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«Braveheart»: Schotten kämpfen für ihre Freiheit. Bild: furiouscinema

Referendum

Sean Connery wirbt für die Unabhängigkeit Schottlands

«Die Gelegenheit ist zu gut, um sie zu verpassen»: Sean Connery hofft, dass die Schotten für die Unabhängigkeit von Grossbritannien stimmen. Doch in dieser Frage sind nicht alle Promis seiner Meinung.

29.08.14, 07:54 29.08.14, 09:32

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Gehen oder bleiben? Diese Frage müssen die Schotten am 18. September beantworten, wenn sie über ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien abstimmen.

HOLLYWOOD - JUNE 08:  Actor Sean Connery arrives at the 34th AFI Life Achievement Award tribute to Sir Sean Connery held at the Kodak Theatre on June 8, 2006 in Hollywood, California.  (Photo by Kevin Winter/Getty Images for AFI)

Sean Connery ist für die Unabhängigkeit Schottlands.  Bild: Getty Images North America

Schottische Prominente und ihre Kollegen aus England mischen sich kurz vor dem Referendum in die Debatte ein. Oscar-Preisträger Sean Connery etwa hat seine Landsleute aufgefordert, in drei Wochen ihr Kreuzchen für die Unabhängigkeit zu setzen: «Als Schotte und als jemand, der sein Leben lang Schottland wie auch die Kunst geliebt hat, bin ich überzeugt, dass die Gelegenheit für die Unabhängigkeit zu gut ist, um sie zu verpassen», schrieb der frühere James-Bond-Darsteller im Magazin «Cicero».

Schottensturm in «Braveheart». gif: giphy

Connery, der auf den Bahamas lebt, gehört zu den prominenten Unterstützern der Unabhängigkeitsbewegung. Auch sein Schauspielkollege Brian Cox («Braveheart»), der im schottischen Dundee geboren wurde, ist für die Abspaltung. Genau so wie Alan Cumming («The Good Wife»), der auf seiner Homepage schreibt: «Die Yes-Kampagne für die Schottische Unabhängigkeit ist für mich der Inbegriff für Hoffnung, Optimismus und eine positive Einstellung, und ich glaube, dass Unabhängigkeit das Beste für Schottland ist.»

Actor Alan Cumming walks the runaway in the 8th annual Dressed To Kilt charity fashion show in New York, on Monday, April 5, 2010. (AP Photo/Peter Kramer)

Alan Cumming im Kilt. Bild: KRAPE

«Warum sollte man unbedingt eine neue Grenze ziehen wollen zwischen Menschen in einer Welt, die immer kleiner wird, in der wir immer noch Schwierigkeiten haben, miteinander zu leben?»

Emma Thompson

Andere Schotten wollen lieber mit England, Wales und Nordirland vereint bleiben. Etwa die Fussball-Trainerlegende Alex Ferguson (72): Er spendete umgerechnet gut 630 Euro für die Kampagne «Better Together» (Besser zusammen). «Warum sollte man unbedingt eine neue Grenze ziehen wollen zwischen Menschen in einer Welt, die immer kleiner wird, in der wir immer noch Schwierigkeiten haben, miteinander zu leben?», fragte Oscar-Preisträgerin Emma Thompson kürzlich in einem Interview mit dem «Telegraph». Ihre Mutter ist Schottin.

Die britische Schauspielerin Emma Thompson will keine neue Grenzen. Bild: EPA



Sängerin Susan Boyle, die über ihren Auftritt in der Castingshow «Britain's Got Talent» international berühmt wurde, will auf jeden Fall «No» ankreuzen: «Ich bin eine stolze, patriotische Schottin», sagte sie der «Sun» – aber sie sei trotzdem gegen die Abspaltung. 

Susan Boyle performs during her musical 'I Dreamed A Dream' at the Theatre Royal in Newcastle, England, Tuesday, March 27, 2012. (AP Photo/Scott Heppell)

Susan Boyle singt «I Dreamed A Dream» im Theater Royal in Newcastle. Bild: AP

«Schottland, bleibe bei uns!»

David Bowie

Auch englische Stars bitten die Schotten, sich nicht in die Unabhängigkeit zu verabschieden. Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, Hollywoodstar Judi Dench und Physiker Stephen Hawking unterzeichneten Anfang August einen offenen Brief, der den Nachbarn im Vereinigten Königreich halten soll. Und Sänger David Bowie flehte schon im Februar bei den Brit Awards: «Schottland, bleibe bei uns!»

FILE - In this June 4, 2014 file photo, Rolling Stones singer Mick Jagger performs during a concert in Hayrkon Park in Tel Aviv, Israel. In whatís fast becoming something of a modern World Cup tradition, Brazilians are closely following every team the 70-year-old rock star supports with an eye for mocking the alleged spell he casts on every team he picks. Brazilian media has taken to calling his pick, Jaggerís ìpe frio,î a term describing the bad luck he brings teams that translates literally as ìcold foot.î(AP Photo/Ariel Schalit, File)

Der Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger will die Schotten behalten. Bild: Ariel Schalit/AP/KEYSTONE

In den Umfragen liegen die Befürworter der Abspaltung hinten. Das Kräfteverhältnis liegt ungefähr bei 55 zu 45, wenn man die Unentschlossenen hinzurechnet.

(wit/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 29.08.2014 16:16
    Highlight Nun, Promis, die ausgesorgt haben, aus Villen in steuergünstigen Domizilen Urteile abgeben, sind für die Schotten in Schottland keine besonders grosse Entscheidungshilfe. Die werden sich eher über ihre wirtschaftliche Situation nach einer Abspaltung Gedanken machen (Arbeitsplätze, Steuern, Währung usw.). Für Sean Connery und evtl. auch für viele föderalistisch denkende Ausländer wäre es allenfalls ein interessantes Experiment, wenn Schottland eigenständig würde, eine Richtungsweisung für andere europäische Regionen. Mit dem Herz haben die Schotten schon längst entschieden, fragt sich, welcher Weg de Verstand einschlagen würde.
    1 0 Melden
    • Tomlate 31.08.2014 22:59
      Highlight Schön auf den Punkt gebracht.
      0 0 Melden

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