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In Nigeria

50 Soldaten zum Tode verurteilt – weil sie nicht gegen Boko Haram kämpfen wollten



In Nigeria sind 54 Soldaten von einem Militärgericht wegen Meuterei verurteilt worden. Ihnen droht die Todesstrafe. Den Streitkräften wird nach Angaben ihres Anwaltes vorgeworfen, sich geweigert zu haben, bei einem Einsatz gegen die Islamistengruppe Boko Haram mitzuwirken.

Fünf Soldaten wurden dem prominenten Menschenrechtsanwalt Femi Falana zufolge freigesprochen. Der Prozess hatte demnach Mitte Oktober hinter verschlossenen Türen begonnen. Vor der Verkündung des Urteils am Mittwoch wurden Reporter vom Gericht ferngehalten. Militärvertreter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

JAHRESRUECKBLICK 2014 – INTERNATIONAL – In this  photo taken from video  by Nigeria's Boko Haram terrorist network, Monday May 12, 2014 shows the alleged missing girls abducted from the northeastern town of Chibok. The new video purports to show dozens of abducted schoolgirls, covered in jihab and praying in Arabic. It is the first public sight of the girls since more than 300 were kidnapped from a northeastern school the night of April 14  exactly four weeks ago. (KEYSTONE/AP Photo)

Die Islamistengruppe Boko Haram ist für ihre Brutalität bekannt und entführt immer wieder Kinder.  Bild: AP Militant Video

In der Vergangenheit hatten sich die nigerianischen Streitkräfte wiederholt beschwert, dass ihre Waffen und Ausrüstung für den Kampf gegen die Extremisten nicht ausreiche. 

Boko Haram kämpft seit mehreren Jahren für die Errichtung eines Kalifats im Norden des Landes. Die verurteilten Soldaten gehörten zu einer Spezialeinheit, der im August aufgetragen worden war, drei Städte im Staat Borno aus der Gewalt der Islamisten zurückzuerobern. (feb/sda/afp)

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