Musig im Pflegidach
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eric Harland @ Musig im Pflegidach, Muri

Rhythmus der Lebensfreude

Der Musiker Eric Harland spielte letztes Wochenende gleich drei Mal ein Solokonzert im Pflegidach Muri. Er verkörperte beim Schlagzeugspielen mit seiner modernen Musik eine unglaubliche Lebensfreude, welche alle Zuschauer mitriss.

15.05.18, 15:22

Stella-Maris Bel



Nur das Schlagzeug im Mittelpunkt

Während des Konzerts war das Schlagzeug immer im Mittelpunkt. Indem Eric Harland die Trommeln verschieden anschlug, erzeugte er eine unglaubliche Vielfalt an Klängen. Seine Rhythmen verführten das Publikum zum mitwippen und tanzen. Er liess das Instrument in all seinen möglichen Rhythmen und Lauten erklingen. Die Stücke hatten ein Spektrum von modernen Weltraumklängen bis hin zu afrikanischen Rhythmen.

«Eric hat aus dem Schlagzeug alles rausgeholt, was man rausholen kann.»

anonymer Zuschauer

Die Hintergrundmusik erklang in tiefen Bässen, in modernen elektronischen Akzenten oder von einem Keyboard. Dabei spielte er das Keyboard und Schlagzeug gleichzeitig. Während einem schnellen Stück erzeugte Eric auch noch Trompetenakzente mit seiner Bassstimme.

Ganz für sich

Für Eric Harland war der Auftritt im Pflegidach Muri das aller erste Solokonzert, welches auch Live aufgenommen wurde. Der Musiker aus Houston Texas, begrüsste das Publikum mit seiner tiefen Stimme. Sein lockeres und bescheidenes Auftreten macht ihn von Anfang an sehr sympathisch. Mit den Worten, «Erwartet nichts und lasst uns mal sehen, wohin der Abend uns bringt!», begann er sein Konzert.

Eric blieb beim Spielen ganz bei sich. Er verhielt sich je nach Stück anders. Bei einigen Stücken schloss er anfangs seine Augen und lehnte sich sanft zu den Trommeln hin, als würde er ihnen lauschen und fing dann mit ihnen zu spielen an. Bei anderen wiederum setzte er sich stolz im Stuhl auf und verzauberte mit dem breiten Lächeln das gesamte Publikum. In schnellen Stücken hingegen, beugte er sich über die Trommeln, um den präzisen Rhythmen Klang zu geben. Aber stets spielte er seine Rhythmen konzentriert, mit weit aufgerissenen Augen und mit einem Taktgefühl das einem Schweizer Uhrwerk gleichkommt.

«Wenn ich spiele, dann kann ich mich Selbst sein.»

Eric Harland

Jezt und früher ein Kind mit Trommeln

Mit dem Trommeln begann der 42-jährige Eric Harland schon ganz früh. Er erzählte, dass er bereits mit vier Jahren seine Mutter beim Singen in der Küche musikalisch unterstützte, indem er auf leeren Töpfen ihren Gesang begleitete. Als seine Grossmutter das sah, prophezeite sie: «Du wirst eines Tages ein berühmter Drummer!»

Wenn Eric Harland heute Schlagzeug spielt, ist er wie ein Kind. Ein Kind, das die reinste Lebensfreude ausstrahlt. Mit seiner Musik lässt er die Zuschauer Freude spüren. Bei den brasilianisch angehauchten Stücken bestätigt er, dass er mit seinem Po auf dem Stuhl zu seiner Musik mitgetanzt hat. Eben diese Energie lässt er das Publikum mit Hilfe seiner Musik am ganzen Körper fühlen.

Ein Visionär

Eric Harald ist ein hervorragender Musiker. Er ist wie der Roger Federer der Schlagzeuger. Eric macht immer das Unerwartete und kann das dann auch perfekt umsetzen. Mit seiner Musik setzt er den Weg für die Zukunft der Musik.  Der vor jugendlicher Energie sprudelnde Musiker verabschiedet sich mit den Worten: «Thank you to this wonderful temple Musig im Pflegidach Muri and much peace and love to all of you.»

Eric Harland @ Musig im Pflegidach, Muri

Das könnte dich auch interessieren:

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Der Stolz macht den Löwen aus» – Singer-Songwriter Benjamin Scheuer ist Musikphilosoph

Gelungener Auftakt in die 15. Saison der Konzertreihe musig im pflegidach, Muri.

* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Am Sonntagabend begrüsste Benjamin Scheuer aus den USA einen fast vollen Saal von treuen Pflegidach-Besuchern. Der erste Gast in der Herbstsaison bezauberte die Zuhörer im Dachstock der Pflegi Muri über eine Stunde lang mit Akustikgitarre und aussergewöhnlicher Stimme.

Der aus New York stammende Künstler entführte das Publikum ab dem …

Artikel lesen