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Schweizer Lyrikerin Nora Gomringer gewinnt Bachmannpreis – ein peinliches Malheur erregt die Gemüter



Die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin Nora Gomringer hat am Sonntag den mit 25'000 Euro dotierten Bachmannpreis gewonnen. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Text «Recherche», in dem eine Frau in einem Mietshaus das Rätsel um den Tod eines Jungen zu lösen versucht.

Die Schweizer Autorin Dana Grigorcea im Rahmen der Eröffnung der 39. Tage der deutschsprachigen Literatur am Mittwoch, 1. Juli 2015, in Klagenfurt. Zehn Autorinnen und vier Autoren lesen von Donnerstag bis Samstag beim Literaturwettbewerb aus bisher unveröffentlichten Texten. (KEYSTONE/APA/GERT EGGENBERGER)

Dritter Platz und 7500 Euro: Dana Grigorcea. Bild: APA

Schweizer Literatur im Hoch

Mit dem dritten, dem 3sat-Preis, an Dana Grigorcea, ging eine weitere Auszeichnung an eine Schweizerin. Sie ist mit 7500 Euro dotiert. Grigorcea war mit einem Auszug aus ihrem demnächst erscheinenden Roman «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit» angetreten, eine bitterböse Satire über die Geschichte Rumäniens seit Ceausescu.

Die Schweizer Literatur hatte dieses Jahr am Wörthersee wahrhaftig einen Lauf: Mit Monique Schwitter und Jürg Halter schafften es zwei weitere Schweizer Teilnehmer unter die sieben Finalisten. Der Berner Halter profitierte von der uneingeschränkten Unterstützung des Schweizer Jurors Juri Steiner, der als einziger Halter in jeder Abstimmungsrunde neu ins Gespräch brachte.

Peinliches Malheur

Bei der Preisverleihung am Sonntag passierte ein Malheur, das die Organisatoren explizit zu verhindern versucht hatten: Die Österreicherin Teresa Präauer, die sich mit der Siegerin Gomringer ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatte, ging am Ende leer aus.

Damit das nicht vorkommt, hatten die Veranstalter die neue Regel eingeführt, dass der/die Zweitplatzierte in einer Runde automatisch für die nächste gesetzt ist. Dass jemand, wie Präauer, in jeder Runde Zweite machen könnte, daran wurde nicht gedacht. (sda)

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Weil die Zeit fliegt und wir jetzt alle alt sind: Was wurde aus diesen 14 TV-Kinderstars?

Man stelle sich vor: An einem gemütlichen Abend gerät man im Verbund ins Schwelgen über die guten alten Zeiten des linearen Fernsehens und fragt sich dabei unweigerlich: Was wurde aus den Helden von damals?

Der Grund, wieso dieser Artikel nun (leider) fällig ist, ist folgender:

Jap, unser aller Kevin ist 40. Vierzig. Irgendwie ein wenig unverschämt. Das lässt drauf schliessen, dass sich die Zeit schneller fortbewegt, als wir das auf dem Schirm haben. Und während die Entwicklung von Culkin medial mit genüsslicher Wollust breitgeschlagen wurde, verschwanden andere Kinderstars jener (und späterer) Zeit vermeintlich in der Versenkung.

Schauen wir also, wer uns sonst noch so das Gefühl vermitteln …

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