Papst
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Zum Glück hat der Papst einen Schluck übrig gelassen: US-Abgeordneter klaut Franziskus' Wasserglas und teilt den Inhalt mit anderen

Als Franziskus vor dem US-Abgeordnetenhaus sprach, stand auf seinem Pult ein Wasserglas. Als der Pontifex ging, stahl es ein Abgeordneter der Demokraten. Dann teilte er den Inhalt mit andern Papst-Fans.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Demokratische US-Abgeordnete Bob Brady ist Katholik. Und augenscheinlich ein grosser Fan von Papst Franziskus. Ein so grosser Fan, dass er, als Franziskus am vergangenen Donnerstag vor dem Abgeordnetenhaus des US-Kongresses sprach, offenbar vorübergehend das 7. Gebot aus den Augen verlor: Du sollst nicht stehlen.

Als der Papst das Rednerpult im Abgeordnetenhaus verlassen hatte, schlich Brady sich zum Rednerpult und schnappte sich das Wasserglas, aus dem der Papst zuvor einige Schlucke genommen hatte. Vorsichtig trug er das Glas in sein Büro, wie die «Daily News» aus Philadelphia zuerst berichtete.

Dort genehmigte er sich einen Schluck, wie Brady selbst gegenüber einer Zeitung namens «People Paper» eingeräumt habe. «Wie viele Leute kennen Sie, die aus dem gleichen Glas wie der Papst getrunken haben?», fragte Brady rhetorisch dem Bericht zufolge. Auch Bradys Frau und zwei Mitarbeiter aus Abgeordnetenbüro durften ein Schlückchen nehmen.

Anschliessend bat der Abgeordnete Kollegen und deren Angehörige in sein Büro. Sowohl der Demokrat Bob Casey als auch dessen Frau und Mutter hätten ihre Finger in das Wasser getaucht, Erinnerungsfotos wurden aufgenommen. «Freude lag in der Luft», so die «Daily News». Zu guter Letzt goss Brady das verbleibende Wasser in eine Flasche, um später auch seine Enkelkinder damit zu beglücken.

Als die Geschichte einmal in der Welt war, verbreitete sie sich in den USA rasant. Alle grossen Medien griffen sie auf, von CNN bis ABC News. Auch britische und sogar australische und neuseeländische Medien berichteten. Brady ist plötzlich weltbekannt, jedenfalls vorübergehend.

Die «Washington Post» konfrontierte den Abgeordneten schliesslich mit seiner Missetat - und mit der unbestreitbaren Tatsache, dass selbst im Katholizismus ein Glas Wasser nicht zu Weihwasser wird, nur weil der Papst daran nippt. Das sei ihm «völlig egal», sagte Brady der Zeitung. «Alles, was der Papst anrührt, ist gesegnet», erklärte er, «ich bin davon überzeugt, und nichts wird meine Meinung ändern.»

Im übrigen versprach er der «Washington Post» zufolge, das Glas zu bezahlen. Er habe bereits mit der Verwaltung des Repräsentantenhauses Kontakt aufgenommen. Dort habe man zwar gelacht, aber er werde trotzdem einen Scheck schicken.

Es handelt sich übrigens nicht um das erste Gefäss, das Brady hat mitgehen lassen. Er besitzt auch das Glas, aus dem Barack Obama bei seiner ersten Amtseinführung als US-Präsident getrunken hat. Dank erkennungsdienstlicher Behandlung sind darauf Brady zufolge sogar schwach Obamas Fingerabdrücke zu erkennen. Genauso werde er mit dem Franziskus-Glas auch verfahren, verriet Brady der «Washington Post». Es komme dann neben das Obama-Glas in die gleiche Vitrine.

cis

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