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«Leave no Trace» haben sie gesagt – und so sieht es in Glastonbury nach dem Festival aus



Das Glastonbury-Festival ist legendär: eines der grössten und berühmtesten der Welt – auf 100 Bühnen spielt an drei Tagen jede Stunde eine andere Band. Ein Festival mit einer Hippie-Vergangenheit, dessen Veranstalter einen grossen Teil ihres Gewinns für wohltätige Zwecke spendet.

Umso erstaunlicher ist, was ein Mann vor die Kamera bekommt, der sich am Montag nach dem Festival morgens um 8 Uhr aufs verlassene Gelände traut: massenhaft Zelte, Luftmatratzen, Kleider, Schuhe, Alkohol, Gaspatronen, Abfall, you name it – und dies obwohl eine Aufforderung an die Besucher dieses Jahr lautete «Leave No Trace».

Der Filmer schätzt, dass rund ein Viertel der Glasto-Besucher ihr Hab und Gut einfach stehen gelassen haben. Irgendwie erschreckend, diese Überfluss- und Wegwerfgesellschaft ...

(egg)

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    Alle Leser-Kommentare
  • lily.mcbean 07.07.2016 09:49
    Highlight Highlight Und ich Depp hab mein 50 franken Aldi Zelt schon zum 6sten mal wieder nach hause genommen und geputzt...
    Pick up your trash!
  • Schnurri 07.07.2016 06:36
    Highlight Highlight Darum find ich im nachhinein die Depotgebühr für Pavillons am greenfield gar nicht mal so eine schlechte Idee. Auch wenn der Pavillon geschrottet ist, es animiert doch diesen wenigstens in den Container zu werfen.
    • lily.mcbean 07.07.2016 09:44
      Highlight Highlight Seit dem Pavillon depot geht es um einiges sauberer zu am greenfield
    • dysfunctional 07.07.2016 11:38
      Highlight Highlight Was für eine Gebühr? Kollegin und ich haben am Freitag eines gekauft und mussten gar keine zahlen. Habens dann stehen gelassen.
    • Schnurri 07.07.2016 17:03
      Highlight Highlight Genau am Freitag als alles durch war...
  • niklausb 07.07.2016 00:39
    Highlight Highlight Darum gehe ich nicht mehr an Frstivals
    • niklausb 07.07.2016 10:38
      Highlight Highlight @Blitzdeppen, ihr seid wohl auch noch stoltz auf den abartigen Müllberg den ihr da liegen lasst.
      Das ist gleich wie die leute welche müll auf den Boden fallen lassen mit der Ausrede die Stadtreinigung putzt s ja bzw. Der Strassenwischer braucht auch arbeit oder soll was tun für sein geld......
  • rogerthat 06.07.2016 23:24
    Highlight Highlight Vorneweg: Abfall und ganze Zelte liegen zu lassen ist eine Unsitte und falsch. Was mich aber stört an den "ach so schockierenden" Abfallbildern die immer wieder nach Open Airs auftauchen sind zwei Dinge: 1. Es bleibt an jedem Grossanlass sehr viel Abfall liegen (ob open air, zürifest oder public viewing) - trotzdem kommt diese Diskussion aus irgendeinem Grund nur bei Open Airs auf. 2. Die Open Airs (wenigstens das OASG, das ich seit über 10 Jahren besuche), haben sich im Abfallbereich massiv verbessert, dank Depotsystem für Getränkebecher, PET-Bier und mitgebrachten Zelten bleibt nur noch ein Bruchteil des Abfalls liegen im Vergleich zu vor zehn Jahren - aber das erwähnt niemand.
    • Jodha 07.07.2016 09:55
      Highlight Highlight Grundsätzlich schade, dass alles übers Portemonnaie gesteuert werden muss. Deshalb dünkt mich das ein trügerischer "Erfolg". Die Probleme der "Wegwerfgesellschaft" sind damit nach wie vor unangetastet...
  • Homes8 06.07.2016 17:53
    Highlight Highlight Ich denke diese Leute waren einfach überfordert mit abbauen und zusammenlegen Ihres Zeltes.
    Ist halt schon ganz was anderes, ob man in einer virtuellen Welt, oder in der realen Welt lebt.
    • Homes8 07.07.2016 12:12
      Highlight Highlight Das war ironisch gemeint. Klar wären die Leute schlau genug, mindestens das Zelt zu demontieren.
      Aber irgendwie fehlt den Leuten halt doch etwas. Vieleicht die billige Arbeitskraft, die für sie arbeitet.
    • Homes8 07.07.2016 13:53
      Highlight Highlight Die Mutter ans Festival mitzunehemen wär woll uncool
  • DerHans 06.07.2016 16:03
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, wieviele dann am Montag danach in ihr glutenfreies Brötchen beissen, ihr Umfeld mit ihrem Veganismus nerven, andersdenkende als Idioten vom Lande schimpfen und so ganz nebenbei die Welt retten.
    • Schwerthans 06.07.2016 22:26
      Highlight Highlight Hallo hans
  • Concertino 06.07.2016 14:17
    Highlight Highlight Zelte, die heute viel zu billig aus China importiert werden. Da lassen die Leute lieber alles liegen als sich die mühe zu machen es zusammenzupacken und mit heimzu nehmen....
    Ja, erschreckend diese wegwerfgesellschaft.
    • maljian 06.07.2016 19:51
      Highlight Highlight Aber da sind definitiv einige Zelte dabei, die nicht unbedingt billig sind.
      Es ist einfach nur traurig.
  • Scaros_2 06.07.2016 13:58
    Highlight Highlight Ähm das ist heute an jedem Open Air.

    OASG, Frauenfeld, Gurten, whate ever. Es hat immer Massenhaft Abfall der Zurück bleibt. Die Menge steht in Relation zum Wetter. Je schlechter das Wetter, desto mehr Abfall.

    Aber Abfall entsteht auch nur deshalb weil alles so günstig ist. Ein Zelt für 20 Fr. das total verdreckt ist lohnt Egoistisch rein BWL nicht zu Putzen weil der Aufwand es zu reinigen Teurer ist als einfach ein neues zu kaufen.

    Leider wahr.
    • Impius 06.07.2016 15:33
      Highlight Highlight Zum Glück nicht an jedem. Ich war auf einigen Festivals bei denen es nicht so aussieht, zugegeben, das sind Ausnahmen und eher kleine, nicht-mainstream Openairs
    • Bloody Mary 07.07.2016 06:52
      Highlight Highlight Es stimmt schon, heute kriegt man Zelte, Pavillons für CHF 20.-- das ist dann extrem billig und es wundert mich nicht lassen es die Leute stehen. Soll nicht heissen das ich es gut finde! Man soll seinen Müll wieder mitnehmen. Auch gibt es ein Riesen Angebot an Food und sonstigem Zeugs zu kaufen an den Open airs. Alles potenzieller Abfall.
      Als ich mit 16 anfing an OpenAirs zu gehen, das war Mitte der 90er war das kommerzielle Angebot noch viel kleiner.
  • Matthias Studer 06.07.2016 13:44
    Highlight Highlight Ein Rebell schafft seinen Dreck selber weg, alles andere ist Mainstream.
  • saukaibli 06.07.2016 13:35
    Highlight Highlight ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Man kauft möglichst billig ein, ob Zelte, Matratzen, Kühlboxen und was auch immer - gibt ja genug China-Ramsch - und wirft es weg wenn man es nicht mehr braucht. Aber nur so funktioniert unser schöner Kapitalismus. Wenn man gute Qualität kauft und sein Zeug lange behält, braucht nichts Neues hergestellt zu werden. Und ohne ständig neues, eigentlich überflüssiges Zeug herzustellen, funktioniert unser Wirtschafssystem ganz einfach nicht.
    • Menel 06.07.2016 16:06
      Highlight Highlight Da sind aber ein paar Zelte darunter, die nicht einfach billig sind, im Gegenteil.
  • Bela Lugosi 06.07.2016 13:21
    Highlight Highlight Jessesneiaberau, genau da können wir uns Schweizerli wieder ganz toll aufregen und auch im linken Spektrum dem Bünzlismus frönen. Dass es überall nach jeder Massenveranstaltung nun mal so aussieht, egal ob nach Fasnacht, Streetparade oder vor dem Petersdom oder in Mekka blenden wir mal aus. Watson könnte dieselben Bilder zeigen und gleichviele Klicks sammeln mit einem clevereren Begleittext (zB über menschl Verhalten an Massenveranstaltungen oder über NGOs die diese Materialien dann sammeln aber manchmal fällt Euch halt auch nicht so viel ein, gell...)
    • Kyle C. 06.07.2016 14:40
      Highlight Highlight Ich denke das war nicht der Kern dieses Artikels. Abfall ist auch uncool, aber wie du sagst überall vorhanden wo auch Mengen sind.

      Aber hier (und an allen anderen OAs auch) stehen ganze, voll funktionstüchtige Zelte und tonnenweise anderes Material herum. Und dieser "Abfall" - so meine subjektive Wahrnehmung - steigt proportional zum Partylevel dieser Festivals. Nix gegen Party, im Gegenteil. Aber Party und Verantwortungsbewusstsein müssen sich ja nicht ggs ausschliessen, oder?
    • saukaibli 06.07.2016 14:43
      Highlight Highlight Ich habe weder nach der Street Parade noch and er Fasnacht je Zelte und Luftmatratzen rumliegen sehen.
  • Matthiah Süppi 06.07.2016 13:13
    Highlight Highlight Sieht in St. Gallen jeweils schlimmer aus.
    • Liv_i_am 06.07.2016 14:54
      Highlight Highlight Stimmt nicht, in SG bleiben vor allem kaputte Sachen liegen, und alles was noch ganz ist, nimmt sonst wer mit. Hier sah für mich alles noch ganz aus, es ging auch noch mit dem Schlamm. Beim OASG würde niemand ein Riesenzelt im Wert von ca. CHF 200 einfach stehen lassen mit Luftmatratze und allem drin.
    • Cloudpanther 06.07.2016 18:53
      Highlight Highlight Kanst ja mal bei Stand Up For Refugees nachfragen gehen, die haben nämlich liegengelassene Zelte etc. eingesammelt, ist erstaunlich, was da alles liegengelassen wurde (z.B. neue Zelte, die nicht mal ausgepackt wurden inkl. Preisschild)
    • Matthiah Süppi 06.07.2016 19:00
      Highlight Highlight Ich war auch dieses Jahr dort und habe jede Menge ganze Zelte und Stühle gesehen in einer ganz anderen Dichte.

Mach' die Party nicht kaputt! Ein Plädoyer für den französischen Abgang

Der diskrete Abschied geniesst hierzulande völlig zu Unrecht einen schlechten Ruf.

Sagt mal – gehe ich richtig in der Annahme, dass der französische Abgang in der Schweiz als unhöflich gilt? Mir erscheint es jedenfalls so.

So viel gleich im Voraus: In anderen Kulturen ist der diskrete Abmarsch gar nicht so sehr verpönt. Zum Teil gilt er sogar als höflich.

Aber erst mal von vorne. Ihr kennt die Situation:

Nette Party bei jemandem zuhause. Alle quatschen, einige tanzen gar, etwas Alkohol fliesst, es wird gelacht, gute Stimmung ist da! Und da steht das eine Pärchen auf (ja, es …

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