Musig im Pflegidach
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Yotam Silberstein bei «Musig im Pflegidach», Muri

Yotam Silberstein Group bei «Musig im Pflegidach», Muri sophie anderhub

Yotam Silberstein Group: Im September schon ein Hauch von Oktober

15.09.17, 11:17

chantal keller*



* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Der erste Auftakt erklang ohne jegliche Einleitung von Yotam Silberstein oder seinen Gruppenmitgliedern. Sie stiegen direkt in ein rassiges Lied ein, das die Zuhörer sofort fesselte. Mit geschlossenen Augen spielte der israelische Musiker seine Gitarre und der ganze Raum spürte seine Gefühle und Leidenschaft zur Musik.

Yotam Silberstein Group: «Matcha»

Die Yotam Silberstein Group spielt «Matcha» bei «Musig im Pflegidach», Muri

Das interessante Zusammenspiel von Klavier (Glenn Zaleski), Bass (Petros Klampanis) und Schlagzeug (Daniel Dor) belebte den Abend durch feurige wie auch ruhige und sanfte Klänge. Zusammen waren sie zum ersten Mal in Muri, aber für Yotam Silberstein und Glenn Zaleski war es der erste Auftritt im «Pflegidach».

An diesem Abend schien es so, als wären die Musiker vollkommen auf ihr eigenes Instrument konzentriert, doch alles passte perfekt zusammen. Nur gelegentlich warfen sie einander kurze, strahlende Blicke zu, die die gegenseitige Bewunderung und Respekt zum Ausdruck brachten. Yotam akzentuierte seine Lieder durch leises Summen, vor allem in einem der sanfteren Lieder «October» und «Future Memories».

Die meisten Zuhörer wussten nicht was sie genau erwartete, aber was geliefert wurde, war einmalige Kunst.

Musik in den Ohren, Bilder vor den Augen

Mit ihren Interpretationen hatten die Musiker die Anwesenden in ihren Bann gezogen. Besonders bei «October» sah man im Nebel eine aufsteigende Sonne, die Blätter, die sanft von den Bäumen fallen, und man konnte ganz und gar die kühlen Herbstlüfte spüren. Oder auch bei dem Lied «The Wind On The Lake» überkam das Publikum ein sanftes Gefühl von Einsamkeit und Stille an einem entfernten tropischen Ort.

«Ich glaube, wir als Musiker haben viel Glück, weil wir die Welt bereisen können», meinte Yotam. Man merkt an den verschiedenen musikalischen Nuancen aus einzelnen Ländern, wie ihn das Reisen inspirierte. Es war, als steige man mit jedem Lied in eine andere Welt, die von der Musik so einzigartig beschrieben wird.

Seine Bandmitglieder stammen auch aus verschiedenen Ländern: der Bassist aus Griechenland, der Pianist aus den USA und der Schlagzeuger aus Tel Aviv, so wie auch Yotam selbst.

Yotam Silberstein Group bei «Musig im Pflegidach», Muri

Daniel und Yotam lernten sich vor langer Zeit in Israel kennen. In Tel Aviv war er als Wunderkind angesehen und zog nach New York, um seine künstlerischen Begabungen weiter zu entwickeln. Während der Universitätszeit in den USA freundeten sich Glenn, Petros und Yotam an, und seither spielen sie regelmässig zusammen.

Damit konnten sie bei «Musig im Pflegidach» jedermann begeistern. Alle in der Band hatten die Gelegenheit, kleine, verstärkte Solo-Einlagen mit ihrem jeweiligen Instrument in Szene zu setzen. Der tiefe Bass betonte die vielfältigen Beats des Schlagzeugers, wie auch die Auftakte des Pianisten, welcher die Tasten mit flinken Fingern spielte. Das Publikum klatschte euphorisch während den Stücken.

«Das Schöne an der Musik ist, dass sie sich selbst beschreibt.»

Yotam Silberstein

Im Interview nach der Show erzählte Yotam auf die Frage, wie er seine Musik beschreiben würde, dass er Dinge nicht gerne in «Kisten» oder Genres steckt, weil das, was sie tun, von so vielen verschiedenen Erlebnissen und Dinge beeinflusst wird.

Musik kann man nicht beschreiben, man kann sie nur fühlen und für sich selbst entscheiden, welche Empfindungen sie auslöst. Für jeden kann sie etwas ganz anderes bedeuten. Man muss der Musik nur zuhören.

Das könnte dich auch interessieren:

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

Migros und Coop sind im Fitnessfieber – und die kleinen Studios leiden

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

So will eine deutsche Architektin das Meer von Plastik-Müll befreien

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

1 Hanfsamen provoziert ein Gerichtsverfahren – eine Amtsschimmel-Komödie in 3 Akten

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Wenn ich noch einen alten Kerl mit einer jungen Frau vögeln sehe ...

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gitarristen aufgepasst! Wetten, dass Nir Felder euer neuer Hero wird?

Als Abschluss seiner Europatournee war der Jazzgitarrist Nir Felder zusammen mit Jimmy Mcbride (Schlagzeug) und Phil Donkin (Kontrabass) letzten Sonntag bei «Musig im Pflegidach» zu Gast.

* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Nir Felder ist ein Stammgast in Muri. Zum dritten Mal trat der Ausnahmemusiker bei «Musig im Pflegidach» auf. Es ist der Ort, an dem Nir Felder eines seiner ersten Konzerte als Bandleader gab. Für den jungen New Yorker sei es wie ein Heimkommen. «Ich fühle mich wohl hier. Das Ambiente ist schön und man spürt die Begeisterung und die …

Artikel lesen