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Patricia Arquette arrives at the 87th Academy Awards nominees luncheon at the Beverly Hilton Hotel on Monday, Feb. 2, 2015, in Beverly Hills, Calif. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP)

Schauspielerin Patricia Arquette in Beverley Hills, Kalifornien (Februar 2015). Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/Invision

Oscar-Anwärterin Patricia Arquette

«Frauen in Amerika – wir tun so, als ob wir Gleichheit hätten, dabei haben wir sie nicht.»

Frauen über 30 in Hollywoodfilmen? Eher eine Seltenheit. Patricia Arquette könnte einen Oscar gewinnen – für die Rolle einer Mutter, deren Alterungsprozess über zwölf Jahre abgebildet wird. Nun rechnet sie mit dem Frauenbild der Branche ab.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Patricia Arquette hat gerade einen Golden Globe gewonnen. Und einen Screen Actors Guild Award. Und wenn die Juroren es gut mit ihr meinen, könnte sie am 22. Februar mit einem Oscar für ihre Rolle in «Boyhood» nach Hause gehen.

Ethan Hawke, from left, Richard Linklater, Ellar Coltrane and Patricia Arquette, of “Boyhood”, pose with the best picture award in the press room at the 20th annual Critics' Choice Movie Awards at the Hollywood Palladium on Thursday, Jan. 15, 2015, in Los Angeles. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP)

«Boyhood»-Hauptdarsteller zusammen mit Regisseur Richard Linklater (Zweiter von links). Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/Invision

«Boyhood» dokumentiert unter anderem Arquettes Älterwerden. Beim Start des Films war die 46-Jährige zwölf Jahre jünger. In einem Interview findet Arquette nun deutliche Worte auf die Frage, welche Rolle das Alter in der Karriere einer Hollywood-Actrice spiele. «Es lastet ein sehr grosser Druck auf den Frauen, fremd und unrealistisch auszusehen», sagt sie im Interview mit dem britischen «Guardian». «Du sollst nicht altern.»

Auch wenn man 50 ist, werde erwartet, dass man wie eine Frau von 35 Jahren rede. Kaum etwas habe in Hollywood ein so kurzes Verfallsdatum wie eine junge Schauspielerin. «Frauen in Amerika – wir tun so, als ob wir Gleichheit hätten, dabei haben wir sie nicht.»

«Boyhood»-Trailer

abspielen

youtube/icf films

Damit nicht genug, Arquette legt bei der nächsten Frage nach: Wenn der Sony-Hack eines gezeigt hätte – dann dass selbst Hollywood-Schwergewichte wie Jennifer Lawrence immer noch weniger verdienten als männliche Kollegen. Diese Ungleichheit erstrecke sich im Übrigen nicht nur auf die Filmbranche. «Die Welt ist sexistisch», sagt Arquette.

Auch nach ihrem Erfolg in «Boyhood» hätten sich ihre Rollenangebote nicht verändert. Sie werde für kleinere Filme gecastet, in denen Frauen Hauptrollen spielen. Denn natürlich gebe es solche Filme, sagt Arquette. Die Macher hätten nur mehr Probleme, ihre finanziellen Mittel für die Realisierung zu bekommen. (gam)



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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 05.02.2015 06:58
    Highlight Highlight Wer geht ins Kino?
    Eher jüngere Menschen. Tendenz abnehmend.

    Und was wollen die sehen?
    Eher jüngere Menschen. Junge schöne Frauen und starke erfolgreiche Männer.

    Und was dreht Hollywood für Filme?
    Massentauglich für die Kino-Zielgruppe.

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