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3 Songs in 23 Minuten

Das Quartett bestehend aus Martin Wind (Bass), Anat Cohen (Klarinette und TenorSaxophon), Gary Versace (Piano und Keyboard) und Matt Wilson (Schlagzeug) erwärmten am Sonntagabend auf Ihrer Durchreise nach Italien die Herzen der Besucher im Pflegidach mit ihrer ausdrucksvollen Musik.
05.11.2018, 09:51
Lea Walker

«Martin Wind Light Blue Quartett» bilden ein ausgewogenes Ganzes und verzauberten mit melodischen Stücken. Ihre Freude an der Musik war deutlich spürbar und vermittelte dem Publikum eine heitere Stimmung. Die virtuosen Klänge entführten die Zuhörer aus dem kalten, regnerischen Sonntagabend in die vielfältige Welt der Jazzmusik.

Hinweis
Die Artikel in der Rubrik «Musig im Pflegidach» werden von Schülerinnen und Schüler der Kanti Wohlen im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfasst.

Martin Wind Light Blue Quartet - «Remember October 13th»

Seine Visionen leben

Es ist nicht einfach ein solch aufeinander abgestimmtes Quartett zu bilden, doch Martin Wind hätte es besser nicht machen können. Die langjährigen Freundschaften sind in der Gruppendynamik sichtlich spürbar. Wind zeigte sich erkenntlich für die über zwanzig jährige Freundschaft mit Wilson, indem er ihm einen Song widmet. Sie lernten sich auf einem kleinen Konzert in Connecticut (USA) kennen. 

«Wenn man jemanden trifft und sich sofort super versteht ist das toll.»
martin Wind

Wind meinte: «Wenn man jemanden trifft und sich sofort super versteht ist das toll.» So war es bei ihnen. Wilson ist sehr begabt, Stücke in kurzer Zeit zu schreiben. Er brachte es fertig, drei Songs in 23 Minuten zu komponieren. Wind nahm dies zum Anlass, den «the 10minute song» Song für Wilson in zehn Minuten auf Papier zu bringen.

Wind zog es im jungen Alter von Deutschland in die USA, um dem Ursprung der Jazzmusik nahe zu sein und dessen Spirit leben zu können. Er verliess seine Heimat mit der Einstellung «whatever happens, happens» und liess alles auf sich zukommen, ohne sich selbst unter Druck zu setzen. 

Der Bassist Ray Brown war eine wichtige Person in Winds Leben und hat seine Musik mit beeinflusst. Wind meinte: «Er war wie ein Ziehvater für mich.» Er geniesst es immer noch seine Musik zu hören, um neue Inspirationen zu sammeln. Aus diesem Grund hat er Ihm den Song «remember October 13» gewidmet.

Verwöhnt die Sinne

Für Höhepunkte beim Konzert sorgte Cohen. Sie zog mit ihrem Talent schnell die Aufmerksamkeit auf sich und löste mit ihren Klarinetten- und Tenor Saxophonsolis einen begeisterten Applaus bei den Zuhörern aus. Sie verwöhnte die Sinne der Zuhörer mit ihrer gefühlsvollen und leidenschaftlichen Art zu spielen. Gemeinsam verabschiedete sich das Quartett mit dem zum Wetter passenden Song «rainy river». Die Besucher verliessen mit zufriedenen Gesichtern und der CD namens «light Blue» in der Hand das Pflegidach.

Martin Wind Light Blue Quartett @ «Musig im Pflegidach» Muri

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Martin Wind Light Blue Quartett @ Musig im Pflegidach Muri
quelle: maurice loher
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In alter Frische – oder in frischem Alter
Samara Joy (Gesang) aus New York, Ben Paterson (Klavier) aus Philadelphia, Malte Arndal (Schlagzeug) aus dem ländlichem Dänemark und Mathias
Allamane (Bass) aus Südfrankreich zeigten am letzten Sonntagabend bei «Musig im Pflegidach» in Muri, in einer perfekt eingespielten Formation, wie universell und zeitlos Jazz war und bis heute ist.

«Diese Sängerin hier wird einmal ganz gross werden.» Mit diesen Worten begrüsste Stephan Diethelm am letzten Sonntagabend das Publikum und die 22-jährige Samara Joy. Da es sich in den letzten 20 Jahren schon öfter herausstellte, dass Künstler*innen, die bei «Musig im Pflegidach» auftraten, später grössere Erfolge feiern durften, muss man Diethelms Vorhersage ernst nehmen.

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