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Betrübte Gesichter bei UNO-Sonderbotschafterin Angelina Jolie und UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, die die Nachricht des Flüchtlingsdramas erfuhren, als sie in Malta weilten.
Betrübte Gesichter bei UNO-Sonderbotschafterin Angelina Jolie und UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, die die Nachricht des Flüchtlingsdramas erfuhren, als sie in Malta weilten.Bild: HANDOUT/REUTERS
Drama im Mittelmeer

Nur 10 von 500 vermissten Bootsflüchtlingen gerettet

16.09.2014, 16:0216.09.2014, 16:06

Nach dem Untergang eines Schiffes mit vermutlich 500 Flüchtlingen im Mittelmeer haben Rettungskräfte bis Dienstag insgesamt nur zehn Überlebende geborgen. Zudem seien drei Leichen entdeckt worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Rom mit. Sie berief sich dabei auf Angaben aus Italien, Malta und Griechenland. Demnach wurden zwei der Überlebenden nach Malta gebracht, sechs nach Kreta und zwei weitere nach Sizilien.

Bei den nach Sizilien gebrachten Flüchtlingen handelt es sich um die beiden 27 und 33 Jahre alten Palästinenser, die der IOM als erste vom Untergang ihres Schiffes am Mittwoch vergangener Woche berichtet hatten. Die Organisation geht von bis zu 500 Vermissten aus. 

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Flüchtlingsschiff von Schleppern gerammt

Den geretteten Palästinensern zufolge war das Flüchtlingsschiff mit Menschen aus Syrien, Ägypten, dem Sudan und den Palästinensergebieten am 6. September vom ägyptischen Hafen Damietta aus aufgebrochen. Während der Fahrt hätten die Passagiere mehrmals das Boot wechseln müssen. 

Als sie sich am Mittwoch geweigert hätten, in ein noch kleineres Boot zu steigen, hätten die wütenden Schleuser das Schiff absichtlich gerammt. Vor Malta sei das Schiff untergegangen. Die beiden Palästinenser wurden am folgenden Tag von einem Frachter aus dem Meer gerettet. 

Zudem sank am Sonntagabend vor Libyen ein Flüchtlingsboot mit 200 Insassen, von denen nur 36 gerettet wurden. «Die Zahl der Menschen, die vor den Küsten Europas sterben, ist schockierend und inakzeptabel», sagte IOM-Generaldirektor William Lacy Swing mit Blick auf die Tragödien im Mittelmeer, bei denen allein in diesem Jahr bereits fast 3000 Flüchtlinge starben. (whr/sda/afp/dpa)

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