Palästina
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epa04597116 A Palestinian activist hangs a poster of Yasser Arafat, former PLO Chairman and Palestinian president, on the security fence around the Jewish settlement of Beit Omar, near the West Bank city of Hebron, 31 January 2015, during a protest against Israeli settlement expansion. Israeli soldiers broke up the small protest and removed the Arafat poster and some small Palestinian flags also placed on the fence. Israel has issued tenders for the construction of 430 new West Bank housing units, peace activists said a day earlier, just weeks before the country heads to elections. Palestinians are strongly opposed to settlement construction on the occupied West Bank and consider the Jewish settlements illegal. The EU said the settlements would further undermine the viability of the two-state solution.  EPA/ABED AL HASHLAMOUN

Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Auch Frankreich meint, Arafat sei nicht vergiftet worden



In der juristischen Aufarbeitung des Todes von Palästinenserführer Jassir Arafat schliesst auch die französische Staatsanwaltschaft eine Vergiftung aus. Die in Proben aus Arafats Grab nachgewiesenen Spuren radioaktiven Poloniums seien «natürlichen Ursprungs».

Das sagte die Staatsanwältin von Nanterre, Catherine Denis, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Arafats Witwe Suha hatte im Jahr 2012 in Frankreich Anzeige gegen Unbekannt wegen Mordes erstattet. Nach der Öffnung seiner Grabstätte veröffentlichte Ergebnisse zog sie in Zweifel.

Arafat war am 11. November 2004 in einem Militärspital bei Paris im Alter von 75 Jahren gestorben. Da seine Witwe damals eine Obduktion ablehnte, blieb die Todesursache zunächst unklar. Im Zuge der Ermittlungen der französischen Justiz wurde Arafat im November 2012 exhumiert und drei Expertenteams in der Schweiz, Frankreich und Russland mit strikt getrennten Untersuchungen der 60 entnommenen Gewebeproben betraut.

Nach den französischen Experten kamen Ende 2013 auch russische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Arafat eines natürlichen Todes gestorben sei. Zuvor hatten allerdings Schweizer Toxikologen eine Vergiftung mit Polonium nicht ausgeschlossen. Sie gaben an, eine erhebliche Konzentration des hochgiftigen Stoffs nachgewiesen zu haben.

Viele Palästinenser verdächtigen Israel, Arafat vergiftet zu haben, was Israel vehement zurückweist. Der radioaktive Stoff Polonium, der auch in geringer Dosis tödlich wirkt, war im Jahr 2006 verwendet worden, um den früheren russischen Spion Alexander Litvinenko in London zu ermorden. (feb/sda/afp)

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