MH17
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Die Malaysian Airlines steuern auf eine nächste Krise zu. Bild: EPA/ANP

Flugzeugunglück

Fast 200 Mitarbeiter kündigen bei Malaysia Airlines nach Unglücken

Nach dem Absturz zweier Passagiermaschinen von Malaysia Airlines haben in den vergangenen Monaten fast 200 Mitarbeiter ihre Kündigung eingereicht. 186 Besatzungsmitglieder hätten in den ersten sieben Monaten des Jahres gekündigt, erklärte die Fluglinie am Dienstag.

Vor allem nach dem mutmasslichen Abschuss von Flug MH17 im Juli über der Ukraine sei die Zahl der Kündigungen deutlich gestiegen, hiess es in der Erklärung. Inzwischen hätten sie aber wieder «ein akzeptables und normales Niveau erreicht».

Viele Mitarbeiter hätten familiären Druck nach den Tragödien von Flug MH17 und Flug MH370 als Grund für die Kündigung genannt, erklärte die malaysischen Fluglinie. Der Generalsekretär der Angestelltengewerkschaft, Abdul Malek Ariff sagte, einige hätten nun Angst zu fliegen.

Mehrarbeit für verbleibende Mitarbeiter

Die Kündigung der Mitarbeiter führe zudem dazu, dass die verbliebenen Angestellten bis zu zwölf Stunden am Tag arbeiten müssten. Bei den beiden Unglücken kamen 537 Menschen ums Leben, darunter 27 Besatzungsmitglieder. Seitdem steckt die ohnehin angeschlagene Fluglinie in einer schweren Krise.

Am 8. März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos von den Radarschirmen. Die Fluglinie geht davon aus, dass die Boeing im südlichen Indischen Ozean ins Meer stürzte. Bis heute fehlt aber von dem Wrack jede Spur, die Gründe für das Unglück sind zudem weiter völlig unklar.

Am 17. Juli wurde dann Flug MH17 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über dem umkämpften Osten der Ukraine mutmasslich von prorussischen Separatisten abgeschossen. Bei dem Absturz der Boeing kamen 298 Menschen ums Leben. (sda/afp)



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