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So macht Aufräumen Spass: Millionen-Gemälde in Toulouser Estrich entdeckt



Auf dem Estrich eines Hauses in Südfrankreich ist womöglich ein Gemälde des italienischen Malers Caravaggio (1571–1610) gefunden worden. Beim Bild «Judith und Holofernes» handle sich um einen «echten» Caravaggio, erklärte Gutachter Eric Turquin am Dienstag in Paris.

epa05255293 Art expert Eric Turquin(R) and Auctioneer Marc Labarbe (L) pose for photographs as they present the piece ‘Judith Beheading Holofernes’ allegedly painted by Italian artist Michelangelo Merisi da Caravaggio during a press conference in Paris, France, 12 April 2016. Found in the attic of a house in Toulouse in April 2014, the masterpiece could be estimated at 120 million euros. A certified version of ‘Judith Beaheading Holofernes’ by Caravaggio is on display at the National Gallery of Ancient Art in Rome; the second version disappeared early in 17th century  EPA/JEREMY LEMPIN

Das ist das besagte Bild «Judith und Holofernes». Bild: JEREMY LEMPIN/EPA/KEYSTONE

Das französische Kulturministerium hatte kürzlich eine Ausfuhrgenehmigung für das Ölgemälde verweigert, weil es von dem italienischen Barockmaler stammen könnte. Entdeckt wurde das Gemälde bereits im April 2014 durch Zufall: Nach einem Wasserschaden öffneten die Besitzer eines Hauses nahe Toulouse einen Verschlag im Estrich – und fanden dort das Bild.

Ein Auktionshaus beauftragte den Franzosen Eric Turquin mit einem Gutachten. «Dieses Licht, diese für Caravaggio typische Energie, keine Korrekturen, die sichere Hand und das Bildmaterial zeigen, dass dieses Gemälde echt ist», sagte Turquin nun am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Paris. Zugleich warnte der Experte, es werde über das Bild «mehr Kontroversen als Gutachten» geben.

Das auf die Zeit von 1600 bis 1610 datierte Ölgemälde zeigt, wie die biblische Heldin Judith den assyrischen Feldherren Holofernes enthauptet. Experten sind geteilter Meinung, ob das Gemälde wirklich von dem als Caravaggio bekannten Maler Michelangelo Merisi stammt. Das französische Kulturministerium hält weitere Untersuchungen für notwendig und verweigert eine Ausfuhr des Gemäldes «mit grossem künstlerischen Wert».

epa05227381 A woman takes a picture of an art installation during the exhibition 'Caravaggio Experience' in Rome, Italy, 23 March 2016. The exhibition runs from 24 March to 3 July 2016.  EPA/MASSIMO PERCOSSI

Ein Besucher der «Caravaggio Experience»-Ausstellung in Rom im März 2016. Bild: EPA/ANSA

(sda/afp)

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Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

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