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Zhenya Strigalev bei musig im pflegidach, Muri

Zhenya Strigalev bei «Musig im Pflegidach», Muri. bild: christoph Biegel

Jazz-Saxophonist Zhenya Strigalev bastelt selber Synthesizers

Auch am vergangenen Sonntagabend begeisterten Musiker aus Russland und den USA mit ihrem Bebop Jazz. Das letzte diesjährige Konzert im «Musig im Pflegidach» in Muri war ein voller Erfolg.

Jana degen*



* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Schon zum dritten Mal stand Zhenya Strigalev, der russische Saxophonist, auf der Pflegidachbühne. Er gewann bereits mit 17 Jahren die Auszeichnung «The Best Saxophonist» in einem berühmten Jazz-Wettbewerb in seinem Heimatland. Dies erlaubte ihm, schon früh auf diversen Festivals zu spielen.

Zhenya Strigalev bei «Musig im Pflegidach», Muri

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Zhenya Strigalev bei musig im pflegidach, Muri
quelle: christoph biegel
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Mit an seiner Seite hatte er zwei renommierte Trompeter: Ambrose Akinmusire, welcher 2014 bei einem der bekanntesten und grössten Jazzfestivals der Welt den Paul Acket Award gewann. Und Alex Sipiagin, der auch Flügelhorn spielt.  Sowie Linley Marthe, der zurzeit zu den originellsten und virtuosesten E-Bassisten zählt. Nicht zuletzt überzeugte Eric Harland, der zu den gefragtesten Schlagzeugern unserer Zeit gehört.

Ein Konzert nur für diesen Augenblick

Auf den expliziten Wunsch einer der Künstler wurden an diesem Abend ausnahmsweise keine Kameras aufgestellt und somit keine Aufnahmen des Konzerts gemacht. Man riskiere und traue sich viel mehr, begründete er. Somit konnte das Publikum ein Live-Konzert hören, welches einzigartig bleiben wird.

Die zahlreich eingetroffenen Besucher schienen schon nach den ersten Tönen in die Welt der Jazzmusik eingetaucht zu sein. Sie lauschten bei entspannter Atmosphäre aufmerksam den Tonkünstlern. Die fünfköpfige Band füllte den Raum über eine Stunde lang durchgehend mit ihren Klängen. Von langsamen Melodien bis zu extrem schnellen Tempi und komplexen Harmonien boten die Jazzmusiker alles an.

Die Band war in ihrem Element, sie ergänzten sich perfekt und boten ein überzeugendes Zusammenspiel. Man sah ihnen auf Anhieb an, dass sie die Instrumente gerne spielen und auch ausnahmslos beherrschen.

Erstaunte Gesichter im Publikum

Als Zhenya Strigalev in ein Mundstück eines weiss aussehenden Saxophonkoffers blies und verschiedene Klänge, wie ein singender Chor, herausbrachte, kamen einige fragende Gesichter bei den Zuhörern auf. Dabei handelte es sich, wie sich später herausstellte, um einen saxophongesteuerten Synthesizer.

Nicht nur die vielen Jazzkenner genossen sichtlich den erstklassigen Jazz, selbst Jazzneulinge waren total begeistert und wippten mit dem Kopf mit. Ernst Käser und Ernst Buchinger, zwei Jazzliebhaber und Stammgäste im Pflegidach, waren total hingerissen: «Man sieht hier aussergewöhnliche, unbekannte und unglaublich talentierte Künstler, welche man sonst nicht in der Schweiz sehen würde und für welche man Kilometer weit fahren müsste». Laut den beiden waren die zwei exzellenten Trompeter ein absolutes Highlight gewesen. Buchinger: «Es war unglaublich interessant, es handelte sich um ein durchgehendes Stück, dass jedoch aus mehreren Themen bestand».

Die Musiker liessen es zum Jahresende nochmals richtig krachen und beendeten die diesjährige Pflegidach-Saison mit einem gelungenen Abschluss.

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Eine Mischung aus Jazz und Rock

Zum vierzehnten Mal stand «Forq» auf der «Musig im Pflegidach» – Bühne. Das Instrumentalquartett schaffte es auch dieses Mal, dem Publikum die Sprache zu verschlagen, und das ganz ohne Worte. Gitarrist Chris Mcquee. Bassist Kevin Scott, Drummer Jason «JT» Thomas und Keyboarder Henry Hey überzeugten auch dieses Mal mit ihrem dynamischen Sound und ihrer Vorliebe für die Forschung von Klängen.

Vor rund fünfzehn Jahren war «Forq» zum ersten Mal in Muri anzutreffen. Gründer und Keyboarder Henry Hey sieht «Musig im Pflegidach» schon als zweites Zuhause. Nach dem ersten Lied legte er eine kleine Pause ein und spricht zum Publikum. Mit einem warmherzigen Lächeln und einem «It’s great to be back», begrüsste er die Zuschauer. Das waren auch die einzigen, wenigen Worte an diesem Konzert. «Forq» ist dafür bekannt, ohne grossen Worte die Zuschauer umzuhauen.

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