bro heng mal :) 19.07.2017 15:12
    Highlight so toll, wie wir einen schritt nach hinten gehen ;-)
    26 1 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 19.07.2017 14:16
    Highlight Ich weiss nicht was der Artikel bezwecken will. Wir haben uns weiterentwickelt während Saudi Arabien im Mittelalter stehen geblieben ist.

    In Europa gab es viel mehr Gerechtigkeit trotz Normen als in Nah Ost heute ist es auch so. In Nah Ost gibt es sowas wie Demokratie und Menschenrechte nicht weil die Leute dort oft auch gar nix damit zu haben wollen weil sie ihre Gesetze ausführen wollen.

    Aber es gibt eine grosse Opposition in SA da man die Leute durch die Kriege die Milliarden kosten nicht mehr Ruhugstellen kann. Dieses Mädchen ist nur der Anfang, SA wird nicht mehr lange überleben.
    61 5 Melden
  • DieWaage 19.07.2017 14:01
    Highlight Hach ja stimmt wir sind nicht besser! Mal ehrlich was bezweckt dieser Artikel? Das Verständnis für die Kultur in SA zu fördern? Smh
    72 8 Melden
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 19.07.2017 13:41
    Highlight Solche Artikel sind gefährlich, denn so wird die unmenschliche Behandlung von Frauen in Saudi-Arabien, meiner Meinung nach relativiert.
    Die heutige Lage in Saudi-Arabien mit Europa vor 50 Jahren zu vergleichen ist unnötig. Europäische Frauen hatten vor 50 Jahren schon mehr Rechte und die Gleichstellung war besser als in Saudi-Arabien heutzutage.

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    105 5 Melden
    • Jovin Barrer 19.07.2017 13:50
      Highlight @Nukular! Das Wort heisst Nukular.: Danke für den Hinweis. Ich bin froh, dass du genug abstrahieren kannst, um diese Verbindung nicht machen zu müssen. Es geht darum, dass das selbe Kleidungsstück auch schon hier ein Trigger war, sein Tragen aber für einen Fortschritt sorgte. Der Minirock als Symbol.
      Es geht jedoch nicht darum, die Bestrafungsmassnahmen in eine direkte Verbindung zu setzten.
      13 76 Melden
    • pachnota 20.07.2017 00:08
      Highlight Barrer
      Vielleicht hättest du dein lustiges Geschichtlein über den Minirock, halt einfach nicht mit den Vorfällen in SA verknüpfen sollen.
      Dann wäre es vielleicht noch ok gewesen.
      So bleibt natürlich etwas der Verdacht, des relativieren wollen.
      27 0 Melden
  • Firefly 19.07.2017 13:38
    Highlight Naja, wir haben uns seit damals weiterentwickelt! Manchmal schwer zu glauben aber ist so. Hoffe es geht auch so weiter.
    42 5 Melden
    • pachnota 20.07.2017 10:06
      Highlight Zieh mal in ein muslimisches Land.
      Dann wird es dir nach kurzer Zeit noch sehr viel glaubhafter erscheinen.
      6 2 Melden
    • Firefly 20.07.2017 10:35
      Highlight @pachnota ja, den 68ern und den 80er Unruhen sei dank, haben wir uns weiterentwickelt. ;)
      3 5 Melden
    • pachnota 20.07.2017 13:25
      Highlight Firefly
      Meine Worte.
      Wär schön, wenn es so etwas in der muslimischen Welt auch mal geben könnte.
      7 0 Melden
    • Firefly 20.07.2017 15:46
      Highlight Gab es, kannst du dich noch erinnern, am Anfang der Aufstände in den arabischen Ländern, Ägypten, Libyen, Syrien... gingen auch Frauen und Jugendliche auf die Straßen, das Volk, für mehr Freiheit und Unabhängigkeit, nur haben dann die Regime, die Fanatiker und die globalisierungs Imperialisten mit aller Gewalt den Frühling zerschlagen
      1 3 Melden
    • pachnota 21.07.2017 09:30
      Highlight Ja, verlief leider anders als bei uns.
      Die Gesellschaft war aber vielleicht auch nicht entsprechend reif dafür.
      Bei uns herrschten damals Demokratische Zustände.
      3 0 Melden
  • Pisti 19.07.2017 13:38
    Highlight Doch wir waren definitiv weiter, oder wurden bei uns auch Frauen gesteinigt oder ausgepeitscht weil sie zu kurze Röcke trugen?
    84 4 Melden
    • Wilhelm Dingo 19.07.2017 13:53
      Highlight Nein, aber weil sie 'Hexen' waren wurden sie bei lebendigem Leib verbrannt. Unendlich brutal.
      17 70 Melden
    • EvilBetty 19.07.2017 14:13
      Highlight Dies ist allerdings mehr als 50 Jahre her.
      64 0 Melden
    • reaper54 19.07.2017 14:22
      Highlight @Wilhelm Dingo das ist ein sehr dunkles Kapitel in der Europäischen Geschichte und Gottseidank länger her als 50 Jahre.
      Der Islam benimmt sich jedoch noch immer wie im Hochmittelalter und Daesh welcher dem Wahabismus nahe steht verbrannte letztes Jahr einen Jordanischen Kampfpiloten. Also 1734 vs. 2016 sagt einiges über die Entwicklung...
      50 1 Melden
    • owlee 19.07.2017 14:28
      Highlight Ach, Hexenverbrennungen vor 50 Jahren? Man lernt nie aus, gell.

      48 0 Melden
    • Wilhelm Dingo 19.07.2017 14:52
      Highlight @all: 50 Jahre, 70 Jahre, 200 Jahre, 500 Jahre...kommt das drauf an? Es zeigt eher, dass Saudiarabien eher 500 Jahre als 100 Jahre hinterherhinkt.
      9 25 Melden
    • Wilhelm Dingo 19.07.2017 14:53
      Highlight @reaper54: natürlich ist das viel länger her. Kommt das drauf an?
      1 27 Melden
    • reaper54 19.07.2017 15:07
      Highlight @Wilhelm Dingo ja kommt es, heute ist die Bildung, der Wissensstand sowie der Informationsfluss um einiges höher/besser als vor 283 Jahren.
      Zudem hat die Schweiz und Europa mit diesem dunklen Kapitel abgeschlossen. Die Opfer wurden sogar rehabilitiert! Saudi Arabien macht indes munter weiter, dies in vollem Bewusstsein.
      40 0 Melden
    • Sharkdiver 20.07.2017 21:56
      Highlight @ Wilhelm Dingo: so ein riesen bullshit. Vor 50 Jahren war 1967 da wurde höchstens der Böög verbrennt. Die letzte hingerichtete Hexe war Anna Göldin 1782. wohl wirklich von nichts eine Ahnung?!?
      8 0 Melden
  • John Smith (2) 19.07.2017 13:38
    Highlight Einer Freundin von mir wurde in den 1970er Jahren mit Schulausschluss gedroht, falls sie noch einmal in Lederhosen im Schulunterricht erschiene.
    18 25 Melden
  • Thanatos 19.07.2017 13:20
    Highlight Die Rückständigkeit andere Kulturen mit der europäischen Geschichte zu legitimieren scheint mir ein wenig hirnrissig. Und eine Gefängnisstrafe für solche Vergehen wurden auch nicht ausgesprochen, soweit ich weiss.
    Das betrifft jetzt nur die Kleidung. Andere Bereiche erwähne ich schon gar nicht...

    Wieso sollte man nicht aus den Fehlern anderer lernen?

    Johann Schneider-Amman war doch vor kurzem dort. Als er das Thema Frauenrechte ansprach, wurde ihm gesagt, dass die Schweiz das Frauenstimmrecht auch erst sehr spät eingeführt habe. Das sagt doch schon alles.

    Einfach nur primitiv.
    85 2 Melden
    • John Smith (2) 19.07.2017 13:33
      Highlight Was ist einfach nur primitiv? Dass Appenzell Innerrhoden 1990 (!) per Bundesgerichtsentscheid gezwungen werden musste, das Frauenstimmrecht einzuführen?
      26 33 Melden
    • reaper54 19.07.2017 13:51
      Highlight @John Smith (2) also finden Sie es nicht primitiv, dass in Saudi Arabien Frauen gesteinigt, ausgepeitscht eingesperrt werden wegen falscher Kleidung? Sie nicht Autofahren dürfen, nur in Begleitung ihres Mannes oder eines Verwandten auf die Strasse dürfen?
      Aber nein das Böööse Appenzell legitimiert das ja alles! Völliger Schwachsinn den Sie da labern.
      61 2 Melden
    • Tepesch 19.07.2017 14:04
      Highlight @John Smith (2)
      Auf kantonalerebene dauerte es in AI tatsächlich bis 1990, auf bundesebene waren allerdings bereits ab 1971 alle Frauen stimmberechtigt.
      30 0 Melden
  • Hoppla! 19.07.2017 12:53
    Highlight "Der Zero-Size-Wahn, so die feministische Haltung, sabotiere mit Mini-Grössen die hart erkämpfte Selbstbestimmung und ersetze sie durch eine Schlankheits-Diktatur."

    Schlankheitsdiktatur während so viele übergewichtig sind wie wohl noch nie? Da hat die Diktatur aber völlig versagt... Und solche Aussagen verharmlosen die Frauenrechtsverletzungen in Saudi Arabien völlig.

    So nebenbei bemerkt: Mit gesundem Selbstwertgefühl klappts auch ohne Size Zero.
    63 4 Melden
  • derEchteElch 19.07.2017 12:51
    Highlight Sorry, aber nicht nur Saudi-Arabien. Fast der ganze Naher Osten/Afrika sind Europa etwa 100+ Jahre hinterher (nicht nur 50).

    Das ist auch der Grund, warum man nicht beliebig Menschen aus diesen Regionen migrieren und integrieren kann (so als Link zur Einwanderungspolitik).

    Schön, dass watson zur selben Erkenntnis kommt.. 🙂
    71 19 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 13:09
      Highlight In den Arabischen Emiraten, Katar und Co laufen die Touristen in Hot Pants in der Gegend herum und liegen im Bikini am Strand. Die UAE sind so etwas wie die Partymeile der Saudis. Kaum sind Saudische Frauen in den UAE heisst es Kopftuch ab und Spass haben. Ähnliches gilt für Männer denen die lockere Kleider Reglung offensichtlich gefällt... Auch in Israel und dem Libanon ist man diesbezüglich sehr liberal. Da trifft man oft Joggerinnen die im Bikini am Strand entlang joggen und in der Dunkelheit sind die arabischen Liebespaare zum Sex am Strand. Passt nicht so zu ihrem Weltbild gell?
      26 19 Melden
    • plastikbecher 19.07.2017 13:23
      Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen#Kultureller_Rassismus

      Viel Spass beim Lesen.
      6 14 Melden
    • derEchteElch 19.07.2017 13:29
      Highlight Doch, passt perfekt zu meinem Weltbild. Ich schrieb ja auch, "fast der ganze.." (gleich nicht alle).

      Gestern dazu passend im SRF 10vor10; wie schwer es junge Mode-Designerinnen und arabische Rapper haben, sich in diesem Kulturkreis legal zu bewegen.

      Es kommt eine Öffnung der Kultur, aber das dauert (eben etwa 100+ Jahre, bis sie dort sind, wo wir heute). Generationenwechsel eben.
      19 5 Melden
    • derEchteElch 19.07.2017 13:35
      Highlight @plastikbecher; ich kenne den Artikel, ich hab ihn stückweit korrigiert..

      Und ja, ich steh dazu, mit dem Unterschied, dass ich nicht die eine Kultur als besser als die Andere bezeichne. Ich unterscheide nur dazwischen und weise auf Differenzen hin. Wenn Sie meine Kommentare lesen werden sie merken, dass nirgendwo steht, eine Kultur wäre der anderen überlegen.
      17 7 Melden
    • plastikbecher 19.07.2017 14:26
      Highlight @derEchteElch

      Nun ja sie müssen ja nicht explizit darauf hinweisen, dass hundert Jahre vorsprung eine Kultur besser macht als die andere.
      Aber wollte eigentlich nur wiedermal auf das Thema aufmerksam machen. Ich denke wir haben den Drang immer mehr in diesen kulturellen Rassismus zu fallen. Zudem müsste man vlt. auch noch einwenden, dass nicht hauptsächlich Saudis in die Schweiz flüchten, sonder Personen von freieren (auch wenn nicht sehr frei) Ländern.
      4 9 Melden
    • Super 19.07.2017 14:34
      Highlight http://english.alarabiya.net/en/perspective/features/2014/05/24/Qatar-dress-code-campaign-expat-tourist.html
      4 0 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 14:50
      Highlight Du solltest mal vor Ort gehen uns mal guckten welchen Entwicklungsstand mache Länder dort erreicht haben- Am Schreibtisch sitzen und andere Kulturen als 100 hinterndrein abkanzeln ist schon etwas sehr billig.
      8 18 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 15:06
      Highlight @Super
      Das findet man in den UAE auch, die Leute halten sich nicht dran....
      5 7 Melden
    • Super 19.07.2017 15:25
      Highlight @kleinerSchurke
      Darum gings mir nicht. Im Artikel wird klar, dass für viele Menschen die Verhüllung der Frau ein Kulturbestandteil ist den es zu bewahren gilt.
      Das sich expats nicht daran halten hat wenig bis gar nichts damit zu tun was die Einheimischen dort für ein Bild vom Thema haben.
      9 1 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 17:02
      Highlight In den Golfstaaten mache die Ausländer bis zu 80% der Bevölkerung aus. Das wird auch an den Einheimischen nicht spurlos vorbei gehen. Die Junge Generation wird mit den alten Zöpfen brechen, da bin ich mir sicher. Orte wie Dubai und Abu Dabi sehe ich grosse Chance für den arabischen Raum sich zu öffnen.
      0 5 Melden
    • Martiis 20.07.2017 12:22
      Highlight Mag ja sein, dass die Partymeilen von Dubai usw. ziemlich liberal sind und dass ein Ausländeranteil von 80 % nicht spurlos an einem Land vorbei geht, dürfte selbstverständlich sein. Trotzdem droht in den VAE aber Homosexuellen die Todesstrafe. Die Behörden lassen Menschen monatelang verschwinden und foltern. 2015 wurde eine australische Touristin verhaftet, weil sie auf Facebook ein Bild von einem Auto postete, dass zwei Behindertenparkplätze blockierte. Vom Umgang mit Arbeitsmigranten aus Asien möchte ich gar nicht anfangen. Für deine Lobgesänge gibts noch ganz schön viele Baustellen dort.
      4 0 Melden
    • Sharkdiver 20.07.2017 22:00
      Highlight Nur 100 Jahre? 😂1917 wurden bekniend keine Frauen gesteinigt. Und schon gar keine Frau wurde ausgepeitscht weil sie Auto fuhr( ja ich weis gab es noch nicht) ich denke diese Länder sind uns etwa 300 Jahre zurückgeblieben
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 21.07.2017 08:55
      Highlight Ich möchte euch daran erinnern, dass in den UAE ca. 80% aller Frauen über einen Hochschulabschluss verfügen. Eine Quote von der wir nur träumen. Die UAS haben einen Minister of State for Happiness, eine Frau. Und gebt euch nicht romantischen Träumereien hin. Noch vor 40 Jahren durfte ein Ausländer in der Schweiz keine Wohnung mieten und unsere Arbeitssklaven kamen aus Italien, Spanien und Portugal. Wir verboten ihnen die Familie nachzuziehen (Saioniers). Ich kann mich gut an die tief rassistischen Debatten erinnern die Italiener hätten mehr Kinder und wir würden deshalb aussterben.
      1 3 Melden
    • kleiner_Schurke 21.07.2017 09:03
      Highlight Es wurde behauptet italienische Frauen würden daheim in der Wohnung eingesperrt, wegen der Machokultur. Dabei waren es gerade diese Frauen die den Feminismus in der Schweiz förderten, als die dann man ihren Ehemännern folgen durften. Ebenfalls nicht lange her, wurden ledige Frauen die schwanger waren "versorgt" und deren Kind in ein Heim gesteckt. Die Kinder an Bauer verdingt. Ein extrem traurige Kapitel. Etwa 300'000 Menschen gehören in der Schweiz einer evangelikalen Freikirche wie ICF. FEG, FMG, EGW, JMEM, Chrischona, Bewegung Plus, Pfimi, Brüderverein usw. an
      1 3 Melden
    • kleiner_Schurke 21.07.2017 09:11
      Highlight Es sind diese Gruppierungen die starke Homophobe Tendenzen vorzuweisen haben und ein Frauenbild kultivieren, dass zu tiefst rückständig ist, (das Weib möge schweigen in der Geminde!). Es gibt Politiker in diesem Land wie Joseph Jenni, FMG Pastor und Grossrat Kanton Bern, die haben ein Weltbild vorzuweisen, da bekomme ich Krämpfe! Grosse Unterschiede zum wahbitischen Weltbild in Saudi Arabien sehen ich da auch nicht mehr. Zu unserem grossen Glück haben in solche Betonköpfe nicht allzu viel Einfluss, aber seit euch bewusst, die gibst es, auch hier, 2017, in der Schweiz.
      1 3 Melden
  • inmi 19.07.2017 12:50
    Highlight Eine seltsame Verharmlosung. Nein - Vor 50 Jahren waren wir tatsächlich schon weiter. Es wurde vor 50 Jahren niemand in der Schweiz geköpft.
    90 2 Melden
    • Liselote Meier 19.07.2017 13:30
      Highlight Gewiss vor 50 Jahren nicht aber vor 72 Jahren. Die letzte Enthauptung fand 1945 in der Schweiz statt.
      Die Todesstrafe wurde in der Schweiz mittels Enthauptung durch die Guillotine durchgeführt.
      15 37 Melden
    • Roterriese 19.07.2017 14:02
      Highlight Die Landesverräter, welche nach Militärstrafgesetz verurteilt wurden, wurden wahrscheinlich erschossen. Der letzte mit einer Guillotine enthauptete in der Schweiz war der Polizisten(oder für Watsonleser: Bullen)mörder Hans Vollenweider 1940. https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Vollenweider
      31 0 Melden
    • Liselote Meier 19.07.2017 14:12
      Highlight Wegen eines Kleidungsstück gibt es in Saudi-Arabien keine Todesstrafe sondern "Züchtigungs-Strafen". Gefängnis und Peitschenhiebe.

      Für Gotteslästerung und Hexerrei hingegen gibt es die Todesstrafe, dass es so zu Todesurteilen kommen kann, sehr Plausibel.
      7 14 Melden
  • kleiner_Schurke 19.07.2017 12:45
    Highlight Die Ferengi, ein Volk aus dem Star Trek Universum, gestatten ihren Frauen nur nackt herum zu laufen. Als sie zum ersten Mal Menschen sehen, sind sie hell empört darüber, das Menschen Frauen Bekleidet sind....
    44 3 Melden
    • Firefly 19.07.2017 13:35
      Highlight Wenn schon fantastisch hätten die Star Trek macher noch einen Schritt weiter gehen können und beim Volk der Ferengi die Frauen bestimmen lassen, dass die Männer nackt herumlaufen müssen ;)
      11 3 Melden
    • .:|Shantipoorn|:. 19.07.2017 13:37
      Highlight "Die Frauen – unter Ferengis nur als „Weibliche“ bezeichnet – dürfen keine Kleidung tragen, keinen Profit machen, das Haus nicht verlassen und nicht Schreiben lernen. Sie müssen den Männern das Essen vorkauen"

      Aha, heute noch was gelernt von Wichsipedia dank Supernerd Little Schurke: Die Ferengi sind also die Saudis des Universums, einziger Unterschied, die Einen leben FKK, die Anderen in Vollmontur.

      Mmm....vorgekautes Essen! gudigudifeinfein!

      17 1 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 14:59
      Highlight Es gelang Gene Roddenberry mit dieser Methode die Leute zum Nachdenken zu bringen und das oft mit einem Augenzwinkern (z.b. Vorkauen des Essens). In Deep Space 9 wird ja dann auch eine Ferengi Frau als Rebellin die sich fürs Kleidertragen einsetzt gezeigt. Sie setzt am Ende durch, dass Frauen gleichberechtigt werden, Handel treiben dürfen usw.

      11 0 Melden
    • kleiner_Schurke 19.07.2017 15:01
      Highlight @Firefly
      Das gibt es auch, wenn auch in reduziertem Ausmass. Die Betazoiden heiraten nackt (auch die Gäste sind dabei nackt und zwar alle).
      9 0 Melden
  • ThomasHiller 19.07.2017 12:45
    Highlight Natürlich mag für den einen oder andere der italienische Polizist vor 50 oder 70 Jahre ebenfalls eine Sittenpolizei gewesen sein.
    Ich persönlich finde aber doch einen kleinen und feinen Unterschiedzwischen einem Verwarnungsgeld oder dem Steinigen.
    Ich weiß, manch einer findet diese Erbesenzählerei kleinlich, für mich ist der Unterschied überlebenswichtig ... ;)
    84 5 Melden
    • Jovin Barrer 19.07.2017 13:04
      Highlight Nein, diese Erbsenzählerei ist sogar von grosser Bedeutung. Doch die Diskriminierung an sich fusst in beiden Fällen an der selben Angst: Machtverlust in einer Hierarchie, die Männer bevorzugt, indem sie Frauen diskriminiert.
      17 44 Melden
  • Tepesch 19.07.2017 12:39
    Highlight Gerade weil wir diesen Entwicklungsschritt bereits durchgemacht haben, sollten wir andere an unseren Erkenntnissen teilhaben lassen und nicht einfach still bleiben und hoffen, dass die anderen es irgendwann einmal auch einsehen...
    39 3 Melden
    • reaper54 19.07.2017 13:17
      Highlight Das hat Bush junior wohl auch gedacht als er im Irak einmarschierte...
      14 6 Melden
  • Wald Gänger 19.07.2017 12:29
    Highlight Ja, das waren schlimme Zeiten, als Frauen bei uns im Minirock noch körperliche Züchtigung oder lange Haft erwarten mussten....
    78 7 Melden
    • Jovin Barrer 19.07.2017 13:05
      Highlight Eine Steinigung ist schlimmer als eine Bevormundung. Keine Frage. Aber macht das die Bevormundung besser?
      8 52 Melden
    • greeZH 19.07.2017 16:37
      Highlight Ja, besser als die Steinigung.
      14 1 Melden
    • Arthur Sunil 19.07.2017 16:42
      Highlight @Jovin Barrer
      Ja, zum Beispiel erkennbar daran, dass wir Kinder häufig bevormunden, aber doch eher selten steinigen.
      14 1 Melden
    • Jovin Barrer 19.07.2017 16:51
      Highlight @Arthur Sunil: Okay. Erwachsene Frauen mit Kindern vergleichen. Da rieche ich schon eine deftige Prise Mi­so­gy­nie heraus.
      6 17 Melden
    • .:|Shantipoorn|:. 19.07.2017 20:00
      Highlight Da hilft nur noch die Sandigung...
      7 1 Melden
    • Wald Gänger 20.07.2017 08:10
      Highlight Jovin Barrer: Ungeachtet der eher griesgrämigen Politik der Watson-Redakteure, sie kritisierende Einträge nicht freizuschalten, möchte ich doch drauf hinweisen, dass der Misogynie-Vorwurf an Sunil eher an den Haaren herbeigezogen ist. Er wollte eher darauf hinweisen, dass zwischen Bevormundung und Steinigung einige Härtegrade dazwischen liegen. Daher, und das ist jetzt meine Meinung, ist der ganze konstruierte Vergleich zwischen Saudi-Arabien und unseren vergangenen Tagen im besten Falle naiv und im schlimmsten Falle eine Relativierung der Unmenschlichkeiten, die in SA an der Tagesordnung sind
      13 0 Melden

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Wenn sich die irische Geschichte in einer Person zusammenfassen lassen würde, dann wohl in Constance Markievicz. Ein Leben, das in prunkvollen Ballkleidern anfing – und in der Uniform der irischen Unabhängigkeitskämpfer beschlossen wurde.

Im März 1919 betritt eine Frau den Westminster Palace und schaut sich den Garderobenhaken an, den ihr Name ziert: Constance Markievicz steht da geschrieben. Sie ist die erste gewählte Parlamentarierin. Doch an den Sitzungen wird sie nicht teilnehmen. Sie gehört zur Sinn-Féin-Partei, zu den Widersachern des britischen Königreichs, die für die Unabhängigkeit Irlands kämpfen – und sich dem Schwur auf den König verweigern. 

Hundert Jahre später, im Januar 2018, kündigt die britische …

Artikel lesen