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Marion aus Genf muss Titel und Prämie wieder abgeben. bild: ausriss «blick», 29.10.2014

Da war doch mal was

Die 24-jährige Marion ist nicht die erste, die ihren «Blick»-Titel abgeben musste



Am 20. Oktober 2014 verkündet der Blick stolz: «Marion ist Ihr Star des Jahres!» Doch knapp zehn Tage später wird der 24-jährigen Genferin der Titel aberkannt. Der Grund: Die Studentin habe die Zeitung hinters Licht geführt und verheimlicht, dass sie mal als Escort-Girl gearbeitet und bei einem Porno mitgemacht hat. 

Der «Blick» wirft Marion vor, bewusst gelogen zu haben. In einem Interview mit 20 Minuten beteuert die 24-Jährige, die Zeitung habe von ihrer Vergangenheit gewusst, sie habe schon beim Shooting alles zugegeben.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass dieses kleine «Malheur» nicht zum ersten Mal passiert ist. Eine fast identische Geschichte hat sich vor knapp drei Jahren zugetragen. Damals wurde die 28-jährige Lana zunächst als «Star des Tages» präsentiert – dann gewann sie im August 2011 die Wahl zum «Girl des Monats».

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bild: Ausriss «blick», 02.09.2011

Damit war sie automatisch qualifiziert für die Wahl zum «Star des Jahres». Doch dann kam alles anders: Ein Reporter von «20 Minuten» besuchte Lana in einem Erotikclub in Zürich Enge. Dort arbeitete die junge Frau, die im «Blick» als «kaufmännische Angestellte» vorgestellt worden war, als Escort-Girl.

Im Interview berichtete sie freizügig von ihrem «Hobby». Auf die Frage, ob der «Blick» nichts gegen die Nebentätigkeit im Sexclub einzuwenden gehabt habe, antwortete Jana: «Nein, wieso auch? Das ist Privatsache» und fügte hinzu: «Ich hab es ihnen gesagt, als ich nach meinen Hobbys gefragt wurde.»

So viel Freizügigkeit ging dem «Blick» jedoch gegen den Strich. Auch Lana musste ihren Titel abgeben und wurde von der Wahl zum «Star des Jahres» disqualifiziert. 

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bild: ausriss «blick», 20.10.2011

In beiden Fällen beruft sich die Zeitung auf eine spezielle Vereinbarung: Wer als «Star des Tages» in dem Boulevardblatt abgelichtet werden will, muss – gemäss der Zeitung — schriftlich bestätigen, nie in der Erotik-Branche tätig gewesen zu sein.

Während in Lanas Fall die Betroffene von sich aus im Interview mit «20 Minuten» über ihre Tätigkeit berichtet hatte, verhält es sich bei Marion etwas anders: Hier ist nur die Rede davon, dass es sich «erst später herausgestellt» habe, dass die junge Frau einen Porno gedreht und als Escort-Girl gearbeitet hat, und dass sie es nun «zugeben musste». (viw)

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