Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Britische Forscher geben Tipps: So nimmst du an den Feiertagen nicht zu

weihnachten essen

Das alles essen und dabei nicht zunehmen? Britische Forscher wollen Lösungen gefunden haben. Bild: shutterstock



Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Britische Forscher geben Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. Und das wirkt tatsächlich.

Vanillekipferl, Glühwein, Spekulatius: Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen ein Fest der Pfunde. Anscheinend genügt es allerdings, eine Reihe einfacher Tipps zu befolgen, um die gefürchteten Feiertagskilos zu vermeiden – das ist zumindest das Resultat einer Studie von sechs Forscherinnen der britischen Universitäten Birmingham und Loughborough, die sie im medizinischen Fachblatt «The BMJ» präsentieren.

Im Schnitt nehmen wir ein Kilo pro Jahr zu – den grössten Teil an Weihnachten

Dass die Zeit zum Jahresende eine Herausforderung für die schlanke Linie ist, ist keine neue Erkenntnis. Das Problem: Die über die besinnlichen Tage angefutterten Fettpolster brauchen viel länger, um wieder zu schmelzen – wenn überhaupt.

So erklärt Amanda Daley, Verhaltensmedizinerin und Autorin der aktuellen Studie: «Im Durchschnitt nehmen die Menschen über das Jahr gesehen bis zu einem Kilo zu.» Allerdings entfalle ein grosser Teil dieser Zunahme auf die Weihnachtszeit. «Gewicht, das man während der Feiertage gewonnen hat, wird oft nicht mehr verloren», stellt die Wissenschaftlerin der Universität Loughborough fest.

Am Weihnachtstag essen wir dreimal so viel wie sonst 

Eine Zunahme von einem Kilo sei für sich genommen nicht viel. Über zehn Jahre betrachtet wäre der Zuwachs allerdings erheblich. Angesichts der vielen Versuchungen im Dezember fällt es jedoch selbst den diszipliniertesten Menschen schwer, sich bei der Kalorienaufnahme zurückzuhalten. «Allein am Weihnachtstag werden bis zu 6000 Kalorien konsumiert – drei Mal mehr als die empfohlene Tageszufuhr», betont auch Erstautorin Frances Mason, Ernährungswissenschaftlerin an der Universität Birmingham.

Unter dem Namen «Winter Weight Watch Study» testeten die Forscherinnen 2016 und 2017 Handlungsempfehlungen, die von der Völlerei abhalten sollten. Zu diesem Zweck teilten sie 272 Freiwillige mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren in zwei Gruppen ein. Die Interventionsgruppe wurde gebeten, sich mindestens zweimal die Woche zu wiegen, idealerweise jedoch jeden Tag, und das Gewicht schriftlich festzuhalten.

Altbewährte Tipps zeigen tatsächlich Erfolge

Ausserdem wurden den Probanden zehn einfache Tipps gegeben, um nicht zuzunehmen. Dazu gehörte, möglichst immer zu den gleichen Zeiten zu essen, auf fettreduzierte Speisen zu setzen, 10'000 Schritte am Tag zu gehen, zu gesunden Snacks zu greifen und überhaupt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen sowie keine Mahlzeiten nebenbei etwa beim Fernsehen zu konsumieren. Zudem sollten die Teilnehmer auf versteckte Zucker und Fette achten, ebenso wie auf Kalorien in Getränken und auf ihre Portionsgrössen.

33 Minuten Gehen – für nur einen Glühwein 

Zu langes Sitzen sollte ausserdem vermieden werden: So wurde den Probanden der Interventionsgruppe empfohlen, tagsüber jede Stunde für zehn Minuten aufzustehen. Gleichzeitig bekamen sie eine Übersicht darüber, wie viel körperliche Aktivität nötig ist, um beliebte Weihnachtsleckereien zu verbrennen. So müsse man zum Beispiel 21 Minuten rennen, um das traditionelle englische Feiertagsgebäck «Mince Pie» abzutrainieren, für ein kleines Glas Glühwein seien hingegen 33 Minuten Gehen notwendig.

«Glühwein ist sch**sse»

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Im Gegensatz dazu bekam die Vergleichsgruppe nur ein allgemeines Infoblatt zum Thema gesunder Lebensstil ohne ernährungswissenschaftliche Ratschläge. Alle Teilnehmer wurden im November und Dezember sowie im Januar und Februar der Untersuchungsjahre vermessen und gewogen.

Probanden nehmen sogar ab

Tatsächlich nahmen die Mitglieder der Vergleichsgruppe in dem Zeitraum im Schnitt 0.37 Kilogramm zu, während die der Interventionsgruppe sogar 0.13 Kilo abnahmen. Der Unterschied betrug demnach rund ein Pfund.

Die Wissenschaftlerinnen schliessen aus diesen Ergebnissen, dass sich die Interventionsgruppe mit Hilfe der Empfehlungen und des regelmässigen Wiegens eher disziplinieren konnte. «Unsere Forschung zeigt, dass schon eine kurze Intervention über die Weihnachtszeit helfen kann, die kleinen Gewichtszunahmen zu verhindern, die sich ansammeln und die Fettleibigkeitsepidemie antreiben», fasst Verhaltensmedizinerin Daley zusammen.

Entsprechend sollten Entscheidungsträger aus dem Gesundheitswesen über derartige einfache Programme nachdenken, die «Gewichtszunahmen der Bevölkerung in einer hochriskanten Zeit wie den Feiertagen verhindern», so das Fazit der Studie, die vom britischen Nationalen Institut für Gesundheitsforschung (NIHR) unterstützt wurde. (tam/sda/dpa)

Endlich Weihnachtsessen mit den Kollegen und diesen 10 Typen

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Weihnachten

Und hier: 14 Gadgets, die du haben willst, wenn du Wein liebst 

Link zum Artikel

Wir präsentieren unsere besten Geschenk-Ideen und du lieferst noch bessere – Deal? Deal!

Link zum Artikel

Purer Hass oder grosse Freude? Verrate uns, welcher Weihnachts-Typ du bist!

Link zum Artikel

Du bist ein Weihnachtsmarkt-Muffel? Dann verpasst du diese 21 Dinge

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lörrlee 11.12.2018 11:18
    Highlight Highlight Oder, ODER (!!!) man kauft sich eine alte Waage und stellt sie so ein, dass sie permanent -10kg anzeigt. Das Resultat lässt sich absolut sehen, nie mehr Stress mit Essen zur Weihnachtszeit
  • Angel_ 11.12.2018 10:59
    Highlight Highlight Also ist das Fazit, dass man gesund leben und nicht viel zu viel essen soll um über Weihnachten nicht an Gewicht zuzulegen... Wow. Und für das braucht man eine Studie?

    Dazu kommt doch, dass das ständige Kalorienzählen und Wiegen die ganzen Feiertage ruiniert. Da nehme ich doch lieber ein Kilo zu und mache im Januar mehr Sport.
  • Imnon 11.12.2018 09:39
    Highlight Highlight Das ist mir sowas von egal. Wir achten das ganze Jahr auf eine sehr gesunde Ernährung, treiben Sport und leben überhaupt sehr gesund. Im Dezember toben wir uns jeweils aus. Dann bringen wir zwar hinterher zwei drei Kilo mehr auf die Waage. Aber bei unserem Lebensstil sind die schnell wieder weg. Interessanterweise steigt nach den Völlereien die Lust auf Sport massiv an. Es wirkt schon fast zwanghaft. Also was solls? Einfach dem Körper folgen! Der weiss schon, was geht.
  • Janis Joplin 11.12.2018 07:58
    Highlight Highlight Ich weiss nicht mehr wer das sagte, aber er hatte recht, dass man zwischen Neujahr und Weihnachten zunimmt und nicht unbedingt zwischen Weihnachten und Neujahr.

    Und wenn man halt über die Stränge schlägt, kann man ja am nächsten Tag kompensieren. Es gibt immer eine Detour, aber nie eine Sackgasse...
  • paulina palinska 11.12.2018 07:48
    Highlight Highlight Während den Festtagen andauernd ans Abnehmen und an die ganzen Kalorien zu denken, ruiniert meiner Meinung nach alles. Dann nehm‘ ich halt über die Weinhachtszeit ein bisschen zu...gibt schlimmeres.
  • rodolofo 11.12.2018 07:31
    Highlight Highlight Ganz einfach:
    Mit Englischer Küche wirst Du nicht zunehmen.
    Diese verschrobenen Exzentriker werfen überall Ketschup und Pfefferminz rein, oder sie verwenden Farbstoffe, wie hellblau, oder pink!
    So etwas kann und will man einfach nicht essen, erst recht nicht an Festtagen.
  • Jbr 11.12.2018 06:45
    Highlight Highlight Ich halte mich da an die weisen Worte meiner Mutter die da sind: "Man wird nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick, aber zwischen Neujahr und Weihnachten schon.."
  • Alice36 11.12.2018 06:44
    Highlight Highlight Entsprechend sollten Entscheidungsträger aus dem Gesundheitswesen über derartige einfache Programme nachdenken, die «Gewichtszunahmen der Bevölkerung in einer hochriskanten Zeit wie den Feiertagen verhindern».
    Verpasst doch einfach jedem einen Maulkorb dann hört die Weihnachtsfresserei schon auf. Mit ein bisschen Glück setzt sich der Gewichtsverlust durch fasten dann im nächsten Jahr fort und sie verlieren im Durchschnitt ein Kilo pro Jahr. Problem gelöst.
  • lilas 11.12.2018 06:14
    Highlight Highlight Wir leben an einem Ort, wo das Leben "hochriskant" wird, weil wir zu viel fressen können.
  • Matti_St 11.12.2018 03:53
    Highlight Highlight Ich halte mich über die Feiertage einfach an die 6 Pommes-Frites Regel.
    • Alnothur 11.12.2018 06:43
      Highlight Highlight ...egal wie gross die Portion ist, du lässt immer 6 Pommes übrig?
    • Lörrlee 11.12.2018 11:19
      Highlight Highlight Pro Minute war's, richtig?
  • The Writer Formerly Known as Peter 11.12.2018 01:23
    Highlight Highlight Gähhnn... nichts neues im Westen! Die Einleitung ist völlig falsch. Isst man die Weihnachtsleckereien nimmt man zu. Den Probanden in der Interventionsgruppe wurde nur dieser Umstand am stärksten demonstriert.

Darum esse ich heute Abend Foie Gras und nicht Fondue Chinoise

Wenn in den deutsch­spra­chigen Medien von der Stopfleber die Rede ist, sieht man Bilder von misshandelten Gänsen. In der Westschweiz werden dekorierte Weihnachtstische und fröhliche Gesichter gezeigt. Ein paar Zeilen zum Schweizer Foie-Gras-Graben.

Am 24. Dezember überschreite ich jeweils Grenzen. Ich steige am Zürcher Hauptbahnhof in den Zug in Richtung Bern, fahre an Härkingen und Lyssach vorbei, lege einen kurzen Halt in der Bundeshauptstadt ein und reise weiter über den Röstigraben hinweg, bis der Zug in Fribourg Halt macht.

Auf der eineinhalbstündigen Reise passiert man neben kantonalen und sprachlichen auch kulinarische Grenzen: den Foie-Gras-Graben.

Seit ich von der Romandie nach Zürich übersiedelt bin, haben mich die Zürcher …

Artikel lesen
Link zum Artikel