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Sterbenskranke Mutter veröffentlicht auf Facebook ihren Abschiedsbrief

12.04.2016, 10:5812.04.2016, 13:48
«Viele liebe Grüsse an alle, die mit ihren guten Gedanken täglich bei mir sind, ich danke euch dafür und wünsche Euch alles gute.»
«Viele liebe Grüsse an alle, die mit ihren guten Gedanken täglich bei mir sind, ich danke euch dafür und wünsche Euch alles gute.»Bild: facebook/ninazacher

Nina Zacher hat beschlossen, der Öffentlichkeit einen Einblick zu geben in das Leben einer Sterbenskranken – in ihr Leben. Die 46-Jährige leidet an der unheilbaren Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). ALS führt zu Muskellähmungen und Muskelschwund, der Tod tritt durchschnittlich nach drei bis fünf Jahren ein. Ein Leben mit der Stoppuhr.

«Nach den tragischen Veränderungen der letzten Wochen wird das hier wahrscheinlich meine letzte Nachricht sein», beginnt Zachers Abschiedsbrief auf Facebook. «Ich bin nur noch ein Schatten dessen, was und wer ich einmal war, und mit nur noch knapp 35 Kilo auf 1,78 Meter mehr tot als lebendig.»

Die Ice-Bucket-Challenge hat der Krankheit, an der pro Jahr auf 100'000 drei bis neun Menschen erkranken, 2014 weltweite Aufmerksamkeit verschafft. Der Physiker Stephen Hawkings, der wohl prominenteste ALS-Patient, leidet seit Jahrzehnten an der Krankheit.

Als sie noch sprechen konnte: Nina Zachers Videobotschaft 2015

Schreiben kann Zacher nicht mehr, Sprechen ebensowenig, ALS verdammt zu einem Leben mit minimalsten Kommunikationsmöglichkeiten. In einem Willensakt – zweieinhalb Tage hat sie dafür gebraucht – verfasste die Mutter von vier Kindern auf Facebook ihre wahrscheinlich letzte längere Nachricht. Mit einem augengesteuerten Computer.

Illusionen über das Schicksal von Zacher macht sich in der Familie niemand. «Wir rechnen täglich damit, dass sie morgens nicht mehr aufwacht», sagte ihr Mann der tz. 

«Den Tod muss man sich verdienen», schreibt die Wirtin aus dem bayrischen Ismaning. Und Nina Zacher hat sich – so grausam das klingt – den Tod verdient. (wst)

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