Pakistan
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach brutalem Anschlag auf Schule

Pakistan will den Terror mit allen möglichen Mitteln zerstören



Nach dem blutigen Überfall auf eine Schule sollen Terrorverdächtige in Pakistan vor Militärgerichte gestellt werden. Die Massnahme solle zwei Jahre in Kraft bleiben, kündigte Ministerpräsident Nawaz Sharif am frühen Donnerstagmorgen bei einer Fernsehansprache an.

Er hatte am Mittwoch in einer Marathonsitzung mit Parteien, Geheimdiensten und Militär über Anti-Terrormassnahmen beraten. Der Angriff der radikalislamischen Taliban auf eine Schule am 16. Dezember mit 149 Toten, darunter 136 Kinder, habe Pakistan verändert. Die Tage der Terroristen seien gezählt, warnte Sharif.

Pakistan's Prime Minister Nawaz Sharif waves as he leaves after meeting with Britain's Prime Minister David Cameron and President Ashraf Ghani of Afghanistan at Number 10 Downing Street in London December 5, 2014. REUTERS/Toby Melville (BRITAIN - Tags: POLITICS)

Ministerpräsident Nawaz Sharif ist wild entschlossen gegen den Terror vorzugehen.  Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Informationsminister Pervaiz Rashid sagte der Deutschen Presse-Agentur, es seien auch Massnahmen gegen Extremismus und religiöse Intoleranz beschlossen worden. Terrororganisationen sollten finanziell ausgetrocknet werden. Terroristen dürften weder in sozialen oder anderen Medien zu Wort kommen. Ihr Kommunikationssystem sollten zerstört werden.

Das Militär hat seit dem Schulmassaker seinen Einsatz gegen die Aufständischen weiter verschärft. Dabei wurden in den vergangenen Tagen dutzende Kämpfer getötet. Zudem entschied die Regierung, die Vollstreckung der Todesstrafe wieder aufzunehmen. Dies stiess bei Menschenrechtsgruppen auf scharfe Kritik.

Taliban-Attacke Pakistan

Die radikalislamische Rebellengruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) bezeichnete das Attentat als Vergeltung für eine Armeeoffensive in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan. Dabei wurden laut der Armee seit Juni rund 1700 Rebellen getötet. (feb/sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Hilfe für entstellte Frauen

Promi-Chirurg operiert Säure-Opfer in Pakistan und bezahlt aus eigener Tasche

Weil sie aufdringliche Männer zurückwiesen, wurden mehrere junge Frauen in Pakistan durch Säureangriffe grässlich entstellt. Ein britischer Chirurg hat sie nun operiert – gratis.

Normalerweise verhilft Asim Shahmalak in seiner Crown Clinic in Manchester Promis für viel Geld zu neuer Haarpracht. Doch seine letzten Operationen führte der britische Chirurg an mittellosen und verzweifelten Frauen durch.

50’000 Pfund (umgerechnet 75’000 Franken) hat er aus der eigenen Tasche aufgewendet, um sechs Frauen in Pakistan zu helfen. Einige von ihnen waren durch Säure-Attacken grässlich entstellt worden.  

Unter den Opfern ist die 24-jährige Kanwal Ashar, der ein Mann Säure ins …

Artikel lesen
Link zum Artikel