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Gewalt, Sex und homoerotische Inhalte – 9 Musikvideos, die für einen Skandal sorgten

08.05.18, 19:59 09.05.18, 09:51


Vor kurzem veröffentlichte der US-amerikanische Schauspieler und Rapper Donald Glover aka Childish Gambino ein Musikvideo, das für Aufruhr sorgte:

Selbstverständlich ist ein solch provokanter Videoclip nichts Neues. In der Geschichte der Musik wurde schon oft provoziert – um auf Missstände aufmerksam zu machen, aus Kommerz oder beiderlei. 

Michael Jackson – «Thriller» (1983)

500'000 US-Dollar liess Michael Jacksons Plattenfirma sich den Videoclip zum Song «Thriller» kosten. Obwohl das 14-minütige Video von Kritikern begeistert aufgenommen wurde, gab es auch negative Stimmen.

Jackson wurde dafür kritisiert, Gewalt und Okkultismus in seinem Video zu verherrlichen. Schlussendlich sah sich der damals frischgebackene Megastar sogar dazu genötigt, sich für den Musikclip zu entschuldigen.

Frankie goes to Hollywood – «Relax» (1983)

1985 wurde Relax mit dem BRIT Award für die beste Single ausgezeichnet. Noch zwei Jahre zuvor sah das ganz anders aus. Kaum war die Platte erschienen, wurde der Song und auch der dazugehörige Clip boykottiert.

Der homoerotische Text wurde von einem Clip unterstrichen, den die breite Masse der 80er Jahre als absolut obszön ansah. Doch auch ohne das Musikvideo war der Song für viele ein Affront. Die BBC setzte das Stück sogar auf den Index. Erst, nachdem private Radiosender den Song regelmässig spielten, konnte sich auch die BBC dazu durchringen, «Relax» wieder ins Programm aufzunehmen.

Falco – «Jeanny» (1985)

Mit seinem Lied über einen Mann, der eine Beziehung mit einem jungen Mädchen hat, sorgte Falco für eine der grössten Skandale der deutschen Musikgeschichte. Unterstrichen wurde der vieldeutige Text von einem Musikclip, der für viele nur einen Schluss zuliess: Hier wird die Sichtweise eines Stalkers oder gar Vergewaltigers glorifiziert.

«Jeanny» wurde beinahe durchgehend von Radio- und Fernsehstationen boykottiert. Nur in der Hitparade wurde der Titel, weil er auf Platz eins landete, auszugsweise gespielt – allerdings nur einmal pro Woche. Thomas Gottschalk nannte Falco damals in einer Kolumne ein Wiener Würstchen, das nur Schwachsinn produziere.

Madonna – «Like a Prayer» (1989)

Brennende Kreuze, ein schwarzer Jesus, mit dem Madonna auch noch knutschte. Dass «Like a Prayer» 1989 selbst unter Fans nicht auf viel Gegenliebe stiess, dürfte wohl niemanden verwundern.

In Amerika war das Entsetzen so gross, dass das Video nicht nur boykottiert, sondern umgehend abgesetzt wurde. Selbst in Europa zeigte man sich schockiert und selbst MTV sendete das blasphemische Video nur nachts.

The Prodigy – «Smack My Bitch Up» (1997)

Nein, der Titel war nicht das Problem dieses Videos. Vielmehr sorgten die Gewaltszenen darin für grosses Entsetzen. Selbst die Band war schockiert und sprang noch während des Drehs vom Projekt ab.

Regisseur Jonas Äkerlund stellte das Video daraufhin auf eigene Faust fertig, damit er es wenigstens in sein Portfolio aufnehmen konnte. Nach der Fertigstellung bekannte sich The Prodigy dann allerdings doch zum Clip. Eine gute Entscheidung – heute gilt das Video als Meilenstein und eines der besten Musikvideos aller Zeiten.

t.A.T.u – «All The Things She Said» (2002)

Ausgerechnet aus Russland kam vor 16 Jahren ein Musikvideo, in welchem zwei minderjährige Mädchen miteinander knutschen. Vor allem in Grossbritannien empörte man sich wegen des Inhalts, da zu dieser Zeit eine Debatte über Pädophilie im Gange war.

Genützt hat der provozierte Skandal vor allem den Verkaufszahlen. Der Song erhielt nur gemischte Kritiken und Musikexperten sind sich heute einig, dass das Lied ohne den Clip kaum so erfolgreich gewesen wäre.

Christina Aguilera – «Can't Hold Us Down» (2002)

Wenn Christina Aguilera sich einen spritzenden Gartenschlauch zwischen die Beine klemmt und ihr Becken vor und zurück bewegt, schrillen bei der Zensurbehörde die Alarmglocken.

Auf MTV wurde der Clip nur in einer zensierten Version gesendet. Somit hielt Aguilera eben ein verpixeltes, längliches Etwas zwischen ihren Beinen, aus dem Wasser spritzte. Sicher nicht der Effekt, den die Zensurbehörde erreichen wollte.

M.I.A. – «Born Free» (2010)

Youtube sperrte das Video zu «Born Free» mit der Begründung «zu brutal und zu nackt». Tatsächlich ist der Musikclip nichts für schwache Nerven, selbst wenn er ausdrücklich für ein Publikum ab 18 Jahren produziert wurde. Selbst die geschnittene Fassung wurde nur mit einem entsprechenden Warnhinweis auf MTV gesendet.

Die Sängerin selbst rechtfertigte die Machart des Videos gegenüber der «Welt am Sonntag» folgendermassen:

«Der Begriff des Terrorismus wurde in den vergangenen Jahren pervertiert. Ich habe im Internet eine Liste von Eigenschaften gefunden, die einen Terroristen definieren. Je nach Auslegung, kann jeder das Pech haben, als Terrorist zu gelten.»

Miley Cyrus – «Wrecking Ball» (2013)

Eben noch war Miley Cyrus ein höflicher, folgsamer Disney-Star und schon turnt sie nackt auf einer Abrissbirne herum. Zu allem Überfluss leckt sie dann auch noch die Kette, an der die Metallkugel aufgehängt ist, ab.

Während die Eltern der Disney-Channel-Generation beinahe einen Herzinfarkt bekamen, bemängelten Musikkritiker den plumpen Inhalt des Videoclips. Miley Cyrus hingegen sah das natürlich ganz anders. Schaue man nur genau genug hin, würde man erkennen, wie gebrochen sie in dem Video sei.

Kannst du dich noch an einen weiteren Musikclip erinnern, der für Gesprächsstoff gesorgt hat? Schreib es uns in die Kommentare.

Hier geht's auch um Musik – irgendwie: Coachella: Hippie trifft Hipster

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29
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • türülüü 09.05.2018 10:55
    Highlight Dieses Video hat zwar keine mediale Aufmerksamkeit bekommen, aber für mich ist es einer der verstörendsten Clips, die ich je gesehen habe..
    Alt-J - Hunger of the Pines

    2 1 Melden
  • züristone 09.05.2018 10:14
    Highlight Kein Skandalvideo, aber eines das mich als Teenie sehr beindruckt und beschäftigt hat war ‚Runaway train‘ von Soul Asylum. In gewissen Versionen sah man am Schluss Fotos von vermissten Kindern, die tragischerweise teilweise auch Jahre später nicht gefunden wurden oder leider ein schlimmeres Ende gefunden haben.
    4 0 Melden
  • Polaroid 09.05.2018 08:49
    Highlight Madonna mit Erotica wurde auf MTV nur von 1-5 Uhr morgens ausgestrahlt
    3 0 Melden
    • Sarkasmusdetektor 09.05.2018 12:10
      Highlight Und dabei war Erotica fast schon harmlos nach Justify my Love. Madonna könnte sowieso locker eine eigene Liste zu dem Thema füllen.
      4 0 Melden
  • Ophelia Sky 09.05.2018 05:40
    Highlight Elastic Heart von Sia mit Shia LaBeouf und Maddie Ziegler
    7 2 Melden
  • Benji Spike Bodmer 08.05.2018 23:55
    Highlight Der hier gehört mit rein, denke ich.
    25 1 Melden
  • Menel 08.05.2018 23:39
    Highlight Dieser Clip ist mir noch zum Thema eingefallen:

    13 0 Melden
    • eselhudi 09.05.2018 01:35
      Highlight grandios ❤️
      6 0 Melden
  • da steppt der bär 08.05.2018 23:37
    Highlight War jetzt nicht so meine Zeit, aber der "Boys" Clip von Sabrina dürfte wegen des locker sitzenden Bikinis auch nicht allen gepasst haben?
    7 0 Melden
  • Gzuz187ers 08.05.2018 23:24
    Highlight Und natürlich dieses schöne Video hier
    12 0 Melden
    • Smacun 09.05.2018 01:12
      Highlight K.I.Z. ❤️
      2 0 Melden
  • Gzuz187ers 08.05.2018 23:18
    Highlight Rammstein-Mein Herz brennt, nicht so brutal von den Bildern, allerdings mit einer ziemlich tiefen, brutalen Bedeutung.
    7 2 Melden
  • plaga versus 08.05.2018 23:08
    Highlight Also, ich finde Subzonics "Baby" das absolut nackteste und erotischste Musikvideo das ich je gesehen habe.

    10 5 Melden
  • Schmirinskis 08.05.2018 22:59
    Highlight Hat sich nicht herausgestellt, dass die Mädels von t.A.T.u hetero sind?
    10 0 Melden
  • Menel 08.05.2018 22:58
    Highlight The Prodigy – «Smack My Bitch Up»

    Ich weiss noch, wie begeistert ich von diesem Musikclip war, als ich ihn das erste mal gesehen habe. Zählt für mich immer noch zu den besten Clips überhaupt.
    12 0 Melden
  • Roman Stanger 08.05.2018 22:45
    Highlight Also das Thriller-Video war eigentlich nicht wirklich so ein Skandal. Der Knackpunkt war mehr, dass Michael Jackson damals ein Zeuge Jehova war, weswegen deren Chefs ihm auf die Finger geklopft haben, und er dann in der hauseigenen Postille "Erwachet!" (ja, eins von den Blättchen, die sie gratis auf der Strasse verteilen) zu Kreuze kriechen musste. Das war eigentlich mehr so eine interne Kontroverse.
    6 0 Melden
  • Mia_san_mia 08.05.2018 22:16
    Highlight Der Prodigy-Clip ist halt schon geil 😎
    15 0 Melden
  • Raembe 08.05.2018 22:11
    Highlight Mir fehlt: big bad wolf von duck sauce
    12 5 Melden
    • Raoul Duke 08.05.2018 23:34
      Highlight WTF 🤣
      7 0 Melden
    • chliini_91 09.05.2018 01:28
      Highlight Wie diese Idee wohl entstanden ist...🤔🤣
      2 0 Melden
  • Walter Sahli 08.05.2018 21:26
    Highlight Das Soldatenhandwerk wird in Nr. 8 sehr treffend dargestellt.
    1 6 Melden
    • Gähn on the rocks 08.05.2018 22:25
      Highlight das heisst?
      1 5 Melden
    • Walter Sahli 08.05.2018 22:48
      Highlight Welches Wort verstehst Du nicht?
      3 2 Melden
  • supremewash 08.05.2018 21:07
    Highlight Rock DJ von Robbie Williams lief auf MTV auch in 100 verschiedenen Schnitten.
    19 4 Melden
  • Mr. Impartial Pants 08.05.2018 20:59
    Highlight Madonna hat mit "Justify My Love", "Erotica" und "What It Feels Like for a Girl" noch weitere Skandalvideos gehabt, wobei WIFLAG ein Meisterstück von Guy Ritchie war, den ich damals in US auch auf DVD gekauft habe. Ach ja und Above and Beyond hat einen fantastischen Trance remix davon gemacht...

    UNKLE hat mit "Rabbit in Your Headlights" ebenfalls einen kleinen Skandal verursacht.

    Eines der verstörensten Videos finde ich noch immer "Come to Daddy" von Aphex Twin, da wird's nur noch bei David Lynch oder Terry Gilliam schräger.
    15 2 Melden
  • locin 08.05.2018 20:55
    Highlight Also ich persönlich fand den Clip von «What I've done» von Linkin Park zu dieser Zeit sehr eindrücklich, da es einen Schnelldurchlauf der Gräueltaten der Menscheit zeigt. Klar, war da auch noch etwas jünger
    35 3 Melden
  • real donald trump 08.05.2018 20:47
    Highlight Blurred Lines fällt mir sponti noch ein!
    14 2 Melden
  • Max Cherry 08.05.2018 20:45
    Highlight Justice - Stress
    26 5 Melden
    • Smacun 09.05.2018 01:15
      Highlight Geniale Band, geniales Lied, aber bei dem Video geht mein Puls immer gleich rauf und ich werde aggressiv. Passt wirklich in diese Kategorie.
      4 0 Melden

Who runs the world? 148 Frauen, die ihr euch zum Vorbild nehmen könnt 

Wir haben einen Kanon gemacht. Das ist dieses Ding, in dem normalerweise steht, welche männlichen Künstler, Wissenschaftler, Denker für die Welt notwendig sind. Aber nicht bei uns. #DIEKANON

In Zusammenarbeit mit: Jelena Gučanin, Nana Karlstetter, Mahret Kupka, Julia Pühringer, Theresia Reinhold, Hedwig Richter, Nicole Schöndorfer, Margarete Stokowski und Brigitte Theissl.

Je verwirrender die Welt scheint, um so stärker wird dem Menschen die Sehnsucht nach einer Ordnung. Nach einer Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihm Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihm Leuchtturm sein können, in der immer wiederkehrenden, scheinbar schrecklichsten aller Zeiten.

Verständlich also die …

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