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JAHRESRUECKBLICK 2013 - PEOPLE - A picture dated 08 January 2013 shows US director Quentin Tarantino gesture at a photocall for his movie 'Django Unchained' in Berlin, Germany. China's state censors withdrew permission to screen Hollywood director Quentin Tarantino's 'Django Unchained' during its debut at some cinemas on 11 April 2013 reports said. (KEYSTONE/EPA/BRITTA PEDERSEN)

Bild: EPA

Geleaktes Drehbuch

Quentin Tarantino verklagt Gawker.com

Das könnte teuer werden: Quentin Tarantino hatte die Arbeiten zu seinem neuen Western «The Hateful Eight» abgebrochen, weil das Drehbuch geleakt worden war. Jetzt will der Regisseur Schadensersatz von der Website Gawker.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Quentin Tarantino wirft der Website Gawker vor, das illegal geleakte Drehbuch seines neuesten Filmprojekts verbreitet zu haben. Dass das 146-Seiten-Dokument lange vor Drehbeginn zu «The Hateful Eight» im Internet abrufbar war, bewog den Oscar-Gewinner, die Arbeit an dem Film abzubrechen. Nun hat Tarantino Gawker auf Schadensersatz verklagt.

Die Website hatte in einer Meldung Links zu anderen Seiten veröffentlicht, auf denen das Drehbuch zum Download abrufbar war, unter anderem auf das Portal AnonFiles.com. Der Klage zufolge hat Gawker das geleakte Drehbuch lanciert und verbreitet. Für jede dieser Urheberrechtsverletzungen will Tarantino mehr als eine Million Dollar. Dass Gawker die Urheberrechtsverletzung befördert und die Öffentlichkeit dazu ermutigt habe - darin lasse sich nichts Berichtenswertes oder Journalistisches erkennen, heisst es in der Klageschrift.

Auf AnonFiles lassen sich Dokumente anonym hochladen. Allerdings weist die Website darauf hin, dass Nutzer für Material, das Urheberrechte verletzt, zur Verantwortung gezogen werden können. Zudem würden illegal hochgeladene Dokumente entfernt. 

Gawker wollte nur «Leute auf Informationen aufmerksam machen»

Gawker-Chefredakteur John Cook bestritt, dass die Website eine Urheberrechtsverletzung begangen habe. Man habe lediglich einen Link zu der Seite veröffentlicht, auf der das 146-Seiten-Dokument abrufbar sei. Gawker habe nichts damit zu tun, dass das Drehbuch vorab im Internet aufgetaucht sei, sagte Cook. Er wisse auch nicht, wer das Dokument auf AnonFiles.com hochgeladen habe. Man habe durch die Veröffentlichung des Links nur die normale Arbeit gemacht, so Cook: «Leute auf Nachrichten und Informationen aufmerksam zu machen, auf die sie neugierig sind.»

In der Klageschrift wird detailliert aufgeführt, wie Tarantino am 21. Januar von dem Leak erfuhr und wie er dies im Interview mit der Website Deadline Hollywood thematisierte. Er sei «sehr, sehr niedergeschlagen» gewesen, sagte Tarantino. Er wolle den Stoff nun zunächst als Comic oder Buch auf den Markt bringen.

(ulz/Reuters/AP)



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