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Jake Sherman spielt alles, was das Herz begehrt

Am vergangenen Sonntag gestaltete Jake Sherman mit seiner Band einen
abwechslungsreichen und interessanten Abend mit vielen verschiedenen Musikstilrichtungen.
17.11.2017, 10:4117.11.2017, 11:57
fabienne vollenweider*

* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Für Jake Sherman war es das erste Mal im «Pflegidach» in Muri. Er überzeugte vor allem mit seinen Klavier- und Gesangskünsten, spielte jedoch auch aussergewöhnlichere Instrumente während des Konzerts. Mit einem Mix aus Jazz und Pop zog Jake Sherman zusammen mit seinen zwei Bandkollegen das Publikum in seinen Bann. An seiner Seite waren Vishal Nayak am Schlagzeug und Kyle A Miles am Bass.

«Check this out!»

Das Publikum merkte, dass Sherman während dem Konzert in seinem Element war, obwohl er zugab, vor jedem Auftritt nervös zu sein. Sherman ist stolz auf seine selbstkomponierten Songs und hat viel Freude sie vorzutragen. Zwischen vielen Songs sagte er nur: «Check this out!» Was auf deutsch soviel bedeutet wie «Zieht euch das rein!» und spielte direkt den nächsten Song. 

In seinen Songs singt Jake Sherman über seine eigenen Erfahrungen, Träume und Sehnsüchte, aber auch über den Druck alles richtig machen zu müssen.

Ganz spontan gab es noch eine Jazzimprovisation zu hören, bei der seine zwei Bandmitglieder sofort einsetzen und damit das Publikum begeistern. Es ging wild zu und her mit rasanten Rhythmen und einfallsreichen Melodienverläufen. Die Drei Musiker harmonierten vollkommen. An ihren Blicken, die sie sich während dem Spielen zuwarfen, bemerkte man, dass sie sich auch neben der Bühne gut verstehen und respektieren.

«Damit ich auftreten kann, wie ich es mir im Kopf vorstelle, muss ich noch an meinem Gesang arbeiten.
Dann wird es super!»
Jake Sherman

Mehr als eine Stimme

Mehrfach gab Sherman seiner Stimme mehr Wirkung und mehr Möglichkeiten, indem er seinen Vocoder benutzte. Dies ist ein Gerät, dass den Gesang über Tasten eines Keyboards so verändern kann, damit es sich so anhört, wie zum Beispiel ein mehrstimmiger Chor oder wie ein E-Gitarren Solo. Mit diesem Vocoder sang er einige Lieder ganz ohne Begleitung. Dass Jake an vereinzelten Stellen noch ein wenig verunsichert war, störte überhaupt nicht. Diese Stellen lockerten die Stimmung auf und der Sänger liess sich auch nicht von ihnen verunsichern.

Jake Sherman - "We All Do"

In einem Interview nach der Show erzählte Sherman, dass er erst kürzlich mit professionellem Singen begonnen hat und dass alles noch verrückt und neu für ihn ist. «Damit ich auftreten kann, wie ich es mir im Kopf vorstelle, muss ich noch an meinem Gesang arbeiten. Dann wird es super!»

Publikum wird zum Sänger

Einer der vielen Höhepunkte des Abends war, als der Sänger das Publikum aufforderte mitzusingen. Zu Beginn sang er noch mit dem Publikum, danach verstummte er und liess die Zuhörer alleine singen. Die Atmosphäre während des Stückes war wunderschön und einzigartig. Danach meinte Jake: «Das war grossartig, danke dass ihr mir ermöglicht habt, Spass zu haben.» Ihm gefiel es sehr in Muri und er würde sofort noch einmal kommen und ein weiteres Konzert geben.

«Jetzt sind wir hier und machen Musik. Was könnte besser sein?»
Jake Sherman

Zurzeit ist Jake Sherman mit Nick Hakim, dem bekannten Soulsänger, den er übrigens schon seit dem College kennt, auf einer grossen Europatour. Auch Vashel Nayak und Kyle A Miles sind Teil dieser Tour, um Nick Hakim musikalisch zu unterstützen. Dank Hakims freien Tag hatten sie die Gelegenheit ins «Musig im Pflegidach Muri» zu kommen. Jake Sherman bedankte sich herzlich bei Vashal Nayak und Kyle A Miles und meinte Lachend, dass es nicht selbstverständlich sei, ihren freien Tag zu opfern, um mit ihm seine Musik zu spielen. 

Jake Sherman bei «Musig im Pflegidach», Muri

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Jake Sherman bei «Musig im Pflegidach», Muri
quelle: sophie anderhub
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Eine Mischung aus Jazz und Rock
Zum vierzehnten Mal stand «Forq» auf der «Musig im Pflegidach» – Bühne. Das Instrumentalquartett schaffte es auch dieses Mal, dem Publikum die Sprache zu verschlagen, und das ganz ohne Worte. Gitarrist Chris Mcquee. Bassist Kevin Scott, Drummer Jason «JT» Thomas und Keyboarder Henry Hey überzeugten auch dieses Mal mit ihrem dynamischen Sound und ihrer Vorliebe für die Forschung von Klängen.

Vor rund fünfzehn Jahren war «Forq» zum ersten Mal in Muri anzutreffen. Gründer und Keyboarder Henry Hey sieht «Musig im Pflegidach» schon als zweites Zuhause. Nach dem ersten Lied legte er eine kleine Pause ein und spricht zum Publikum. Mit einem warmherzigen Lächeln und einem «It’s great to be back», begrüsste er die Zuschauer. Das waren auch die einzigen, wenigen Worte an diesem Konzert. «Forq» ist dafür bekannt, ohne grossen Worte die Zuschauer umzuhauen.

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