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Die neue Pfalz, ein Teil des St. Galler Regierungsgebaeudes , aufgenommen am 20. Februar 2008 in St. Gallen. (KEYSTONE/Regina Kuehne)

Die Pfalz – wie der Sitz der St.Galler Regierung heisst – ist nicht von Sekten oder Gruppierungen unterwandert. Bild: KEYSTONE

Vorstoss von ehemaliger SVP-Kantonsrätin 

Jetzt ist es amtlich: St.Galler Verwaltung ist nicht von Sekten unterwandert



Die St.Galler können aufatmen: Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Verwaltung des Kantons St.Gallen von Gruppierungen und Sekten unterwandert ist. Das gab die St.Galler Regierung am Freitagmorgen bekannt. Was nach einem Aprilscherz klingt, ist parlamentarischer Ernst: Die offizielle Mitteilung ist die Antwort auf eine Anfrage der parteilosen Kantonsrätin Verena Frick.  

Frick reichte Anfang September einen Vorstoss ein, in dem sie von der St.Galler Regierung wissen wollte, was sie zur «gefährlichen Unterwanderung» der Verwaltung – unter anderem durch die Sekte Scientology – sage. «Es gibt sie doch!», schrieb die Sennwalder Kantonsrätin, die Anfang Jahr wegen ihren «sehr eigenwilligen» Vorstössen aus der SVP-Fraktion herausgeworfen wurde. 

Sie kenne Menschen, die aus dem Dienst der kantonalen Verwaltung St.Gallen entlassen worden seien, weil sie Kurse der Sekte Landmark nicht besucht hätten, schrieb Frick in ihrer Anfrage. Ausserdem nannte sie als Beweis für ihren Verdacht ein Infoblatt in einer Liftanlage in einem Gebäude der St.Galler Verwaltung.

«Auch kenne ich Menschen, die aus dem Dienst der kantonalen Verwaltung entlassen wurden, weil sie dieser Gruppe nicht beigetreten sind.» 

Kantonsrätin Verena Frick

Lange Korridore mit Portraets der ehemaligen Landammaenner im St. Galler Regierungsgebaeude, fotografiert am 18. Februar 2008 in St. Gallen. (KEYSTONE/Regina Kuehne)

Bild: KEYSTONE

Von diesem Blatt weiss die Regierung aber nichts. «Regelmässige Liftbenutzer jener Liftanlage können sich jedenfalls an keinen solchen Hinweis erinnern», schreibt sie in ihrer Antwort. Die Regierung könne auch nicht bestätigen, dass Angestellte entlassen wurden, weil sie Kurse einer Sekte namens «Landmark» nicht besucht hätten. (pma)

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