DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wenn Punk, Jazz und Rap aufeinandertreffen

Am vergangenen Sonntag begann das «Pflegidach» zu beben. Die Band Butcher Brown verleitete etliche Besucher zum Tanzen, und zwar nicht nur einmal.
31.05.2019, 13:44
Raoul Gisiger

«Heute wird’s laut», sagte der Veranstalter Stephan Diethelm am Anfang des Konzertes. Und das nicht ohne Grund. Die Band Butcher Brown aus Virginia, USA, steckte schon nach dem zweiten Lied das ganze Publikum mit ihrer Jazzmusik an. Etliche Besucher fingen an zu tanzen, andere wippten mit Kopf und Füssen. Wäre das schon nicht genug, setzte der Bläser Marcus Tenney noch eine Schippe obendrauf. Er fing nämlich zu jedermanns Überraschung an zu Rappen. Spätestens dort wurde die junge Generation abgeholt. Das «Pflegidach» verwandelte sich zum Tanzlokal, indem für jeden etwas dabei war.

Butcher Brown - «Gum In My Mouth»

Hinweis
Der Autor ist Schüler an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Am Anfang des Konzertes fing noch alles ruhig an. Die Band leitete ihr Konzert wunderbar harmonisch mit Jazz ein. Der Keyboarder DJ Harrison blieb zu diesem Zeitpunkt noch aussen vor. Die Künstler Morgan Burrs (E-Gitarre), Corey Fonville (Schlagzeug) und Andrew Randazzo (Bass) eröffneten ihr Konzert mit klassischem Punk Jazz, welcher einen fetzigen Beat aufwies. Später im Stück kam aber auch DJ Harrison und der Bläser Marcus Tenney zum Zug.

Als sie sich in das Stück eingliederten, wurde die Partystimmung stark angehoben. Alle Augen waren auf die faszinierenden Fähigkeiten des Bläsers geworfen. Sein Können am Saxophon zeigte sich durch seine schnelle Spielweise, die jede Besucherin und Besucher berührte. Wäre das schon nicht genug, hielt der Künstler DJ Harrison noch im selben Stück ein Solo. Das Keyboard gab währenddessen solch wunderbare Töne von sich, dass man sich wie auf eine Zeitreise abgeholt fühlte. Eine Zeitreise in die Siebziger der USA.

Gegen den Schluss wendete sich der Künstler Marcus Tenney an das Publikum. Er leitete das neue Stück «gun in my mouth» ein. Als Besonderheit legte der Bläser sein Saxophon beiseite. Als die anderen Künstler das Lied einleiteten, stellte sich der Bläser vor das Mikrophon und fing an zu rappen. Die Überraschung dahinter war, dass die Bedeutung seines Raps und die Ausgewogenheit des Klangs dazu führte, dass jung sowie alt von seiner Musik abgeholt wurde. Die Band fusionierte somit Musikrichtungen aus der Jugend der älteren Generation, sowie die aktuelle Generationsmusik. Dies zeigte auch die Präferenzen der Band.

«Uns ist wichtig, dass für jeden etwas dabei ist.»
corey fonville

Die Band Butcher Brown ist zum ersten Mal in der Schweiz aufgetreten. Am Tage zuvor im schweizerischen Freiburg, nun bei Stephan Diethelm, der bekannt ist, aufkommende Bands früh zuerkennen. Die Stimmung des Publikums lässt darauf hoffen, dass die Band auch in Zukunft im Programm des «Pflegidachs» zu hören sein wird. Dies wäre auch kein Wunder, denn das «Pflegidach» war bis auf den letzten Platz besetzt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Band Butcher Brown @ «Musig im Pflegidach»

1 / 25
Band Butcher Brown @ «Musig im Pflegidach»
quelle: marin v. wolf
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der ganze Saal steht auf und tanzt
Mit einem riesigen Applaus wird die aus New York eingeflogene Band begrüsst. Domo Branch am Schlagzeug, Ben Feldman am Bass, Sean Mason am Klavier und die Sängerin Imani Rousselle begeistern den vollen Saal des Pflegidachs Muri mit ihrer einzigartigen Musik.

Die Freude an der Musik ist der ganzen Band von weitem anzusehen. Ihr Ziel ist es, Leute durch ihre Musik zu heilen, motivieren und inspirieren. Dies ist ihr auch wirklich gelungen. Die Spannung und Faszination sind den Zuschauern anzusehen. Doch sobald die Musik lauter und intensiver wird, sind überall mitnickende Köpfe und tanzende Personen zu sehen. Das Auflockern der Stimmung kommt aber definitiv nicht zu kurz. Wenn er gerade nichts zu tun hat, steht der Schlagzeuger Domo Branch auch gerne einmal neben die Bühne und sieht seiner eigenen Band zu. Auch die Sängerin Imani Rousselle gönnt sich selbst eine Pause und sitzt zwischendurch eine Weile auf den Boden.

Zur Story