Luftfahrt
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An armed pro-Russian separatist stands guard as monitors from the Organization for Security and Cooperation in Europe (OSCE) and Malaysian air crash investigators inspect the crash site of Malaysia Airlines Flight MH17 near the village of Hrabove (Grabovo), Donetsk region July 22, 2014.   Almost 300 people were killed when the Malaysian airliner went down last Thursday. REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: POLITICS MILITARY CIVIL UNREST TRANSPORT DISASTER)

Kein Durchkommen: Die Lage in der Ukraine macht es den Ermittlern unmöglich, zum Wrack vorzudringen. Bild: MAXIM ZMEYEV/REUTERS

Instabile Lage in der Ukraine

Ermittler brechen erneut zu MH17-Absturzstelle auf

28.07.14, 11:39 28.07.14, 12:07

Internationale Ermittler im Osten der Ukraine haben am Montag erneut versucht, zur Absturzstelle der malaysischen Passagiermaschine vorzudringen. Teams mit australischen und niederländischen Polizisten brachen am Morgen aus der Separatisten-Hochburg Donezk auf.

In der Umgebung der Stadt waren Schüsse zu hören, in der Nacht hatte es auch Granatfeuer gegeben, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Am Sonntag hatten die Ermittler eine geplante Erkundung des Unglücksorts wegen anhaltender Gefechte aus Sicherheitsgründen absagen müssen. Die Absturzstelle liegt rund 60 Kilometer östlich von Donezk.

Der Vize-Chef der australischen Bundespolizei, Andrew Colvin, hatte vor dem erneuten Versuch am Montag im australischen Fernsehen davor gewarnt, dass sich der Einsatz angesichts der Gefechte zwischen Armee und Rebellen in der Region weiter verzögern könnte.

 «Dafür sollte der Weltsicherheitsrat eine entsprechende Entscheidung treffen»

Colvin beharrte darauf, dass die australischen Polizisten unbewaffnet blieben und sich auf die Ermittlungen vor Ort beschränkten. Die australische Aussenministerin, Julie Bishop, sagte am Sonntag nach ihrer Ankunft in Kiew, es würden keine Schritte unternommen, welche die Ermittler in Gefahr bringen könnten.

Lawrow für Untersuchung durch UNO

Die Absturzstelle des Flugs MH17. Bild: EPA/Airbus DS / AllSource Analysis

Russland forderte Ermittlungen unter der Ägide der Vereinten Nationen. Eine solche Untersuchung sollte möglichst schnell beginnen, sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau. «Dafür sollte der Weltsicherheitsrat eine entsprechende Entscheidung treffen», sagte er. Eine UNO-Mission im von Kämpfen erschütterten Gebiet könne die nötige Sicherheit für Ermittlungen garantieren.

Russland gibt der Ukraine die Verantwortung für den Flugzeugabsturz. Die Ukraine dagegen wirft den pro-russischen Separatisten den Abschuss vor.

Malaysia verhandelt über Waffenruhe

Derweil verhandeln Malaysias Diplomaten nach eigenen Angaben über eine Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und pro-russischen Milizen. Sie wollen damit sicheren Zugang für Ermittler zum Absturzgebiet des Malaysia-Airlines Flugzeugs in der Ostukraine erreichen.

«Die Verhandlungen dauern an»

«Die Verhandlungen dauern an», sagte der Chef des malaysischen Ermittlungsteams, Khairil Hilmi Mokhtar, der staatlichen Nachrichtenagentur Bernama.

Das Wrack der MH17. Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

Malaysia hatte mit den Rebellen bereits die Übergabe der Blackbox ausgehandelt. Die Malaysier rechnen sich bessere Chancen als westliche Diplomaten bei den Rebellen aus, weil sie jede Schuldzuweisung vermieden haben.

Regierungschef Najib Razak will an diesem Mittwoch selbst nach Europa fliegen, zunächst in die Niederlande. In einer Fernsehansprache am Sonntagabend erinnerte Razak anlässlich des muslimischen Feiertags Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan an die Opfer des Absturzes.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit 298 Menschen an Bord abgestürzt, darunter 193 Niederländer, 43 Malaysier und 28 Australier. (aeg/sda/afp/dpa)



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