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Filme wie Parfüm-Werbung: Berlinale total

Dieses Wochenende werden an den Internationalen Filmfestspielen Berlin die Preise verliehen: eine kurze Übersicht über die Kandidaten. 
17.02.2017, 17:41

Die 1951 zum ersten Mal ausgerichtete Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmwettbewerben überhaupt. Da ist es auch nicht überraschend, dass man in der Jury Namen findet wie Paul Verhoeven und Maggie Gyllenhaal.  

Dieses Jahr werden über 400 Filme gezeigt und knapp eine halbe Million Besucher erwartet. Die folgenden 18 Filme sind Anwärter auf den begehrten goldenen Bären.

Ein Überblick:

Regisseur: Hiroyuki Tanaka aka SABU

Mr. Long (JPN)

Ein schweigsamer taiwanesischer Profi-Killer wird für einen Auftrag nach Japan geschickt, wo alles schiefgeht. Halbtot erwacht er in einer Baracke am Stadtrand und findet ein neues Leben

Regisseur: Oren Moverman

The Dinner (USA)

Zwei Pärchen, ein Restaurant, ein Abend, sechs Gänge. Die beiden Elternpaare haben darüber zu entscheiden, wie umzugehen sei mit dem Verbrechen, das ihre Kinder begangen haben. Mit Richard Gere und Laura Linney.

Regisseur: Liu Jian

Hao ji le, «Have a nice day»(CHN)

Gesellschaftsdarstellungen in China sind schwierig. Sie könnten von der Partei immer auch als zu kritisch ausgelegt werden. Liu Jian produzierte mit seinem eigenen Animationsstudio eine schwarze Komödie über philosophierende Gangsterbosse, in die Jahre gekommene Auftragsmörder und den Überlebenskampf ermüdeter Männer und Frauen. Und dann ist da noch diese Tasche mit einer Million Yuan. 

Regisseurin: Teresa Villaverde

Colo (POR)

Der Film folgt einer Familie in Lissabon während der Wirtschaftskrise und zeichnet leise ein Bild über die Folgen des schleichenden Wohlstandsverlusts. 

Regisseurin: Ildikó Enyedi

Teströl és lélekröl, «On body and soul» (HUN)

Magischer Realismus verbindet die von Tieren belebten Träume von Maria und Endre mit ihrer kalten Wirklichkeit als Angestellte eines Schlachthofs. Maria ist seelisch beeinträchtigt – zumindest nach allgemeinen gesellschaftlichen Standards. Endre findet sie interessant und ist selber ein Aussenseiter, sein rechter Arm ist gelähmt. Die beiden finden sich und stossen sich ab. Wieder und wieder.  

Regisseur: Călin Peter Netzer

Ana, mon amour (ROU)

Eine Studie über eine Liebesbeziehung einerseits, das Leben mit einer psychischen Krankheit und deren Überwindung andererseits. Ana leidet an Panikattacken und Toma ist für sie da. Bis es nicht mehr weiterzugehen scheint. 

Regisseur: Hong Sang Soo

Bamui haebyun-eoseo honja, «On the Beach at Night Alone» (KOR)

«Wie immer bei Hong gibt es Gespräche, bei denen sich die Wörter verirren, auf der Suche nach ihrem Sinn. Die Menschen trinken und die Wörter werden betrunken. Sätze kehren wieder wie nicht ganz gescheit. Sätze über die Liebe, das Alter; das Alter, die Liebe; die Liebe, das Alter. Die Sätze und die Wörter sind tief empfunden, aber sie bedeuten nicht, was sie sagen, jedenfalls nicht einfach so.»
Ekkehard Knörer
Regisseur: Etienne Comar

Django (FRA)

Ein Portrait über den französischen Jazzgitarristen und Sinto Django Reinhardt, den die Nazis damals liebend gerne für ihre Propaganda eingesetzt hätten. 

Regisseur: Andres Veiel

Beuys (GER)

Über den streitbaren Künstler sei bereits alles gesagt, könnte man meinen. Doch Deutschlands profiliertester Dokumentarfilmer eröffnet neue, erstaunlich friedliche Ansichten auf einen Mann, der die Gesellschaft verändern wollte. 

Regisseur: Aki Kaurismäki

Toivon Tuolla Puolen, «The other side of hope» (FIN)

Kaurismäki zeichnet in der abseitigen Stille Finnlands wieder mal Bilder einer Welt, wie sie absurder, aber auch schöner sein könnte, als sie es ist. Ein syrischer Flüchtling ohne Hoffnung und ein desillusionierter Vertreter für Krawatten machen ein Restaurant auf ...

Regisseur: Thomas Arslan

Helle Nächte (GER)

Eine Geschichte der Entfremdung zwischen Vater und Sohn. Angesiedelt in der endlosen Weite Norwegens. Ein Stop-and-go-Roadmovie der Sprachlosigkeit. 

Regisseurin: Sally Potter

The Party (GBR)

Nur 71 Minuten dauert dieser Film in Schwarz und Weiss. Die Gastgeberin der Party hat es zur Ministerin gebracht. Zwischen Drama und Komödie oszillierend gerät der Abend zunehmends ausser Kontrolle und immer mehr Geheimnisse kommen ans Tageslicht.  

Alain Gomis

Félicité (FRA)

Der französisch-senegalesische Regisseur Alain Gomis zeigt ihn unverhohlen, den unerbittlichen Kampf ums Geld in der afrikanischen Ökonomie, wo es keine Arbeit, keine Fabriken, keine Geschäfte gibt. Félicité muss eine unerreichbare Summe auftreiben für die Behandlung ihres Sohnes nach dessen Unfall. Dabei ist sie mutiger, als es ihr guttut. 

Regisseur: Josef Hader

Wilde Maus (AUT)

Musikkritiker Georg versteht die Welt nicht mehr. Darum wird ihm schliesslich auch gekündigt. Doch dies ist nur der Beginn einer Reihe an Eskalationen, die nackt im Schnee endet, mit Jack Daniels und Schlaftabletten. Doch ist das wirklich das Ende?

Regisseur: Sebastián Lelio

Una mujer fantástica (CHI)

Noch während ihrer ersten gemeinsamen Reise stirbt Lorenas neuer Freund unvermittelt an einer Gehirnblutung. Was danach kommt, beschreibt das Ringen der Transgender-Frau Lorena um sexuelle Selbstbestimmung in ihrem Verhältnis zur Familie des Mannes wie auch in einer modernen, aber nicht toleranten südamerikanischen Gesellschaft. 

Regisseur: Volker Schlöndorff

Rückkehr nach Montauk (GER)

Stellan Skarsgård und Nina Hoss in einem von Max Frisch inspirierten, aber von der literarischen Vorlage abgesetzten Stück Erzählkino. Wunderschöne Ansichten der Küstenlandschaft Montauks, ein alter Mann, der sich in Erinnerungen verliert, und eine grossartige Nina Hoss. 

Regisseurin: Agnieszka Holland

Pokot, «Spoor»(POL)

Duszejko, eine pensionierte Brückenbauingenieurin, lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist charismatisch, exzentrisch, eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn und bei dessen Leiche eine Hirschfährte. Und dann sterben weitere Männer auf mysteriöse Weise.

Regisseur: Marcelo Gomes

Joaquim (BRA)

Der Film folgt Joaquim und einer ethnisch gemischten Gruppe von vier Mitstreitern auf eine Expedition, bei der sie neue Goldvorkommen erschliessen sollen. Die fünf Männer müssen sich durch den Sertão, eine bergige Wüstenlandschaft im Nordosten Brasiliens, schlagen, die als unzugänglich gilt. Das Ganze spielt sich um 1746 ab, während der portugiesischen Kolonialherrschaft. 

Blicken wir zurück: Das war die Berlinale 2016

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Berlinale 2016
quelle: epa/dpa / bernd von jutrczenka
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