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Musig im Pflegidach

Huntertones im Musig im Pflegidach Muri

Huntertones @ Musig im Pflegidach Muri

Brillanter Hornklang trifft auf bezaubernde Stimme

Vergangenen Sonntag gaben «Huntertones feat. Akie Bermiss» im Rahmen ihrer Europatour ihr Debüt im Pflegidach. Mit ihrem farbenreichen Klang und Akie Bermiss’ unglaublicher Stimme verzauberten sie das Publikum.
14.11.2022, 10:01
diego strebel

«Can we play one more?» («Dürfen wir noch einen spielen?»). Diese Frage hätte Saxophonist Dan White nach so einem Konzert gar nicht stellen müssen. Sie wäre ohnehin mit tosendem Applaus gutgeheissen worden. Wenn es nach dem Publikum gegangen wäre, hätte die Band noch bis Mitternacht spielen können. Schon zuvor begeisterte Akie Bermiss die Zuschauer mit seiner gefühlvollen und intimen Zugabe. Als dann nochmals die gesamte Band auf der Bühne erschien, präsentierte «Huntertones» ihren Song «Togo». Dieser ist während einer Reise im gleichnamigen Staat entstanden und diente als perfektes Beispiel für ihre energiegeladenen und genreübergreifenden Kompositionen.

Hinweis
Der Autor ist Schüler an der Kantonsschule Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schülerinnen und Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Ein Groove, der seinesgleichen sucht

Von den ersten Tönen an war das Publikum völlig gefesselt. Die sechsköpfige Band legte direkt los und man erkannte sofort ihren einzigartigen Klang. Sie versetzten sich und die Zuschauer sofort in einen Groove, der über das ganze Konzert bestehen blieb. Auf der Bühne wirkte die Band sehr eingespielt und es schien, als würden die Musiker nur durch ihre Musik miteinander kommunizieren. Ein simples «one, two, three» zu Beginn reichte und die Band war im totalen Einklang.

Während des Konzerts konnten auch die Bandmitglieder ihr individuelles Können unter Beweis stellen. Das Recht auf ein Solo wurde wie eine heisse Kartoffel weitergegeben. Besonders Gitarrist Joshua Hill verblüffte das Publikum im Pflegidach mehrfach mit seinen geschmackvollen Soli. Trotz der vielen großartigen Einzelleistungen wurde der Groove nie gebrochen und alles vereinte sich in einem unglaublichen Gesamtkunstwerk. Auch Posaunist Chris Ott hatte noch ein Ass im Ärmel, als er seine Posaune niederlegte und zum Beatboxer mutierte. Gemeinsam mit Bassist Adam DeAscentis und Saxophonist Dan White präsentierte er dem Pflegidach ein Stevie Wonder Medley, welches besonders beim älteren Publikum grossen Anklang fand.

Ein nerdiges Gesangsmonster

Auch Akie Bermiss, der zusammen mit «Huntertones» als Sänger auf der diesjährigen Europatour unterwegs ist, konnte das Publikum mit seiner emotionsgeladenen Stimme überzeugen. Sobald der Sänger auf der Bühne erschien, war er mehr als ein «very good friend» («sehr guter Freund»), er war der Star. Sein Cover des John Lennon Klassikers «Jealous Guy» liess nicht nur seine Bandmitglieder staunen. Seine samtweiche Stimme und perfekte Harmonik zur Band berührten die Zuschauer. Ein Grossteil konnte nicht anders als ihren Kopf zum Takt zu bewegen und der Rest staunte über seine gesanglichen Fähigkeiten.

Der aufstrebende Solokünstler, der Science-Fiction liebt und ein selbsternannter Nerd ist, ist schon seit Jahren Bestandteil der fruchtbaren Brooklyner Musikszene. Die Zusammenarbeit zwischen «Huntertones» und ihm entstand kurz nachdem die Band das College absolviert hatte und nach New York gezogen ist. Dort lernte die Band Akie kennen und verliebte sich sofort in ihn. «Jealous Guy» war der erste vollständige Song, der aus dieser Zusammenarbeit entstanden ist. «It was a song that we all loved, but there were no horns on it and we like added just a bit to tweak it and he [Akie] just took it over the top.» («Es war ein Song, den wir alle liebten, aber es waren keine Bläser darauf, und wir fügten nur etwas hinzu, um ihn aufzupeppen und er [Akie] hat ihn einfach auf ein neues Level gebracht.»), erzählte Dan White mit Stolz.

Von Milan nach Muri

Für die aus Brooklyn stammende Band und den Sänger war es der erste Auftritt in Muri. Das Pflegidach war für die Band ihr zweiter Stopp in ihrer dreiwöchigen Europatournee. Am Vorabend traten sie noch in Milan auf. «This was something that we always wanted to do and fortunately our calendars lined up and we’re able to make it happen.» («Das war etwas, das wir schon immer machen wollten, und glücklicherweise haben unsere Kalender übereingestimmt, so dass wir es schaffen konnten.»), erklärte Saxophonist Dan White beim Interview. Man merkte sofort, dass sich die Band, die schon in über 20 Ländern aufgetreten ist, auch hier im Pflegidach wie zu Hause fühlte. «This has been really wonderful. Stephan really takes great care of us, and we have known each other for a long time.» («Es war wirklich wunderbar. Stephan kümmert sich wirklich gut um uns und wir kennen uns schon lange»), so Dan White weiter.

Die Band entstand während der gemeinsamen Zeit der Mitglieder an der Ohio State University. Nach dem Unterricht schrieben sie Musik und veranstalteten «House Parties» für ihre Freunde. Dieses Musizieren mit und für ihre Freunde in einem sozialen Umfeld ist sozusagen das Konzept, wie sie ihre Musik schreiben und produzieren. Jede Show soll für sie ein soziales Erlebnis sein, das die Freunde an der Musik zelebriert. Auch der Name der Band hat seinen Ursprung in dieser Anfangszeit. Denn das Haus, in welchem sie gemeinsam musizierten, lag an der Hunter Avenue.

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