Mafia & Co
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lea Garofalo.

Mut mit dem Leben bezahlt

«Verräterin» in Säure aufgelöst: Lebenslang für vier Mafiosi

Die Aussagen von Lea Garofalo ermöglichte die Festnahme Dutzender 'Ndrangheta-Mitglieder. Sie bezahlte dies mit dem Tod.

19.12.14, 13:00 19.12.14, 13:31

Das Kassationsgericht in Rom, die letzte und dritte Instanz in der italienischen Strafgerichtsbarkeit, hat die lebenslange Strafe für vier Mafiosi bestätigt. Sie wurden schuldig gesprochen, 2009 in der Nähe von Monza Lea Garofalo getötet und ihre Leiche in Säure aufgelöst zu haben.

Sie hatte den Staatsanwälten vor ihrem Tod Informationen über die 'Ndrangheta, die Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, geliefert. Zu lebenslanger Haft wurde unter anderen ihr ehemaliger Lebensgefährte und Vater ihrer 20-jährigen Tochter verurteilt, wie italienische Medien berichteten.

Gemeinsame Tochter als Lockvogel

Lea Garofalo war nach ihrer Aussage vor den Justizbehörden zwar in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden, ihr früherer Lebensgefährte lockte sie aber über die gemeinsame Tochter aus ihrer Deckung und tötete sie.

Die Tochter hatte als Nebenklägerin gegen ihren Vater vor den Richtern ausgesagt. Für einen fünften Angeklagten wurde eine Haftstrafe von 25 Jahren bestätigt. Der Fall hatte wegen seiner Grausamkeit die italienische Öffentlichkeit geschockt.

Vater und Bruder waren Mafiosi

Obwohl die Aussagen der Frau die Festnahme Dutzender 'Ndrangheta-Mitglieder ermöglichte, wurde ihr Personenschutz aufgehoben. Ihre Ermordung datieren die Ermittler auf den 24. oder 25. November 2009. Die Leiche der 36-Jährigen war erst im Jahr 2012 gefunden worden.

Schon ihr Vater und ihr Bruder waren im Rahmen einer Fehde unter rivalisierenden Mafia-Clans getötet worden. (whr/sda/apa)



Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

New Yorker Mafioso «Sonny» Franzese im Alter von 100 Jahren aus Knast entlassen

Ein vor 50 Jahren verurteilter ehemaliger New Yorker Mafiaboss ist einem Medienbericht zufolge im Alter von 100 Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden. Er sei der älteste Häftling in den US-Bundesgefängnissen gewesen.

John «Sonny» Franzese habe die Haftanstalt Denvers im US-Bundesstaat Massachusetts am Freitagmittag (Ortszeit) in einem Rollstuhl verlassen, berichtete die Zeitung «Newsday». 

Franzese wurde den Angaben nach 1967 wegen Bankraubs zu 50 Jahren Haft verurteilt. Davon verbrachte …

Artikel lesen