Naher Osten
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Irak

Hunderttausende fliehen vor Gewalt in irakischer Provinz



Die Gewalt in der irakischen Provinz Anbar westlich von Bagdad hat in den vergangenen sechs Wochen bis zu 300'000 Menschen in die Flucht getrieben. Dies erklärte das UNO-Flüchtlingswerk (UNHCR) am Dienstag. Die Menschen hätten wegen der unsicheren Lage rund um die Städte Falludscha und Ramadi ihre Heimat verlassen, 50'000 Familien seien betroffen, erklärte das UNHCR.

Sunnitische Aufständische der Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) sowie anderer Gruppen hatten Ende 2013 eine Offensive in Anbar gestartet und halten seitdem Falludscha vollständig und Ramadi zum Teil unter ihrer Kontrolle. Die irakische Armee schritt aus Angst vor zivilen Opfern bislang nicht ein.

Auslöser der Kämpfe war Ende Dezember die gewaltsame Räumung eines sunnitischen Protestlagers bei Ramadi. Die sunnitische Minderheit fühlt sich von der schiitisch dominierten Regierung Nuri al-Malikis benachteiligt. (tvr/sda)

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