Leben
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Nach welchen 5 Kategorien Cafés auch noch bewertet werden sollten

Bild: Unsplash

Spoiler: In Zukunft arbeite ich dann doch lieber wieder von daheim. In Jogginghose.

01.06.18, 18:05 04.06.18, 07:34


Jaja Gabi! Ich weiss eh, dass Freelancer wie ich in euren Cafés nicht unbedingt willkommen sind, wenn wir in fünf Stunden einen lausigen Tee trinken und den kompletten Vierer-Tisch zum Lunch mit Laptoptasche, Notizen und DSLR-Kamera blockieren. Um euch fleissige Gastronominnen und Gastronomen geht's in diesem kleinen Rant heute allerdings ausnahmsweise nicht.

Denn wider aller Begeisterung für fancy Laptop-Läden frage ich mich ernsthaft, in welcher Welt es sich in Cafés einfacher arbeiten lässt als im 08/15-Grossraumbüro. Dort sitzen schliesslich auch den ganzen Tag Menschen, die sich ihre Sexgeschichten beim Lunch erzählen. Wenn es nach mir geht, sollten Cafés auch mal nach anderen Kriterien als den üblichen:

Kategorien bewertet werden.  

Diesen fünf Kategorien hier zum Beispiel:

Weil nicht alle Freelancer a) ständig in ihrer 42 Grad heissen Dachwohnung sitzen oder b) 300 Franken für einen Coworking Space bezahlen können.

Die Mixer-Lautstärke für Smoothies

gif: Giphy

Frei nach dem Motto: leise, laut – oder vielleicht schon ohrenbetäubend?

Ob es das Personal hinter dem Tresen glauben möchte oder nicht: für Introvertierte und alle anderen Menschen ohne Gehörschaden sind die Smoothie-Mixer ein richtiger Pain im Gehörgang. Sorry, aber wenn alle zwei Minuten ein neuer Erdbeer-Mango-Smoothie in der Lautstärke einer intakten Schlagbohrmaschine hergestellt wird, dann bin ich schneller raus, als ich «Rechnung, bitte» sagen kann.

Die Besucherfrequenz von amerikanischen Touristen

gif: Giphy

Das Problem in manchen Cafés ist, dass man nie genau weiss, wen man dort noch so antreffen wird: busy Business-People zum Lunch? Freelancer in Sportswear-Jogginghosen (ok schuldig)? Schnoddrige Studenten? Oder sind es vielleicht amerikanische Touristinnen, die sich während meiner Lektüre von Foucault so laut über ihre Kindheit in Minnesota unterhalten, dass ich das Gefühl bekomme, ausgewandert zu sein.

Nein, ganz im Ernst: wie soll ich auch nur zwei gerade Sätze lesen, wenn Amanda gerade über ihren Upcycling-Kurs in Soho schwärmt? Next.      

Das Bestellung zu Sitzplatz-Okkupierungs-Verhältnis in Stunden, ohne dumm angesehen zu werden

Der Blick des Kellners, nachdem du seit fünf Stunden im Café sitzt. gif: Giphy

Ich wünschte auch, es wäre anders, leider ist mein Stundensatz bislang nicht so hoch, dass ich mir dafür jeden Tag ein fettes Neun-Gänge-Menü im Adlon leisten könnte. Heisst: wenn ich freelancen möchte, kann ich mir nicht ein blödes Schinken-Käse-Sandwich für neun Franken PLUS einen Tee für fünf Franken PLUS einen Kuchen für sieben Franken in zwei Stunden kaufen, nur um nicht doof angesehen zu werden.

Ein gutes Freelance-Café ist eines, in dem ich in Ruhe im Eck bei einem Muffin und Getränk arbeiten kann, bis ich halt fertig bin, ohne dabei das Gefühl zu haben, ein Parasit zu sein.    

Nähe zu Schulen und Kindergärten mit Auslaufoption

gif: Giphy

Wer schon einmal ein WG-Zimmer hatte, dessen Fenster in den Schulhof ragten, weiss wovon ich spreche: abgesehen vom Smoothie-Mixen ist nichts so anstrengend, wie alle 50 Minuten von einer kreischenden Bande 7-Jähriger aus dem Schlaf gerissen zu werden.    

Anzahl an Steckdosen in Tischnähe

Auch nervig: überbelegte Steckdosen. gif: Giphy

Letztens in einem Co-Working-Café, das ich nie wieder betreten werde: ich bestelle an der Theke, bezahle meine Bowl, suche einen der zahlreichen freien Plätze auf und stelle nach fünf Minuten Wühlerei im E-Mail-Posteingang fest, dass sich unter meinem Tisch gar keine Steckdosen befinden. Und auch nicht auf dem Platz neben mir. 

Total schlau, so ein Freelance-Cafés zu eröffnen, um dann das Wesentlichste zu vergessen.

Sorry, aber wenn ich keinen Strom krieg, dann fahr ich wieder heim. Wo es sich, zumindest soweit ich das bisher feststellen konnte, immer noch am besten in Jogginghose arbeiten lässt. Und das gänzlich ohne Nebengeräusche.     

Was meint ihr. Hab ich was vergessen, Leute?

So kannst du deinen Kaffe zuhause machen, damit du dich nicht mehr ins Café setzen musst: 

Video: watson

Instagram ist für viele Freelancer ein wichtiges Arbeitsmittel – diese Accounts sind besonders schön:

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 02.06.2018 13:36
    Highlight Tja, wer Bürokosten reduzieren möchte muss mit Entbehrungen leben. Ich habe eins zu hause und gebe die Kosten an die Steuer weiter.
    16 0 Melden
  • pascii 02.06.2018 12:48
    Highlight Gibts in Züri ein Kaffee wo Bildschirm-arbeiten verboten ist?
    10 1 Melden
  • elias776 02.06.2018 12:21
    Highlight Kurze Frage:

    Ist dieser Artikel satirisch gemeint?
    54 0 Melden
  • din Vater 02.06.2018 10:27
    Highlight "Ein gutes Freelance-Café ist eines, in dem ich in Ruhe im Eck bei einem Muffin und Getränk arbeiten kann, bis ich halt fertig bin, ohne dabei das Gefühl zu haben, ein Parasit zu sein."
    Wenn du dich so in einem Café verhälst, dann bist du - und das weisst du selber - ein Parasit. Du erwartest nämlich, dass dir das Café die gesamte Infrastruktur mehr oder weniger gratis zur Verfügung stellt.
    85 0 Melden
  • Rainbow Pony 02.06.2018 08:50
    Highlight Bibliothek: hat alles, was du willst. Steckdosen, gratis, keine Smoothiemaschinen, keine Touristen - dafür schnoddrige (wieso eigentlich schnoddrig?!) Studenten. Aber ein guter Deal.
    78 0 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.06.2018 13:44
      Highlight Mein homeoffice: Steckdose check, Smoothie maschine gibts nicht check, Touristen und Studenten und Schüler auch nicht. Kaffee gibts. Internet auch... perfekt
      18 0 Melden
  • sowhat 02.06.2018 07:52
    Highlight Und wie soll der Kaffebesitzer deiner Meinung nach die von dir gewünschte Infrastruktur finanzieren, wenn du in 5 Std einen Tee trinkst und er deinetwegen noch nicht mal Smoothies an andere Gäste verkaufen darf--- die für dich bitte auch noch schweigen sollen... Als Kaffeehaus betreiber würde ich mich genau über solche Gäste auslassen, die in ihren Joggingklamotten einen halben Tag lang einen Tisch mit ihrem Kram belegen und meine zahlenden Gäste noch blöd anfeixen.
    In diesem Sinne, für einen satirischen Artikel, ganz gut gelungen 🤣
    129 0 Melden
  • Firefly 02.06.2018 05:59
    Highlight Cafes sind auch nicht zum arbeiten da, waren sie nie, man geniesst dort das Leben und den Kaffee.
    83 0 Melden
  • Ökonometriker 02.06.2018 02:02
    Highlight Ich arbeite ab und an auch gern mal in einem Café. Dazu suche ich mir immer solche mit tiefer Belegung aus. Das hat zwei Vorteile: 1) man hat Ruhe und 2) die Besitzer stört es nicht wenn man länger dort sitzt, weil ihnen kein Umsatz entgeht.
    12 17 Melden
  • leu84 02.06.2018 01:26
    Highlight Man kann ja auch ein Freelancer-Supa-Hipsta-Café an Toplage eröffnen. Wenn man nur einen Tee pro 5h schlürft, muss man wohl CHF 50.- verlangen. Von Café-Betreiber viel fordern, kaum etwas konsumieren und hier Jammern finde ich nicht schön.
    82 0 Melden
  • Ominoreg 02.06.2018 00:52
    Highlight Gute alte Zeit als Student: IKEA-Restaurant, all-you-can-drink. Einmal von einem englischsprachigen Herrn des Terrorismuses verdächtigt, ansonsten angenehm.
    29 3 Melden
  • loki 01.06.2018 23:59
    Highlight Ich bin mir nicht ganz sicher ob dieser (Nonsens) eher satirisch gemeint ist...
    Denken Sie,die Miete für eine Caférestauration (a.k.a Non-Workingplace) sei Handgeld? W-Lan, Strom,Personal,sanitäre Anlagen,Putzkräfte,Material gratis? Sie fühlen sich sicher auch ein bisschen wohler, wenn sie nach ihrem einzigen Tee,mal aufs Klo müssen und es sauber vorfinden. Oder das Servicepersonal sie anständig bedient, da ebensolche auch anständig (?) verdienen...
    Mieten sie sich ein Atelier o.ä., Kaffemaschine mit Dampf und geniessen ihren Kaffee oder Tee in entspannter Atmosphäre ohne Teekosten und Lärm😘
    64 0 Melden
  • Lichtblau550 01.06.2018 22:08
    Highlight „Sorry, aber wenn ich keinen Strom krieg, dann fahr ich wieder heim.“ Tun Sie das doch. Wer genau hätte etwas dagegen?
    90 0 Melden
  • Phrosch 01.06.2018 21:50
    Highlight Es gibt gute Gründe, warum es Café und nicht Arbeitsplatz heisst. Mir tun die Leute leid, die im Café arbeiten (also dort ihre Arbeitsstelle haben), nicht die, die ihr Büro freiwillig dorthin verlegen und sich dann ärgern, dass es dort andere Menschen hat, die es wagen, sich zu unterhalten.
    56 0 Melden
  • Knety 01.06.2018 21:01
    Highlight Und die Lösung all deiner Probleme heisst: Universitätscaffeteria!
    Oder alternativ Homeoffice. Klingt auch cooler.
    106 0 Melden
  • Idrisi 01.06.2018 20:59
    Highlight Einfach ein 1.Klasse GA kaufen und nach 9:30 in der Schweiz rumfahren. Da hat es immer eine Steckdose.
    115 0 Melden
  • Coppoletti 01.06.2018 20:11
    Highlight Das wird mir vermutlich viele Blitze bescheren, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man über normale Cafés herziehen sollte, die nicht automatisch mit dem gesamten Coworking-Equipment ausgestattet sind? Genau dafür gibt’s doch Coworking Offices, welche teilweise auch nur stundenweise mieten kann. Oder verstehe ich etwas falsch?
    215 1 Melden
    • leu84 02.06.2018 01:16
      Highlight Vollkommen richtig.
      26 0 Melden
  • Blitzableiter 01.06.2018 19:37
    Highlight Kann man sich zum arbeiten nicht auch einfach Zuhause ein ruhiges Zimmer einrichten, statt sich über Cafés zu beschweren? Und wer nicht in der lage ist sich Zuhause auf die Arbeit zu konzentrieren, sollte sich vielleicht einen anderen Job suchen.
    133 2 Melden
    • Hans Jürg 02.06.2018 19:56
      Highlight Das geht sogar am Küchentisch, wenn man kein extra Zimmer hat.
      5 0 Melden
  • Pachyderm 01.06.2018 19:10
    Highlight Ich bin zwar kein Freelancer in Jogginghose, aber arbeite daheim auch nicht sonderlich effizient. Weshalb ich aber dafür ein Café einem Bibliothek-Lesesaal vorziehen sollte weiss ich jetzt auch nicht...
    133 4 Melden
  • Scaros_2 01.06.2018 19:00
    Highlight Oh ja grossartige idee - arbeiten in einem öffentlichen raum via ungesichertem w-lan. Darüber freuen sich unternehmen ungemein,....not!
    247 9 Melden
    • Blitzmagnet 02.06.2018 01:24
      Highlight VPN mit OTP
      2 3 Melden
    • Firefly 02.06.2018 06:00
      Highlight VPN?
      2 3 Melden
    • Scaros_2 02.06.2018 09:29
      Highlight Wisst ihr 2 Helden wie viele Leute es ständig nervt, das man alles via VPN machen muss und dann die Daten Lokal dann speichern und sich mit dem nächst besten W-Lan verbinden weil sie noch Web-Whatsapp haben möchten?

      VPN ist ne nette sache - wenn man es dann nutzt!
      0 3 Melden
    • Suchlicht 02.06.2018 10:16
      Highlight VPN wohin für eine Freelancerin? Ins Homeoffice? Und die Infrastruktur dazu baut und unterhält sie selbst, wenn sie anscheinend dort noch nicht mal einen schlauen Arbeitsplatz hat?
      7 2 Melden
  • Luca Brasi 01.06.2018 18:40
    Highlight Viel Spass mit der Lektüre des französischen Begründers der Diskursanalyse, Frau Jankovska...

    aber: USA! USA!🇺🇸 😜

    12 10 Melden
  • SVRN5774 01.06.2018 18:34
    Highlight Blöde Frage, aber wieso arbeiten Sie nicht einfach von Zuhause aus? 😅
    403 6 Melden
    • Darkglow 01.06.2018 21:58
      Highlight Arbeiten sie nur einen Monat von zu hause aus.
      Die eigenen vier wäde werden schnell mal kleiner und kleiner
      1 15 Melden
  • Gurkentruppenchefin 01.06.2018 18:24
    Highlight Die Kosten für einen Arbeitsplatz kann man von den Steuern abziehen. Es gibt extra Co-Working-Places, an welchen man den ganzen Tag ungestört mit Top Equipment arbeiten kann. Ich finde Kaffee-Besitzer können selbst entscheiden, ob sie gewisse Tische für Freelancer freimachen wollen. Finde den Artikel etwas überheblich. Wenn am Anfang das Business noch anläuft muss man zurückstecken, ist part of the deal
    425 2 Melden

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Amanda Oleander illustriert Menschen, vorzugsweise Pärchen, in sehr intimen Momenten und teilt diese mit ihren rund 50'000 Followers auf Instagram.

Dabei zeichnet sie die eng miteinander verbundenen Menschen nicht etwa beim Geschlechtsverkehr oder heftigen Diskussionen, sondern bei ganz normalen Alltagssituationen. Beim Angucken der Illustrationen merkt man: Es sind die kleinen Dinge, welche die ganz grosse Liebe ausmachen.

(cta)

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