Luftfahrt
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Fluggeschichte von MH4. Bild: Flightradar24.com

Der «einzige interkontinentale Flug»

Malaysia Airlines überfliegt das Kriegsgebiet in Syrien statt die Ukraine – ist das sicher?



Nach dem Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine hat Malaysia Airlines am Sonntag eine Passagiermaschine über den Luftraum des Bürgerkriegslands Syrien fliegen lassen. Die alternative Flugroute sei von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) genehmigt gewesen, teilte die Airline am Montagabend mit.

Der Flug MH4 von London nach Kuala Lumpur sei wegen der Sperrung des Luftraums über der Ukraine von seiner üblichen Route abgewichen und über Syrien umgeleitet worden, teilte die Airline mit. Der syrische Luftraum sei nicht gesperrt gewesen.

Nach Erkenntnissen des Online-Portals Flightradar24 vom Montag war MH4 «der einzige interkontinentale Flug», dessen Route über syrischen Luftraum führte. Wohl auch deshalb stiess die Entscheidung der Fluggesellschaft in sozialen Online-Netzwerken auf Unverständnis.

Ein weiteres Flugzeug verlieren?

Mehrere Nutzer warfen die Frage auf, ob Malaysia Airlines ein weiteres Flugzeug verlieren wolle. Vor dem Absturz von MH17 mit 298 Toten war im März schon Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden.

Auch im Fall von Flug MH17, der nach Ansicht der ukrainischen Regierung und zahlreicher westlicher Staaten höchstwahrscheinlich durch die von Russland unterstützten Separatisten abgeschossen wurde, hatten Malaysia Airlines und die malaysische Regierung auf die Freigabe der Route durch die ICAO verwiesen.

Der internationale Luftfahrtverband IATA nahm die Fluggesellschaft am Dienstag in Schutz: Regierungen und Luftraumdienste würden die Airlines laufend über mögliche Routen und Restriktionen informieren, die Fluggesellschaften würden sich anschliessend an die Vorgaben halten. Dies sei auch bei MH17 der Fall gewesen. (kub/sda/afp) 

A satellite image shows the crash site of Malaysia Airlines flight MH17 in Ukraine, in this July 20, 2014 DigitalGlobe handout photo. World leaders demanded an international investigation into the shooting down of Malaysia Airlines Flight MH17 with 298 people on board over eastern Ukraine in a tragedy that could mark a pivotal moment in the worst crisis between Russia and the West since the Cold War.   REUTERS/DigitalGlobe/Handout via Reuters (UKRAINE - Tags: DISASTER TRANSPORT) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT

Eine Luftaufnahme des abgeschossenen Flugzeuges mit Flug MH17.  Bild: HANDOUT/REUTERS

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JuanValdez 22.07.2014 12:06
    Highlight Highlight Wird jetzt täglich darüber berichtet, wenn ein Flugzeug eine Krisenregion überfliegt? Seit Jahrzehnten überfliegen Airlines Krisenregionen (Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Nordafrika, etc.). Die Entwicklungen in diesen Regionen werden von Seite der Airlines in Zusammenarbeit mit den Behörden täglich beobachtet.

Flugsicherheit 2014: Weniger Abstürze – aber deutlich mehr Todesopfer

2014 starben deutlich mehr Menschen bei Flugzeugabstürzen als im Jahr zuvor. Die Zahl der Unfälle ging allerdings zurück. Dies geht aus der jüngsten Unfallstatistik der International Air Transport Association (IATA) hervor, die heute publiziert wurde. Der IATA gehören 250 Fluggesellschaften an, die rund 94 % aller internationalen Flüge durchführen.

Demnach kamen letztes Jahr 641 Menschen bei Flugzeugabstürzen ums Leben, das sind 210 mehr als 2013 und liegt auch deutlich über dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel