Leben
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25 ist das neue 30 – und ich erkläre euch gerne, warum



Es heisst ja immer, man ist so alt, wie man sich fühlt. Nach diesem Sprichwort bin ich also seit diesem Jahr 30. Knappe vier Jahre zu früh.  

Woher der Gedanke stammt? Aus meinem Terminkalender. Jedes zweite Wochenende feiert irgendwer seinen 30. Geburtstag

a) in einer abgeranzten Berliner Kaschemme mit selbstgewähltem Mixtape.
b) in einem netten kleinen Café am Stadtrand.
c) gar nicht. 

Schwangerschaften werden verkündet wie Arbeitsplatzwechsel, und ganz plötzlich kauft sich jeder einen kleinen Hund.

Ein Hund, sagen die geistig 30-Jährigen dann, hilft gegen Einsamkeit und unzuverlässige Freunde, die nicht zu den 30. Geburtstagsfeiern kommen, zum Beispiel, und können einen anders als der schon leicht mit einem Bauchansatz gesegnete Partner auch nicht verlassen.  

Hund mit Frau

Freunde fürs Leben, yey! Bild: shutterstock

Apropos Partner: der Mann und ich (sagt man doch ab 30 so?) waren letzten Montag gegen 22.30 (Schlafenszeit!) am Wiener Gürtel spazieren, weil uns die Zahnpasta ausgegangen ist und das Konzept von Nachtöffnungszeiten in der Schnitzelhauptstadt genauso wie vegetarische Mittagsoptionen noch nicht so ganz funktioniert.  

Nach einer halben Stunde haben wir dann endlich einen indischen Laden inklusive Inhaber gefunden, der uns Colgate für vier Euro verkaufte. Und weil wir schon um diese Uhrzeit draussen waren, am gefährlichen Wiener Gürtel, hielt ich es auch für eine hervorragende Idee, mal wieder «ganz ironisch» jene Tanzcafés (weil sorry, Clubs kann man das wirklich nicht nennen) zu besuchen, in denen ich mit 17 regelmässig auf die Tanzfläche kotzte.  

Schon am Weg zum Club 1 können der Mann und ich uns das Grinsen nicht verkneifen, als wir die Horde 17-Jähriger von Weitem erblicken, die gefälschte Ausweise tauschen. Vielleicht sind es auch Drogen, was weiss ich, was nach 1999 Geborene aktuell in ihrer Freizeit tun ausser 187 Strassenbande hören. «Schau mal, die haben alle so süsse Babygesichter!», sage ich zum Mann, als mir beim Blick auf seine Stirnfalte auffällt, dass er nur noch wenige Monate von seinem tatsächlichen 30er entfernt ist.

Wann ist das alles passiert?

Almost 30 sind wir jetzt also, und schon länger hat mich keiner mehr nach dem Ausweis gefragt. Almost 30, das ist dieses Alter ab 25, in dem man plötzlich zu einer neuen Marketing-Kohorte gehört. 

Einer Zielgruppe, der Babysitting-Angebote ausgespielt werden im Facebook-Feed, und Artikel zum Thema Egg-Freezing.

Ein Alter, in dem man in keinem Museum Europas mehr vergünstigten Eintritt bekommt und alle Dorfprolos, die man aus der Schulzeit kannte, seit zwei Jahren wieder glücklich geschieden sind. Männer, die man trifft, haben plötzlich Kinder und keiner geht mehr so richtig aus, wegen des Katers am nächsten Morgen. Ausser uns natürlich, an diesem wilden Montagabend.  

Im Club 1 angekommen fühlen wir uns zwischen Zahnspangen, Glockenhosen und holprigen «Antanzversuchen» dezent fehl am Platz, versuchen uns aber in unseren stilsicheren Jogginghosen nichts anmerken zu lassen. Als ob der aufgepumpte Fitness-Kellner teure Beute wittern könnte, kommt er extra an unseren Stehtisch galoppiert und fragt, was wir trinken möchten. Die Cocktails kosten gerade nur 3,50 Euro. Na dann nehmen wir gleich drei. Das Gesöff, das wir anschliessend hinunterleeren werden, erinnert tatsächlich ein bisschen an Jugend. Nicht auf die schöne Art und Weise, allerdings.

Während die Kiddies an der Stange flossen (ja, googelt das mal!), bin ich eigentlich ganz froh, 30 zu sein. Früher, da habe ich gar nicht gemerkt, wie stillos dieser Laden war. Wie billig die schwarzen «Ledergarnituren» in den Sitzecken, zu denen meine 19-jährigen Freunde Vodkaflaschen bestellten um sich cooler zu tricksen. Wie schrecklich die Musik. Damals, als ich noch keinen Geschmack entwickelt hatte und im Glitzertop zu jedem EDM-Mix auf den Boden stampfte, den DJ Hansi aus seiner niemals endenden Ballermann-Playlist fischt.  

Von meinem Gesöff sind inzwischen nur noch die Eiswürfel übrig, und so sehr ich mich bemühe, abzuschalten und mitzugrooven: ich kann nicht aufhören, alt zu sein. Ich kann mich nicht 18, 19, 20 beamen – und ich will es auch gar nicht.  

Vielleicht haben sich Wissenschaftler und Medienmenschen getäuscht: niemand braucht Angst vor den 30ern zu haben. 

In ihrem alltäglichen Leben sind die meisten Menschen schon lange vor dem «grossen» Verlust der Jugend 30 geworden.

Jedes Mal ein Stückchen mehr, wenn sie abends lieber mit Freunden kochen, statt feiern zu gehen. Wenn sie Termine absagen, wegen beruflichen Katastrophen und den Hund aus Verantwortungsgefühl nicht übers Wochenende bei der Mama lassen.  

Die einen bevorzugen den ruhigen Lifestyle schon mit 22, und würden in diesem Leben keinen Tequila-Shot trinken, die anderen sind erst mit 25, oder 28 oder 31 so weit.  

Und andere – hier wären wir wieder beim anfänglichen Sprichwort – bleiben für immer Teenager. Manche Menschen, die verlieren nie ihre Begeisterung für schlechte David-Guetta-Remixes und Caipirinhas, die nach Filmriss schmecken. 

Ganz wenige Ausgewählte bleiben für immer 17.

Und falls du immer noch etwas Angst vor den 30ern hast:

So haben unsere Eltern und Grosseltern gefeiert:

15 legendäre Dance-Moves, die früher noch richtig cool waren:

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 18.09.2018 18:04
    Highlight Highlight Das schöne ist ja, es wird jeder älter, ob er will oder nicht. Daher, scheiss drauf! Meine Eltern waren mit 50 und 60 oft besser drauf als die ach so coolen Party Grils'n'Boys. Da ging bei manchem Silvester die Post ab, davon können die Jungen Leute nur träumen.

    Ich freue mich auf jedes Alter, das wichtigste ist man bleibt gesund, was man mit wöchentlichen Club Besuchen im Alkoholrausch sicher nicht gerade fördert. Lieber weniger feiern, dafür richtig! Ab 70/80 kann man sich dann noch genug Sorgen machen....eben, Gesundheit ist das wichtigste um Spass zu haben!
    1 0 Melden
  • Wianve 18.09.2018 14:03
    Highlight Highlight Ich bin 72 und fühle mich nicht anders, als mit 30, ausser wenn ich in den Spiegel schaue und das Alter sehe. Jede Zeit geniessen, alles fliesst und wie unsere Tochter 49 an einer Beerdugung feststellte wie schnell die Zeit unmerklich vergeht, als sie ihr Verwandten nach längerer Zeit wieder sah.
    1 0 Melden
  • River 17.09.2018 15:48
    Highlight Highlight Ich kann ein Trick!! Am Samstag Abend siebzehn y/o sein, mit Neontop und Mesh Trainer, Tequilla und Gehopse, und am nächsten Tag, und den zwei darauffolgenden, zweiundsechzig.
    12 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 17.09.2018 13:17
    Highlight Highlight Kinder? Wer (ausser Freikirchen-Mitgliedern) kriegt denn heutzutage vor 30 schon Kinder?
    28 10 Melden
    • maljian 17.09.2018 16:54
      Highlight Highlight Ich, Atheistin, hatte mit 25 mein erstes Kind haben wollen.

      Da ich zu dem Zeitpunkt aber erst eine neue Beziehung und Studium begonnen hatte, klappte das doch nicht so. Zudem war es eine Fernbeziehung.

      Nun ist es halt erst 6 Jahre später geworden.

      Aber zu behaupten, vor 30 würden nur Freikirchen Mitglieder Kinder bekommen, halte ich für Schwachsinn.
      20 2 Melden
  • jjjj 17.09.2018 08:38
    Highlight Highlight 187 strassenbande...
    Wer?
    32 2 Melden
  • Matrixx 17.09.2018 06:16
    Highlight Highlight Wenn Clubs, nervtötende Musik und völlig übersüsster Alkohol die Jugend ausmachen, war ich schon mit 16 um die 30. Und dürfte jetzt, mit 25, so Richtung 60 gehen...
    43 6 Melden
  • Zeit_Genosse 17.09.2018 05:48
    Highlight Highlight Wer wegen des Alters 30 in die Krise kommt, dem bietet das Leben noch weitere.
    76 0 Melden
  • iseewhatyoudidthere 16.09.2018 22:56
    Highlight Highlight Ich bin 24 und fühle mich ab und zu auch alt. Aber ab und zu habe ich auch einfach Lust auf einen Vodka Redbull und Songs von der 187 Strassenbande. Ich glaube, dass es der Mix ist, der es ausmacht.
    45 7 Melden
  • Zeigefingerlutscher 16.09.2018 22:47
    Highlight Highlight Mit 30 sind auch die letzten Tassen im Schrank irre. Super. Voll erwachsen.
    20 4 Melden
  • dommen 16.09.2018 22:43
    Highlight Highlight Diese 18, 19, 20 Aktivitäten machen nur (vorübergehend) Spass, weil man diese vorher nicht kannte. Erst wenn man abgesättigt ist, erkennt man deren vulgären Charakter.
    56 5 Melden
  • Toerpe Zwerg 16.09.2018 22:31
    Highlight Highlight Ganz ehrlich?

    Als Ü40 langweilt mich dieser Text sehr.
    175 14 Melden
  • The Count 16.09.2018 22:19
    Highlight Highlight Ich werde bald 41 und fühle mich genau perfekt. Wenn ich gemütlich zuhause netflixen will mach ich das einfach. Wenn wir uns vor dem Cheminee lieben wollen, tun wir das. Ans Metal Openair? Ja gerne, Schnitzeljagd durch die Stadt, Minigolf, Schluchtklettern, Kino, party? Liegt alles drin, weil ich mir nichts verbiete und kein Drama aus dem Alter mache. Zum Glück hab ich keinen Blog 😂
    216 5 Melden
    • honesty_is_the_key 17.09.2018 06:44
      Highlight Highlight Sehr schön geschrieben, danke.
      Ich mache auch was ich will, egal ob ich zu “alt “ oder zu “jung“ dafür bin.
      25 3 Melden
  • elmono 16.09.2018 22:05
    Highlight Highlight Bin 30ig. 187 Strassenbande, beste Leben.
    29 13 Melden
  • ReziprokparasitischerSymbiont 16.09.2018 21:55
    Highlight Highlight Ich hab die 17 anscheinend übersprungen und bin doch nie 30 geworden...
    21 0 Melden
  • eBart! 16.09.2018 21:51
    Highlight Highlight In Wien geht man montags in den Ausgang? Also in Clubs und so? Montags?
    46 1 Melden
    • Kilgore 17.09.2018 06:52
      Highlight Highlight Früher vor langer Zeit ging man in Zürich auch immer an den Cool Monday
      29 1 Melden
    • mxpwr 17.09.2018 07:18
      Highlight Highlight Montag ist der neue Donnerstag :)
      9 1 Melden
    • Merida 17.09.2018 12:59
      Highlight Highlight Es gab Zeiten da haben Partys nicht erst um Mitternacht angefangen... 😉
      23 0 Melden
  • plop 16.09.2018 21:25
    Highlight Highlight Und ich chüschele Euch jetzt auch noch was: 40 ist das bessere 25.
    46 2 Melden
  • Graviton 16.09.2018 21:17
    Highlight Highlight Jap. Der Kater ist echt mies. Dabei hab ich gar nicht so viel getrunken gestern! 🤷🏻‍♂️
    20 1 Melden
  • DerRaucher 16.09.2018 20:45
    Highlight Highlight Bin im Sommer 30 geworden. Lange habe ich mich vor dieser Zahl gefürchtet, nun ist es soweit. Man fragt sich schon etwas wo die Jahre geblieben sind. Mit 20 war das gefühlt noch alles soweit weg. Und ich merke tatsächlich das ich nicht mehr so viel Energie habe wie auch schon. Ich bleibe lieber zuhause und verbringe einen gemütlichen Abend. Wenn es dann doch mal in den Ausgang oder eine Private Party geht, ist das ganze meistens schon gegen 1-2 beendet weil alle nach und nach gehen. Mit der heutigen Trends der Jugend kann man auch nicht mehr viel anfangen.
    61 17 Melden
    • elmono 16.09.2018 22:15
      Highlight Highlight Sorry Raucher, das ist einfach Munpitz. Das ganze ist Kopfsache. Klar verbringt man gerne gemütliche Abende zu Hause, geniesst lange Gespräche mit Freunden und Familie, ach hergott ich persönlich wandere in Zwischenzeit sogar gerne. Aber ab und zu völlig wild über "dä Krampf dreiä", bis in die tiefen Morgenstunden tanzen, lachen, die Welt für einen kurzen Augenblick aus den Angeln heben, unvernünftig sein und sich berauschen an was auch immer - für das sollte man nie zu alt sein. Auch wenn die Konsequenzen bis Mittwoch noch spürbar sind. Live life to the fullest. Ein anderer 30 jähriger.
      90 7 Melden
    • efrain 17.09.2018 00:13
      Highlight Highlight Achwas. Bei mir hat Ü30 vor allem eine Geisteshaltung eingesetzt, die darauf abziehlt, das Leben im Jetzt möglichst angenehm zu gestalten. Und dazu gehören zB 8h Schlaf pro Nacht. In meinen Zwanzigern war ich eigentlich dauernd übermüdet, doch das war kein Problem, weil ich wenig Verantwortung und Eigeninterresse hatte. Heute geht das nicht mehr, bzw. ich bin ungerne verpennt. Und ich verblöde meine Wochenenden auch nicht mehr gerne damit, Kater auszukurieren, wenn ich stattdessen was unternehmen kann, das ich wirklich gerne tue. Alles eine Frage der Erfahrung und der Prioritäten.
      47 3 Melden
    • DanielaK 17.09.2018 05:59
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass man so viel weniger Energie hat. 1. Man braucht sie wahrscheinlich nur für anderes. Wenn ich mit 18 ein Haus mit Kindern zu hüten gehabt hätte, wäre ich auch dann nicht bis morgens um 4 im Ausgang gewesen. Aber es spielte keine Rolle, ich musste mich nur um mich kümmern. Und ja, ich fand meine Laune längst nicht so schlimm wie sie war. 2. Auch jüngere sehen am nächsten Tag sch..e aus, nur überspielen die es evt. besser. Weil: bin ja noch jung. Unser Verstand ist da etwas einsichtiger. Aber sind wir ehrlich: auch der Stift ist neben der Spur wenn er zu lang gefeiert hat.
      17 2 Melden
  • Tatwort 16.09.2018 20:38
    Highlight Highlight Dann gibt es also bald Ü25-Parties? So für die alten Säcke?
    71 2 Melden
  • Zürichiind 16.09.2018 20:35
    Highlight Highlight Ich empfinde das Gegenteil: Ich stehe kurz vor meinem 30igsten & fühle mich als wäre ich noch 25. :) auch wenn das mit dem Kater etwas länger dauert am Morgen danach :)
    46 3 Melden
    • IchSageNichts 16.09.2018 21:46
      Highlight Highlight Ahh das erklärt auch dein Namen...
      17 15 Melden
  • giandalf the grey 16.09.2018 20:31
    Highlight Highlight Google kann mir nicht sagen was "an der Stange flossen" sein soll 😅
    42 1 Melden
    • Stefflein 16.09.2018 20:46
      Highlight Highlight Jap, mir auch nicht. Da kommen Bilder von Fischen und Videos über Beachvolleyball. Ich fühle mich.... alt. 👵🏻
      25 1 Melden
    • Gebo 16.09.2018 21:36
      Highlight Highlight Hier könnt ihr euch ein Video dazu anschauen ;)
      Play Icon
      6 0 Melden
    • ladedruck 16.09.2018 22:05
      Highlight Highlight Dito! I don‘t get it!
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hartmann Stahlberg 16.09.2018 20:26
    Highlight Highlight Ich finde, hättest die Colgate besser im Regal gelassen und noch einen Drink mehr bestellt.
    34 1 Melden
  • Hoppla! 16.09.2018 20:08
    Highlight Highlight Nicht, dass ich noch einmal 17 sein möchte. Aber viele sind mit 25 Jahren nicht nur 30, sondern mindestens 50. Und stolz auf die zelebrierte Lethargie. Aber ja nu so de, jeder wie ihm gefällt.
    147 9 Melden
    • a-minoro 16.09.2018 21:59
      Highlight Highlight Ich bin bei dir, Bruder. Bin auch um die 30 Jahre alt resp. jung. Die Leute, welche noch ganz spontan auf ein Bier mitkommen oder am Weekend mal steil gehen, sind an einer Hand abzuzählen (wenn überhaupt). Ich schätze den ruhigen Abend ja mittlerweile auch ziemlich. Aber mit 30 ist man echt noch nicht im Altersheim und sollte dazu fähig sein, seinen Hintern vom Sofa hochzukriegen und rauszugehen.
      37 3 Melden
    • WolfCayne 16.09.2018 23:20
      Highlight Highlight 30 ischs neua 50. 🎶
      11 3 Melden
  • Scaros_2 16.09.2018 19:32
    Highlight Highlight
    Play Icon


    30 isch neue 50 und 25 neue 30? Interessant
    28 1 Melden

Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»

Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative …

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