Libyen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Former Secretary of State Hillary Rodham Clinton answers a question at the 2014 National Council for Behavioral Health Conference at Gaylord National Resort and Convention Center at National Harbor, Md., Tuesday, May 6, 2014. Clinton spoke about mental health, political, and social issues during her talk. (AP Photo/Charles Dharapak)

Hillary Clinton. Bild: AP

US-Präsidentschaftswahlen 2016

Kampf ums Weisse Haus: Republikaner lancieren perfide Debatte um Hillarys Hirn und Brille

Ist sie fit? Was war da mit ihrer Schädelverletzung? Und der Fall Lewinsky? Frühzeitig mühen sich die Republikaner, Hillary Clintons Aussichten auf die US-Präsidentschaftskandidatur 2016 zu schmälern. Eine Strategie mit Risiko.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Sebastian Fischer, Spiegel Online, Washington

Es sind jetzt exakt 908 Tage bis zur Präsidentschaftswahl im November 2016. Also noch eine lange Zeit. Einerseits.

Andererseits zeichnet sich bereits ab, dass Hillary Clinton mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kandidatin der Demokraten sein wird – wenn, ja, wenn sie denn will. Noch hat sie sich nicht erklärt. In parteiinternen Umfragen kommt sie regelmässig auf rund 70 Prozent, während der momentan zweitplatzierte Joe Biden, immerhin US-Vizepräsident, nur 14 Prozent erreicht. Am 10. Juni kommt Clintons Autobiografie auf den Markt: «Hard Choices». Neuerliche Aufmerksamkeit ist garantiert.

Der Hillary-Hype besorgt die Gegner, längst basteln sie an der Anti-Clinton-Taktik. Nach dem Motto: Wer rechtzeitig politisch vorsorgt, der muss sich später nicht grämen. Hier sind die aktuellen Top 3 der republikanischen Kritik:

(FILES) This September 11, 2012 file photo shows former US Secretary of State Hillary Clinton as she testifies before the Senate Foreign Relations Committee  on Capitol Hill in Washington, DC, on January 23, 2013. Hillary Clinton's health is

Hillary Clinton mit umstrittener Brille im September 2012. Bild: AFP

No. 1: Ist Clinton eigentlich fit genug?

Former White House intern Monica Lewinsky is pictured arriving at her lawyer's offices in Washington in this file picture from July 28, 1998. Lewinsky, the onetime White House intern whose 1990s affair with Bill Clinton nearly brought down his presidency, broke a long silence on May 6, 2014, saying she regretted what happened.  REUTERS/Tim Aubry/Files  (UNITED STATES - Tags: SOCIETY POLITICS)

Monica Lewinsky im Juli 1998. Bild: Reuters

Nr. 2: Die Affäre Lewinsky

A protester reacts as the U.S. Consulate in Benghazi is seen in flames during a protest by an armed group said to have been protesting a film being produced in the United States September 11, 2012. An American staff member of the U.S. consulate in the eastern Libyan city of Benghazi has died following fierce clashes at the compound, Libyan security sources said on Wednesday. Armed gunmen attacked the compound on Tuesday evening, clashing with Libyan security forces before the latter withdrew as they came under heavy fire. REUTERS/Esam Al-Fetori (LIBYA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY) - RTR37UVH

Demonstrant vor dem brennenden US-Konsulat in Bengasi am 11.September 2012. Bild: Reuters

Nr. 3: Bengasi-Ausschuss

Fazit: Die Republikaner überziehen – und nehmen sich die Chance auf wirklich zündende Kritik. Denn natürlich ist Clintons Bilanz als Aussenministerin zu hinterfragen; auch ihr Alter sollte Thema sein, schliesslich wäre sie mit 69 Jahren bei Amtsantritt älter als all ihre Vorgänger, ausser Ronald Reagan und William Henry Harrison.

Umfrage

Sollte Hillary Clinton bei den Präsidentschaftswahlen 2016 für die Demokraten antreten?

  • Abstimmen

21

  • Unbedingt, sie hat die besten Chancen62%
  • Nein, ein Clinton genügt14%
  • Ich bin für die Republikaner0%
  • Ich würde weder Republikaner noch Demokraten wählen14%

Hillary Clinton gegen Jeb Bush?

Doch bei den Konservativen herrscht nicht mal Einigkeit. So wurde Karl Rove wegen seiner Gesundheitsspekulation von Ex-Oppositionsführer Newt Gingrich kritisiert; Rove wiederum hat sich Rand Paul wegen der Lewinsky-Sache vorgeknöpft; und den Bengasi-Ausschuss scheint Washingtons Chefrepublikaner John Boehner seinen Rechtsaussen-Parteifreunden allein deshalb genehmigt zu haben, um sie zu befrieden. Boehner selbst hat zu Protokoll gegeben, dass er versuche, seinen Freund Jeb Bush von einer Präsidentschaftskandidatur zu überzeugen.

Der moderate Bush als Gegner – das wäre dann tatsächlich mal eine ernstzunehmende Herausforderung für Hillary Clinton.



Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Politiker-Lügen, Manager-Boni: Wir leben in einer schamlosen Zeit

Lügen, ohne rote zu werden, ist eine Kunst. Wer sie beherrscht, kann es weit bringen.

Nach der Verhaftung von Julian Assange wurde Donald Trump um seine Einschätzung dazu gefragt. «Wikileaks?», erwiderte der Präsident. «Wikileaks ist eigentlich nicht mein Ding.» Sagte es und ging ungerührt zur nächsten Frage über.

Nicht sein Ding? Trump hat im Wahlkampf Wikileaks mehr als 140 Mal erwähnt, immer mit grosser Begeisterung. «I love Wikileaks», hat er an Wahlkampfveranstaltungen vor tobenden Fans in laufende TV-Kameras gebrüllt.

Die Verhaftung von Assange hat sich zudem seit Tagen …

Artikel lesen
Link zum Artikel