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Nur Musik im Kopf

Am Sonntagabend spielten die begabten Jazzkünstler Romain Pilon, Sam Yahel und Kush Abadey im «Pflegidach» ein Konzert voller Leidenschaft.
04.04.2019, 10:05
Irene Gigliotti *

Im «Pflegidach» war deutlich zu spüren, dass der Frühling begonnen hat, denn es herrschte eine angenehme Atmosphäre und alle schienen in Stimmung zu sein. Die Musik wirkte sehr beruhigend und trotzdem konnte das Publikum nicht still sitzen. Von packenden Liedern bis zu ruhigeren Stücken, welche zum Nachdenken anregten. Das Konzert bot den Zuhörern viel Abwechslung an. Bevor das Trio anfing zu spielen, wurde es erstaunlich ruhig, denn die Zuschauer konnten es kaum noch erwarten, sie endlich spielen zu hören.

Später war die Halle jedoch immer wieder von lautem Applaus erfüllt. Pilon, Yahel und Abadey waren so sehr in ihrem Element, dass sie nicht einmal bemerkten, als die eine Stunde schon vorüber war, welche ihnen zur Verfügung stand. «Sie haben nur Musik im Kopf», meinte Stephan Diethelm zu Beginn des Auftrittes. Die Künstler gaben auf Wunsch des Publikums außerdem noch eine packende Zugabe. «Das Konzert wirkte sehr entspannend auf mich und die drei haben meine Erwartungen völlig übertroffen», meinte ein Zuschauer nach dem Konzert begeistert.

* Hinweis
Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Einflüsse von überall

Romain Pilon sprach während des Auftrittes Französisch, da er in Frankreich aufgewachsen ist. Für die Zuhörer übersetzte er das meiste aber auf Englisch. Schon in jungen Jahren war Pilon völlig begeistert von der Musik gewesen. Im Alter von 10 Jahren begann er Gitarre zu spielen. Mit seinem brandneuen Album «Copper» wollte der Musiker erstmals eine andere Richtung einschlagen. Er produzierte zum ersten Mal ein Album in Richtung Elektromusik, statt seiner gewohnten akustischen Melodien. Pilons neue Musik wurde außerdem besonders durch zahlreiche Musikeinflüsse aus seiner Jugend geprägt.

Romain Pilon Trio - «Blue Pearl»

Solo Auftritte, welche begeisterten

Sam Yahel gehört zu den bekanntesten und begnadetsten Organisten der Welt. Dies hat er auch bei seinem Solo am Sonntagabend wieder unter Beweis gestellt. Man konnte fast schon sehen, wie der Musiker eins mit seiner Orgel wurde. Das Publikum blieb verblüfft, wie schnell er auf seiner Orgelspielen konnte. Der 49-Jährige träumte schon als Kind davon eines Tages Jazzkünstler zu werden.

Doch anfangs war es für ihn nur ein gewöhnlicher Traum, wie ihn jeder andere auch besitzt. Doch er realisierte, dass er an diesen Traum wirklich arbeiten kann. «Ich weiß, als ich zum ersten Mal die Orgel spielte, fühlte ich mich sehr zu Hause, als ob es eine natürliche Übereinstimmung für mich wäre.»

Doch nicht nur der Organist hat mit seinem Solo überzeugt. Auch Kush Abadey konnte mit einem Solo auf dem Schlagzeug alle begeistern. Schon im Alter von zwei Jahren begann der heute 28-Jährige Schlagzeug zu spielen, denn er stammt von einer musikalischen Familie ab. Alle drei Jazzkünstler haben schon früh begonnen Musik zu machen und sie werden uns bestimmt noch einigeJahre mit ihrem musikalischen Talent begleiten.

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Romain Pilon Trio @ «Musig im Pflegidach» Muri

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Romain Pilon Trio @ «Musig im Pflegidach» Muri
quelle: marin valentin wolf
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Kolumbianische Klänge von Hand erzählt
Marta Gómez übertraf mit Pianist Antonio Mazzei am Sonntagabend im Pflegidach jegliche Erwartungen des Publikums mit der selbst für die Musiker unerwarteten Kreation einer romantischen Atmosphäre.

Der Abend neigt sich dem Ende zu. Die Zuschauer sind berührt von den vorgängig gespielten Liedern der zweifachen Latin Grammy-Gewinnerin. Vor dem letzten Stück greift Marta Gómez zur Gitarre und beginnt sie zu stimmen. Ein erster Akkord erklingt, doch die Musikerin scheint verunsichert. Darauf folgt ein zweiter. Die Stirn in Falten gelegt schaut sie zu Antonio Mazzei, der spielbereit am Flügel sitzt, und sucht konzentriert nach dem richtigen Dreiklang.

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