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BEVERLY HILLS, CA - JULY 11:  TV personality/musician Gene Simmons speaks onstage at the

Bild: Getty Images North America

Seine Soloplatte hiess «Asshole»

«Wer depressiv ist, soll sich doch umbringen!» – und weitere Beispiele dafür, dass Gene Simmons ein so richtig unsympathischer Siech ist

Gene Simmons ist ein 64-jähriger Mann, der seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, mit Clown-Schminke aufzutreten.

Gene Simmons of the band Kiss poses backstage at the American Idol XIII 2014 Finale in Los Angeles, California May 21, 2014.  REUTERS/Danny Moloshok  (UNITED STATES-Tags: ENTERTAINMENT)(AMERICANIDOL-BACKSTAGE)

Ich mache auch Kindergeburtstage und Halloween-Parties! Bild: DANNY MOLOSHOK/REUTERS

Okay, hier geht es gar nicht darum, ob seine Band Kiss gut ist (oder war) oder nicht. Am Erfolg gibt es nichts zu rütteln: 100 Millionen Alben sollen verkauft worden sein. Die Musik? Nun, entweder, man ist Kiss-Fan oder eben nicht.  

Nein, hier geht es darum, dass Gene Simmons, Kiss-Bassist mit der langen Zunge, manchmal als ein so richtig mieser Sack rüberkommt. Hier fünf Beispiele (es gibt noch etliche mehr): 

1. Menschen, die an Depressionen leiden, sollen sich doch umbringen.

Musician Gene Simmons rolls his eyes down as he arrives at the Los Angeles premiere of

Simmons an der Premiere von «Godzilla» (ein Film über die einzige Kreatur, die ein ähnlich grosses Ego hat). Bild: AFP

In einem kürzlichen Interview mit Songfacts.com äusserte sich Simmons über seine ehemaligen Bandkollegen Ace Frehley und Peter Criss wie folgt: 

«Nein, ich komme nicht klar mit einem, der drogensüchtig ist, dessen Himmel immer wolkenbehangen ist und der sich als Opfer sieht. Drogensüchtige und Alkoholiker sagen stets: ‹Die Welt ist ein rauer Ort.› Meine Mutter war in einem Konzentrationslager in Nazideutschland. Ich mag keinen ‹die Welt ist ein rauer Ort›-Scheiss hören. Mutti steht jeden Tag ihres Lebens am Morgen auf, riecht die Rosen und liebt ihr Leben. Und dann klönt so ein Dödel oder ein 20-jähriges Kid, ‹Ich habe Depressionen. Ich wohne in Seattle!› F*** dich! bring dich doch um!»

«‹Ich habe Depressionen. Ich wohne in Seattle!› F*** dich! Bring dich doch um!»

«Ich verstehe das nie, denn ich stelle so Leute immer bloss. Ich bin der, der ‹Spring doch!› ruft, wenn einer oben auf einem Gebäude steht und ‹Ich kann nicht mehr, ich springe› sagt. Machst du Witze? Wieso kündigst du es an? Halts Maul, bewahre ein Stückchen Würde und spring einfach! Das Publikum hast du bereits.»

Stellvertretend für alle Stimmen im darauffolgenden Twitter-Entrüstungssturm, hier Nikki Sixx, Mötley-Crüe-Bassist und Kiss-Fan: 

2. Kurt oder Amy gehören nicht in die Rock 'n' Roll Hall of Fame, da sie zu früh starben 

Kürzlich war da ein grosses Bohei um die Aufnahme von Kiss in die Rock 'n' Roll Hall of Fame. Da das Original-Line-Up geehrt werden sollte (Simmons, Paul Stanley, Ace Frehley, Peter Criss) und nicht das aktuelle (Simmons und Stanley, sowie Eric Singer und Tommy Thayer), weigerte sich Simmons, am Event zu performen. Ausserdem äusserte er sich in langen, langweiligen Interviews darüber, wie die Rock 'n' Roll Hall of Fame ohnehin fast immer falsch läge. Etwa weil Rap-Acts auch aufgenommen werden. Oder weil Nirvana oder Amy Winehouse geehrt wurden.  

«Kurt Cobain? Nein, das sind ein, zwei Platten. Das ist nicht genug. Amy Winehouse? Das sind ein, zwei Platten. Das ist nicht genug. Nur weil du gestorben bist, bist du eine Ikone? Nein, nein.»

Merke: Nicht auf die Qualität kommt's an, sondern auf die Anzahl veröffentlichter Platten. Egal – auftreten mochte Simmons nicht, aber den Award entgegen nehmen, dafür war er bereit.

(L-R) Kiss band members Paul Stanley, Peter Criss, Ace Frehley and Gene Simmons pose with their awards after the rock band was inducted at the 29th annual Rock and Roll Hall of Fame Induction Ceremony at the Barclays Center in Brooklyn, New York, April 10, 2014. REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: ENTERTAINMENT)

Rock 'n' Roll Hall of Fame, ihr könnt mich mal ... ach so, es gibt einen Gratis-Apéro? Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

3. Mir doch egal! Ich bin eh zu reich für dich

Frage: «Gene Simmons, störte es Sie je, dass Ihre Alben bei den Kritikern stets durchfielen?»

Die Antwort:

«Ich bin zu reich, als dass es mir etwas ausmachen könnte. Ich bin ein dermassen privilegierter Bastard. Sie machen wohl Witze! Ich werde mehr bezahlt als manche Drittwelt-Länder.» 

BEVERLY HILLS, CA - JULY 11:  TV personality/musician Gene Simmons speaks onstage at the

Alleine schon diese Brust-Epilation übersteigt das Bildungs-Budget von Burundi. Bild: Getty Images North America

Hach wie sympathisch. 

4. Seid gefälligst nett zu uns Superreichen! Wir haben's verdient.

Und falls noch Zweifel bestehen, wie wir Normalsterbliche uns Simmons und seinesgleichen zu gebaren haben, dann hat Gene diesen Tipp parat: 

«Wir, die Mitglieder des reichsten ein Prozents des Landes, sorgen für alle Jobs der anderen 99 Prozent. Wenn die ‹1 Percent› nicht existieren würde, gäbe es Chaos und die US-Wirtschaft würde sterben. Versuchs also mal damit, nett zu reichen Leuten zu sein. Ich kann mich an keinen Armen erinnern, der mir jemals einen Job gab.» 

... sprach der Superreiche, dessen Wohlstand darauf beruht, dass Millionen Büezer seine Alben kauften. 

5. Uns sind die Ideen ausgegangen. Lassen wir den Pöbel doch arbeiten! 

kiss big idea tongal

Screenshot: tongal.com

Demnächst steht die Feier zum 40. Jubiläum von Kiss an. Wie soll das begangen werden? Damit, dass Kiss-Fans die kreative Arbeit den alten Männern abnehmen (und danach auch Geld dafür ausgeben)! Auf der Crowdsourcing-Site Tongal läuft zurzeit das KISS 40th Anniversary Big Idea Project. Simmons wird dies natürlich als liebevollen Einbezug der Fan-Basis verstehen. 

Fakt ist, Gene und seine Kiss wollen, dass das getreue Publikum die Vorarbeit leistet. Auf Tongal deuten sie an, in welche Richtung es gehen könnte («Ob es nun ein Live-Event, Mobile-App oder Game wird ...»). Also nichts wie los und schickt eure Werbevorschläge ein! 

Unser heisser Tipp: Irgendwas mit Zungen – das kommt garantiert gut an! 

Zusatzinfo als Nachschlag: 

- Man staune: Der alte Herr Simmons hat in Tat und Wahrheit eine karitative Ader: Als grosszügiger Spender der Wohltätigkeitsstiftung ChildFund International, finanziert er 140 Kindern in Zambia die Schulbildung.
- Und auch wenn er nicht besonders nett oder sympathisch rüber kommt, immerhin macht er keinen Hehl daraus. Seine zweites Soloalbum hiess «Asshole».



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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 20.08.2014 05:48
    Highlight Highlight So schlimm finde ich seine Aussagen auch nicht...
  • Tuyewera 19.08.2014 15:00
    Highlight Highlight Wobei er mit der Aussage das 1-2 Alben nicht ausreichen, durchaus recht hat.
    Auch das die "Rock'n Roll Hall Of Fame", Rock'n Roll und Artnahen Musikstyl vorbehalten werden sollte.
  • daenu 19.08.2014 08:59
    Highlight Highlight Hat verdammt viel Ähnlichkeit mit unserem Alt-Bundesrat C.B. ...
  • Closer 18.08.2014 20:57
    Highlight Highlight OK, Simmons hat eine zt. Grenzwertige Meinung, aber wenigstens hat er eine eigene(Meinung) und plappert nicht das Weichspülergesülze von vielen anderen "Stars" nach!

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