Leben
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Sally Pearson shouts in pain after hitting an obstacle during the women's 100 hurdles event, at the Golden Gala IAAF athletic meeting, in Rome's Olympic stadium, Thursday, June 4, 2015. Olympic champion Pearson of Australia was injured after hitting the fifth obstacle in the 100 hurdles. She was carried off on a stretcher after getting attention to her left wrist area. (Alessandro Di Meo/ANSA via AP)

Die australische Leichtathletin Sally Pearson, nachdem sie beim Hürdenlauf gestürzt ist. Bild: AP/ANSA

Darum ist es wichtig, Schmerzen von Frauen ernster zu nehmen

Gunda Windmüller / watson.de



Eine Geschichte ist erstmal nur eine Geschichte. Aber wenn man eine Geschichte öfter hört, dann fängt man sich irgendwann an zu fragen, ob sie nicht mehr ist als nur eine Geschichte. Ob nicht eine Struktur dahintersteckt.

Ein Problem.

Geschichte Nummer 1. Wir sitzen zusammen in der Uni-Bibliothek. Cecille, Yana und ich. In zwei Wochen gehen die Klausuren los. Wir sind gestresst, wir lernen. Yana hat Bauchschmerzen. Yana ist sehr weiss um die Nase. «Geh nach Hause, du siehst gar nicht gut aus,» sagt Cecille. «Ne, ich muss lernen,» entgegnet Yana. Zwei Stunden später und wir zerren Yana zum Arzt. Der Arzt fragt: «Haben sie ihre Tage?» Und empfiehlt: Ab nach Hause, mit Wärmflasche auf's Sofa.

Einen Tag später ruft mich Cecille an. Yana ist mit dem Notarzt ins Krankenhaus gefahren worden. Blinddarmdurchbruch. Sie musste sofort operiert werden.

Geschichte Nummer 2. Ein paar Jahre später, ich bin Mitte 20 und ich sitze mit einer Freundin an einem Sommerabend im Park. Mir ist nicht gut. Mir ist wirklich nicht gut. Aber ich bin niemand, der ein Bier schnell hinstellt, also versuche ich meine Schmerzen zu ignorieren und bleibe sitzen. Zwei Stunden später und ich muss nach Hause.

Die Nacht verbringe ich wach, mit enormen Leibschmerzen. Am nächsten Morgen gehe ich zu einer Ärztin. Die misst meine Körpertemperatur. Ich habe 39 Grad Fieber. Sie weiss auch nicht, sie schickt mich ins Krankenhaus. Dort falle ich in der Notaufnahme vom Stuhl. Ich komme auf eine Liege, und habe 40 Grad Fieber. Ich denke, wow, so beschissen ging es mir noch nie.

Dann kommt ein Arzt, er fährt mit einem Ultraschallgerät über meinen Bauch. Er sagt: «Da ist nichts. Wann waren sie denn das letzte Mal beim Frauenarzt?»

Er will mich in ein Krankenhaus mit Gynäkologie überweisen. Ich sage: «Ich war gerade erst bei meiner Frauenärztin, ich bin gesund.» Der Arzt lässt im Nachbarkrankenhaus anrufen. Ich sage: «Ich weiss, wie sich Schmerzen an der Gebärmutter anfühlen. Aber das fühlt sich ganz anders an.» Das andere Krankenhaus könnte mich erst morgen aufnehmen.

Ich hatte kein gynäkologisches Problem. Ich hatte eine schwere Magen-Infektion. Eine Woche später darf ich das Krankenhaus verlassen.

Zwei Geschichten, zwei unterschiedliche Geschichten, aber zweimal drängt sich eine Frage auf: Werden Schmerzen von Frauen eigentlich ernst genug genommen?

Studien zweifeln das an. Und es beginnt bereits in der Kindheit.

Wissenschaftler*innen der Yale University haben untersucht, wie Testpersonen auf den Schmerz von kleinen Kindern reagieren. Sie haben herausgefunden, dass die Schmerzen von Mädchen weniger ernst genommen werden als die von Jungen. Im Rahmen ihrer kürzlich publizierten Studie wurden 264 Erwachsenen ein Video gezeigt, indem ein Kind leicht in den Finger gepiekst wurde. Das Kind war weder als Junge noch als Mädchen erkennbar. Im Anschluss wurden die Testpersonen gebeten, zu bewerten, wie viel Schmerzen das Kind wohl erfahren hatte. Einer Gruppe wurde dabei gesagt, dass Kind hiesse Samantha, der anderen Gruppe, es hiesse Samuel.

Das gleiche Kind, unterschiedlicher Schmerz. Als Junge wahrgenommen, bekam es 50.42 Punkte auf der Schmerzskala, als Mädchen wahrgenommen nur 45.9. Und es waren sogar Frauen selbst, die den Schmerz des «Mädchen» am wenigsten ernst nahmen.

Jungen, so scheint hinter dieser Bewertung zu stecken, müssen wohl richtige Schmerzen haben, wenn sie sie äussern. Mädchen hingegen, übertreiben.

Maya Dusenbery hat sich in ihrem Buch «Doing Harm» mit den weitreichenden Auswirkungen beschäftigt, die diese Art von Gender-Stereotypen mit sich bringen. Wie Symptome nicht ernst genommen werden, wie Fehldiagnosen entstehen, wie Schmerzen nicht behandelt werden.

Denn genau darum kreisen diese Probleme, dass schreiben auch die Wissenschaftlerinnen Diane E. Hoffmann und Anita J. Tarzian in ihrer Studie zu dem Thema: »Frauen werden eher nicht so durchgreifend behandelt wie Männer, wenn sie im Erstkontakt mit dem Gesundheitssystem stehen."

Erstkontakt? Klingt etwas abstrakt, wird aber klarer, wenn man Zahlen auflistet: In den USA bekommen Männer im Schnitt nach 49 Minuten Wartezeit in der Notaufnahme ein Schmerzmittel gegen akute Bauchschmerzen. Frauen erst nach 65 Minuten.

Es läuft also etwas grundsätzlich schief. Ungleich und ungerecht. Sogar gefährlich und gesundheitsgefährdend. Hoffmann und Tarzian schreiben: «Im Gesundheitssystem muss diese Ungleichheit berücksichtigt werden, auch der Fokus auf sogenannte objektive Faktoren sollte geändert werden.» Damit die Stimmen von Frauen endlich ernster genommen werden. Der Schmerz von Frauen. Und unser Gesundheitssystem nicht nur für diejenigen besonders gut ist, die ein gewisses Geschlecht haben.

Ich habe übrigens noch eine Geschichte, Geschichte Nummer 3. Ich bin vier Jahre alt. Ich habe mir beim Spielen das Schlüsselbein gebrochen. Im Krankenhaus wird mir ein Rucksackverband angelegt; er läuft an meinem Nacken unter meinen Armen vorbei und wird vom Arzt hinter meinem Rücken zusammengebunden. Sehr fest zusammengebunden. Auf dem Weg aus dem Krankenhaus, noch auf dem Flur, fange ich an zu weinen, lauter und lauter. Meine Mutter schaut mich an und geht mit mir zurück.

«Das muss so fest sein», erklärt der Arzt. «Sie stellt sich an.»

Meine Mutter fährt mit mir nach Hause. Dort weine ich immer noch. Sie zieht mein T-Shirt hoch und schaut sich den Verband an. Er ist so fest gezogen, dass er mir an der linken Seite ins Fleisch schneidet. Sie lockert den Verband.

Ich behalte eine sechs Zentimeter lange Narbe an meiner Achselhöhle. Die habe ich bis heute.

Ein historischer Tag für Frauen

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • NonplusUltra 13.02.2019 10:59
    Highlight Highlight Was hier für eine Polemik betrieben wird, ist ja ganz fürchterlich! Und Watson druckt dies auch noch ab!
  • thatstheshit 12.02.2019 19:20
    Highlight Highlight Meine Erfahrung: Schmerzen bei einer Frau nehmen alle ernst, ausser die betroffene Frau selbst!
  • one0one 12.02.2019 18:06
    Highlight Highlight Ein Problem ist sicher auch die Frage: Auf einer Skala von 1-10, wie starke Schmerzen haben sie?
    Weiss ja niemand was eine 10 ist... Das die meisten Patienten dann mit 12 antworten ist sicher auch nicht hilfreich.
  • Militia 12.02.2019 15:05
    Highlight Highlight Beim ersten Mal war ich wohl zu wenig sachlich?!
    Für alle, welche es evtl. überlesen haben: Ein Problem bei der Einschätzung der Schmerzen zwischen Jungen und Mädchen gab es nur bei Frauen, Männer haben Jungen und Mädchen in etwa gleich eingeschätzt.
    Was sagt uns das..?
  • Turrdy 12.02.2019 13:26
    Highlight Highlight Wie schliesst man eigentlich von "Weniger schnell Schmerzmittel erhalten" auf "Schmerzen weniger ernst genommen"?
    Kann ja auch sein dass es genau umgekehrt ist, und sich Ärzte und Ärztinnen mehr Zeit für eine genaue Diagnose nehmen, anstatt einfach: "Ah, Schmerzen in der Bauchgegend? Hier, nehmen sie das. Und wenns nicht besser wird, dann kommen sie nochmal, gälledsie!"
  • *Nobody* 12.02.2019 13:19
    Highlight Highlight Guter Artikel. Die Angabe mit der Schmerzmittelgabe stimmt auf jeden Fall tatsächlich nachdenklich.
    Dass Frauen bei Schmerzen in der Bauchregion in der Notfallaufnahme ziemlich früh einem Gynäkologen vorgestellt werden, dient dem
    Ausschluss einer der häufigsten Gründe für Bauchschmerzen, insbesondere bei jungen Frauen. Dies ist auch richtig so, insbesondere da Allgemeinmediziner (welche meist im NF zu finden sind) in der Diagnose und dem Ausschluss von gynäkologischen Problemen nicht so geübt sind.
    Desweiteren ist die Beurteilung von Schmerz aus ärztlicher Sicht sowieso etwas vom schwersten.
  • Melsqy 12.02.2019 10:51
    Highlight Highlight Gopf... die Kommentare sind wieder nicht auszuhalten! Wir reden hier von FAKTEN. Wissenschaftlich belegt durch Studien, dass Frauen weniger ernst genommen werden. Und euch fällt dazu ernsthaft nichts besseres ein als "Ja aber auch die Männer....". Können wir eigentlich NIE einfach mal über ein Problem reden, das Frauen betrifft, ohne dass sich die Männer gleich wieder in den Mittelpunkt drängen müssen? Und ihr sagt uns, wir stellen uns an, wenn wir bei manchen Themen (siehe Sprache) einfach mal "mitgemeint" sind?
    • Triple A 12.02.2019 11:04
      Highlight Highlight Apropos mitgemeint in der Sprache: Mir ist es wichtig, dass geschriebene Sprache leserlich bleibt. Von mir aus kann man - als Ausgleich - auch die nächsten 100 Jahre die weibliche Form wählen und die Männer „mitmeinen“.
    • Alnothur 12.02.2019 13:43
      Highlight Highlight "Und ihr sagt uns, wir stellen uns an, wenn wir bei manchen Themen (siehe Sprache) einfach mal "mitgemeint" sind?"

      Es ist die Grundform, nicht die männliche Form. Ihr solltet euch privilegiert fühlen, dass es zwar extra eine weibliche Form gibt, andererseits aber keine männliche.
    • Flötist 12.02.2019 23:30
      Highlight Highlight „Wir reden hier von FAKTEN. Wissenschaftlich belegt durch Studien, dass Frauen weniger ernst genommen werden.

      Die Studien sagen nichts über die Qualität der Behandlung, der vorgenommenen Vorabklärungen, der tatsächlichen Schmerzen zwischen den beiden Geschlechtern aus.

      Beispiel: Frau ist in Notaufnahme und klagt über Schmerzen im Bauch. Notarzt will die Frau von einem Gynäkologen untersuchen lassen, da er keinen abschliessenden Befund machen kann. Folglich wird die Schmerzbehandlung der Frau zeitlich verzögert, aber aus völlig legitimen Gründen.

      Bitte aufhören Studien zu missbrauchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magenta 12.02.2019 10:35
    Highlight Highlight Schon wieder so ein Gähn-Artikel zur "Benachteiligung von Frauen". Langsam wird's ermüdend.

    Habe ich ein Leiden und fühle mich nicht ernst genommen, dann bestehe ich auf einer zweiten Meinung. Und wenn ich beim ersten Mal abgewiesen werde, dann insistiere ich.

    Das Problem liegt nicht darin, dass man Schmerzen von Frauen nicht ernst nimmt. Sondern darin, dass Frauen einfach viel schneller klein beigeben anstatt hinzustehen und zu sagen, was sie denken und wollen.

    Vielleicht müssen Frauen einfach mal ihre eigene Rolle hinterfragen anstatt dauernd zu jammern und auf Hilfe von aussen zu warten.
    • Avalon 12.02.2019 12:42
      Highlight Highlight Und wusch, (wieder) die Schuld den Frauen zugeschoben. Kann ja nicht sein, dass es im Zeitalter des Frauenstimmrechts immer noch Diskriminierungen gibt.
      Unglaublich!
    • P.Rediger 12.02.2019 13:01
      Highlight Highlight Sie haben den Artikel aber schon gelesen, oder? Der Test mit den Kindern hat nichts mit hin stehen und Meinung vertreten zu tun. Es war immer dasselbe Kind, ergo dasselbe Verhalten und somit geschlechterneutral betreffend Wahrnehmung der Testpersonen. Die Wertung wurde rein auf Grund des angegebenen Namens vorgenommen.
    • Tilia 12.02.2019 14:29
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Samsa 12.02.2019 10:30
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht weshalb jetzt viele Männer ihre Geschichten schreiben. Fakt ist doch, dass es Studien gibt, gemäss deren Resultate die Schmerzen von weiblichen Menschen nicht gleich ernst genommen werden wie von männlichen Menschen.
    Unabhängig davon was der einzelne Mann für eine Geschichte vorweisen kann.
  • Loeffel 12.02.2019 09:46
    Highlight Highlight Ich, Mann, 36, bin überzeugt dass Frauen die härteren und tapfereren Männer sind. Viele glauben das, daher finden ich den Artikel etwas übertrieben 😉
    • Asmodeus 12.02.2019 10:23
      Highlight Highlight Also ich glaube nicht dass Frauen irgendwelche Männer sind.
    • NonplusUltra 13.02.2019 11:07
      Highlight Highlight Wenn es um die Pflichten als Frau geht wären sie gerne Männer, aber sobald es dann um Pflichten als Männer geht sind sie seeeehr gerne Frauen...
  • Ohniznachtisbett 12.02.2019 09:38
    Highlight Highlight Die beiden Geschichten sind zwei Fehldiagnosen und haben zur Abwechslung nix mit der ganzen Genderei zu tun. Erst recht nicht, dass Schmerzen von Frauen weniger ernst genommen würden... Schlicht Ärztefehler. Gugus.
  • Eh Doch 12.02.2019 09:20
    Highlight Highlight An alle Männer die sich wieder mal betupft fühlen;
    Benutzer Bild
    • Kriss 12.02.2019 10:42
      Highlight Highlight So true XD
    • Fritz N 12.02.2019 11:08
      Highlight Highlight "equal rights for OTHERS" klingt für mich ja schon nach einer sehr seltsamen Forderung...

      ... aber vielleicht werde ich einfach alt; Humanismus ist out und radikaler Kulturalismus ist en Vogue

      #teileundherrsche #dielinkefrisstihrekinder
    • supremewash 12.02.2019 12:37
      Highlight Highlight Vielleicht haperts auch einfach mit den reading skills.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nevermind 12.02.2019 08:48
    Highlight Highlight Wieso nicht ein Titel wie:
    "Ein guter Hausarzt erspart einem viel Schmerz."
  • Ramy 12.02.2019 08:20
    Highlight Highlight ...Mit 18 waren die Schmerzen plötzlich so stark und strahlten weiter aus, so dass ich in die Notaufnahme im Spital musste. Dort wurde endlich eine Magenspiegelung angeordnet. 2 Wochen später wusste ich, dass ich eine Magenentzündung hatte, die sich über die Jahre immer weiter verschlechterte. 2 Wochen Medikamente und ich habe bis heute keine Beschwerden mehr
    • Magenta 12.02.2019 10:39
      Highlight Highlight Tut mir leid, Ramy, aber wenn Du mit solch starken Schmerzen ein ganzes Jahr (und länger) wartest, bevor Du endlich eine Zweitmeinung einholst, dann trägst Du eine Mitverantwortung. Der erste Arzt hat Dich nicht ernst genommen und/oder eine Fehldiagnose gestellt. Und in diesem Alter sind auch die Eltern in der Pflicht.

      Was das Ganze, wie der Artikel suggeriert, aber mit Benachteiligung von Frauen zu tun haben soll, erschliesst sich mir noch immer nicht. Es kommt doch mit Sicherheit auch vor, dass männliche Teenager falsch diagnostiziert werden.

      Schön, dass es Dir jetzt wieder gut geht.
    • Ramy 12.02.2019 15:15
      Highlight Highlight @Magenta. Naja, 14-Jähriges ich hat halt da noch dem Arzt vertraut. Das Jahr später hatte ich dann auch einen anderen Arzt (Gemeinschaftspraxis) und wenn da zwei Ärzte das selbe sagen, glaubt man denen einfach, gerade wenn man selbst noch sehr jung und unsicher ist.
  • Ramy 12.02.2019 08:19
    Highlight Highlight Hatte leider eine ähnliche Geschichte:
    Ich hatte seit ich 13 war ständige Attacken von starker Übelkeit, Darm- & Bauchschmerzen (besonders morgens). Nach einiger Zeit ging ich zum Arzt. "Sind Sie schwanger?" war (berechtigt) seine erste Frage. Ich verneinte und sagte ihm auch dass ich noch Jungfrau war. Er glaubte mir nicht - Schwangerschaftstest. Dieser war - natürlich - negativ. Der Arzt tippte auf Regelschmerzen und schickte mich nach Hause. 1 Jahr später versuchte ich es erneut. Das selbe Spiel. Auch nach weiteren Jahren... (Teil 2)
  • LeChef 12.02.2019 08:07
    Highlight Highlight Allgemein- und Notfallmediziner sind leider etwas auf verlorenem Posten. Die schiere Anzahl möglicher Diagnosen ist gewaltig. Gleichzeitig sind Symptome (und vor allem deren Beschreibung durch die Patienten) nicht sehr informativ.

    Der Arzt achtet auf gewisse Alarmzeichen, wie hohes Fieber, oder tastbare Verhärtungen im Bauch. Aber oft sind die Symptome - obwohl grundsätzlich harmlos - nicht eindeutig genug, um eine gefährliche Erkrankung ganz auszuschliessen. Dann wird einfach ein paar Tage zugewartet, ob sich die Beschwerden bessern, und in 99% der Fälle ist das die richtige Entscheidung.
    • Simaina 12.02.2019 08:49
      Highlight Highlight Total einverstanden, spannend ist aber dann doch, dass Männer im Schnitt 16 Minuten vorher ein Schmerzmittel bekommen als Frauen, das es unzählige Geschichten gibt, die Bauchschmerzen von Frauen zuerst als Regelschmerzen abtun. Muss ich ehrlich sagen, habe ich auch schon reflexartig bei anderen Frauen / Mädchen getan. Was schliessen wir draus? Auch wenn ich jetzt wieder ein Aufschrei in Kauf nehme... es geht um's ernstnehmen und das scheint irgendwie schwerer zu sein bei Frauen.
    • LeChef 12.02.2019 10:16
      Highlight Highlight Ist schon möglich. Die Frage ist natürlich, einmal unabhängig von tatsächlicher Signifikanz, wie die Zusammensetzung dieser Notfälle war, in denen Schmerzmittel später gegeben wurde.

      Nehmen wir mal an, Männer gehen beim gleichen Problem weniger schnell zum Arzt (ich sage nicht dass das zwingend stimmt, aber es ist zumindest plausibel). Dann hat sich ihr Notfall vielleicht im Schnitt schon stärker verschlimmert wenn sie im Krankenhaus ankommen. Und dann werden sie schneller behandelt.

      Könnte den Effekt, wenn es ihn denn gibt, erklären.
  • Kriss 12.02.2019 08:03
    Highlight Highlight Ob die Studie nun signifikant ist oder nicht, alle Menschen, die gerade heftig protestieren: Die Medizin HAT ein grundsätzliches Sexismus-Problem: Der männliche Körper wird als Modell für Symptome, Behandlungen etc. genommen. Der weibliche kommt allenfalls als "Sonderfall" vor.

    Das ist höchst fahrlässig, da Frauen* nicht einfach Männer mit anderen Organen sind, sondern u.a. eine andere hormonelle Zusammensetzung haben.

    Heisst praktisch: Frauen haben andere Symptome, Medikamente wirken anders usw.
    Gerade im Bauch wird aber alles auf die Gynäkologie geschoben
    Play Icon
    • Kriss 12.02.2019 08:51
      Highlight Highlight Der Science-Slam zu dem Thema ist sehr sehenswert;)

      Und liebe Männer und weitere getriggerte Menschen: Ja, die Medizin nimmt Patient*innen allgemein häufig nicht ernst. Aber das ändert am Sexismusproblem nichts, die beiden Probleme sind unabhängig voneinander
    • Simaina 12.02.2019 08:53
      Highlight Highlight Nicht ein medizinisches Buch, sondern zur Sexualität, sehr empfehlenswert: Come as you are von Emily Nagoski Wird wunderbar aufgegriffen, dass man nicht von der männlichen Sexualität auf die weibliche schliessen kann.
    • Statler 12.02.2019 09:18
      Highlight Highlight Ohne das (offensichtliche) Sexismusproblem herabspielen zu wollen: Die Medizin hat grundsätzlich ein Problem, weil es «den Menschen» schlicht nicht gibt. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf verabreichte Substanzen. Nicht umsonst wird heftigst an personalisierter Medizin geforscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meli_ZH 12.02.2019 07:56
    Highlight Highlight Ich war seit über 6 jahren immer mal wieder im Notfall wegen nicht auszuhaltender Rückenschmerzen. Mann sagte mir immer warscheindlich habe ich meine Tage oder die Brust sei zu gross für das schmale Kreutz usw. Einmal musste ich 3 Wochen in den Spital und bekam Morphin. Danach ging ich zu einem Schmerzarzt, der nach der ersten untersuchung eine Befürchtung hatte. Ein Reumatologe diagnostizierte eine Chronisch enzüdliche Wirbelsäulenekranung. Und das ich ja schlimmste Schmerzen haben müsse! Da die Krankteit so langen wüten konnte wärde ich bleibende Schäden dafon tragen und kann nicht Arbeiten.
    • NonplusUltra 13.02.2019 11:12
      Highlight Highlight Und das gibt es NUR bei Frauen natürlich. Frauen sind nicht besseres als Menschen wie die Männer auch. Solche Fälle gibt es bei vielen Menschen ob Mann oder Frau, aber wieso hat Frau das Gefühl sie sei was besseres und müsse anders behandelt werden als die Männer?
  • Gähn on the rocks 12.02.2019 07:48
    Highlight Highlight mich beeindruckt immer wieder, wie extrem der aufschrei der männer/frauen bei artikeln ist, die irgendwie eine frauenproblematik genauer beleuchten.
    damit könnte man bestimmt eine geile statistik lancieren!
    • Diavolino666 12.02.2019 09:42
      Highlight Highlight @Gähn
      Yep - aber eine Tendenz ist ja leider schon erkennbar. Weil vor 50 Jahren ein eher maskulin dominiertes Weltbild herrschte, sind solche Berichte gleich mal 180° in die andere Richtung gepolt. Als wolle "Frau" all diese Jahrhunderte der männerdominierten Geschichte kompensieren.

      Und ist in diesem Artikel wirklich eine Frauenproblematik beschrieben oder doch eher eine allgemeine Problematik aus der Sicht der Frau (NICHT das selbe).
    • Füdlifingerfritz 12.02.2019 10:28
      Highlight Highlight @Gähn
      Der Aufschrei wäre bestimmt kleiner, wenn es denn ein Frauenproblem wäre. Ist es aber nicht.
  • Flötist 12.02.2019 07:22
    Highlight Highlight Der Artikel kommt aus folgendem Grund, gelinde gesagt, tendentiös rüber: Die Autorin sagt, dass die meisten Frauen später ernst genommen werden als Männer. Was sie aber nicht sagt, ist wie oft in den Bewerteten Fällen schlussendlich auch etwas ernstes hinter den Schmerzen war. Stattdessen erzählt sie Geschichten. Geschichten die es über Frauen wie Männer gibt.
  • Gender Bender 12.02.2019 07:03
    Highlight Highlight Argumentieren mit Einzelfällen ist so ne Sache. Was aber von der WHO durchaus bestätigt wird ist folgendes: "Women are sicker but men die quicker". Frauen gehen viel öfters zur Ärztin als Männer. Vielleicht gibts da so was wie Inflation oder ein Mechanismus - welche einmal Spielt der glaubt man nicht und wenn sie auch schwer krank nun ist.
    • Eh Doch 12.02.2019 09:23
      Highlight Highlight das ist zu einfach
    • Pafeld 12.02.2019 13:46
      Highlight Highlight Oder anders rum: Frauen tendieren häufiger dazu, Leid vorzutäuschen als Männer, weshalb selbst Frauen mit den Schmerzen Frauen skeptischer umgehen?
  • Luftküsschen 12.02.2019 06:32
    Highlight Highlight Ich glaube schon, dass man hier nach andere Faktoren (Attraktivität, Alter, Ethnizität, Klassenlage...) berücksichtigen muss, anstatt nur diese eine Variable. Aber: Nur weil man auf das Problem einer Gruppe hinweist, heisst das nicht, dass man die Probleme der anderen Gruppen gleich weniger ernst nimmt. Es ist doch 'wir für alle', nicht 'wir gegen euch'. Dass Männer eine tiefere Lebenserwartung haben, Gefühle abkapseln, mehr Suizid begehen usw., zweifelt ja hier niemand an.
  • Gooner1886 12.02.2019 06:30
    Highlight Highlight Das ist ein gesellschaftliches Problem... Der Druck ständig funktionieren zu müssen. Es fehlt daran das wir auch mal Mensch sein dürfen und der Mensch ist im Gegensatz zur Maschine nicht immer fit, psychisch wie physisch. Ich denke der goldene Käfig beschreibt es ganz gut. Der Rat von mir als komplett unqualifizierte Person: Auch mal blau machen. Wir arbeiten um zu leben nicht um zu arbeiten. Man sollte seine eigenen Leiden und die der anderen ernst nehmen.
  • Peter Boog 12.02.2019 06:21
    Highlight Highlight Es geht um Schmerzen von Frauen, und das diese vielfach als Menstruatonsbeschwerden interpretiert werden. Gut das das zur Sprache gebracht wird.
    Das ganze wird dann mit einer attraktiven Sportlerin in nem knappen Höschen geteasert.
  • Bruno Wüthrich 12.02.2019 03:10
    Highlight Highlight Würde die Autorin vielleicht die Studie der Yale University etwas genauer erklären. So marginal, wie dies erklärt ist, wird nicht ersichtlich, ob es sich um ein Zufallsergebnis handelt oder nicht.

    Ich kann mir aber schon vorstellen, dass die Schmerzen von Männern ernster genommen werden. Zumindest in dieser Beziehung sind wir die besseren Schauspieler (siehe Neymar).
  • EdSti 12.02.2019 00:42
    Highlight Highlight Das Fazit aus den ersten beiden Geschichten müsste eigentlich sein, dass Frauen ihre Schmerzen ernster nehmen sollten. In keiner der beiden Geschichten nimmt jemand ausser den Betroffenen selber die Schmerzen nicht ernst.
  • Füdlifingerfritz 11.02.2019 22:10
    Highlight Highlight Und mal wieder wird aus einem Problem ein Frauenproblem gemacht.
    • j0nas 12.02.2019 10:14
      Highlight Highlight In diesem Artikel geht es um die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in der Medizin. Dies wird mit Studien unterlegt. Hättest du den Artikel (aufmerksamer) gelesen, hättest du dir den Kommentar ersparen können.
  • malina2 11.02.2019 21:41
    Highlight Highlight Kurz die Studie überflogen, hier ein Link ohne Paywall: https://www.researchgate.net/publication/329074976_Gender_bias_in_pediatric_pain_assessment

    Frauen nehmen die Schmerzen von Buben ernster und Männer nehmen die Schmerzen von Mädchen ernster. Die Autorinnen gehen davon aus, dass der Effekt massgeblich von den Frauen verursacht wird und Männer die Schmerzen der Kinder egalitärer bewertet haben. Das könnte watson.de im Artikel auch erwähnen, finde ich sehr interessant, fast interessanter als der Haupteffekt selbst.
    Benutzer Bild
    • therationalist 11.02.2019 22:40
      Highlight Highlight Danke für die Ergänzung. Mir fällt bei der Darstellung vor allem auf, dass drei von vier Werte sich statistisch nicht signifikant unterscheiden.
    • Trouble 12.02.2019 07:20
      Highlight Highlight Kannst du die statistische Signifikanz aus dieser Grafik rauslesen? Wenn ja, wie? Ich benötige zum Beurteilen der statistischen Signifikanz jeweils den p-Wert. Aber ich gebe zu, dass Statistik nicht mein Steckenpferd ist.
    • Dong 12.02.2019 07:48
      Highlight Highlight Danke malina2 und therationalist für die Recherche!
    Weitere Antworten anzeigen
  • poltergeist 11.02.2019 21:30
    Highlight Highlight Vielleicht werden ja auch die Ärzte immer schlechter...
    • DerMedicus 11.02.2019 23:21
      Highlight Highlight ..oder vielleicht auch einfach zu viele wehwehchen in der praxis?
    • Eh Doch 12.02.2019 09:30
      Highlight Highlight Oder einfach zu wenig Zeit und zu viele Patienten..?
  • Dmnk 11.02.2019 21:27
    Highlight Highlight Fragt mal die Männer auf den Baustellen, in der Kanalisation, in den Fabriken, an den Häfen in den Wäldern ob man deren Schmerzen ernst nimmt... Ich erlebe es genau anders herum. Als Mann bist du sehr schnell eine Memme wenn du über deine Schmerzen sprichst. Hat mir selbst 2 Bandscheibenvorfälle eingehandelt. Nachdem mir eine "Spezialistin" nach mehrmaligem Nachfragen sagte "gewisse Schmerzen müsse Mann eben einfach ertragen können"... Ich weiss nicht wie oder wo die Autorin Ihre Eindrücke bekommen hat. Aber mit der Realität hat das meines Erachtens nicht viel zu tun.
    • Eh Doch 12.02.2019 09:32
      Highlight Highlight Emanzipation ist keine Frauensache, auch der Mann als solches muss und darf sich emanzipieren, dazu gehört dass Männer auch Schmerzen etc zeigen dürfen und erwarten dürfen ernst genommen zu werden
    • Dmnk 12.02.2019 12:33
      Highlight Highlight Sag dass dieser "Spezialistin". Diese "Medizinerin" Hat mir ans Herz gelegt mich nicht so anzustellen als ich mich mit einer Diskushernie zu ihr geschleppt habe.
  • Ökonometriker 11.02.2019 21:26
    Highlight Highlight Solche Storys gibts auch bei Männern. Meine chronische Erkrankung wurde als Drogensucht abgetan. Obwohl ich keine Drogen nehme. Dies hatte für mich medizinisch unschöne Konsequenzen (und für den schlechten Arzt keine).

    Meine Diagnose ist weder Böswilligkeit noch Sexismus. Sondern ganz einfach ärztliche Unfähigkeit. Es gibt derart viele Quacksalber, dass man sich am besten einen fähigen Hausarzt sucht und sich von ihm behandeln oder an ihm bekannte, fähige Spezialisten vermitteln lässt.
    • Meli_ZH 12.02.2019 08:04
      Highlight Highlight Habe ich auch erlebt. Ebenfalls eine Chronische erkrankung. Jahrelang nie ernshgenommen und ich muss jetzt mit den medizinischen konsequenzen leben. Komisch ist mein Hausarzt hat mir von beginn an geglaubt und unzählige MRI‘s angeordnet. Jedoch wurde ich von Spezialisten einfach nicht ernstgenommen, die MRI-Bilder nicht mal angesehen!
      Erst ein Schmerzarzt hat interveniert und mich han ihm bekannte Ärzte/Spezialisten überwiesen.
  • malina2 11.02.2019 21:24
    Highlight Highlight Warum sind immer alle Leute so überrascht, dass Frauen genauso sexistisch diskriminieren wie Männer? Ich meine sämtliche Vignetten Experimente kommen zu diesem Resultat, egal ob es dabei um Schmerzen, Lohn, Kinderbetreuung oder Beförderungen geht.

    Es ist nicht Männlein vs. Weiblein, es geht um Stereotypen, die tief in allem von uns verwurzelt sind.
    • Eh Doch 12.02.2019 09:33
      Highlight Highlight absolut! beide oder sagen wir alle Geschlechter müssen sich von den Vorurteilen und Stereotypen lösen, das wäre für alle befreiend
  • ReziprokparasitischerSymbiont 11.02.2019 21:03
    Highlight Highlight Ich hatte auch schon ähnliche Erlebnisse. Aber meistens war ich zumindest teilweise selber schuld. Man lernt halt, auf die Zähne zu beissen und wenns dann doch Mal etwas mehr schmerzt, denkt man sich nichts schlimmes dabei. Bis man dann von irgendjemandem zum Arzt geschleift wird und von diesem Schelte bekommt, weil man schon viel früher hätte hingehen sollen...
  • ostpol76 11.02.2019 21:01
    Highlight Highlight Während einer Geburt hat eine Frau so starke Schmerzen, dass es ihr beinahe möglich ist, die Schmerzen nachzuempfinden, die ein Mann bei einer Erkältung durchmacht :-)
    • Arthur Philip Dent 11.02.2019 21:44
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitze ja, ist ein ernsthaftes Thema und so. Aber das ist ja offensichtlich ein Witz und das darf doch bitte bei aller Ernsthaftigkeit auch noch sein? 😅
    • Fenyra Fux 12.02.2019 06:48
      Highlight Highlight Dazu fällt mir ein witziges Youtube Video ein ;-)
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.02.2019 20:59
    Highlight Highlight Äusserst interessant, danke dafür, das es einen signifikanten unterschied gibt in der Annahme des wahrgenommenen Schmerzens zwischen Knaben und Mädchen finde ich sehr interessant.
    Leider zeigt der Artikel im weiteren sehr gut den Unterschied zwischen Wissenschaft und Journalismus. So ist zB die Studie Hoffmans sehr umfassend und gibt verschiedene Erklärungen, weshalb Frauen und Männer anders behandelt werden, dabei zeigt sie unter anderem auf, dass psychosoziale Aspekte noch zu wenig gewichtet werden.
    Im Artikel wird daraus ein langweiliges und monokausales "Frauen werden Diskriminiert".
    • Hansrüedl 11.02.2019 22:10
      Highlight Highlight Hmm interessant, wie können sie anhand 2er Zahlen eine Signifikanz feststellen? Vielleicht die hochegstochenen Wörter vor dem benutzen mal googeln...
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 11.02.2019 20:58
    Highlight Highlight Der Text sagt nichts dazu, ob Frauen tatsächlich häufiger und schneller zum Arzt rennen oder viel schneller weinen/schreien. Falls dem so ist, wäre die zurückhaltende Reaktion aufgrund der Erfahrung/Statistik richtig.
    Genauso wie es aufgrund der Erfahrungswerte bei Kapitalverbrechen und Gewalt richtig ist, eher Männer zu verdächtigen, weil sie tatsächlich häufiger Täter sind.
    Ohne solche Grundlagen ist der Text annektotisch und polemisch, aber ohne Relevanz.
    • Meli_ZH 12.02.2019 08:08
      Highlight Highlight Im Artikel geht es ja nicht darum das Frauen einfach nicht ernstgenommen werden sondern das aus Schmerzen meist ein „Frauenproblem“ daraus gemacht wird! So a la „Sie bekommen sicher gleichg Ihre tage...“
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 12.02.2019 10:12
      Highlight Highlight @Meli: auch hier: Wenn das meist stimmt, ist die Reaktion nachvollziehbar, mehrheitlich richtig und durch Annektoten nicht zu kritisieren. So viel statistische Basiskenntnis darf erwartet werden.
  • Der müde Joe 11.02.2019 20:58
    Highlight Highlight Und warum sollte das nur Frauen betreffen? Als die Ärzte mir (ich hatte einen Pneumothorax) den Schlauch aus dem Oberkörper zogen, bekam ich anschließend starke brennde schmerzen. Das Pflegepersonal sagte: „och, so schlimm kann das ja nicht sein.“ Erst als ich vor schmerzen kaum noch atmen konnte, gab man mir Morphium.

    Ich denke egal ob Mann oder Frau, sollten Patienten erst mal ernst genommen werden.

    Verstehe nicht warum dieses Thema im speziellen die Frauen betreffen soll.
    • Lami23 11.02.2019 21:17
      Highlight Highlight Das tut normalerweise auch nicht weh. Vor allem nachher nicht. Trotzdem: Schmerz ist, was der Patient sagt, dass es ist. Und dann soll er auch Schmerzmittel kriegen.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 11.02.2019 21:36
      Highlight Highlight Ich habs auch schon umgekehrt erlebt: meine Weishetszahn-OP verlief relativ problemlos und ich hielt es eigentlich nicht für nötig, am nächsten Tag noch Schmerzmittel zu schlucken. Der Zahnarzt hat jedoch darauf bestanden, dass ich die Tabletten wenigstens noch ein paar Tage nehme.
    • Der müde Joe 11.02.2019 21:42
      Highlight Highlight Genau das gleiche haben die auch gesagt.😉 Nur hatte ich diesen Schlauch seit zwei Wochen drin, da ich zwischendurch noch operiert wurde.
      Es war auch bereits mein zweiter Pneu und darum war ich auch wegen der schmerzen überrascht.😉 Aber es kann ja wohl nicht sein, das man erst fast verrecken muss.
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  • Charlie Brown 11.02.2019 20:47
    Highlight Highlight Nun... Der Volksmund sagt ja eher zu einem Jungen: „Männer weinen nicht!“, „ Sei kein Mädchen!“. Auch werden Beschwerden von Männern als Männergrippe belächelt. Ich kann die Aussagen im Artikel ehrlich gesagt nicht ganz einordnen. Alles ein wenig gesucht.
    • Sarkasmusdetektor 12.02.2019 08:24
      Highlight Highlight Na das passt doch. Jungs weinen nicht, wenn doch, muss es wohl etwas schlimmes sein. Mädchen hingegen weinen wegen Kleinigkeiten, also nimmt man einfach an, es sei nur eine Kleinigkeit.
  • Sauäschnörrli 11.02.2019 20:46
    Highlight Highlight Ein Bekannter verletzte sich mit einer motorbetriebenen Gartenfräse am Schienbein. Sein Hausarzt kratzte alle Erde aus der Wunde, die er erreichen konnte. Zugenäht, verbunden, ab nach Hause. Sein Zustand wurde immer schlechter. Der Arzt wimmelte ab, zuerst ginge es einem schlechter, erst dann gehe es Aufwärts. Er bekam Fieber, der Arzt verschrieb ein Medikament. 2 Tage später ist er kollabiert. Mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme. Diagnose: !Wundbrand!

    Seine Schmerzen wurde also nicht ernst genommen, obwohl er ein Mann war.
  • Turrdy 11.02.2019 20:42
    Highlight Highlight Erinnert mich an eine Kollegin, sie hatte oft starkes Kopfweh. Erstdiagnose: Stressbedingte Migräne. Weil Frauen haben ja sowieso immer Migräne und so.
    Tatsächlich war es ein eingeklemmter Nerv im Kiefer, entstanden bei einem allzu groben Zahnarztbesuch.

    PS: Wenn ich in einem Artikel mit Gesundheitsthema den Satz "In den USA..." lese, muss ich immer ein bitzli lachen.
  • Matrixx 11.02.2019 20:39
    Highlight Highlight Das Jammern von Männern, die an der Männergrippe leiden, sollte man übrigens auch ernst nehmen.
    Weil aus Gründen.
  • Sauäschnörrli 11.02.2019 20:38
    Highlight Highlight Ich hab mir in die Hand geschnitten, der Mitarbeiter brachte mich zum Arzt. Ich bat ihn es zuzunähen, er lehnte ab. Es seien zu viele Sehnen und Gefässe verletzt. Er meldete mich im Krankenhaus an, wir fuhren hin. Danach hab ich 6 Stunden ein Zimmer verblutet, nochmal 2 Stunden später: Hand weiss, ich blau, Schwester: der Doktor kommt. Als der Arzt da war, wurde er panisch, sofort in den OP. Die Wunde musste wieder geöffnet werden, als sie dann darin herumstocherten, musste ich sie erst darauf aufmerksam machen, dass ich noch keine Schmerzmittel erhalten hatte. Ich bin M, was lief also schief?
    • Sauäschnörrli 11.02.2019 21:02
      Highlight Highlight Ich kenne aber auch einen, dem haben sie den Blinddarm notfallmässig entfernt. Er war aber gar nicht enzündet, er hat sich einfach aufgeführt, als würde er gleich sterben und keiner wollte rausfinden ob er es wirklich wird.

      Schmerzempfinden ist doch sehr individuell, auch bekommen aufgrund des Pflegenotstandes nicht alle die Versorgung die sie benötigen würden. Daraus aber eine Frage des Geschlechts zu machen, mutet an bisschen an wie die Zeit als wir mit Eugenik, die vermeintliche Überlegenheit, zu erklären versuchten.
  • exeswiss 11.02.2019 20:37
    Highlight Highlight "Darum ist es wichtig, Schmerzen von Menschen ernster zu nehmen"

    /fixed

    • dis_Mami_het_gseit 11.02.2019 21:26
      Highlight Highlight Danke
    • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 12.02.2019 08:48
      Highlight Highlight thx bro
  • sheep 11.02.2019 20:30
    Highlight Highlight Ich war 16 und nach einem Tag Bauchschmerzen und Erbrechen ging ich ins Krankenhaus. Ich wurde zu einer Gynäkologin geschickt: "Alles ok". Auf dem Weg nach draussen drehte ich um und erbrach auf der Toilette. Nun erhielt ich immerhin Schmerzmittel.
    Nächster Morgen, zurück auf der Notaufnahme, ich kann weder sitzen noch gerade stehen. Stundenlange Untersuchungen, aber "wir sehen nichts". Wenn ich wolle, könnte ich "trotzdem" operiert werden, falls es doch der Blinddarm wäre. Ja, ich wollte! Und ja, es war der Blinddarm, nur Stunden später wäre er vermutlich geplatzt.
    • marie 12.02.2019 01:27
      Highlight Highlight Geht auch so: Bauchschmerzen, Ursachen unklar.
      Die drei (!!) Ärzte bitten mich als 12jährige Mädchen kurz zu hüpfen, was ich dann etwas zu sportlich und trotz Schmerzen mache. Drei Ärzte machen grosse Augen und sind ratloser als vorher.

      Auf gut Glück wurde dann doch operiert. Blinddarm war entzündet.

      Auch als Mädchen wurde ich Ernst genommen!
  • Normi 11.02.2019 20:29
    Highlight Highlight Ich glaube das Problem ist das viel zuviele wegen jeder Kleinigkeit zum Notfall Rennen und das die Ärzte abstumpf....

    Ich hatte schon 2 Blutvergiftungen die so spät erkannt wurden, dass die Ursache nicht geklärt werden konnte...

    Meine Schwester hatte eine Halsentzündung an der sie fast gestorben wäre, es ist ja nicht so schlimm meinten die ersten Ärzte...

    • wintergrün 12.02.2019 05:25
      Highlight Highlight Ein guter Arzt schließt in der Erstdiagnose ernsthafte Probleme aus.
  • Triple A 11.02.2019 20:28
    Highlight Highlight Das betrifft nich nur Frauen. Zwei Beispiele: Mein Kollege hat Übergewicht. Egal was er hat, am Schluss ist dieses an seinem Leiden schuld. Ich bin Diabetiker Typ I. Egal was ich habe, ob Gliederschmerzen, Knieprobleme, Sehstörungen - am Schluss bzw. bis zum Beweis des Gegenteils ist der Diabetes schuld. - Super!🥴
    • nass 11.02.2019 21:28
      Highlight Highlight Ich reich dir die Hand. Diabetes Typ I ist eine wunderbare Sache-IMMER Schuld. 😉
  • Glückspost 11.02.2019 20:25
    Highlight Highlight Kriegen heutzutage Frauen auch die Männergrippe?
    Im Ernst jetzt...wenn ich die ärztlichen Fehleinschätzungen in meinen Leben zusammenzählen würde, bin ich bei mehr als drei Fällen. Deswegen schiebe ich aber nicht einen ganzen Berufsstand die Schuld zu.

    Mich kotzt diese Grabenzieherei zwischen den Geschlechtern/Gendern so dermassen an. Immer dieses Fehlerrausgepicke um ein Gerechtigkeitsgefälle vorzutäuschen das so nicht existiert.

    Es ist ganz normal sich eine medizinische Zweitmeinung einzuholen. Ist halt einfacher den bösen männlichen Ärzten hier die Schuld zuzuschieben.
    • Magenta 12.02.2019 10:55
      Highlight Highlight Danke!
  • noemihalboffen808 aka Grammarnazi aka http:// 11.02.2019 20:23
    Highlight Highlight Ging mir auch so, wurde aber von meinen Eltern so eingeschätzt xD Hatte mir zuhause den Fuss gebrochen und meine Eltern meinten, ich übertreibe, der sei nur verstaucht. Hüpfte oder kroch 3 Tage zuhause umher bis man merkte, dass es trotz Salbe etc. nicht weg ging und brachte mich dann zum Arzt. "Ja der ist definitiv gebrochen, da hätten Sie noch lange hüpfen und kriechen können..." hiess es dann vom Arzt.
    • Cyp zurück in die Zukunft 11.02.2019 20:43
      Highlight Highlight Same aber mit gebrochenem Arm.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 11.02.2019 21:33
      Highlight Highlight Eine Kollegin hat sich Mal auf dem Weg zu mir bei einem Sturz den Arm gebrochen und den ganzen Nachmittag nichts davon erzählt. Ich war dann ziemlich überrascht, als sie am nächsten Tag mit Gips zur Schule kam...!
  • who cares? 11.02.2019 20:19
    Highlight Highlight Eine Kollegin von mir ist nach einem Unfall monatelang mit einem Bandscheibenvorfall und höllischen Rückenschmerzen herumgelaufen, bis sich mal ein Arzt erbarmt hat, sich richtig damit zu befassen.
    • Pisti 11.02.2019 21:03
      Highlight Highlight Wenn du Rückenprobleme hast kannst du zu zehn verschiedenen Ärzten gehen und jeder wird dir etwas anderes erzählen was die Ursache ist. Bei mir ging es auch Monate, bis man ein MRI gemacht hat. Und ich bin keine Frau.
    • Palpatine 11.02.2019 22:34
      Highlight Highlight Bei meinem Bandscheibenvorfall war mein Hausarzt im Urlaub. Unsägliche Schmerzen, aber die STV-Ärztin wollte nichts unternehmen (versicherungstechnisch?), ausser zum Chiropraktiker. Der hat nix gemerkt und am Rücken herumgedreht - wurde fast ohnmächtig. In der Notaufnahme dann: "Vermutlich BSV, aber gehen sie zum Hausarzt, kein Notfall!"
      Erst mein Hausarzt hat mich zwei Tage später ernst genommen: Gleichentags MRI, nächstentags Notfall-PDA in Wirbelsäule. Dann gings besser.
      Drei Ärzte = Kurpfuscher; mein Hausarzt kennt mich seit klein auf u wusste, dass ich nicht "simuliere"
  • Mantrax 11.02.2019 20:18
    Highlight Highlight Falls sich noch jemand für die Studien dazu interessiert: https://www.kup.at/kup/pdf/1364.pdf und verlinkte Literatur.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.02.2019 20:33
      Highlight Highlight Danke für den Link.
  • Mantrax 11.02.2019 20:16
    Highlight Highlight Gelten Frauen nicht immer als so viel Schmerz-Resistenter (Thema Geburt?). So tragisch diese Einzelfälle sind, die stastische Differenz der Lebenserwartung und der Fakt, dass auf 23 Studien zu Frauen-Gesundheit eine zur Männergesundheit kommt sprechen eine leicht andere Sprache. Es ist zwar so, dass Ärzte Beschwerden von Männern eher etwas genauer untersuchen, bei schweren Erkrankungen zeigt sich aber keinerlei Nachweisbarer Unterschied. Wenn bzgl Gesundheit und Lebenserwartung ein Geschlecht sich benachteiligt fühlen sollte, dann evtl dasjenige, dass im Schnitt 7 Jahre kürzer lebt ;-)
    • ReziprokparasitischerSymbiont 11.02.2019 20:59
      Highlight Highlight Bei der Sterbewahrscheinlichkeit tritt die grösste Differenz zwischen den beiden Geschlechtern im Alter von knapp 20 bis etwas über 30 Jahre auf. Diese Differenz wird grösstenteils nicht durch die medizinische Behandlung sondern durch das (Risiko-)Verhalten begründet und hat einen beträchtlichen Einfluss auf die durchschnittliche Lebenserwartung.
      Der Unterschied in der Lebenserwartung nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab und liegt z.B. für über 80-jährige nur noch bei anderthalb Jahren.
    • JulesVerne 11.02.2019 21:05
      Highlight Highlight Zumindest in Europa ist die kürzere Lebenserwartung von Männern grösstenteils fehlenden Arztbesuchen verschuldet. Während regelmässige Arztbesuche für Frauen zur Routine dazugehören, insb. ab 50 (Mammographie etc.), weigern sich viele Männer einen jährlichen Check zu machen. Ist erwiesen.
    • Merida 11.02.2019 21:15
      Highlight Highlight Die kürzereLebenserwartung hat wohl eher damit zu tun, dass junge Männer häufiger Opfer von Unfällen und Verbrechen werden als junge Frauen...
  • Kong 11.02.2019 20:10
    Highlight Highlight ".. sie stellt sich an..."
    Man tut als Eltern gut daran die Anliegen der eigenen Kinder sehr ernst zu nehmen, ungeachtet der Aussagen von Fachpersonen in weissen Kitteln. Nebst der Tatsache, das Schmerz generell sehr unterschiedlich wahrgenommen wird, zählt auch die Erfahrung. Ein Arzt kann professionell einfach abgestumpft sein, da er statistisch vielleicht mit Fällen zu tun hatte, die wirklich nicht so arg waren.
    Der Tip gilt auch als Erwachsener. Insistieren, wenn man selber weiss das kommt nicht gut (und ich sprechen nicht von Männerschnupfen im Notfall).
    • R. Peter 11.02.2019 22:22
      Highlight Highlight Na dann, unterscheide mal „Männerschnupfen“ von „ich weiss das kommt nicht gut“...
  • Die verwirrte Dame 11.02.2019 20:08
    Highlight Highlight Mein Blinddarm war scheinbar 5 Wochen lang geplatzt. Trotz vieler Arztbesuche meinte mein Hausarzt, ich hätte vermutlich etwas Luft im Darm(oder sowas) und solle mich nicht so anstellen. Ich war damals 10 Jahre alt.


    Als ich etwa 13 war, ist mein doppelt so schwerer Cousin auf mein gestrecktes Bein gefallen. Da mir niemand glauben wollte, dass ich enorme Schmerzen hatte, bin ich drei Tage lang mit einem gebrochenen Bein herumgelaufen.
  • Ferranya 11.02.2019 20:06
    Highlight Highlight Erlebte eine ähnliche geschichte: ich bekam höllische bauchschmerzen, konnte weder länger als 2 minuten sitzen noch liegen oder stehen. Also ab ins KH. Eine ärztIN untersucht mich (bitzli bauch abtasten, blutdruck messen) und meint dann sie gebe mir dafalgan und schicke mich nach hause, ich hätte wohl in den nächsten tagen meine mens und deswegen etwas bauchschmerzen. Nachdem ich lautstark protestiert habe und sagte ich hätte wahnsinnige schmerzen und ganz sicher nicht meine tage kam ein männlicher arzt und nahm mich ernst! Es war dann eine schwere bauchraum entzündung.
    • Antigone 11.02.2019 20:42
      Highlight Highlight Mich hat eine ÄrztIN nicht mal kontrolliert, als ich mit Schmerzen bei ihr ankam. Sind ja „nur“ Frauenprobleme. Hatte mir nur Medikamente verschrieben und nach 10 Min musste ich wieder nach Hause (mit Schmerzen und neu dazu auch ein Gefühl von sich wie ein Stück Scheisse fühlen, da kein Bisschen ernst genommen...)
    • I don't give a fuck 11.02.2019 21:18
      Highlight Highlight Und sowas nennt sich Arzt...
    • Magenta 12.02.2019 10:59
      Highlight Highlight Super, Ferranya! Wenn er sich nicht ernst genommen fühlt oder wenn er schlicht weiss, dass eine "Diagnose" nicht zutrifft ("Sie bekommen bald Ihre Tage"), dann liegt es definitiv am Patienten, zu insistieren und/oder eine Zweitmeinung zu verlangen.
  • Ohmann94 11.02.2019 20:06
    Highlight Highlight Geschichte Nr. 4:
    Mann, 20, starke Rückenschmerzen, Arbeit auf dem Bau, „Beiss die Zähne zusammen, so schlimm wirds nicht sein“, 2-facher Bandscheibenvorfall, mehrere Monate außer Gefecht.

    Mann, 20, über Tage massivste Übelkeit und starke Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit,
    Puls am Abend ohne Anstrengung plötzlich auf 140+, Panikattacken, Kopfschmerzen, „Beiss die Zähne zusammen, so schlimm wirds nicht sein“

    etc. etc. etc.

    Was lernen wir daraus? Es gibt sehr sehr oft, auch unabhängig vom Geschlecht, Schmerzen und Symptome die nicht ernstgenommen werden und abekanzelt werden - aus Gründen.
    • Vergugt 11.02.2019 23:14
      Highlight Highlight Ja. Und?

      Deine persönliche Erfahrung tut mir leid, aber im Artikel geht's darum, dass Frauen bei gesundheitlichen Beschwerden systematisch weniger ernst genommen werden. Dein Kommentar legt nahe, dass du das entweder nicht verstanden hast, oder durch deine eigene Geschichte widerlegen willst. Finde ich beides nicht so angemessen.
    • Jasmin Sekulovski 12.02.2019 09:51
      Highlight Highlight Der Unterschied besteht hier das der Mann selber seine eigenen Schmerzen nicht ernstgenommen hat. Bei den Frauen ist es leider so das wir nicht ernstgenommmen werden von anderen, und meistens leider auch nicht von Ärzten.
      Was denkst du wie lange und wie viele Frauen ihren eigenen Schmerz ignorieren weil sie selber den nahenden Blinddardurchbruch aös Regelschezen abstempeln?
  • R. Peter 11.02.2019 20:03
    Highlight Highlight Ihr seid echt paranoid...

Oral Sex Gap: Warum bekommen Frauen weniger Oralsex?

Die Welt ist nicht fair. Das wissen wir, heisst ja aber zugleich nicht, dass wir nichts daran ändern können. Gerade zwischen den Geschlechtern gibt es viele Ungleichheiten. Auf finanzieller Ebene, rechtlicher, wirtschaftlicher und ja, auch auf sexueller Ebene.

Beispiel gefällig?

Darf ich vorstellen. Der Oral Sex Gap.

Dahinter steckt ein Phänomen, das wohl einige von uns von heterosexuellem Sex kennen. Männer bekommen dabei häufiger Oralsex als Frauen. Und das ist nicht nur ein diffuses Gefühl, …

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