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bild: marin valentin wolf

Ein bisschen Sonne im regnerischen Muri

Das Wunderkind Emmen Cohen gastierte vergangenen Mittwoch mit Kyle Poole und Philip Norris zum ersten Mal auf der Bühne vom «Musig im Pflegidach». Mit ihren facettenreichen Stücken wurde das Publikum durch die Jazzgeschichte geführt, in nur sechzig Minuten sprang man von traditionellem hin zu modernem Jazz und wieder zurück.
26.07.2021, 10:10
Kaltrina Ramoja

Nach einer sehr langen und nervenaufreibender Anreise aus Newark steht das Trio endlich auf der Bühne. Aus dem eigentlich siebenstündigen Flug wurde die Anreise zu sechzehn Stunden Sitzen im Flugzeug um dann sieben Stunden zu Fliegen. Die Müdigkeit sah man in ihren Augen, doch man spürte es während ihrem Konzert überhaupt nicht.

Hinweis
Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Das Konzert beginnt warm, wie eine Bise im Sommer. Es wird lauter, schneller. Viel schneller. Die Hände der Künstler fliegen nur so über die Instrumente. Das Publikum ist komplett mitgerissen, überall wippende Köpfe – passend zum Takt. Dass es draussen schüttet ist im «Pflegidach» eine Sache, die vergessen ging.

Die Maus auf der Flucht

Das Trio mit Emmen Cohen am Piano, Kyle Poole am Schlagzeug und Philip Norris am Bass gab es zum ersten Mal in dieser Konstellation. Auf die Frage wieso, antwortet Emmet, dass Philip nie mitkommen wollte, weil er immer etwas für die Schule tun musste. Dieses Mal gab es aber keine Ausrede, da er letzte Woche den Abschluss an der Juillard School in New York gemacht hat.

Dass dieses Trio zum ersten Mal zusammen auf der Bühne steht, hat man nicht gemerkt. Cohen, Poole und Norris rissen das Publikum jedes Mal mit, entweder zusammen oder auch wenn einer der Künstler einen Soloauftritt auflegte. Es fühlte sich so an, als würden die drei gegeneinander spielen. Als ob sie versuchten, eine Maus zu fangen, die ihnen entwischt ist. Und Ziel ist es, die Maus als erstes zu erwischen.

Emmet Cohen Trio – «Blue Monk» @ «Musig im Pflegidach» in Muri

«Is it hot, or is it the music?»

Diese Frage stellte Cohen dem Publikum. Und die Antwort ist glasklar: Es ist eindeutig die Musik. In einem Moment ist man mitten in einer Ballade aus dem 20. Jahrhundert von Harry Barris, im nächsten trommelt Kyle Poole mit seinen blossen Händen auf dem Schlagzeug eine orientalische Komposition. Kein Wunder, hatte man das Gefühl, dass es heiss ist trotz den achtzehn Grad Celsius draussen, wenn das Herz von solchen Melodien geführt wird.

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Emmet Cohen Trio @ «Musig im Pflegidach» Muri

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Emmet Cohen Trio @ «Musig im Pflegidach» Muri
quelle: marin valentin wolf
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Eine Mischung aus Jazz und Rock

Zum vierzehnten Mal stand «Forq» auf der «Musig im Pflegidach» – Bühne. Das Instrumentalquartett schaffte es auch dieses Mal, dem Publikum die Sprache zu verschlagen, und das ganz ohne Worte. Gitarrist Chris Mcquee. Bassist Kevin Scott, Drummer Jason «JT» Thomas und Keyboarder Henry Hey überzeugten auch dieses Mal mit ihrem dynamischen Sound und ihrer Vorliebe für die Forschung von Klängen.

Vor rund fünfzehn Jahren war «Forq» zum ersten Mal in Muri anzutreffen. Gründer und Keyboarder Henry Hey sieht «Musig im Pflegidach» schon als zweites Zuhause. Nach dem ersten Lied legte er eine kleine Pause ein und spricht zum Publikum. Mit einem warmherzigen Lächeln und einem «It’s great to be back», begrüsste er die Zuschauer. Das waren auch die einzigen, wenigen Worte an diesem Konzert. «Forq» ist dafür bekannt, ohne grossen Worte die Zuschauer umzuhauen.

Schon von der ersten Minute an hat …

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