Musik
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British singer Joe Cocker speaks after receiving the trophy for Category 'lifetime achievement award music' during the 48th Golden Camera award ceremony in Berlin, in this February 2, 2013 file picture. The raspy-voiced, Grammy-winning singer Cocker, best known for his cover of the Beatles'

Der Sänger bei der Ehrung für sein Lebenswerk in Berlin. Bild: POOL/REUTERS

Mit 70 Jahren an Lungenkrebs gestorben

Joe Cocker ist im Alter von 70 Jahren gestorben 



Schwerer Schlag für die Rockmusik: Der britische Rocksänger Joe Cocker ist tot. Der Musiker mit der tiefen Stimme («Unchain My Heart», «You Can Leave Your Hat On») ist in der Nacht auf Montag im Alter von 70 Jahren gestorben, teilte sein Agent am Montag mit. 

«Er war ohne Zweifel die grösste Rock- und Soulstimme, die Grossbritannien je hervorbrachte.»

Agent Barrie Marschall über Joe Cocker

«Wir sind sehr traurig», sagte eine Sprecherin am Montag der Nachrichtenagentur DPA in London. Britische und US-Medien zitierten aus einem Schreiben von Cockers Plattenfirma Sony Music, wonach der Sänger an Lungenkrebs starb. Er lebte zuletzt auf einer abgeschiedenen Ranch im US-Bundesstaat Colorado. 

Der aus dem britischen Sheffield stammende Cocker war einer der herausragenden Rockmusiker seiner Generation. Er war bekannt für seine Reibeisenstimme und seine eigenwillige Körpersprache auf der Bühne. Erst vor kurzem hatte die Musiklegende ein neues Album für das kommende Jahr angekündigt. 

Beatles-Drummer Ringo Starr trauert um seinen Freund

«Er war ohne Zweifel die grösste Rock- und Soulstimme, die Grossbritannien je hervorbrachte», schrieb sein Agent Barrie Marshall am Montag. «Niemand, der ihn jemals live erlebt hat, wird ihn jemals vergessen.» 

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«With a Little Help From My Friends». youtube/sveta14

Kollegen zeigen sich bestürzt 

Berühmte Kollegen zeigten sich bestürzt. «Ruhe in Frieden, mein guter Freund», schrieb der kanadische Musiker Bryan Adams am Montag beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Du warst einer der besten Rocksänger aller Zeiten.» 

Ex-Beatle Ringo Starr trauerte ebenfalls. «Goodbye und Gottes Segen für Joe Cocker von einem seiner Freunde. Friede und Liebe», schrieb er bei Twitter. Zu den bekanntesten Liedern des am 20. Mai 1944 geborenen Cockers zählte unter anderem das Beatles-Cover «With A Little Help From My Friends». 

Starrs Ex-Kollege Paul McCartney betonte in einer Mitteilung dem Sender iTV zufolge: «Er war ein toller Kerl, ein grossartiger Kerl, der der Welt so viel gebracht hat, und wir werden ihn alle vermissen.» 

Musician Joe Cocker performs for the thousands of people attending the Woodstock Festival of Arts and Musik at Bethel, New York August 1969 (AP-Photo)

Joe Cocker bei seinem Auftritt am Woodstock. Bild: AP

Bei Twitter hoben vor allem viele deutschsprachige Nutzer hervor, dass Cocker nur einen Tag nach dem berühmten österreichischen Entertainer Udo Jürgens starb. «Keine Ahnung was da gerade für eine Nummer bei Gott oder wem auch immer abläuft, aber Joe Cocker ist leider auch verstorben!», schrieb etwa der Comedian Oliver Pocher. 

Woodstock brachte den Durchbruch 

Geboren am 20. Mai 1944, wurde der Musiker vor allem mit einem Cover des Beatles-Songs «With A Little Help From My Friends» bekannt. Sein Auftritt beim Woodstock-Festival 1969 machte ihn weltberühmt. 

Die 1970er Jahre waren für Cocker von Drogen- und Alkoholexzessen gezeichnet. «Drogen gab es überall und ich stürzte mich darauf. Und wenn du erst mal in dieser Abwärtsspirale bist, dann ist es schwierig, da wieder rauszukommen. Ich brauchte Jahre, das zu schaffen», sagte er einst.

Erst seine Frau Pam Baker habe ihm geholfen, sein Leben zu ändern. «Sie machte mir klar, dass die Leute mich immer noch singen hören wollten», sagte Cocker einst. Mit seinem Comeback in den 1980er Jahren landet Cocker Hits wie «When The Night Comes», «N'Oubliez jamais» und das Duett «Up Where We Belong» mit Jennifer Warnes, für das er 1983 einen Grammy Award bekam.

So reagieren Joe Cockers Fans auf Twitter

(jas/sda/dpa/afp)

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