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Sonja Zietlow und Daniel Hartwich krönen Maren Gilzer zur neuen Dschungelkönigin.    Verwendung der Bilder für Online-Medien ausschließlich mit folgender Verlinkung:

Irgendwer gewinnt immer. 2015 zum Beispiel Maren Gilzer. Bild: rtl

Dschungelcamp-Desaster

Tote Quoten trotz Ekelfrass (ja, wir zeigen euch die schönsten Bilder!)

Dschungelcamp, DSDS, «Bachelor»: RTL ist im Tiefflug. Keine Gewinner weit und breit. Nur Walter Freiwald darf jetzt wieder Teleshopping machen. Angeblich.

christian buss

Ein Artikel von

Spiegel Online

Am Ende haben die Dschungelcamp-Autoren dann doch noch eine Pointe gesetzt: «Es war dieses Jahr eine etwas andere Staffel, weniger Boulevard, mehr Feuilleton», sagte Moderatorin Sonja Zietlow bilanzierend in der letzten Folge. Ein Satz, der leuchtete wie zu den schönsten Zeiten des Unterhaltungsformats. Leider war er eine Lüge.

Denn das Dschungelcamp anno 2015 war eben weder Boulevard noch Feuilleton. Es bot keine Unterhaltung, es gab keine ironische mediale Selbstbespiegelung, und zu anthropologischen Studien in der Welt mysteriös zu Prominenz geratener Menschen taugte diese Staffel schon gar nicht. Trotzdem irgendwie reizend, wie Zietlow den nur folgerichtigen schleichenden Quotenverlust schönzureden versuchte.

ACHTUNG: SPERRFRIST BIS SA., 31. JANUAR 2015, 23:59 Uhr!!!   Tag 16 - Dschungelprüfung 16, Teil 2 - Tanja Tischewitsch,

Tapfere Tanja! Kamelhöcker schmeckt definitiv nicht. Bild: RTL / Stefan Menne

Natürlich fuhr das Finale von «Ich bin ein Star – holt mich hier raus» auch diesmal locker den Tagessieg ein: 7,43 Millionen Zuschauer schauten die Sendung an, das entspricht einem, zugegeben, «Tatort»-verdächtigen Marktanteil von 32,8 Prozent. In der werberelevanten Gruppe der 14- bis 59-Jährigen erzielte RTL mit 5,47 Millionen Zuschauern sogar einen Marktanteil von 40,7 Prozent. Im Schnitt aber schalteten diesmal nur 6,79 Millionen Menschen ein (28,2 Prozent). Das waren gut eine Million weniger als letztes Jahr. Im Vergleich mit anderen Dschungelcamp-Jahrgängen rangiert diese Staffel nur auf Platz fünf.

Klar, auch beim Dschungelcamp 2016, mit dem die Vermarktungsabteilung beim Kölner Privatsender dem Vernehmen nach schon fest plant, wird sich wieder überdurchschnittlich Werbung zu überdurchschnittlichen Tarifen akquirieren lassen. Schon weil man eben die junge Kundschaft vor den Fernseher kriegt, die sonst eher YouTube schaut. Die Gesamtstrahlkraft aber, mit der RTL in den letzten Jahren immer wieder im Januar aus der Schmuddelkindecke heraus Hoheit über sämtliche Medien gewann, wird man nur schwer wiederherstellen können.

Achtung! Foodporn vom Feinsten! Das vertilgten die Dschungelcamp-Bewohner

Zu ermüdet das Mainstream-Publikum, zu matt die Meinungsmultiplikatoren. Die Verantwortlichen der Berliner Boulevardzeitung «B.Z.», sonst ergebene Ekelcamp-Exegeten, brachen dieses Jahr die tägliche Berichterstattung ab. Wer konnte es ihnen verdenken. Dr. Bob liess Gewürm und Gebein in Massen auf die Kandidaten niedergehen, die Ereignislosigkeit regierte weiter. Viele Maden, kein Speck. 

Philosophisch beschlagene Dschungelcamp-Ausdeuter vom Schlage eines Mathieu Carrière, der die nihilistischen Aspekte des Friss-oder-stirb-Experiments noch von der Pritsche aus kommentierte, suchte man dieses Jahr ebenso vergeblich wie Möchtegern-Models wie Larissa Marolt, die 2014 in heldenhafter Weise über sich hinausgewachsen ist. Sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Die Dschungelcamp-Dämmerung ist angebrochen.

ACHTUNG: SPERRFRIST BIS SA., 31. JANUAR 2015, 23:59 Uhr!!!   Tag 16 - Dschungelprüfung 16, Teil 3 - Jörn Schlönvoigt,

Jörn Schlönvoigt liess sich in der Finalsendung regelrecht foltern. Bild: RTL / Stefan Menne

Mag der Quotenschwund für RTL auf den ersten Blick harmlos aussehen – stellt er doch das gesamte derzeitige Geschäftsmodell in Frage. Zu seinem Amtsantritt erklärte der Geschäftsführer Frank Hoffmann im Sommer 2013 noch, dass man journalistischer werden wolle. Reportagen sind im RTL-Programm jedoch auch heute so rar wie feministische Manifeste in der hauseigenen Unter-die-Haube-Show «Bachelor». Stattdessen setzt RTL eben weiter auf Casting-, Kuppel- und Demütigungsformate.

Doch die Menschen werden langsam müde vom Balzen und Brechen, vom Vorsingen und Vorführen. Der einstige voyeuristische Quotengarant «Deutschland sucht den Superstar» schlingert trotz des vermeintlichen Juroren-Coups Heino dieses Jahr bescheiden dahin, der ebenso voyeuristische «Bachelor» sackte 2015 ebenfalls ab. Keine Gewinner weit und breit.

Obwohl: Einen gibt es doch. Walter Freiwald, der dieses Jahr im Dschungel Sechster wurde und auf eine Karriere als Bundespräsident hofft, bekam angeblich ein Angebot, wieder beim Teleshopping-Kanal pearl.tv aufzutreten. So sehen Sieger bei RTL aus.



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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Haas 02.02.2015 15:25
    Highlight Highlight Wurde ja auch Zeit dass die Leute weg zappen. Hin- und wieder riskiere ich einen Blick in die englische Variante beim durchschalten und muss sagen: die Deutsche ist im Vergleich an Niveau nicht zu unterbieten! Aber das ist eigentlich so wie bei fast allem das auf RTL läuft...

Sag alle deine Termine ab! So viele Tierbilder gab's noch nie

Okay, womöglich ist der Titel leicht übertrieben. Aber die heutigen Cute News sind tatsächlich um einiges umfangreicher als sonst. Daran gewöhnen solltet ihr euch aber nicht.

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Mensch, haben sich in meinen Favoriten-Ordner viele Bilder und GIFs angesammelt. Eigentlich war das meine eiserne Reserve, aber nun muss ich dringend ausmisten. Darum wird es heute wohl etwas chaotisch, denn ich setze euch einfach alles vor, was ich in besagtem Ordner finde.

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