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Da wurde mir bewusst: Meine Airbnb-Mieter haben Sex in meinem Bett

bild: unsplash

Was die Vermietung meiner Wohnung auf Airbnb mit diesem Zuhause-Gefühl macht.

09.10.17, 09:21 10.10.17, 04:48

wanda lehner*

Jedes Mal, bevor ich meine Wohnung auf Airbnb vermiete, räume ich erst mal alle Wertgegenstände in eine Kiste und bringe sie hinunter in den Keller. Kameras, Dokumente, meine Anlage, Ladekabel, das neue Paar Schuhe (man weiss ja nie), Parfüms, Schmuck, Kosmetik und meinen Lieblingsrucksack. Den Rest, sage ich mir, wird schon keiner mitnehmen, da es sich grossteils um Möbel und alte Klamotten handelt und die Schubladen zu verkleben, das wäre schon ein wenig paranoid. Oder? Ich hänge beschriftete Post-Its zur ersten Orientierung in die Küche und hole den «Herzlich Willkommen»-Zettel aus der Schublade wie eine fleissige Hotelbetreiberin. Fertig.  

Versteht mich nicht falsch: Airbnb ist gerade in Städten mit horrenden Mietpreisen eine perfekte Möglichkeit, um sich die Samstagsschicht im Supermarkt zu ersparen. Wer wegfährt, kann Teile seiner Wohnung relativ unkompliziert an fremde Touristen vermieten, und es mag sogar Menschen geben, die eine Woche pro Monat bei Freunden übernachten, um sich die fehlenden Moneten für die Miete sozusagen im Schlaf dazuzuverdienen.

Airbnb ist in über 190 Ländern und rund 65'000 Städten vertreten und hat nach eigenen Angaben im Jahr 2016 rund 60 Millionen Gäste vermittelt und über zwei Millionen Inserate geschaltet. Aber ganz ehrlich, wenn ihr mich fragt: Wer nicht muss, wird seine Wohnung – das Privateste, das er besitzt – wohl kaum im Internet zum Sparpreis anbieten.

Airbnb ist für viele eine bittere Notlösung geworden.

bild: unsplash

Anfang des Monats wurde mein Flug nach München abgesagt, als ich bereits im Flugzeug sass. Also, alle wieder raus und ab nach Hause. Theoretisch. Da ich meine Wohnung bei Airbnb vermietet hatte, war das für mich nicht möglich. So stand ich also, mit grosser Vorfreude auf einen Besuch bei meinen alten Studienfreunden, am Flughafen, und konnte gottverdammt noch nicht einmal in meine eigene Wohnung zurück.

Ich rief einen Freund an, der mich zum Glück für ein paar Tage beherbergen konnte, da er selbst nicht zuhause war. Den Schlüssel bekam ich von seiner Nachbarin. Aber angenehm, das ist wirklich etwas anderes. Ich kam mir dumm vor, und auch irgendwie geizig. Frei nach dem Motto: «Och, bei dir schlafen wär schon nett, ich verdien ja nebenbei gerade Geld.»

Dass ich in Wahrheit nichts lieber gemacht hätte, als meine Besucher sofort wieder rauszuschmeissen und in mein eigenes Bett zu kriechen, sagte ich natürlich niemandem.

Obwohl ich eine neue Unterkunft bekam, fühlte ich mich schäbig. Ich war in der Stadt, in der ich lebte, ausquartiert worden und musste den Alltag von einem neuen Ort bestreiten, bei dem es sich nicht um ein Hotel handelte. Ich war fremd in meiner eigenen Gegend und lebte aus dem Koffer, obwohl ich doch fünf Stationen weiter meine Wohnung hatte.  

Wie absurd ist das denn?

Der Gedanke ging mir nicht aus dem Kopf – auch wenn meine temporäre Bleibe wirklich okay war, diese Geschichte war es nicht.  

Am dritten Tag erzählte ich meinen Airbnb-Gästen von dem Zwischenfall und fragte, ob ich vielleicht am Sonntag kurz in die Wohnung könne (haha, in meine eigene Wohnung!), um ein paar Sachen zu holen. Sie waren zum Glück verständnisvoll und so machte ich mich auf den Weg in meine besetzte Wohnung.  

Als ich die Tür aufschloss, und zum ersten Mal fremde Schuhe in meinem Flur – plötzlich entwickelte mein Körper bei den banalsten Dingen Besitzansprüche – stehen sah, bekam ich in einen Kloss im Hals. Fühlt sich so Zuhause an?

Ich ging in die Küche und checkte erst mal den Kühlschrank. Noch alles da. Das Besteck hatten sie falsch eingeordnet, aber wem kann man diese Kleinigkeit verübeln. Seltsam allerdings ist es schon, die Töpfe nicht dort vorzufinden, wo man sie das letzte Mal hingestellt hatte. Als ob jemand mit Schlüssel eingebrochen wäre. Im Bad: fremde Zahnbürsten, Bademäntel, meine von mir Unbekannten benutzten Handtücher. Und, das Allerschlimmste: Mein Bett mit den Schlaf-T-Shirts anderer Menschen obendrauf. 

Ich dachte an Szenarien, an die man nicht denken sollte und blockierte das Kopfkino mit den Profilfotos meiner Besucher. Brrr.

Nicht meins, nicht meins, auch nicht meins. bild: shutterstock

Was hatte ich erwartet, fragte ich mich. Dass sich Menschen in Luft auflösen, sobald sie meine Wohnung betreten, dass ich keinerlei Spuren vorfinden würde in meinem Schlafgemach? In der Regel ist das nämlich genau so: Mein Nachbar übergibt den Schlüssel und wenn ich wieder da bin, ist alles bis aufs kleinste Detail genau so wie vorher. Dieses Mal war es natürlich anders, da ich nicht nur auf die Wohnung angewiesen war, sondern auch live vorbeischaute.  

Als meine Wohnung am Dienstagmorgen wieder frei war, spürte ich Erleichterung. Niemand hatte meine privaten Gegenstände auf einem Flohmarkt verhökert und auch die Küche ist nicht abgebrannt. Die Befürchtung, so etwas könnte doch irgendwann einmal passieren, wenn ich so fahrlässig weitermache, bleibt vermutlich solange, bis ich mich von der Plattform abmelde. 

Es ist das Risiko, das man bei «Sofortbuchungen» – ohne vorherigem Mailverkehr – mitträgt. Das Vertrauen, das man in die Menschheit aufbringen und gemeinsam mit dem Materialismus ablegen sollte.

Denn, ganz ehrlich: Wer mietet ein Apartment für mehrere hundert Franken, um dort Gegenstände von geringem Wert mitgehen zu lassen? Wer würde absichtlich etwas kaputt machen? Die wenigsten. Zudem ist Airbnb keine anonyme Plattform, die dich bei Schaden auflaufen lässt. Zumindest schreiben sie es so: «Für den seltenen Fall, dass ein Gast das Eigentum eines Gastgebers beschädigt, deckt die Airbnb-Gastgeber-Garantie Schäden bis zu einem Wert in Höhe von 800.000 Euro ab.»       

Solange mich nicht jemand vom Gegenteil überzeugt, bleibe ich dabei und hole mir das Geld für Gas, Strom, Handy und Internet durch zahlungswillige Touristen rein, die gerne eine «echte Wohnerfahrung» machen möchten. Solange es funktioniert, muss ich mich damit arrangieren, dass andere Menschen in meinem Bett Sex haben und genau dort essen, wo ich für gewöhnlich schreibe.  

Ich investiere vorher und nachher an die zwei Stunden, um alles sauberzumachen, das Bett neu zu beziehen und meine Wohnung von den Spuren anderer zu befreien. Sie wieder ganz mein zu machen. Bis zur nächsten Buchung zumindest.  

Immer noch besser als ein Samstagsjob, sag ich mir, bevor ich mich mit einem guten Buch auf die Couch lege.

*Richtiger Name der Redaktion bekannt

Wenn wir schon beim Thema sind – Das übelste Airbnb der Schweiz:

3m 1s

Das übelste Airbnb der Schweiz

Video: watson

Und die 20 angesagtesten Unterkünfte auf Airbnb:

Mehr Fuck, mehr Feel:

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PhilippS 11.10.2017 23:46
    Highlight Vielleicht zuerst mal die (Ursprungs-)Idee von ABnB recherchieren und erst dann abjammern.

    Die Idee war mal, dass jemand ein freies Zimmer (nicht Wohnung!) vermietet, dabei aber zu Hause bleibt, den Besuchern ein paar Tipps gibt, vielleicht - wenns ganz gut passt - sogar was unternimmt. Genau das suchen wir als selbst regelmässige ABnB User. Vermieter wie du „zerstören“ nicht nur die Idee, sie verursachen auch all die unschönen, bereits genannten Probleme.

    Du hast absolut nicht gecheckt, worums bei ABnB geht - ist für alle besser, du lässts bleiben. Geh doch besser an die Kasse.... 🤔😉
    11 6 Melden
  • MikoGee 10.10.2017 13:44
    Highlight Wieso bist du dann nicht einfach trotzdem in Urlaub?
    Die Wohnung war vermietet, der Urlaub geplant, die Freunde in München in freudiger Erwartung und du gehst nach Hause? Wie wärs mit einem "last minute"-Flug oder einfach mit dem Zug? München ist nicht wirklich weit weg, mehr als 100.- kostet das nicht und ist eh besser für deinen carbon footprint. Ausserdem sind die Fluggesellschaften bei einer Annulierung sowieso verpflichtet einen Ersatzflug oder -zahlung zu leisten. Ich versteh die Moral von der Geschichte, aber die Story selber ergibt keinen Sinn, sorry.
    91 0 Melden
  • MikoGee 10.10.2017 10:37
    Highlight Ich will dir da echt nichts ruinieren, Adam Conover macht das eh viel besser:
    3 0 Melden
  • meine senf 10.10.2017 09:58
    Highlight AirBNB ist der beste Beweis, dass die "kleinen Leute" kein bisschen weniger gierig sind, als die "Bankster", wenn sie die Gelegenheit haben.

    Widerlich. Wollen wir wirklich die Schweiz getthoisieren?
    59 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.10.2017 00:08
    Highlight Zusammengefasstes first world problem: "Während meinen easyjet-wochenenden verdiene ich ohne leidtung gutes geld und jammere über die schlaf-hemden meiner gäste."
    104 2 Melden
  • Tschedai 09.10.2017 23:41
    Highlight Man vermietet ein Bett und Leute werden Sex darin haben und vielleicht auf dem Sofa oder dem Küchentisch. Das ist das Leben. Herzlich willkommen. Aber mal abgesehen davon: Irgendwie klingt die Erzählerin massivst naiv.
    110 1 Melden
  • a-minoro 09.10.2017 21:37
    Highlight "Versteht mich nicht falsch: Airbnb ist gerade in Städten mit horrenden Mietpreisen eine perfekte Möglichkeit, um sich die Samstagsschicht im Supermarkt zu ersparen."

    Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass Airbnb auch dazu beiträgt, dass die Mieten in den Städten ständig steigen? Informier dich mal über die aktuellen Debatten, z.B. in Barcelona oder Berlin.
    104 1 Melden
  • LYX 09.10.2017 16:25
    Highlight Gibt es denn keinen Zug nach München?
    Mein Gott.... Geizig, unflexibel, und ständig am Jammern. Such dir doch einfach eine Bleibe die du vermagst. Sieht nach mehr Schein als Sein aus.
    278 8 Melden
  • rudolf_k 09.10.2017 14:08
    Highlight Die Autorin beklagt sich über hohe Mietpreise, und wie sie eine Extra-Schicht im Supermarkt absolvieren muss um sich die Wohnung leisten zu können. Somit darf getrost davon ausgegangen werden, dass sie selbst Mieterin ist und die Vermietung für Gewinn auf Airbnb illegal ist. Im Übrigen ein einfacher Tipp: Weniger Flugreisen nach München, die so oder so ökologisch ein völliger Schwachsinn ist, dann klappts wahrscheinlich auch mit der eigenen Miete.
    311 18 Melden
  • Mutzli 09.10.2017 13:57
    Highlight Finde ehrlich gesagt diese Idee einer "echten Wohnerfahrung" ziemlich komisch. Die drei, vier Male die ich bis jetzt Airbnb benutzt habe, war es, weil entweder a.) kein Geld/Lust in ein Hotel zu gehen, weil klinisch oder isoliert oder b.) nicht in eine Jugendherberge, weil wir gerade ein bisschen mehr Privatsphäre wollten. Wenn wir dann eine Airbnb Unterkunft suchten, achteten wir darauf, eine zu nehmen, bei der die Gastgeber im Haus blieben und haben so viele Tipps zu coolen Orten und ausnehmend sehr freundliche und interessante Menschen kennengelernt. Machten das auch nicht nur fürs Geld.
    81 4 Melden
    • loplop717 09.10.2017 18:12
      Highlight Ja ich finde das auch viel sympatischer wenn die Gastgeber da sind.
      36 0 Melden
  • ujay 09.10.2017 13:35
    Highlight Vermietet Wohnung ueber Air BnB und beklagt sich darueber, dass zahlende Gaeste auch darin leben....na was jetzt!?!?
    223 7 Melden
  • jjjj 09.10.2017 12:57
    Highlight neiaberau.
    jetzt wird denn Millenials bewusst, dass doch nicht alles so toll ist... und sie weinen über Social Media...

    snowflakes...
    170 27 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.10.2017 10:36
    Highlight Gut geschrieben. Und Respekt an alle die das können.

    Ich könnte es nicht. Weder in eine fremde Wohnung schlafen gehen, noch Fremde in meiner Wohnung leben/übernachten lassen. Schon gar nicht in meinem Bett.

    Aber Airbnb finde ich grundsätzlich toll. Aus diesem Grund habe ich 2 Kleinwohnungen erworben und biete Airbnb so an. Weil da wohne ich nicht selbst drin. Bringt mir viel mehr ein als wenn ich sie zum Marktpreis vermieten würde.
    61 248 Melden
    • Hierundjetzt 09.10.2017 11:03
      Highlight Unglücklich, jetzt kommt dann die Wanda-Fraktion und schreit Gentrifizierung und Wohnungsnot.

      Was ja klar ist, den exakt Dein Verhalten führt zu Wohnungsknappheit in Zürich.

      Das ist die hässliche Kehrseite der Medaille von Airbnb. Gerne verdrängt von unseren lässen jungen Bewohnern aus dem C4 mit dem Anspruch "ich will doch nur schnell ohne Aufwand was dazuverdienen" und:"diese Plattformen sind ja voll geil"

      Logisch gibt es keine günstigen Wohnungen mehr. Die echten Opfer von Uber, Airbnb usw. sind die jüngeren Mitmenschen ohne Geld, exakt also die, diese auch aktiv nutzen.
      271 8 Melden
    • seventhinkingsteps 09.10.2017 13:26
      Highlight Toll, statt deine Wohnung an Leute zu vermieten die auch interessiert wären langfristig drin zu bleiben willst du die schnelle Kohle.
      126 5 Melden
    • Apfelstrudel 09.10.2017 13:34
      Highlight Die günstigsten Wohnungen sind das Eine: in Barcelona, Venedig etc. kollabieren ganze Quartiere wegen der steigenden Mietzinsen oder Immobilienpreisen. Plus Detailhandel zieht ab, Restaurants schliessen, Service Public wird runtergefahren...
      Stadtbewohner werden an die Peripherie gedrängt, haben længere Arbeitswege, Verkehr nimmt zu...
      Ich wünsche schöne Ferien!
      121 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.10.2017 13:49
      Highlight Wo ist das Problem Zerothinking? Am Schluss mach ich ja mit beidem Geld. Ich habe mich einfach für die Option entschieden, die mir Ende Monat mehr einbringt.
      15 125 Melden
    • Mutzli 09.10.2017 13:49
      Highlight Ist ja praktisch, wenn sich die Profiteure und Wohnungssammler zwecks Entfremdung gleich in den Kommentaren outen... Verstehe diese Haltung wirklich nicht, was soll denn an Airbnb "grundsätzlich toll sein" wenn man dermassen flagrant den eigentlichen Grundgedanken dahinter verletzt?
      75 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.10.2017 13:55
      Highlight Ich finde auch Hostels eine gute Idee - so mit Gemeinschaftsbad und so. Würde trotzdem nie in einem übernachten wollen/können. Aber eines bauen und als solches nutzen? Kein Problem.

      Man kann vieles toll finden und daran Geld verdienen ohne es selbst zu machen.
      15 66 Melden
    • Hessmex 09.10.2017 15:06
      Highlight Fällt mir schwer zu glauben das man auf Airbnb eine Auslastung erreicht die ausreicht eine ganze Monatsmiete zu finanzieren.
      Wir haben hier in Boca del Río, direkt am Meer ein Haus und bieten 3 Zimmer auf Airbnb an, sind ein „Superhost“. Wir sind gut gebucht aber trotzdem würden die Einnahmen nur zur Hälfte reichen.
      Wir machen das aber nicht nur wegen dem Geld, sondern weil wir gerne Gastgeber sind und auf diese Weise immer wieder tolle Menschen kennen lernen.
      49 4 Melden
    • Alterssturheit 09.10.2017 15:21
      Highlight Arme Seele - Geld scheint dein grösster (einziger ?) Motivator zu sein.
      45 2 Melden
    • Posersalami 09.10.2017 15:49
      Highlight Wie jetzt, ich dachte die Ausländer sind Schuld? Wobei, Airbnb ist ja eine Plattform aus dem Ausland, also stimmt das rechte Weltbild wieder. Puh, noch mal Glück gehabt!
      31 15 Melden
    • Hierundjetzt 09.10.2017 16:01
      Highlight Aber dann werter Kommentator fällt das ganze unter das Gesetz der gewerblichen Beherbergung und da werden ua. Kurtaxen fällig

      Und ob man sowas in einer reiner Wohnzone machen darf? Eher gar nicht, zudem brauchts erst eine Baubewilligung bevor man gewerblich beherbergt

      Kurz: Du bist eher nicht gesetzeskonform unterwegs. Ich wünsche Dir nichts schlechtes, mir ist das herzlich egal was Du machst. Nur: wenns auffliegt, zahlst Du bis du schwarz wirst. Alleine die Anwaltskosten werden sämtlichen Gewinn auffressen

      Es gibt diesbezüglich klare Präzedenzfälle.

      Du musst das selber wissen 😉
      58 0 Melden
    • seventhinkingsteps 09.10.2017 16:09
      Highlight @Kommentator

      Muss ich dir jetzt ernsthaft erklären, wieso ich mit einer Einstellung wie "Hauptsache ich verdiene Geld damit, scheiss auf die gesellschaftlichen Folgen" nur bedingt sympathisieren kann?
      60 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.10.2017 22:39
      Highlight @Hessmex: Rio und die Schweiz sind schon was anderes.

      Ein Freund von mir wohnt in der Stadt (LU) - hat mit Erspartem eine kleine 2 Zimmerwohnung gekauft, hübsch gemacht und sie zuerst vermietet - für CHF 1550.- - in der Altstadt, quasi an der Reuss. Hatte mit dem letzten Mieter Ärger (Miete blieb aus).

      Nun hat er ein Bnb gemacht - Preiskategorie der umliegenden Hotels (ca. CHF 200-250.-).

      Hat das seit April und war bis auf wenige Tage (etwa 20) immer gebucht und bis Ende Jahr sind (Stand heute) noch 7 Tage frei.

      Macht ca. 4k/Monat. Wer zahlt 4k Miete für 2 Zimmer?
      4 13 Melden
    • Posersalami 10.10.2017 08:33
      Highlight @ PetMeGjiz: Das ist schön für ihren Freund. Leider ist es so, dass nun eine bezahlbare Wohnung weniger auf dem Markt ist.

      Es ist ein bisschen eine Zwickmühle. Einerseits mag ich Airbnb total gerne, andererseits ist es nicht gut, wenn faktisch knapper Wohn- in Gewerberaum umgewandelt wird.
      21 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.10.2017 09:33
      Highlight @ Posersalami:

      Ja, ist es tatsächlich ein bisschen eine Zwickmühle. Aber eben, mit dem Mieter hatte er Probleme.

      Wenn man sich vergleichbare Wohnungen anschaut, kosten sie bis zu CHF 2'000.00 / Monat. Und die sind dann nicht so im Zentrum wie iseine Wohnung. Eher in der Neustadt.

      Ich persönlich glaube dass der knappe Wohnraum eher mit der Steuerpraxis zu tun hat - siehe Zug, Zürich, Goldküste, Lachen, Wollerau, etc. - weniger mit dem Tourismus.

      Gemäss ihm sind die meisten (jungen) Gäste Japaner, Chinesen oder dann vor allem Deutsche und Skandinavier.
      3 11 Melden
    • MikoGee 10.10.2017 13:56
      Highlight @PEtMEGjiz Er hatte Problem mit EINEM Mieter, aber man kann doch nicht alle in einen Topf werfen? Eine schlechte Erfahrung rechtfertigt noch keine Generalverurteilung und es gibt in Luzern auch gute Mieter, die verzweifelt nach einer solchen Wohnung suchen. Ich zum Beispiel, oder meine kleine Schwester. Sorry, aber wenn ich so etwas lese dann kommt mir einfach die Galle hoch, kein Wunder dass in den letzten 10 Jahren die Mieten um 82% gestiegen sind und man in die Agglo ausweichen muss!!
      20 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.10.2017 14:18
      Highlight Wer sagt denn dass er alle in den gleichen Topf wirft?

      Wollte sie zuerst wieder vermieten - dann ist aber seine Freundin auf Bnb gekommen. Da hat er sich gesagt, ok - wir probieren das mal.

      Und es hat voll eingeschlagen.

      So nebenbei: Was ist schlimm an der Agglo? Muss ja nicht jeder in der Stadt wohnen.
      2 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.10.2017 14:22
      Highlight Ach ja, vergessen zu erwähnen: suchen Sie doch auf Comparis... Von der St. Karli Strasse, über Biregg und Wesemlin - hat über 200 Wohnungen bis 2 Zimmer - zwischen CHF 600-2000. Eine an der Bireggstrasse ist echt toll - 2 Zimmer Loft Wohnung, 2stöckig für CHF 1'700.00. Sind Sie bereit so viel zu bezahlen?
      2 11 Melden
    • Posersalami 10.10.2017 14:44
      Highlight 1700 für eine Maisonette Wohnung? Sofort! Aber nicht in Luzern :D Was soll ich da, da gibts kaum Arbeitsplätze. Das erklärt dann wohl auch die verhältnismässig günstigen Mieten. Die Leute wollen halt so wohnen, dass sie nicht 2h Arbeitsweg haben. Was nützt mir eine tolle Loft in Luzern wenn ich dann doch wieder nach Zürich zum arbeiten muss..

      8 1 Melden
    • MikoGee 10.10.2017 14:53
      Highlight @PetMEGjiz Es geht nicht nur um eine Wohnung, sondern um die Mietpreis-Entwicklung einer ganzen Stadt, die sowieso schon überflutet ist von Touristen! In Städten wie Barcelona sieht man was draus wird. Aber nachdem sich das Luzerner Stimmvolk Angst vor einer angemessenen Betriebssteuer haben machen lassen, sind die Touris wohl die letzte Einnahmequelle die uns geblieben ist und wehe dem, der sich dagegen erhebt. -.-
      8 0 Melden
  • Pierre Beauregard 09.10.2017 10:28
    Highlight Sex im Bett ist ja noch harmlos, die Bettwäsche wechselt man ja nachher sowieso. Stell dir vor sie hatten Sex auf deinem Esstisch oder deinem nicht abziehbarem Sofa....

    Kommt eigentlich nach jedem Gast eine Putzfrau vorbei oder putzt du selber bzw gar nicht? Fremde Schaamhaare in der eigenen Dusche wären auch nicht so mein Ding.
    178 5 Melden
    • Henzo 09.10.2017 21:34
      Highlight Das ding ist ja, sperma geht auch durch die laken und landet auf/in der matraze. Ausser man hat so eine "pissunterlage" über das ganze bett gespannt.
      15 2 Melden
  • p4trick 09.10.2017 10:17
    Highlight @Wanda, gibst du die Einkommen aus der Vermietung auch den Steuern an? Gilt als Einkommensteuer. Weisst du wie hoch dein Grenzsteuersatz ist? bei 30-40% kann das ganz schön einschenken..
    156 9 Melden
  • Gsnosn. 09.10.2017 10:07
    Highlight Es widert sie an aber trotzdem macht sie weiter. Das Interesse am Geld ist wohl grösser als aufzuhören.
    255 10 Melden
  • däru 09.10.2017 10:04
    Highlight Habe ich das richtig verstanden: Du hast gerade darüber abgeweint, dass wenn Du Deine Wohnung untervermietest, diese Leute dann auch tatsächlich in Deiner Wohnung sind? Sachen gibt's..
    Insgesamt ein ausserordentlich inhaltsloser Artikel.
    Du solltest eher dankbar sein, dass Du in einer Zeit lebst, in der Du mit ein paar Klicks und fast ohne Aufwand zu einem (falls Du Mieterin bist) nicht wirklich legalen und ethisch-wirtschaftlich fragwürdigen Zusatzeinkommen kommen kannst.
    327 19 Melden
  • Hierundjetzt 09.10.2017 09:52
    Highlight ...und in der Schweiz kriegt man, wenn man Pech hat, die Kündigung. Das Mietgericht hat diesbezüglich eine klare Sprache: Nö.

    Finde ich übrigens korrekt so.

    Auch wenn Du Dir meine Wohnung nicht leisten kannst, hast Du sicher kein Recht mein Eigentum weiterzuvermieten und damit Geld zu machen.

    Amerikaner sind ein Volk von Hausbesitzer, da macht Airbnb Sinn. Die Schweiz ist ein Volk von Mietern, da sieht es grad ein wenig anders aus
    220 19 Melden
    • Raphael Stein 09.10.2017 12:18
      Highlight ...man kriegt keine Kündigung wenn man das richtig macht.

      Der Mieter ist verpflichtet das bei seinem Vermieter zu melden, bez. die Einwilligung einzuholen. Der Vermieter kann aber auch mit einem Nein die Geschichte beendend bevor sie überhaupt angefangen hat. So ist das. Wir vermieten unsere Wohnung jedes Jahr um die fünf Monate weiter. Allerdings nicht via AirBnB.
      28 13 Melden
    • Hierundjetzt 09.10.2017 14:00
      Highlight Dann meldest Du somit Deinem Vermieter die Namen und Adressen der Untermieter?

      Erstellst zusätzlich einen Untermietsvertrag?

      Erzielst keinen Gewinn?

      OK, dann ist es ein normaler Untermietvertrag. Dann hätte ich auch keine Probleme als Vermieter.

      NUR: Die meisten sehen dies eben als Einkommensaufbesserung und sorry, das geht einfach nicht. Ich leihe mir ja auch nicht Deinen iMac und vermiete Ihn kostenpflichtig weiter....

      58 4 Melden
    • Raphael Stein 09.10.2017 16:51
      Highlight Hierundjetzt, genau so ist das.
      Es ist erstaunlich wieviele Facharbeiter oder Dozenten für eine beschränkte Zeit eine Bleibe suchen. Wir untervermieten allerdings ohne Einrichtungszuschlag. Warum auch. Stimmt so für uns.

      In Sachen Einkommensaufbesserung,
      du kannst ruhig meine Mac mieten. Ob du den weitervermietest ist Sache von unserem Mietvertrag.
      Stichwort "subcontracting" in der Baubranche.

      8 4 Melden
    • Madison Pierce 09.10.2017 17:32
      Highlight Du siehst das jetzt aber nicht sehr mieterfreundlich. Wenn ich Dir einen iMac vermiete, darfst Du den gerne weiter vermieten. Du musst die Miete pünktlich bezahlen und Du bist mein Vertragspartner. Verkratzt Dein Mieter das Display, bezahlst Du mir die Reparatur.

      Wenn jemand eine Wohnung mietet, sollte er auch nicht übermässig eingeschränkt werden. Die Einkünfte versteuern muss er natürlich. Und er haftet, wenn es Probleme gibt wie Lärm oder sich die Nachbarn an den immer neuen Gesichtern im Treppenhaus stören.

      Ich weiss, dass das Mietrecht das anders sieht und finde es nicht fair.
      3 7 Melden
    • Hierundjetzt 09.10.2017 17:59
      Highlight Das Problem, Madison, die Mietsache ist nicht Dein Eigentum. Wenn es so ist wie bei Raphael, hat niemand was dagegen, hingegen kann es nicht sein, dass Du mit meiner Mietsache ohne mein Wissen Gewinn erziehlst. Und das ist bei vielen Airbnb Nurzern eben der Fall.
      10 1 Melden
    • Raphael Stein 09.10.2017 18:13
      Highlight Madison, den Punkt da mit Lärm, Problemen bis hin zur Zerstörtung der Mietsache, wer hafetet bei AirbnB eigentlich?

      Der Mieter würde ich aus dem Bauch raus meinen. Und die Haftpflicht würde sicher Regress nehmen oder?

      Beim Untermietvertrag bin ich wenigstens entlastet.
      4 2 Melden

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