Papst
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Fettnäpfchen im Heiligen Land

Mit diesen Gesten hat sich Papst Franziskus keine Freunde gemacht



Papst Franziskus hat am letzten Tag seiner Reise ins Heilige Land an der Klagemauer in Jerusalem gebetet. An der heute heiligsten Stätte für Juden verharrte er am Montag in stiller Einkehr und steckte einen Zettel in eine der Ritzen zwischen den Quadern.

Für Juden ist dies ein Ort, der ihren historischen Anspruch auf das Land repräsentiert. Anschliessend legte Franziskus einen Kranz am Grab von Theodor Herzl nieder.

epa04226103 A photograph supplied by the Israeli Government Press Office shows Pope Francis (R) placing his hands on a plaque of honoring Jewish 'victims of terror' as he makes an unexpected detour from his visit to Jerusalem and stops at the Memorial to Victims of Terror on the Mt Herzl Military Cemetery, in Jerusalem, Israel, 26 May 2014.  EPA/GOVERNMENT PRESS OFFICE/HANDOUT ISRAELI SUBS MUST CREDIT GPO. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Franzikus am Grab von Theodor Herzl. Bild: EPA/ISRAELI GOVERNMENT PRESS OFFICE 

Herzl ist der Begründer des modernen Zionismus und damit ein Symbol für die Rückkehr der Juden nach Israel. In palästinensischen Kreisen war diese Geste auf Kritik gestossen.

Zuvor hatte der Papst den wegen Aufrufen zur Gewalt umstrittenen Grossmufti von Jerusalem getroffen, was in Israel missfiel. Der Pontifex nutzte das Treffen zu einem Appell.

REFILE - CORRECTING LOCATION

Pope Francis (2nd L) listens to Sheikh Mohammad Hussein, the Grand Mufti of Jerusalem, during a visit to the compound known to Muslims as Noble Sanctuary and to Jews as Temple Mount in Jerusalem's Old City May 26, 2014.  Pope Francis navigated the minefield of the Israeli-Palestinian conflict and humbly bowed to kiss the hands of Holocaust survivors on Monday, the last day of a Mideast trip laden with bold personal gestures. REUTERS/Osservatore Romano (JERUSALEM - Tags: RELIGION POLITICS) ATTENTION EDITORS - NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Der Papst mit dem Grossmufti von Jerusalem, Mohammed Hussein.  Bild: Reuters

Er forderte Muslime, Christen und Juden zum gemeinsamen Einsatz «für Gerechtigkeit und Frieden» auf. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erinnerte daran, dass sich alle drei monotheistischen Religionen von ihrem gemeinsamen Erzvater, dem Propheten Abraham, ableiten.

Am Montag stehen zudem ein Besuch der zentralen Holocaust-Gedenkstätte sowie Unterredungen mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres und Regierungschef Benjamin Netanjahu auf dem Programm. Zum Abschluss ist eine Messfeier im Abendmahlsaal auf dem Zionsberg vorgesehen. Am späten Abend wird Franziskus im Vatikan zurück erwartet.

Pope Francis (L) walks with Israel's President Shimon Peres (R) after their meeting at the president's residence in Jerusalem May 26, 2014. Pope Francis navigated the minefield of the Israeli-Palestinian conflict and humbly bowed to kiss the hands of Holocaust survivors on Monday, the last day of a Mideast trip laden with bold personal gestures. REUTERS/Amir Cohen (JERUSALEM - Tags: POLITICS RELIGION)

Papst Franziskus mit Simon Peres. Bild: Reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 26.05.2014 17:23
    Highlight Highlight Genau richtig was er macht. Man muss einfach einmal die Grenzen sprengen. Diese Leute reden ja gar nicht miteinander, sie bekämpfen sich lieber. Alle blicken zurück, aber es geht nach vorne! Toll, dass er so ein Risiko auf sich nimmt und übrigens auch die anderen Religionsvertreter, die beteiligt sind.
  • Adonis 26.05.2014 16:36
    Highlight Highlight Frage: Gäbe es keine Religionen, hätten wir frielichere Zeiten...? Ich glaube "ja"! Die Grössten Probleme gehen Hand in Hand mit Armut und Religion zusammen.
    • Horny 26.05.2014 19:44
      Highlight Highlight Die Religion, egal welche, ist doch ein reines Machtinstrument. Zum einen wird das Volk durch Religion in eine Art Zivilisierungssystem kanalisiert, und auf der Anderen Seite ist die Religion mit ihren Glaubenskriegen die Ursache der meisten Kriege in der Welt. Ich persönlich denke, dass es vermutlich egal ist, ob es Religionen gibt, denn wenn nicht, hätten vermutlich Kaiser und Könige das Sagen, etwas einfach anders wäre.

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